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Autoren-Archiv


Stefan Taube

Über Stefan Taube

Stefan kam über die Verlagsbranche zum Astroshop. Als gelernter Online-Redakteuer betreut er die Webseite und unseren Auftritt in den sozialen Medien. Wer uns per Twitter oder Facebook schreibt, bekommt von ihm eine Antwort. In Sachen Astronomie begeistern ihn Doppelsterne, Veränderliche und die Spektroskopie.

Posts verfasst von Stefan Taube

Neu: Skywatcher Star Adventurer mit Wi-Fi

6. Oktober 2020, Stefan Taube

Der Hersteller Skywatcher hat seinen Star Adventurer jetzt mit Wi-Fi ausgestattet. Damit kann die beliebte Fotomontierung nun über eine kostenlose App bequem und vor allem auch berührungsfrei gesteuert werden.

Skywatcher-Montierung-Star-Adventurer-2i-WiFi-Photo-Set

Im Set sind zusätzlich eine Polhöhenwiege, ein Gegengewicht und ein L-Halter enthalten.

Nicht verändert wurde das bewährte Konzept: Der Star Adventurer erlaubt die Nachführung einer Kamera am Nachthimmel. So gelingen Himmelsaufnahmen mit langen Belichtungszeiten ganz ohne Teleskop, einfach durch das Objektiv der Kamera. Solche Fotomontierungen erfreuen sich einer ständig wachsenden Beliebtheit. Der Star Adventurer gehört mit seiner Tragfähigkeit von fünf Kilogramm zu den größeren Modellen.

Den Star Adventurer bieten wir als Foto-Set mit praktischem Zubehör oder in der Grundausstattung an. Sie benötigen nur noch ein Fotostativ und natürlich eine Kamera. Skywatcher selbst bietet aber auch ein Stativ für den Star Adventurer an.

Was die Kamera anbelangt, so finden Sie bei uns ein breites Sortiment an DSLR-Kameras, die speziell für die Astrofotografie modifiziert sind.

Lithium LT – der neue Powertank von Celestron

5. August 2020, Stefan Taube

Celestron bringt mit dem PowerTank Lithium LT einen besonders leichten Akku auf den Markt, der ideal für kleinere Teleskope geeignet ist.

Celestron_Powertank_LT

Der PowerTank kann über das beiliegende Klettband am Stativbein befestigt werden.

Die Elektronik moderner Teleskope reagiert sehr empfindlich auf eine falsche Spannung. Wenn ein Teleskop mit einer zu niedrigen Spannung betrieben wird, kann dies dazu führen, dass die Motoren bei höheren Lasten leiden und die Elektronik sogar ausfallen kann. Der PowerTank Lithium LT verwendet einen eingebauten Spannungsregler, um sicherzustellen, dass er während der gesamten Zeit mindestens 11,8 Volt liefert, bis die Batterie fast leer ist und sich abschaltet.

Im Vergleich zu einem klassischen Blei-Akku ist der PowerTank Lithium LT kleiner, leichter, effizienter und besser für die Umwelt. Er bietet eine bessere Leistung, eine längere Lebensdauer und einen sichereren Betrieb als andere, billigere Lithium-Ionen-Akkus. Er bietet außerdem automatische Abschaltung, Verpolungsschutz und Lade-/Entladeschutz sowie Schutz vor Überspannung und Kurzschluss.

Celestron_Powertank_LT_1

Über den USB-Ausgang kann ein Smartphone geladen werden.

Wir empfehlen den PowerTank Lithium LT für Teleskope der Serien

Übrigens: Der Akku erfüllt auch die aktuellen FAA-Vorschriften für Handgepäck – ideal für die Reise!

Neu: StarSense Explorer Teleskope von Celestron

18. Juni 2020, Stefan Taube

Die Idee ein Teleskop mit dem Smartphone zu steuern ist nicht neu. Celestron bringt mit der Serie StarSense Explorer eine weitere Variante ins Spiel, die besonders für Einsteiger interessant sein dürfte.

Eine Besonderheit ist, dass bei den StarSense Explorer Teleskopen keine WLAN-Verbindung zwischen dem Teleskop und dem Smartphone hergestellt werden muss. Die kostenlose StarSense Explorer App orientiert sich über die Smartphone-Kamera und einem ausgeklügelten Spiegelsystem direkt am Nachthimmel.

Celestron StarSense Explorer DX

Celestron StarSense Explorer DX

Und so funktioniert es: Sie müssen lediglich die kostenlose StarSense Explorer App installieren und Ihr Smartphone in die spezielle Halterung des Teleskops einlegen. Die App nutzt Standortdaten Ihres Smartphones, um den Beobachtungsort zu ermitteln; auch das aktuelle Datum und die Uhrzeit müssen nicht extra eingegeben werden.

Nun benutzt die StarSense Explorer App einen speziellen Lost in Space-Algorithmus (LISA), der auch bei Weltraumsatelliten zur Orientierung verwendet wird. Dabei werden mit der Smartphone-Kamera aufgenommene Sternmuster mit der internen Datenbank verglichen. Diese Berechnungen werden mit Informationen aus dem Gyroskop und Beschleunigungsmesser des Smartphones kombiniert. Das alles führt zu einer sehr hohen Präzision, die keine andere Planetariums-App erreichen kann! So bewegt man sich auch ohne Vorkenntnisse sicher durch die Nacht!

 

In drei Schritten zum Erfolg

Smartphone einlegen, App starten und schon können Sie beobachten

Die StarSense Explorer App schlägt Ihnen lohnende Beobachtungsobjekte für die aktuelle Nacht und Ihren Standort vor. Sie können aber auch mit der Planetariumsansicht auf interessante Objekte schwenken und sie sich identifizieren lassen.

Die StarSense Explorer Teleskope werden mit einer azimutalen Montierung geliefert. Sie können das Teleskop also einfach in Höhe und Azimut bewegen. Zwei Wellen mit großen Griffen erlauben die Feineinstellung und Nachführung. Die Teleskope sind also nicht mit einem Motor ausgestattet, sondern gehören zur Klasse der PushTo-Teleskope.

Übrigens können Sie Ihr StarSense Explorer Teleskop natürlich auch völlig ohne Smartphone benutzen, zum Beispiel für einen schnellen Blick auf den Mond, den Sie auch ganz ohne elektronisches Helferlein finden sollten.

 

 

Astronomische Handbücher zum Sonderpreis!

21. April 2020, Stefan Taube

Der Verlag Oculum bietet zwei richtig dicke Bücher zur Astronomie, die sich bereits seit Jahren sehr bewährt haben. Für diese beiden Handbücher hat der Verlag den Preis stark gesenkt! Sie erhalten das Handbuch Astronomie und das Handbuch Astrofotografie jetzt für jeweils nur 29,90 Euro. Sie sparen 40,- Euro gegenüber dem früheren Preis!

 

Handbuch Astronomie

Oculum Handbuch AstronomieDie Astronomie gilt als die älteste Wissenschaft – und als eines der spannendsten Hobbys. Das umfangreiche heutige Wissen wird im Handbuch Astronomie  zusammengefasst: Von der Entstehung der Sterne bis zu ihrem Vergehen, vom heimischen Sonnensystem bis zu den Erkenntnissen der Kosmologie reicht der inhaltliche Bogen. So entsteht ein detailliertes Gesamtbild des Wissens, das die Astronomie heute bietet – aufbereitet für Sternfreunde, und solche die es werden wollen.

Das Handbuch Astronomie ist eines der umfangreichsten Kompendien zur Astronomie überhaupt. Es vermittelt Grundlagenwissen zu Sonne, Mond und Sternen in wissenschaftlicher Genauigkeit, ohne durch zu viel Detail zu überfordern. Die zahlreichen Grafiken und Abbildungen lassen die Zusammenhänge leicht nachvollziehen.

 

Praxis- und Surftipps weisen über das gedruckte Buch hinaus und geben dem Benutzer eine einzigartige Perspektive auf unseren Kosmos, und was wir heute von ihm wissen.

 

Handbuch Astrofotografie

Oculum Handbuch AstrofotografieDie rasante Entwicklung der digitalen Technik hat aufregende neue Betätigungsfelder erschlossen. Ausgefeilte digitale Aufnahme- und Bearbeitungsmethoden lassen auch die bekannten Himmelsobjekte wortwörtlich »im neuen Licht« erstrahlen. Seit einigen Jahren erobern digitale Spiegelreflexkameras die Astronomie und ermöglichen auch mit schmalem Geldbeutel einen erfolgreichen Einstieg in die digitale Astrofotografie.

Das Handbuch Astrofotografie ist das bisher umfangreichste Kompendium zur Astrofotografie in deutscher Sprache. Es vermittelt die Grundlagen zu Kameras, Optik und Montierung auf dem neuesten Stand. Wesentlicher Teil ist eine fundierte Anleitung der Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung. Gerade der angehende Astrofotograf erhält anhand zahlreicher Praxisbeispiele wertvolle Hinweise, wie man mit verhältnismäßig einfachen Mitteln die Aufnahmetechnik optimieren und das Beste aus seinen Aufnahmen herausholen kann.

Die meisten der im Buch vorgestellten Verfahren lassen sich auch auf Aufnahmen mit professionellen astronomischen CCD-Kameras anwenden.

 

Die beiden Handbücher liefern das notwendige Wissen für Hobby-Astronomen. Sie erhalten sie versandkostenfrei innerhalb Deutschlands, so wie alle anderen Bücher auch.

Der astronomische Bücherfrühling

14. April 2020, Stefan Taube

Noch nie war ein gutes Buch so wertvoll, wie in diesen Tagen. Wir stellen Ihnen vier neue Bücher zum Thema Astronomie vor, mit denen Sie die Tage der Isolation sinnvoll verbringen können.

Govert Schilling: Sternenbilder, Kosmos-Verlag

 

Kosmos Sternenbilder

Die uns vertrauten Sternbilder und die moderne astronomische Forschung werden in diesem Buch einzigartig kombiniert. Die 88 Sternbilder sind Ausgangspunkte für Geschichten aus der modernen Sternenkunde: Sei es das erste nachgewiesene Schwarze Loch im Sternbild Schwan, der erste Gammastrahlenblitz im Orion oder die Grenze des sichtbaren Universums im Sternbild Großer Bär.

Der sehr schön gestaltete Band verbindet so Naturkunde und Naturwissenschaft!

 

Bernd Koch, Stefan Korth: Die Messier-Objekte, Kosmos-Verlag

 

Kosmos Messier Objekte

Die 110 Messier-Objekte sind bis heute sehr beliebte Ziele für Hobbyastronomen. Darunter befinden sich Sternhaufen, Gasnebel und Galaxien.

Die Autoren beschreiben jedes dieser Himmelsobjekte und bieten darüber hinaus praktische Karten und wertvollen Tipps für eine erfolgreiche Beobachtung. Die Aufnahmen der Autoren bieten eine gute Referenz für angehende Astrofotografen.

 

Karl Urban (Hrsg): Der Mond, Springer-Verlag

 

Springer Mond

Dieser Band bietet über zwanzig Artikel, die unter anderem in Sterne und Weltraum, Neue Züricher Zeitung und Wissenschaft im Brennpunkt (DLF) erschienen sind. Ihr gemeinsames Thema ist unser kosmischer Begleiter. Kommen Sie mit diesem Buch dem Erdtrabanten näher: Wie sehen wir den Mond heute? Was wissen wir über Entstehung und Aufbau? Hat der Mond einen flüssigen Kern? Was bleibt vom Apollo-Programm und warum läuft aktuell ein neues Rennen zum Mond?

 

Michael Moltenbrey: Ausflug ins äußere Sonnensystem, Springer-Verlag

 

Springer Ausflug
Die gewaltigen Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind viel weiter entfernt als der Mond. Der Autor stellt die Gasriesen und ihre Welt vor. Ihnen begegnen Ringe, Eismonde, Zwergplaneten, Trojaner und Zentauren, Planet X, Puck, Io und vieles mehr.

Entdeckungsgeschichten, physikalische Eigenschaften, das Innere der Planeten, ihre Atmosphären und Ringsysteme werden verständlich und kurzweilig präsentiert.

 

Florian Nebel: Die Besiedelung des Mars, Motorbuch-Verlag

 

Motorbuch Mars

Der Mars beflügelt seit jeher unsere Fantasie, immerhin verfügt er über eine Atmosphäre, die ihn langfristig bewohnbar machen könnte. Doch eine Kolonialisierung ist schwierig: Bis zum Mars ist es mehr als ein Katzensprung. Astronauten müssten sich dort entsprechend permanent einrichten.

Florian Nebel beleuchtet diesen spannenden Themenkomplex, angefangen von einem historischen Abriss über die verfügbare Technik und dem Alltag auf dem Mars bis hin zur Zeit- und Kostenberechnung sowie dem zu erwartenden Nutzen einer Mars-Mission.

 

Übrigens: Wir liefern alle Bücher innerhalb Deutschlands versandkostenfrei!

Gran Turismo GT 81: Das High-End-Teleskop von William Optics!

18. März 2020, Stefan Taube

Der Gran Turismo 81 Refraktor ist ein apochromatisches Triplet mit einem Linsenelement aus FPL-53-Glas von Ohara, Japan. Diese Kombination sorgt für höchste Farbreinheit und starken Kontrast! Das GT81 ist somit ein Linsenfernrohr, das vielseitig verwendbar ist und keine Wünsche offen lässt!

William Optics GT 81 Astroshop

Apochromatischer Refraktor AP 81/478 Gran Turismo GT 81 von William Optics.

Ausgestattet mit einem optionalen Zenitspiegel können Sie mit diesem Apochromat den Mond und die Planeten bei denkbar hohem Kontrast beobachten. Das lichtstarke Teleskop erlaubt aber auch die ausdauernde Beobachtung schwieriger DeepSky-Objekte: Sternhaufen, Galaxien und Nebel. Durch die knackscharfe Sternabbildung ist insbesondere die Beobachtung und Auflösung von Kugelsternhaufen ein großer Genuss.

Für die Astrofotografie empfehlen wir den Bildfeldebner und Brennweitenreduzierer (Flattener/Reducer) Flat6AIII. Die Optik liefert damit auch für Vollformatkameras ein ebenes Feld mit gleicher Fokuslage. Dabei hilft die in der Teleskopabdeckung integrierte Bahtinov-Maske bei der genauen Fokussierung.

Über die im Handgriff integrierte Prismenschienenaufnahme können Sie Ihr Gran Turismo mit einem Sucherfernrohr oder Guiding Scope ausstatten.

Der sehr robuste und justierstabile GT81-Apo ist für die mobile Astronomie und Astrofotografie ideal geeignet. Das Tubusgewicht von vier Kilogramm ist für Montierungen mittlerer Größe leicht zu bewältigen. Nehmen Sie den Apo mit unter einen dunklen Himmel und entdecken Sie die besten Objekte aus dem Messier- und NGC-Katalog. Das GT81 von William Optics wird nach dem Firstlight Ihr neues Lieblingsteleskop!

Hochwertige Leinwanddrucke mit astronomischen Motiven

17. März 2020, Stefan Taube

Wir bieten Ihnen hochwertige astronomische Fotografien im halbglänzenden Druck auf Leinwand. Die Leinwand wird auf einen Kiefernholzrahmen gespannt, der mit Sägezahnbügel zum Aufhängen ausgestattet ist. Jedes Bild ist handgefertigt und wird individuell kontrolliert!

Die Andromedagalaxie auf Leinwand

Die Andromedagalaxie auf Leinwand

Bei den Bildern handelt es sich um Aufnahmen des Astrofotografen Boris Štromar. Folgende Motive sind derzeit erhältlich:

Jedes Motiv ist in drei Größen erhältlich.

Sicherer Versand: Die Bilder werden einzeln in Folie eingeschweißt und mit Protektoren für die Ecken versehen.

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Die astronomischen Motive und hochwertigen Drucke sorgen für ein schönes Ambiente.

Mehr Informationen und Bestellmöglichkeit finden Sie hier im Astroshop.

Astrofotografie mit dem Celestron RASA 800 – ein Erfahrungsbericht

10. März 2020, Stefan Taube

Mit den Astrographen der Serie RASA bietet Celestron ein neues optisches System für die Astrofotografie. Mit ihrer sehr schnellen f/2-Optik und der günstigen Lage der Kamera im Brennpunkt der Primäroptik ermöglicht es die Fotografie von Galaxien und Nebeln mit erstaunlich kurzen Belichtungszeiten.

Die RASA-Teleskope gehen dabei keine Kompromisse ein. Sie sind ausschließlich für die fotografische Anwendung entwickelt und optimiert, also echte Astrographen!

 

Bereit für die Nacht: Kamera, Heizband und Autoguider am Teleskop, Foto: Christoph Kaltseis

Bereit für die Nacht: Kamera, Heizband und Autoguider am RASA-800-Teleskop. Foto: Christoph Kaltseis

Der Astrofotograf Christoph Kaltseis benutzte den Astrographen RASA 800, um in nur 4,5-Stunden(!) ein tiefes Bild von der Andromeda-Galaxie M31 aufzunehmen. Hier ist sein Bericht:

Eine M31, die vom Himmel fiel

Die Andromedagalaxie hat wohl jeder Amateurastronom schon einmal gesehen, mit eigenen Augen oder im Foto. Es reizte mich besonders, unsere faszinierende Nachbargalaxie einmal mit der “rasenden Schmidtkamera” RASA 8″ – Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph unter perfekt dunklem Himmel abzulichten. Unter anderem war dies einer der Gründe, warum mich meine Wege im Oktober 2019 für eine Woche nach La Palma führten, zum Athos Centro Astronómico (www.athos.org).

Die Ausrüstung

Am RASA 8″ passt die QHY 163M Kamera perfekt zum Bildausschnitt und Pixelmaßstab für M31. Bei einer monochromen Kamera durfte der Baader FCCT (Filter Changer & Camera Tilter) nicht fehlen. Diese Sonderentwicklung eines Filterwechslers für den kurzen Backfokus des RASA 8″ ermöglicht nicht nur den raschen Austausch der verschiedenen Filter, sondern auch eine feinfühlige und stabile Justage der Kamera gegen Verkippung. Ich griff zu meinen bewährten LRGB und UHC-S Baader-Filtern, jedoch ergänzt um die allerersten Prototypen der kommenden neuen Baader f/2 ULTRA-Highspeed Narrowband Filter: H-alpha und O-III.

Eine sorgfältige Kabelführung vermeidet ungewünschte Spikes auf den Bildern. Foto: Christoph Kaltseis

Eine sorgfältige Kabelführung vermeidet ungewünschte Spikes auf den Bildern. Foto: Christoph Kaltseis

Die Aufnahme

Nachdem ich mit diesem Setup auf La Palma wunderbar rasch angekommen war, konnte ich bereits am ersten Tag alles in Ruhe aufbauen und war bereit die Rohbilder von M31 aufzunehmen. Beim Aufbau achtete ich besonders auf die Lage des USB- sowie des Stromkabels, die zur QHY-Kamera angesteckt waren. Dazu führte ich beide Kabel möglichst exakt in einem 90° Winkel vor der Optik nach außen. Die Kabel fixierte ich mit dem Taukappenheizband. Durch diese sorgfältige Vorbereitung konnte ich sicherstellen, dass in den End-Bildern schöne und feine Spikes um helle Sterne erreicht werden können, wie man sie sonst nur von Spiegelteleskopen mit hochwertigen Sekundärspiegelhalterungen kennt.

In der ersten klaren Nacht konnte ich bereits mit meinem Vorhaben starten. Über den FCCT war das System sehr rasch perfekt justiert, für scharfe Sterne bis zum Rand. Bei jedem Filterwechsel fokussierte ich erneut, um für jede Aufnahme das maximale Signal bei perfekter Abbildungsqualität zu erhalten. Dabei hatte ich immer das Ziel vor Augen, möglichst alles aus M31 herauszuholen. Die neuen ULTRA Highspeed-Filter waren dazu eine sehr wichtige Hilfe, um die Farbtiefe in der Galaxie darstellen zu können.

Für die Belichtungen in Luminanz, UHC-S, R, G und B wählte ich aufgrund des extrem schnellen Öffnungsverhältnisses von f/2 – trotz des außergewöhnlich dunklen Nachthimmels auf La Palma – eine Einzelbelichtungszeit von nur jeweils 180 Sekunden. Für die H-alpha- und O-III-Daten belichtete ich dagegen je 300 Sekunden.

Jedoch war die Natur mit meinem Plan nicht ganz einverstanden. Die folgenden Tage und Nächte waren von Bewölkung und Regen geprägt, was zwar der Insel nach einem heißen, trockenen Sommer sehr gut tat, mir dagegen lange Wartestunden bereitete. Dieses Wetter ist ganz normal für diese Jahreszeit – das war mir bereits klar gewesen, als ich die Reise Ende Oktober plante. Meine Hoffnung war, dass mir zumindest ein paar klare Nächte vergönnt sein würden.

Aber erst als sich mein einwöchiger Aufenthalt auf La Palma bereits dem Ende zuneigte, folgte eine sehr gute Nacht. Das Seeing lag über den Erwartungen, und die Transparenz war nur durch einen ganz leichten Calima geringfügig beeinträchtigt.

Der lichtstarke RASA 8″ machte es mir möglich, in einer Nacht alle noch fehlenden Filter einzusetzen beziehungsweise die Aufnahmen aus der ersten Nacht nachzubessern. Zum Verständnis: bei einem Öffnungsverhältnis von (z. B.) f/5,6 hätte ich 36 St. Belichtungszeit gebraucht – und jede Nacht auf der Insel hätte gleich gut sein müssen…

Das final bearbeitete Summenbild: Andromedagalaxie (M31). Foto: Christoph Kaltseis

Das final bearbeitete Summenbild: Andromedagalaxie (M31). Foto: Christoph Kaltseis

Die Bildbearbeitung

Alle Daten wurden mit Dark und Bias verarbeitet. Auf die Verwendung von Flats verzichtete ich, weil Vorabtests bereits gezeigt hatten, dass mit dem gewählten Setup eine außerordentlich gute Ausleuchtung erreicht werden konnte.

Alle Einzelbilder wurden in PixInsight vermessen und bezüglich FWHM, Rundheit und Signal bewertet. Auf das beste Einzelbild registrierte ich alle Subframes. So konnte ich in Summe 275 min Belichtungszeit bei f/2,0 sammeln, was bei f/2,8 = 550 min, bei f/4 = 1100 min und bei f/5,6 vollen 2200 min oder 36,6h entsprechen würde!

Nachdem ich die Daten für jeden Filter zu einem Summenbild aufintegriert hatte, konnte ich die gemittelten Bilder vorab begutachten. Die 3,5-Nanometer-H-alpha-Daten zeigten einen Ring und einzelne HII-Regionen in der M31-Galaxie, klar und scharf aufgelöst, und das bei nur 400mm Brennweite! Die O-III-Daten waren dagegen ohne besondere Auffälligkeiten.

Bei der Bildbearbeitung führte ich zuerst das gemittelte Luminanz-Bild mit dem gemittelten UHC-S-Bild zusammen. Diese beiden Bilder bildeten die Basis für eine enorme Tiefe. Die RGB-Daten wurden in ein Farb-Summenbild verrechnet und (mit GAIA + APASS) farbkalibriert.

Danach führte ich in Adobe Photoshop die Luminanz- und UHC-S-Daten mit den RGB-Daten zusammen, ohne dabei einen Verlust bei der Tiefe bzw. bei der Farbinformation zu erleiden. In dieses Bild bettete ich dann das H-Alpha-Signal in den Rot-Kanal so ein, dass es zum R passte. Ebenso ging ich mit Grün-Kanal und dem O-III-Signal vor.

Die Balance in der Tiefe und die Wiedergabe der Schmalband-Daten waren sehr wichtig und mit etwas Wissen machbar. Danach hatte ich eine tiefe Aufnahme von M31, die UHC-S + Luminanz + R + H-alpha + G + O-III + B in sich vereinigt.

Meine M31-Aufnahme habe ich damit in Photoshop schon fast final bearbeitet, und nun kam der letzte Schliff. Damit ich das sehr helle Zentrum natürlich wirken lassen konnte, überlagerte ich das Bild mit den H-alpha Daten. Das war extrem heikel! Mit dem Ergebnis bin ich jedoch mehr als zufrieden, da eine ganze Fülle an Details bei nur 400mm Brennweite herausgearbeitet werden konnte.

Aus meiner Sicht haben sich der Aufwand und die strenge Selektion der Daten bezahlt gemacht. 275 min Belichtungszeit und 400 mm Brennweite, mit einer sehr handlichen und absolut fokusstabilen Optik – wer hätte das gedacht?!

Über den Autor: Christoph Kaltseis ist nicht nur Adobe Photoshop Spezialist und als Nikon Professional für Nikon unterwegs, sondern auch ein erfahrener Astrofotograf. Er gehört zu den Gründern der Central European DeepSky Imaging Conference (www.cedic.at), die seit 2009 regelmäßig alle zwei Jahre in Linz stattfindet.

Mehr Informationen zu den RASA-Optiken finden Sie hier im Astroshop.de

Text: Baader Planetarium GmbH

Jetzt lieferbar: Der neue Autoguider MGEN von Lacerta!

13. Februar 2020, Stefan Taube

Ein Autoguider ist ein sehr wichtiges Zubehör für die Erstellung von Himmelsaufnahmen mit langen Belichtungszeiten. Der Autoguider ist eine Nachführkontrolle, die sicherstellt, dass die Montierung das Teleskop immer möglichst exakt auf das gewünschte Himmelsobjekt nachführt. Zu diesem Zweck nimmt der Autoguider über eine separate Kamera das Bild eines hellen Sterns auf. Aus der Bewegung des Sterns errechnet der Autoguider Steuerimpulse für die Montierung.

Lacerta Stand Alone Autoguider MGEN Version 3

Lacerta Stand Alone Autoguider MGEN Version 3

Für diese Art der Nachführkontrolle können Sie eine einfache Planetenkamera, einen Laptop und eine freie Software aus dem Internet verwenden. Sehr bewährt hat sich aber auch der Autoguider MGEN von Lacerta. Der große Vorteil des MGEN ist, dass Sie keinen Laptop oder PC benötigen; daher auch die Bezeichnung „Stand Alone Autoguider“. Solch eine Stand-Alone-Lösung ist insbesondere für die Astrofotografie mit Spiegelreflexkameras eine große Erleichterung, da Sie für diesen Kameratyp auch keinen Laptop benötigen.

Der MGEN wird zudem mit einer abgestimmten Kamera geliefert und beinhaltet bereits alle nötige Software – ein sorgenfreieres Autoguiden ist nicht möglich! Ein weiterer großer Vorteil ist, dass der MGEN nicht nur einen Stern für die Nachführkontrolle benutzt, sondern gleich mehrere. Dadurch erhöht sich die Genauigkeit beträchtlich! Die folgende Grafik stammt aus einem Test des Herstellers und verdeutlicht die höhere Präzession des Multistar Guiding:

Durch das Multistar Guiding ist die Nachführkontrolle unabhängig vom Seeing.

Durch das Multistar Guiding ist die Nachführkontrolle unabhängig vom Seeing.

Die neue Version MGEN-3 bietet aber noch viele weitere Verbesserungen:

  • Die wesentlich bessere Hardware ermöglicht das neue selbstlernende AI-Multistar-Guiding.
  • Das große Farbdisplay macht die Bedienung angenehmer.
  • Mit der neuen Schnellstartfuktion startet das Guiding mit nur einem einzigen Knopfdruck!
  • Eine Polausrichtung mit digitaler Scheiner-Methode.
  • Eine Stromversorgung per USB (5V), nur 1,2 Watt.

Das ist jedoch nur eine kleine Auswahl. Alle Vorteile finden Sie auf der Seite Lacerta Stand Alone Autoguider MGEN Version 3.

Skywatcher EQ8-R: Die neue Montierung der Sternwartenklasse!

30. Januar 2020, Stefan Taube

Die astronomischen Montierungen der EQ8-Serie von Skywatcher sind die leistungsfähigsten Modelle dieses Herstellers. Sie tragen Teleskope und Zubehör bis zu einem Gewicht von 50 Kilogramm! Damit sind die EQ8-Montierungen besonders interessant für Sternwarten – egal ob Garten-, Schul- oder Vereinssternwarten.

 

Skywatcher EQ8-R Montierung mit Stativ

Skywatcher EQ8-R Montierung mit Stativ

 

Skywatcher hat die EQ8-Montierung überarbeitet und bietet sie nun in zwei Varianten an: Die Montierungen EQ8-R und EQ8-RH. Die Variante EQ8-RH verfügt über hochauflösende Renishaw-Encoder an der Rektaszensionsachse. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer Nachführkontrolle bei der Astrofotografie.

Beide Varianten der EQ8-R-Montierung werden mit der bewährten SynScan-Steuerung von Skywatcher geliefert.

Gegenüber der ersten Version bieten die neuesten Modelle der EQ8 folgende Verbesserungen:

  • Interne Kabelführung verhindert Kabelsalat und -abriss
  • Mehr Anschlussmöglichkeiten für Zubehör: 4x USB, 3x 12 Volt-Ausgänge
  • Optimierte Positionierung der Antriebsmotoren für eine verbesserte Balance
  • Verbesserte Kupplungen an den Achsen für eine höhere Haltekraft
  • Verbesserte Klemmschrauben an der Prismenklemme für höheren Komfort und größere Klemmkraft
  • Riemenantrieb in der Deklinationsachse für einen ruhigeren Lauf

Zu der EQ8-Montierung bietet Skywatcher ein spezielles Stativ. Das Stativ ermöglicht auch die mobile Verwendung der Montierung, wobei aber zwei Personen zusammenarbeiten sollten.
Falls Sie die Montierung auf einer festen Säule aufstellen wollen, können Sie die EQ8 auch einfach ohne Stativ bestellen. Das Stativ kann zu einem späteren Zeitpunkt nachbestellt werden. Alle Varianten der EQ8 finden Sie hier im Astroshop.

Mit der EQ8-R bietet Skywatcher eine moderne Montierung für große Optiken, die in ihrer letzten Entwicklungsstufe nahezu perfekt ist!

20.10.2020
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