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Archiv für 2017

Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr!

31. Dezember 2017, Anita Maier

Astroshop.de wünscht Ihnen für das neue Jahr alles Gute und zahlreiche schöne Beobachtungen.

Wir freuen uns darauf, Ihnen auch im Jahr 2018 wieder mit Rat und Tat, sowie besonderen Angeboten zur Verfügung zu stehen.

Ihr Astroshop.de-Team.

Astroshop.de wünscht frohe Weihnachten!

22. Dezember 2017, Marcus Schenk

Überall liegt jetzt Plätzchenduft in der Luft. Wohin man schaut, glitzern Sterne und leuchten warme Lichter in den Fenstern.

Doch als Himmelsbeobachter wollen wir unsere Blicke natürlich nicht nur auf die Erde, sondern auch auf die Sterne im Weltraum richten. Damit Ihnen das noch besser gelingt, haben wir auch in diesem Jahr wieder interessante neue Produkte unter der Marke Omegon herausgebracht:

Omegon Panorama II Okulare mit 100° Gesichtsfeld

Omegon Panorama II Okulare mit 100° Gesichtsfeld

Omegon ADC Atmospheric Dispersion Corrector

Omegon ADC Atmospheric Dispersion Corrector

  • Ein weiteres Highlight für Astrofotografen sind die neuen Omegon RC-Teleskope und die lichtstarken Astrographen.
Omegon RC-Teleskope

Omegon RC-Teleskope

ProDob-Dobsonteleskope

ProDob-Dobsonteleskope

Dies war nur ein kleiner Auszug unter vielen Produktneuheiten aus unserer Entwicklungsabteilung. Auch andere Hersteller brachten dieses Jahr interessante Neuheiten auf den Markt. Mehr dazu finden Sie in unserem Blog sowie auf unseren Seiten auf Facebook und Twitter.

Die Weihnachtszeit ist traditionell eine Zeit der Besinnung auf das, was wirklich zählt im Leben. Zum Beispiel anderen Menschen zu helfen. Daher leisten wir dieses Jahr eine Spende in Höhe von 10.000 € an die Hilfsorganisation Mercy Ships, die das weltweit größte private Hospitalschiff mit Einsatzgebieten in den ärmsten Ländern der Erde betreibt.

Wir wünschen Ihnen viele klare Nächte unter dem Sternenhimmel und ein besinnliches Weihnachtsfest mit Familie und Freunden. Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und freuen uns mit Ihnen auf ein glückliches und astronomisch erfolgreiches Jahr 2018!

Forschungsarbeit zum Zwergplanet Haumea

21. Dezember 2017, Bernd Gährken

Bis in das 19. Jahrhundert war die astronomische Forschung in vielen europäischen Nationen kein Gegenstand der staatlichen Förderung. Die wissenschaftliche Arbeit ruhte zum größten Teil auf den Schultern engagierter Amateure. Heute ist das anders. Die Spitzenforschung erfordert eine langjährige Ausbildung und ist ein Job für Profis. Doch an der Basis gibt es immer noch viele Amateure die mit den Berufsastronomen zusammen arbeiten. Manche Beobachtungen erfordern mehrere Standorte oder viel Flexibilität bei der Wahl des Beobachtungsplatzes. Die Profis können ihre Sternwarten nicht bewegen und sind an einem Ort gebunden. Die Amateure haben dagegen eine bewegliche Ausrüstung und können zur Not auch einem Wolkenloch hinterherfahren. Die Arbeitsfelder der Amateure unterliegen dabei einem ständigen Wandel. Durch Satellitenmissionen haben sich in den letzten Jahren neue Aufgaben erschlossen.

So ist es heute möglich, Sternbedeckungen durch Kleinplaneten mit akzeptabler Genauigkeit vorherzusagen. Durch die Messung der Zeitdauer einer Bedeckung lässt sich der Durchmesser eines Himmelskörpers sehr genau bestimmen. Wenn es gelingt mehrere Schattensehnen zu gewinnen, ist es möglich daraus ein Profil abzuleiten. Über die Kombination des Schattenriss mit einer Lichtkurve kann die Form und die Albedo auf 3 Achsen bestimmt werden. So lassen sich auch ferne Objekte untersuchen, für die keine Raumfahrtmissionen geplant ist. Besonders spannend ist dies für die 2006 von der IAU neu definierte Klasse der Zwergplaneten. Von den fünf Himmelskörpern wurden bislang nur zwei von Raumsonden untersucht. Ceres von der Raumsonde „Dawn“ und Pluto von der Raumsonde „New-Horizons“. Für die plutoähnlichen Welten Eris, MakeMake und Haumea sind bislang keine Missionen geplant. Vorbereitung, Bau und Flug würden wegen der großen Entfernung mehrere Jahrzehnte dauern.

Haumea wurde erst 2003 entdeckt und sollte im Januar 2017 erstmals einen Stern bedecken. Diesem Ereignis wurde entgegengefiebert, denn es war die erste Chance etwas genaueres über dieses geheimnisvolle Objekt zu erfahren. Die Beobachtung erwies sich als schwierig, denn Zwergplanet und Stern besaßen nur eine Helligkeit von 17,5 mag, das ist 40.000 mal schwächer als der schwächste Stern den man mit freien Auge sehen kann. Weite Teile Europas waren zudem von Wolken bedeckt. Insgesamt gab es nur acht positive Messungen die jedoch zu verblüffenden neuen Erkenntnissen führten. Haumea ist deutlich größer als bisher vermutet und übertrifft auf einer Achse sogar den bisherigen Champion Pluto. Zudem hat Haumea einen Ring. Der Haumea-Ring ist jedoch viel kleiner und schwächer als beim Gasplanet Saturn. An den Messungen war auch Astroshop.de-Mitarbeiter Bernd Gährken beteiligt. Die Entdeckung war so außergewöhnlich das sie im Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde. Ein Kolloquium zu diesem Thema ist für den Februar 2018 an der Volkssternwarte München geplant.

Empfehlung von JOMI: Mit Universe2go können auch Gehörlose das Weltall erkunden

7. Dezember 2017, Bernd Gährken

„Wer Großes will, muss sich zusammenraffen; In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.“ Dieser Spruch Johann Wolfgang von Goethes hat für die Kunst der Pantomime sicher eine besondere Bedeutung. Ohne eine Stimme das Publikum zu unterhalten, ist eine besondere Herausforderung. Die Meister dieses Fachs schaffen das in einem abendfüllenden Programm, das keine Sekunde langweilig ist. Wer einmal eine Vorstellung des Pantomimen JOMI erlebt hat, wundert sich, wie schnell die Zeit verfliegen kann. JOMI studierte bei Marcel Marceau in Paris. Seit 1981 hat er sich als Solopantomime weltweit einen Namen gemacht. Zudem gibt er seine Kunst als Dozent für Körpersprache und Pantomime weiter.

JOMI ist seit frühester Kindheit gehörlos. Uns interessierte, wie eine gehörloser Mensch mit dem Universe2go zurecht kommt. Das Gerät folgt dem Konzept der Augmented Reality bei dem die Realität mit virtuellen Erklärungen überlagert wird. Es kombiniert ein vom Handy eingespiegeltes Bild mit dem realen Anblick des Sternenhimmels und liefert so Informationen zu den sichtbaren Objekten. Die Informationsvermittlung erfolgt über das Bild und die Sprachausgabe. Dabei wird ein Kopfhörer mit dem eingelegten Handy verbunden. Die Sprachausgabe ist zum Verständnis der Bedienung des Gerätes jedoch nicht zwingend notwendig, so dass sich auch ein Gehörloser die Funktionsweise erarbeiten kann. JOMI kam mit dem Universe2go bestens zurecht und war sehr angetan. Er sendete uns ein Bild, das mehr sagt als tausend Worte.

Auch am Weltraum-Atelier Nohfelden wurden bei Führungen mit Gehörlosen positive Erfahrungen gesammelt. Sein Gründer und Leiter Sebastian Voltmer hat einen Film über JOMI gedreht, der Anfang des kommenden Jahres präsentiert wird. Er wird in ausgewählten Programmkinos zu sehen sein.

Infografik: Astrohighlights im Winter 2017/18

1. Dezember 2017, Marcus Schenk

Der neue Himmelkalender für die nächsten drei Monate im schnellen grafischen Überblick. Die astronomische Infografik „Highlights am Winterhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was am Himmel passiert. Im weiteren Text erfahren Sie Details zu den einzelnen Ereignissen.

08.12. Mond bedeckt Regulus
Anfang Dezember bedeckt der abnehmende Mond den hellen Stern Regulus im Sternbild Löwe. Es ist ein auffälliges Ereignis, weil Regulus mit 1,3mag zu den hellsten Sternen am Himmel zählt. Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop reichen schon aus, um das Ereignis zu verfolgen. Allerdings: Sie brauchen eine gute Sicht zum nordöstlichen Horizont. Am besten Sie beobachten auf einer weiten freien Fläche oder einer Anhöhe. Wichtig ist nur, dass keine Häuser oder ein Wald Ihnen die Sicht versperrt.

13.12. Mond trifft Mars
Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes gesellt sich vor Sonnenaufgang zum Mars. Er steht heute in etwa 6 Grad Entfernung. Doch es gibt noch mehr zu entdecken: Mit dem Stern Spica bilden die beiden Himmelskörper ein Dreieck. Etwas weiter unterhalb am Horizont, entdecken Sie auch den Jupiter. Fast sieht es so aus, als ob alle Himmelskörper eine Art Pfeil bilden, der zum Horizont weist.

14.12 Geminiden
Wenn der Himmel am Abend klar ist, blicken Sie am besten in Richtung Süden. Denn die Sternschnuppen »Geminiden« kommen scheinbar aus dem Sternbild der Zwillinge. Genauer gesagt: Aus einem Punkt zwei Grad über dem Stern Pollux. Zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr ist die beste Zeit für die Beobachtung. Die Geminiden gehören mit 120 Meteoren pro Stunden zu den Sternschnuppen mit den höchsten Fallraten. Allerdings trübt der Vollmond dieses Jahr die Sicht. Trotzdem: Das Ereignis sollten Sie nicht verpassen.

21.12. Wintersonnenwende
Jedes Jahr am 21. oder 22. Dezember erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht. Am 21. Dezember beginnt der Winter und die Sonne geht schon 16:21 Uhr unter. Die Nacht dauert etwa 12 Stunden. Ein Traum für jeden Hobbyastronomen, der mal so richtig lang am Stück beobachten will.

31.12. Mond bedeckt Aldebaran
Kurz vor Sylvester, in der Nacht vom 30. auf den 31.12, bedeckt der Mond den Stern Aldebaran. Er ist der Hauptstern des Stiers und gehört zu den hellsten Sternen am Himmel. Das ist ein Vorteil, denn eine Bedeckung von hellen Sternen ist faszinierend. Wir haben zwar fast Vollmond, trotzdem nähert sich der Mond Aldebaran von seiner dunklen und interessanten Seite. Aldebaran verschwindet gegen 2:25 Uhr und taucht 30 Minuten später wieder an der gegenüberliegenden Mondseite auf.

01.01. Merkur in größter westlicher Elongation
Der Merkur kreist so schnell und so dicht um die Sonne, dass wir ihn nicht zu jeder Zeit beobachten können. Doch jetzt steht Merkur wieder in einem größeren Winkelabstand zur Sonne von 22°. Am Morgenhimmel taucht der seltene Gast um etwa 6:30 Uhr in südöstlicher Richtung auf. Bald jedoch folgt die Dämmerung und er verblasst immer mehr im beginnenden Tag. Zum Glück ist Merkur relativ hell, so dass er sich bis etwa 7:30 Uhr zeigt. Falls es am Neujahrstag bewölkt sein sollte, können Sie den Merkur noch bis 10. Januar beobachten.

03.01. Quadrantiden
Die nächsten Sternschnuppen sind auf dem Weg zu uns: die Quadrantiden. Der Meteorstrom stammt aus dem Sternbild Bootes. Die Sternschnuppen regnen im Maximum mit einer Zahl von 120 pro Stunde über den Himmel. Wenn Sie in den Morgenstunden des 2. und 3. Januars beobachten, haben Sie die größte Chance auf eine erfolgreiche Beobachtung.

07.01. Mars trifft Jupiter
Am Morgen des 7. Januars begegnen sich zwei Nachbarn: Mars und Jupiter. Mitten im Sternbild Waage leuchten beide sehr hell in einem Abstand von nur 12 Bogenminuten. Das ist nur etwas mehr als ein Drittel des Monddurchmessers. Sie können beide Planeten an diesem Tag gemeinsam mit Ihrem Teleskop im gleichen Gesichtsfeld beobachten.

11.01. Treffen von Mond, Mars und Jupiter
Einige Tage später in der gleichen Region: Mars und Jupiter entfernen sich wieder voneinander. Jedoch kommt an diesem Morgen der Mond mit ins Spiel. Sie schmale Sichel strahlt gut drei Grad oberhalb der Planeten. Auch wenn Sie sich an diesem Morgen warm anziehen müssen, bringt dieser wundervolle Anblick sicher jedes Eis zum Schmelzen.

13.01. Merkur trifft Saturn
Der Merkur gibt uns eine letzte Chance, bevor er die Bühne verlässt und aus dem Rampenlicht tritt. Doch heute Morgen lässt er sich zusammen mit Saturn blicken. Kurz vor Sonnenaufgang tauchen die beiden Gesellen über den Horizont in südöstlicher Richtung auf.

31.01. Ceres in Opposition
Ceres ist einer der bekanntesten aber kleinsten Zwergplaneten des Sonnensystems mit 963 Kilometern Durchmesser. Er umkreist im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne etwa alle 5 Jahre einmal. Am 31. Januar kommt er in die Opposition zur Sonne und Sie können Ihn in seiner größten Helligkeit beobachten. Mit hellen 6,9 Größenklassen bewegt er sich vom Kopf des Löwen zwischen den Sternbildern Luchs und Krebs hindurch. Sie können ihn mit einem Teleskop oder sogar mit einem Großfernglas finden.

01.02. Mond trifft Regulus/Mars trifft Acrab
Wenn Sie gerne in den Morgenstunden beobachten, dann gibt es in dieser Nacht ein interessantes Ereignis. Ab etwa 4 Uhr tauchen die Scheren des Skorpions über dem Südost-Horizont auf. Doch da gibt es natürlich noch etwas: Mars. Der Rote Planet zieht in nur 18“ Entfernung am linken Stern Acrab vorbei.

Und am kommenden Abend zieht der Mond nur in 7 Bogenminuten Entfernung am Regulus vorbei, dem Hauptstern des Sternbildes Löwe. Die Zeit für die Begegnung liegt günstig: Um 19 Uhr erreicht der Mond die geringste Distanz.

08.02. Mond bedeckt γ Lib
Diese Bedeckung werden vermutlich nicht so viele Beobachter verfolgen, denn sie findet am Morgenhimmel statt. Dann, wenn die meisten im warmen Bett liegen. Das macht aber die Bedeckung des Sterns γ Lib durch den Mond im Sternbilde Waage zu einem selten beobachteten Ereignis. Der Mond ist zu 45% beleuchtet und nähert sich dem Stern von seiner „hellen“ Seite. Um 4:20 verschwindet der Stern hinter dem Mond und um 5:30 Uhr taucht er auf der unbeleuchteten Seite wieder auf.

11.02 Mond trifft Saturn
Der Mond stattet gerne unseren Planeten den einen oder anderen Besuch ab. Am 11. Februar besucht er wieder den Saturn. Solche Begegnungen sind immer ein reizvoller Anblick. Und eine schöne Gelegenheit für ein Stimmungsfoto mit stehender Kamera und Objektiv. Der Mond steht etwa 3,5° höher am Himmel, deshalb werden Sie ihn als erstes entdecken. Gegen 5 Uhr schielt dann der Saturn über den Horizont. Es ist eigentlich nicht die beste Zeit für den Ringplaneten. In den kommenden Monaten geht er erst in der zweiten Nachhälfte auf. Erst wenn der Frühsommer naht, rücken seine Aufgänge in eine angenehmere Zeit. Im Juni kommt er dann in Opposition zur Sonne.

21.02. Mond bedeckt μ Cet
Eine Bedeckung am Abendhimmel: Und das noch vor der Tagesschau! Um 18:20 bedeckt der Mond den Stern μ Cet im Sternbild Walfisch. Nach gut einer Stunde, um 19:17 Uhr, taucht der Stern wieder auf der anderen Seite auf. Diesmal nähert sich der Mond von seiner unbeleuchteten Seite. Wenn Sie den Stern beobachten, verschwindet er so plötzlich, als würde ihn jemand einfach ausknipsen.

23.02. Mond bedeckt Aldebaran
Ein Highlight ist die Bedeckung des Aldebarans. Wie im letzten Dezember sollten Sie dieses Ereignis nicht verpassen, denn solche Bedeckungen sind höchst selten. Es ist die letzte Aldebaran-Bedeckung für viele Jahre.

Der Mond nähert sich von seiner unbeleuchteten Seite. Für viele Beobachter ist es eine Überraschung, wenn der Stern plötzlich verschwindet, obwohl man das Verschwinden ja schon erwartet. Los gehts um 17:50 Uhr: Aldebaran verschwindet und taucht gegen 18:50 Uhr wieder auf, also gut eine Stunde später. Interessant für Amateure ist es, die Sternbedeckung zeitlich genau zu verfolgen, den Beginn und das Ende der Bedeckung festzustellen. Das geht zum Beispiel mit den empfindlichen Touptek-Kameras und der Software SharpCap 2.7, mit der Sie ein genaues Zeitsignal einblenden können.

Viel Freude beim Beobachten und clear skies wünscht Ihnen das Team von Astroshop.de

PDF hier

 

Getestet: Das neue WX Astrofernglas von Nikon. Eine High-End Alternative zum Teleskop?

29. November 2017, Marcus Schenk

Ein neues Astrofernglas von Nikon? Mit einem riesigen Sehfeld und einer revolutionären Optik? Das interessierte uns brennend, das wollten wir testen. So kam es, dass Nikon uns zwei der neuen WX IF Highend-Gläser für einen Test zur Verfügung stellte. Doch was kann man von einem brandneuen Astrofernglas in der 6000,- Euro-Klasse erwarten? Wie unser erster Eindruck war, erfahren Sie in diesem Artikel.

Nikon WX Astrofernglas

Das Nikon WX Astrofernglas.

 

Der Zeitpunkt traf sich gut: Denn in unregelmäßigen Abständen treffen sich unsere Mitarbeiter, um gemeinsam zu beobachten und auch, um neue Instrumente auszuprobieren. Darunter zwei Flaggschiffe der Nikon-Flotte: das WX 10×50 IF und das WX 7×50 IF.

Was bringt mir ein Astrofernglas im Vergleich zu einem Teleskop?

Zunächst ist es wichtig, herauszufinden, warum Sie mit einem Astrofernglas beobachten und nicht mit einem Teleskop.

Hier einige Vorteile:

Ein Astrofernglas ist für viele Beobachter eine Ergänzung zum Teleskop. Ein Fernglas ist ein wunderbares Werkzeug für Übersichtsbeobachtungen und ausgedehnte Spaziergänge durch die Milchstraße.

Im Gegensatz zum Teleskop ist es transportabler und wesentlich schneller aufgebaut.

Mit beiden Augen zu beobachten, das kann entspannte Beobachtungsstunden unter dem Himmelszelt bieten.

Mond, Sonne (mit Filter), offene Sternhaufen, ausgedehnte Nebel oder hellere Kometen: Das Erlebnis auch mit einem Fernglas zu beobachten und die Objekte plastischer wahrzunehmen, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Was bietet das neue High-End Fernglas von Nikon?

Nikon bietet mit den neuen WX-Astroferngläsern High-End Instrumente für anspruchsvolle Amateurastronomen. Die Geräte sind ganz klar für Menschen gedacht, die das Beste von einer Optik und der Abbildung erwarten. Nikon hat hier tief in die Werkzeugkiste der Optikdesigner gegriffen: ED-Linsen für eine klare Abbildung, Bildfeldebner und Abbe-König Prismen für ein helles und atemberaubend brillantes Bild mit scharfen Sternen bis zum Rand. Das Bildfeld ist mit über 10° reellem Gesichtsfeld so riesig, dass man das Gefühl hat durch ein riesiges Panoramafenster in den Weltraum zu blicken. Darüber hinaus: eine beeindruckende Mechanik. Doch wie zeigten sich die 7×50 und 10×50 Ferngläser am Himmel? Ein Test stand kurz bevor.

 

Fernglas Gesichtsfeld im Vergleich

Das 7×50 Fernglas von Nikon besitzt ein Gesichtsfeld von 10,7 Grad. Andere hochwertige Ferngläser kommen meist nur auf 7 Grad.

 

Die Nikon WX 7×50 und 10×50 IF Ferngläser am Himmel

Die Nacht war klar und wir bauten die beiden Ferngläser auf zwei Stativen auf. Technische Daten sind gut, doch wie zeigte sich die Optik am Himmel?

Das Fernglas fühlt sich stabil an, mit einer Einzelfokussierung können wir für jedes Auge die exakte Schärfe einstellen. Herausdrehbare Augenmuscheln erleichtern es uns, den optimalen Abstand vom Okular zum Auge zu finden. Im etwas Lichtverschmutzten Landsberg am Lech sieht man die Milchstraße nicht, aber dennoch sollte es möglich sein mit dem Nikon Fernglas Sternhaufen und andere Deep-Sky-Objekte zu finden.

Von Doppelsternen zu Andromeda

Unser erster Blick geht zum optischen Doppelstern Mizar und Alkor, ein Paar, das unter Astronomen als Augenprüfer bekannt ist. Wie stellt das Nikon die Sterne dar? Wir blicken das erste Mal durch die Optik und es überwältigt uns. Auf den ersten Blick: ein unendlich weites Bildfeld. Fast sehen wir keine Grenzen. Haben wir überhaupt jemals ein größeres Bildfeld mit einem Fernglas erlebt?, stellen wir uns die Frage. Die Antwort: noch nie. Weil es das vorher noch nicht gab.

Wir lassen unseren Blick über das Feld wandern. Im Zentrum das Doppelsternpaar, ganz am Rand einige Feldsterne. Was auffällt: Diese Sterne am Rand sind ebenso scharf, klein und leuchtend wie im Zentrum. Dann das nächste Objekt, ein Klassiker: die Andromedagalaxie M31. Sowohl durch das 10×50, als auch durch das 7×50 ist der Nebel überwältigend. Denn im Gegensatz zu einem Teleskop kann man die Galaxie in ihrer ganzen Größe bewundern. Das bekannte Staubband, der Spiralarm, tritt auch bei dem leicht lichtverschmutzten Himmel deutlich hervor.

 

Das Nikon Fernglas für Astrobeobachtungen

Mit dem Nikon WX-Fernglas unternehmen Sie faszinierende Ausflüge zu Sternhaufen, Nebeln und Galaxien.

 

Hier kommt der Vorteil der Abbe-König-Prismen voll zur Geltung. Warum? Neben der extrem hochwertigen Verarbeitung des Feldstechers haben die eingebauten Linsen keinen Lichtverlust, da man auf Spiegelflächen verzichtet. Das bedeutet: mindestens 4% mehr Licht, als ein „gewöhnlich hochwertiges“ Fernglas und eine neutralere Abbildung. Der Doppelstern Albireo im Schwan zeigten sich zwei Juwelen: der rötliche und der azurblaue Stern. Die Farbdarstellung wirkte auf uns fantastisch und wunderbar brillant.

Ein Fernglas mit 17mm Augenabstand und einem unglaublich großen Gesichtsfeld. Sehr helle und kontraststarke Bilder. Ein flaches Feld ohne Verzeichnung und eine hochpräzise Mechanik. Die Nikon Astroferngläser der XW-Serie sind absolute Spitzenprodukte und ein Traum für jeden Beobachter. Das schlägt sich allerdings in einem hohen Preis nieder. Doch wer sich darauf einlässt, bekommt ein Top-Produkt – und in der Beobachtung zeigt sich, was derzeit technisch möglich ist.

Interessiert? Hier gehts zu den Traum-Ferngläsern. Oder: Lassen Sie sich einfach von uns beraten. Unsere Experten freuen sich auf Sie.

Tipp zum Wochenende: Leoniden bei Neumond

18. November 2017, Marcus Schenk

Dieses Wochenende gibt es ein besonderes Highlights am Himmel: der Meteorstrom der Leoniden. Sollte es dieses Wochenende klar sein, bieten sich aber auch DeepSky-Beobachtungen an. Denn: Wir haben fast Neumond. Die schmale Mondsichel lässt sich erst in den Morgenstunden blicken.

 

Milchstraße, Roque de los muchachos , La Palma. William Herschel Teleskop im Vordergrund.
Canon eos 1dx, 1,8 85mm, 4s ISO 3200. www.sebastiankramer.de

 

Die Schnuppen des Löwen

Es war das Jahr 1966. Für die Astronomie war das Jahr ein Highlight der Meteorbeobachtung. Am 17. November registrierte man in den Morgenstunden zirka 140.000 Sternschnuppen. Die Sternschnuppen der Leoniden erlebten einen starken Ausbruch in ihrem Maximum.

Der Grund: Alle 33 Jahre kreuzt die Staubwolke des Ursprungskometen 55P/Tempel-Tuttle die Erdbahn und wir können meist viele Sternschnuppen bewundern. Allerdings nur in einem zeitlich eng begrenzten Zeitraum. Nicht immer, aber manchmal, fallen sie wie Regentropen vom Himmel. Eben wie im Jahr 1966. Im Jahr 1998 wurde eine starke Aktivität vorhergesagt, die dann aber hinter den Erwartungen zurück blieb. Eine Vorhersage ist für die Astronomen immer schwierig und ist vergleichbar mit der Prognose der Meteorologen, ob es „Weiße Weihnachten“ gibt.

Was man sicher weiß: In den Jahren nach dem Kreuzen der Kometenwolke nimmt die Anzahl des Stroms stetig ab. Dann erreicht der Stom im Maximum nicht mehr als 20 Meteore pro Stunde. In diesem Jahr sogar eher noch weniger – genaugenommen nur 10. Aber der Vorteil: Einen Tag vor Neumond genießen wir die ganze Nacht einen dunklen Himmel. Setzen Sie sich warm eingepackt nach Mitternacht an einen guten Beobachtungsort. Dann könnten Sie sogar einige helle Leoniden sichten.

Perseiden

Aufnahme der Perseiden, Foto: B.Gährken

 

Der Punkt wo die Sternschnuppen herzukommen scheinen liegt im Sternbild Löwe. Die beste Sichtbarkeit ist nach Mitternacht. Gegen 23 Uhr steigt das Sternbild über den Horizont und die Leoniden erscheinen unter einem flachen Winkel langsam zu verglühen. Tatsächlich sind die Leoniden aber sehr schnell. Mit etwa 71 Kilometer pro Sekunde rasen sie über den Himmel. Wenn der Löwe höher steigt, können wir diese schnellen Scnuppen auch registrieren: Kaum waren sie da, sind sie auch schon wieder verglüht. Trotz der mauen Voraussagen können Sie vielleicht einige helle Leoniden entdecken. Ein schönes Erlebnis, das Sie sich nicht enmtgehen lassen sollten.

Sie wollen tiefer in das Thema einsteigen? Dann könnte das Buch Meteore für Sie interessant sein.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Beobachtung. Wenn Sie möchten, posten Sie gerne Ihre fotografischen Aufnahme oder Beobachtungsbericht in die Facebook-Kommentare. Wir freuen uns darauf.

Messeauftritt auf der Forscha in München von 17. bis 19. November 2017

15. November 2017, Anita Maier

Astroshop wird am kommenden Wochenende auf der Forscha in München vertreten sein und das Universe2go sowie Teleskope von Omegon vorstellen. Die Messe bietet ein vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen.

Neben Ministerien, Verlagen, Verbänden und Vereinen werden zahlreiche innovative Firmen und Start-ups für ein spannendes Mitmachprogramm sorgen. Die Besucher haben an drei Messetagen die Gelegenheit neben den klassischen Bereichen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik auch faszinierende Einblicke in die Welt der Virtual Reality, Umweltschutz, GreenJobs, Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologie zu erforschen und auszuprobieren.

Spielen, Basteln, Experimentieren, Informieren – mit der Partnermesse SPIELWIESN und der Sonderfläche „Bastelforum“ bietet die Publikumsmesse FORSCHA ein ähnliches Themenspektrum wie Europas größte Fachmesse für Bildung – die didacta. Für noch „Mehr“-Wert sorgen die Stand-und Aktionsflächen unter dem Motto XUND&AKTIV mit dem Fokus auf Bewegung, Ernährung und Entspannung.

Kommen Sie vorbei, es lohnt sich!

Neu im November: Pro-Kamera von ZWO, weiteres Zubehör für Astrofotografen und der Himmels-Almanach 2018

7. November 2017, Stefan Taube

Wir präsentieren Ihnen eine kleine Auswahl von Artikeln, die wir vor kurzem neu ins Sortiment aufgenommen haben:

1. ZWO Kamera ASI 1600 MM Pro Mono

ZWO-ASI-1600-Pro

Die Pro-Variante der ASI 1600 von ZWO.

Die Serie ASI 1600 ist die beliebteste Modellreihe von ZWOptical. Die ASI 1600 Kameras verfügen über einen relativ großen Sensor bei geringer Pixelgröße. Es gibt daher sowohl Modelle ohne Kühlung, die sich primär an Planetenfotografen wenden, als auch universell verwendbare DeepSky-Kameras. Die gekühlten Modelle bieten wir im Set mit speziellen Filtern und einem Filterrad an.

Die Speerspitze dieser Modellreihe ist die neue ASI 1600 MM Pro Mono. Sie ist ideal für Astrofotografen, die leuchtschwache Nebel in stundenlanger Belichtung aufnehmen wollen. Der eingebaute 256MB-Zwischenspeicher sorgt für verlustfreie Übertragung, und das sogar mit USB 2.0.

 

2. Orion Kamera StarShoot AutoGuider Pro Set

Orion-StarShoot-AutoGuide

AutoGuider-Kamera StarShoot mit 30mm Guidescope.

Wer mehrere Minuten lang belichten will, sollte über eine Nachführkontrolle nachdenken. Bei diesem Autoguiding genannten Verfahren, wird der Lauf der Montierung geregelt, denn nur wenn die Montierung die Kamera immer exakt auf das ausgewählte Himmelsareal ausgerichtet hält, gelingt die Aufnahme. Für das Autoguiding wird meist eine seperate Kamera mit eigener Optik verwendet. Die Kamera verfolgt kontinuierlich einen Stern und veranlasst Steuerimpulse an die Montierung, sollte sich der Stern bewegen.

Dank der empfindlichen Kamera-Sensoren mit hoher Auflösung können diese Autoguider kompakt gebaut werden. Ein sehr gelungenes Exemplar ist das neue Set aus der Kamera StarShoot AutoGuider Pro Mono und dem Ultra-Mini Guidescope von Orion.

 

3. Baader MPCC V-1 Mark III Newton Komakorrektor Set 2″

aader-MPCC-Komakorrektor

Der Multi Purpose Coma Corrector MPCC von Baader.

Newton-Teleskope sind bei Amateurastronomen sehr beliebt, da sie für relativ wenig Geld viel Licht sammeln können. Wie jedes optische Design leiden aber auch Newton-Teleskope unter Abbildungsfehler. Zum Gesichtsfeldrand werden die Sterne zu kleinen „Kometen“ auseinandergezogen. Man spricht vom Koma-Fehler, der sich insbesondere bei der Astrofotografie störend bemerkbar macht. Der Hersteller Baader-Planetarium bietet einen hervorragenden Komakorrektor an, den es nun auch im Set mit passenden Adaptern gibt: Baader MPCC V-1 Mark III Newton Komakorrektor. Das besondere an diesem Komakorrektor ist, dass er die Brennweite der Optik nicht verlängert. Sie bleibt daher so lichtstark wie ohne Korrektor, so dass die Belichtungszeit nicht erhöht werden muss.

 

4. Oklop Gepolsterte Tasche für Newton 150/750

Oklop-Tasche-Newton

Passt wie angegossen: Die Tasche für ein Newton 150/750 Teleskop von Oklop.

Apropos Newton-Teleskop: Wir führen ab sofort die gepolsterten Tragetaschen von Oklop. Diese werden jeweils passgenau für ein bestimmtes Teleskopsystem gefertigt, so dass ein sicherer und platzsparender Transport möglich ist.

Wir führen beispielsweise die Taschen für Newton Teleskope 150/750, Newton Teleskope 150/1000 oder das Celestron Teleskop SC 1100. Weitere Taschen von Oklop finden Sie hier.

5. Oculum-Verlag Himmels-Almanach 2018

Himmels-Almanach-2018

Jetzt zu haben: Das Sonderheft von Abenteuer Astronomie.

Jetzt auch bei uns zu haben ist dieses Extra-Heft der Zeitschrift Abenteuer Astronomie. Der Himmels-Almanach 2018 bringt Sie durch das kommende Jahr – zumindest was die Astronomie anbelangt. Das Jahrbuch im Magazin-Format widmet jeder Woche des Jahres eine Doppelseite, auf der die wichtigsten Himmelsereignisse vorgestellt werden. Dazu gehört auch jeweils ein Spezialthema, in dem der astronomische Hintergrund beleuchtet oder konkrete Beobachtungstipps gegeben werden. Die ausführlichen Einleitungskapitel sind ideal für Einsteiger geeignet.

Übrigens: Wir bieten eine Vielzahl an Medien zur Astronomie an und liefern Bücher innerhalb Deutschlands versandkostenfrei!

Neue Transportkoffer von B+W International im Sortiment

27. Oktober 2017, Stefan Rieger

Bei Fotografen schon seit Jahren bekannt und jetzt auch bei uns erhältlich: die Outdoor Cases von B&W. Diese sehr hochwertigen Koffer sind für die extremsten Bedingungen entwickelt worden.

B&W Outdoor Case Type 6000

B&W Outdoor Case Type 6000

Diese aus Polypropylen hergestellten Koffer sind in verschiedenen Größen und Farben erhältlich. Gerade wenn Sie oft Nachts draußen sind, empfehlen wir die hellen Koffer, da man diese besser sieht und nicht so leicht darüber stolpert. Als Kunde haben Sie die Wahl, ob Sie einen Koffer ohne Inhalt, einen mit Würfelschaumstoff oder einen mit variabler Fächereinteilung bevorzugen.  Falls sich Ihre Ausstattung ändert und Sie den Koffer neu einteilen wollen,  kann man den Inhalt des Koffers jedoch auch jederzeit nachkaufen.

Die kleineren Modelle eignen sich für Zubehör wie Okulare und Filter (Type 500, 1000), die mittleren Modelle für Astrofotografie-Equipment (Type 3000, 4000, 5000, 6000) und die größten Modelle für Montierungen (besonders die Kofferserie Type 5500).

B&W Outdoor Case Type 6700

B&W Outdoor Case Type 6700

Die Koffer sind nach IP67-Norm wasser- und staubdicht. Sie sind stapelbar und besitzen ein Druckausgleichsventil. Durch die Ösen kann man sein teures Equipment mit einem Vorhängeschloß vor Diebstahl sichern. Für viele Modelle gibt es einen Schultergurt oder ein Rucksacktragesystem als Zubehör.

B&W Outdoor Case Type 5000

B&W Outdoor Case Type 5000

 

Die Stabilität und Dichtigkeit dieser Koffer wurde in verschiedenen Tests geprüft und die Outdoor Cases sind nach den Vorgaben von STANAG 4280, DEF STAN 81-41 und ATA 300 zertifiziert.

Im Video sehen Sie wie hart der TÜV Rheinland diese Koffer gestestet hat.

 

20.09.2018
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