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Archiv für August 2012

Volkssternwarte Buchloe feiert 25. jähriges Bestehen

24. August 2012, Marcus Schenk

Immer wenn der Himmel am Abend klar ist, beobachtet man in der kleinen Stadt Buchloe ein seltsames Treiben. Etwas Abseits, da wo es besonders dunkel ist, treffen sich regelmäßig Menschen die ein gemeinsames Interesse verbindet: Die Faszination an der Astronomie. Mitten auf dem Feld heben sich in der Dämmerung zwei Hütten gegen den blauen Horizont ab. Aus ihnen ragen zwei Teleskope in den Himmel und warten auf die ersten Sterne, die gerade anfangen durchzublinken. Buchloe wird nicht nur als das Tor zum Allgäu bezeichnet, es ist auch ein Tor zu den Sternen. Dieses Jahr feiert die Volkssternwarte Buchloe ihr 25 jähriges Bestehen.

Mit der Astronomischen Gesellschaft Buchloe e.V. verbindet uns eine ganze Menge. Zwei unserer Teleskop-Berater gehören schon seit 15 Jahren zu dieser Volkssternwarte und waren mehrere Jahre im Vorstand aktiv. Auch wir wollen auf dieses besondere Jubiläum hinweisen.

Volkssternwarte

Die erste Sternwartenhütte mit dem 44-cm Newton Teleskop

Sternenshow für die Öffentlichkeit
Seit 25 Jahren betreibt die Volkssternwarte Öffentlichkeitsarbeit und durch die öffentlichen Beobachtungsabende konnten weit über 25000 Menschen Astronomie live erleben. Neben privaten Besuchern haben auch Firmen, Vereine und Schulklassen die Sternwarte besucht. Alles fing im Jahr 1987 an: Einige junge Sternfreunde nahmen an einem VHS Kurs über Astronomie teil, aus denen sich Jahre später die Astronomische Gesellschaft Buchloe e.V. bildete. Inzwischen zählt der Verein über 100 Mitglieder und gibt jedes Jahr die Vereinszeitschrift „Faszinierendes Universum“ heraus.

Die Volkssternwarte mit weiteren transportablen Teleskopen

Die Volkssternwarte mit weiteren transportablen Teleskopen

Die Astronomietage Buchloe im September
Der September steht in Buchloe ganz im Zeichen der Astronomie. Dieses Jahr veranstaltet der Verein die 15. Buchloer Astronomietage und feiert gleichzeitig das 25. jährige Bestehen der Volkssternwarte. Dazu laden die Astronomen alle Interessierten herzlich ein:

Logo der Astronomischen Gesellschaft Buchloe e.V.

Programm für die 15. Buchloer Astronomietage:
Freitag, den 14.09.2012, 19.30 Uhr
Eröffnungsvortrag im Haus der Begegnung, Buchloe
25 Jahre Volkssternwarte Buchloe

Samstag, den 15.09.2012, 15.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Volkssternwarte mit Teleskoptreffen, Sonnenbeobachtung und nächtlicher Beobachtung (nur bei klarem Himmel!)

Sonntag, den 16.09.2012, 14.00 Uhr
Tag der offenen Tür in der Volkssternwarte mit Sonnenbeobachtung (nur bei klarem Himmel!)

Wir gratulieren der Astronomischen Gesellschaft Buchloe e.V. ganz herzlich zum 25 jährigen Bestehen der Sternwarte.

Liebe Kunden, nehmen Sie die Gelegenheit wahr und besuchen Sie doch auch einmal die Sternwarte Buchloe. Vielleicht sogar im September zu den Astronomietagen.

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Jupiters NEB ist verschwunden (2 Kommentare)

23. August 2012, Bernd Gährken

Nach der Konjunktion tauchte Jupiter im Juni wieder am Morgenhimmel auf. Dabei bot der Planet einen unerwarteten Anblick. Das NEB war zu einem orangen Streifen verblasst. Das SEB und das NTB erschienen dagegen sehr kontrastreich. In den folgenden Wochen gelang es eine erste Karte in Infrarot zu erstellen. Das NEB ist intensiv rot.  Die Farbe des NEB ist zur Zeit stärker als beim GRF! Das GRF hat aktuell auf der Nordseite keinen dunklen Rand, sondern eine weiße Begrenzung.

Jupiter im IR

Jupiter im IR

Am 1.8.2012 sind Jupiterbilder im visuellen und im Methanband entstanden. Der Vergleich mit dem Methanbild ist aufschlussreich und erlaubt Rückschlüsse auf die Vorgänge die zum Verschwinden des NEB geführt haben. Je dunkler eine Struktur im Methanbild ist desto mehr Methan ist vorhanden. Die hellen Zonen enthalten kaum Methan, da hier Material aus der Tiefe aufsteigt das den Methandunst zu Seite schiebt. Auf den zufällig vor Jupiter stehenden Monden Io und Europa gibt es gar kein Methan. Deswegen sind sie als helles Spots zu sehen.

Jupiter im Methanband und Visuell

Jupiter im Methanband und Visuell

Im Methan ist das NEB unverändert gut zu erkennen. Die Zone zwischen dem NEB und NTB ist dagegen etwas heller. Das NEB ist also nicht real verschwunden, sondern wird durch Eisnebel verdeckt. Ein Effekt der vom häufigeren Verschwinden des SEB gut bekannt ist.

Die Aufnahmen sind mit einer DMK-Kamera und einem Filterrad mit RGB-Filtersatz entstanden.

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Fotografie mit Linienfiltern

10. August 2012, Bernd Gährken

In der Zeit um Vollmond ist die Fotografie schwacher Deepskybjekte normalerweise unmöglich. Der Mond überstrahlt alles und die Sternhaufen und Nebel versinken im Hintergrund. Allerdings gibt es für die Gasnebel eine Fotomöglichkeit, die selbst bei Vollmond funktioniert. Mit Hilfe von engen Linienfiltern kann die Störstrahlung soweit reduziert werden, dass selbst unter widrigsten Bedingungen High-End-Fotos möglich sind. Die Gasnebel strahlen nämlich nur auf den Wellenlängen bestimmter Atome. Bei Planetarischen Nebeln und Supernovaresten sind meist die grünen O-III Linien bei 496 nm und 501 nm dominant. Bei Sternentstehungsregionen ist die rote HII-Line bei 656 am stärksten.

Indem man drei Bilder mit verschiedenen Linienfiltern kombiniert, lassen sich Falschfarbenbilder mit physikalisch interessanten Hintergrund generieren. Einzelne Linienfilteraufnahmen kann man auch mit echten RGB-Bildern zu einem L-RGB Bild mit realitätsnahen Farben kombinieren. Bei diesen Fotos kommt die Struktur aus einer tief belichteten Luminanzaufnahme im H-Alpha oder O-III, die dann mit mit dem Farbauszug einer kurz belichteten RGB-Aufnahme kombiniert wird. So sind selbst bei Mond im Lichtermeer einer Millionenstadt tolle Resultate möglich.

Der Nachteil dieser Technik ist der hohe Aufwand bei der Bildverarbeitung. Es gibt jedoch Freewareprogramme wie Fitswork oder Deepskystacker die sehr hilfreich sind. Eine professionelle Software ist Maxim-DL. Ein dazu passendes Buch mit DVD, auf der über 40 nützliche Freeware-, Shareware-, und Demoprogramme enthalten, wäre Digitale Astrofotografie von Axel Martin und Bernd Koch.

Eine Empfehlung wäre auch das Linienfilterset Baader Planetarium LRGBC-H-alpha Filtersatz, das keine Wünsche offen lässt. Mit diesem Set ist man astrofotografisch komplett ausgerüstet. Möglich sind RGB, L-RGB, HII-RGB und Linienfilteraufnahmen in der Hubblepalette. Der Filtersatz besteht aus insgesamt 8 Filtern: Einem Farbfiltersatz mit Rot, Grün, Blau, einem IR-undurchlässigen Luminanzfilter, einem IR-durchlässigen Klarglasfilter sowie drei Schmalbandfiltern für H-Alpha, O-III und S-II. Alle Farbfilter sind hochwertige Interferenzfilter in 2 Zoll. Die Linenfilter haben eine Halbwertsbreite von nur 7nm. Was mit solch engen Filtern möglich ist, zeigt das folgende Foto des sehr schwachen Halos vom NGC 6826. Der Nebel ist auch als „Blinking Planetary“ bekannt. Die Aufnahme entstand bei Vollmond mitten in der Münchener Innenstadt. Das kleine Inset ist ein Bild des Mount Palomar Sky-Survey im Originalformat!

Halo von NGC6826

Halo von NGC6826

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Astroshop.de ist jetzt Trusted Shops zertifiziert

6. August 2012, Anita Maier

Mit der Verleihung des Gütesiegels von Trusted Shops soll gewährleistet werden, dass die zertifizierten Unternehmen eine Reihe von Standards erfüllen. Das Zertifikat von Astroshop.de finden Sie hier.

Die Qualitätskriterien von Trusted Shops basieren auf nationalen und europäischen Gesetzen, die für das Einkaufen im Internet wichtig sind. Sie berücksichtigen aktuelle Urteile und Forderungen der Verbraucherschutzverbände oder gehen sogar darüber hinaus. Kunden der von Trusted Shops zertifizierten Händler, werden automatisch geschützt. Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen, intransparente Preisangaben, Einschränkungen des Widerrufsrechts oder andere Risiken werden von Trusted Shops überprüft.

Jeder Shop, der mit dem Trusted Shops Gütesiegel ausgezeichnet ist, bietet Ihnen den zuverlässigen Käuferschutz an. Damit Sie unbesorgt Bestellungen aufgeben und bezahlen können, sind Sie nach Abschluss gegen den Verlust Ihrer Kaufpreiszahlung im Fall der Nichtlieferung oder nach Rückgabe der Ware abgesichert – unabhängig von der Zahlungsart.

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Drei Reisemontierungen im Vergleich

2. August 2012, Bernd Gährken

Die Sommerzeit ist Reisezeit. Oft liegt der Urlaubsort in einem wenig industrialisierten Gebiet mit wenig Lichtverschmutzung und zudem gibt es am südlichen Sternenhimmel viele Objekte die man in Deutschland nicht sehen kann. Mit den modernen DSLRs und handelsüblichen Fotoobjektiven kann man schon mit wenigen Minuten Belichtungszeit erstaunliche Übersichtsaufnahmen produzieren. Die Sommermilchstraße mit ihren zahlreichen Sternhaufen und Gasnebeln lässt sich mit Brennweiten zwischen 16 und 200mm gut abbilden.

Milchstraße in Australien

Milchstraße in Australien

Je höher die Brennweite ist, desto genauer muss die Nachführung sein. Um eine akzeptable Genauigkeit zu erreichen, ist eine Einnordung mit einem Polsucher fast unverzichtbar. Am Markt haben sich in den letzten Jahren mehrere Reisemontierungen etabliert die fluggepäcktauglich sind.

1. Am bekanntesten ist sicher das Astrotracsystem, dass in mehreren Varianten angeboten wird. Die Astrotrac kann auf ein normales Fotostativ montiert werden. Im Prinzip besteht der AstroTrac aus zwei Armen, von denen einer fest montiert und der zweite über eine Spindel gegen den festen Arm bewegt wird. Der Hebel ist dabei bewusst groß gewählt, so das ein guter Gleichlauf erreicht wird. Mit der Fotostativvariante lassen sich kleinere Fotoobjektive ausreichend montieren. Generell läßt die Astrotrac aber auch Teleskope mit mehr als 10g zu. In dem Fall wird jedoch das Montierungsset-II benötigt, bei dem eine Säule und ein Polblock inklusive sind. Der Preis für das Montierungsset-II liegt über 1500 Euro, doch dafür bekommt man eine sehr gut verarbeitete Komplettlösung aus europäischer Produktion mit präziser Nachführung bis zu 2 Stunden.

AstroTrac TT320X-AG Montierung

2. Wenn die Ansprüche an die Verarbeitung und die Transportierbarkeit nicht ganz so hoch sind, kann man sich auch mal eine Lösung aus Fernost anschauen. Die leichteste Montierung des chinesischen Herstellers Skywatcher mit optionalen Polsucher ist die NEQ-3. Die Tragkraft der Montierung kann man grob mit 7kg angeben. Für kleine Teleskope ist das völlig ausreichend. In der Basisversion hat die NEQ-3 noch keine Motoren und keinen Polsucher, wird aber bereits mit einem leichten Alustativ geliefert. Bei der NEQ-3 ist auch ein Upgrade auf Goto möglich. Die Gotovariante verfügt über einen Autoguiderport. Die NEQ-3 hat zwar nicht die Laufruhe der Astrotrac, doch wer einen Autoguider besitzt, kann diesen Nachteil leicht kompensieren. Nützlich ist dazu die Zubehörkombination: Teleskop-Service Parallelbefestigung für Kameras und anderes Equipment sowie Orion Mini-Sucherfernrohr 50mm und Orion StarShoot AutoGuide Kamera.

Neq3

Skywatcher Montierung NEQ-3

3. Neu am Markt der Reisemontierungen ist die Polarie des Markenherstellers Vixen. Bei der Polarie handelt es sich nicht um eine klassische Montierung, sondern mehr um einen parallaktischen Aufsatz für ein Fotostativ. Fernrohre lassen sich damit nicht montieren. Die Traglast wird vom Hersteller mit 2kg angegeben. Es ist daher lediglich die Nachführung kleiner Fotoobjektive möglich. Dafür ist die Polarie extrem kompakt. Das Bauteil passt mit 14cm Kantenlänge in die Hosentasche. Falls kein Fotostativ vorhanden ist, gibt es von Vixen eine Komplettlösung. Es ist aber auch jedes Teil einzeln erwerbbar! In der Standardversion erfolgt die Lieferung ohne Polsucher.  Es gibt jedoch ein Peilloch mit dem bei geringen Brennweiten eine ausreichende Poljustage möglich ist. Die Nachrüstung eines Polsuchers ist optional. Die Stromversorgung erfolgt über zwei handelsübliche Mignon-Batterien. Damit sind mehere Stunden Belichtungszeit möglich.  Alternativ kann man den USB-Port eines Laptops als Spannungsquelle nutzen.

Vixen Polarie

Vixen Montierung Polarie

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22.11.2017
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