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Planetenbeobachtung: Wie beobachte ich Mars und Jupiter?

27. Mai 2016, Marcus Schenk

Ich blicke mit dem Teleskop zum Himmel. Mars im Visier. Die Luftruhe iat fantastisch. Naja, er sieht gelinde gesagt aus, als hätte Jemand eine Tomate an den Himmel gehängt, auf der ich nun verzweifelt versuche, Details zu entdecken.

Klock, klock. Ich klopfe auf den Tubus meines neuen Teleskops. Vielleicht ist es ja kaputt? Neulich im Internet sah der Mars doch so beeindruckend aus. Ich erhöhe die Vergrößerung. Nicht besser. Tomatensuppe.

Gibt es Zutaten, die meine Planetenbeobachtung zum Appetithappen machen? Ja die gibt es, aber die Mischung macht’s.

Mars

Auf dem Mars können wir mit einem mittelgroßen Teleskop schon viele Details erkennen.

 

1. Warum das Auge die alles entscheidende Rolle spielt

Es ist die Kombination aus mehreren Elementen, die die Beobachtung erfolgreich macht. Neben einem guten Standort, einer guten Luftruhe ist auch die Qualität des Teleskops entscheidend. Eines aber ist am wichtigsten: unser eigenes Auge.

Einsteiger in der Hobbyastronomie sind oft fasziniert, was die alten Hasen da oben alles entdecken. Der Kollege kommt dann auf den Neuling zu und zeigt ihm den schwachen Kometen 14. Größe, den soll er sich mal anschauen. Der Neuling blickt durch das Okular und sieht nichts.

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Augen und Gehirn sorgen dafür, dass ein detalliertes Bild entsteht.

Das hat einen Grund: Astronomisches Sehen muss man erst lernen. Es ist eine Mischung aus Geduld und Wissen, auf welche Details ich achten muss.

Wenn Sie den Planeten Mars mit Ihrem Teleskop ins Visier nehmen, sieht er tatsächlich erst wie eine rote Murmel aus. Ohne Details. Je länger Sie jedoch durch das Okular blicken, desto mehr Details entdecken Sie.

Blicken Sie ruhig 10 Minuten oder länger durch das Okular. Die Luftruhe wird das Bild immer wieder verschwimmen lassen. Doch es gibt auch Momente, in denen der Mars ganz deutlich zu sehen ist. In diesem Moment entdecken Sie Details. Unser Auge ist ein Wunderwerk: Zusammen mit unserem Gehirn entsteht ein komplettes Bild des Planeten. Es ist eine Kombination aus Sehen und die Erinnerung an das Gesehene.

Erforschen Sie den Planeten und versuchen Sie, auf einzelne Details zu achten. Die Polkappen, die Große Syrte oder andere Einzelheiten. Obwohl heute fast nur noch fotografiert wird: Die beste Schule für das Sehen ist das Zeichnen. Dadurch lernt man das astronomische Beobachten sozusagen in Windeseile.

2. Mit Filtern wirds nicht nur farbig, sondern auch gut

Wenn es einen besonders guten Pfeffer gibt, das der Planetenbeobachtung die letzte Würze gibt, sind es Farbfilter. Sie gibt es eigentlich in allen Bereichen des Spektrums: Violett, Blau, Grün, Gelb, Rot oder Orange.
Farbfilter machen bestimmte Details auf den Planeten besser sichtbar. Ob das die Polkappen vom Mars sind, der Große Rote Fleck vom Jupiter: Für jedes Detail gibt es den richtigen Filter.

Farbfilterset

Das Farbfilterset kitzelt viele Details aus den Planeten

Wenn Sie noch keinen für Ihr Teleskop besitzen: Bei uns erhalten Sie komplette Farbfilter-Sets mit sieben verschiedenen Farben. Oder einzelne 1,25“-Farbfilter und 2“-Farbfilter.
Der Filter sitzt in einer Metallfassung und wird einfach in das Schraubgewinde der Okularhülse eingeschraubt.

Den Mars beobachten
Der Mars steht diesen Monat in Opposition (siehe Blogbeitrag) und ist daher besonders gut zu sehen. Den Mars umspannt eine rostrote Wüste mit hohen Vulkanen und tiefen Tälern. In Teleskopen ab 100mm Durchmesser können Sie schon viele Details erkennen.

Orangefilter: Geeignet, um Staubstürme auf dem Mars zu sehen.
Rotfilter: Damit sehen Sie die dunklen und helleren Strukturen deutlich besser.
Blaufilter: geeignet für die Polkappen. Die roten Gebiete treten in den Hintergrund und weiße Regionen hervor. Auch für die Beobachtung von Wolken und Dunst ist dieser Filter der Richtige.

 

Den Jupiter beobachten
Der Jupiter steht immer noch deutlich am Himmel, auch wenn er sich gegen Abend schon recht weit Richtung Westen neigt. Jupiter hat einen Scheibchendurchmesser von XX“ und ist daher ein tolles Objekt. Auch für kleine Teleskope.

Blaufilter: Der Große Rote Fleck gewinnt deutlich an Kontrast.
Orange- und Rotfilter: Strukturen treten deutlicher hervor und der Filter verstärkt die Wolkenbänder.
Grünfilter: Erhöht die Kontraste der roten Elemente

Das Beobachten von Planeten mit Filtern schult das astronomische Sehen und fördert es auf Details zu achten. Sie konzentrieren sich auf ein Objekt und fliegen nicht sofort weiter. In der heutigen Zeit muss man sogar das wieder lernen: fokussieren.
Und wenn wir auf dem Roten Planeten Landschaften erkennen, ist das einfach unbeschreiblich und faszinierend.

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Astroshop.de beim ITV 2016

25. Mai 2016, Bernd Gährken

Das ITV 2016 erlebte gleich mehrere Jubiläen. Es war das 25. ITV und das 10. ITV auf dem Platz in Gedern. Die Zahl der Besucher war rekordverdächtig und das Wetter war extrem gut. Schon beim inoffiziellen Vor-ITV konnte jede Nacht beobachtet werden und die „Schönwetterkatastrophe“ hielt sich bis zum Montag, als auf dem ITV-Gelände in der Verlängerung der Merkurtransit beobachtet werden konnte. Die Stimmung der Teilnehmer war genauso prächtig wie das Wetter und einige sprachen vom besten ITV aller Zeiten.

Astroshop.de repräsentierte nicht nur Omegon, sondern hatte auch eine Vielzahl weiterer Produkte mitgebracht die am Stand und am nächtlichen Himmel getestet werden konnten.

Tagsüber entstanden Sonnenaufnahmen mit einem Daystar Quark und einem Omegon 72mm Photography Scope.

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Die meisten Teilnehmer hatten eigene Fernrohre mitgebracht. Originell war ein Doppelfernrohr aus zwei Omegon 72mm Photography Scopes in einer Celestron-Gabelmontierung.

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Die pfiffige Lösung war auch den Preisrichtern des alljährlichen Selbstbauwettbewerbs aufgefallen. Der Konstrukteur Max Strommer erhielt ein Auszeichnung.IMG_5611

Weitere prämierte Selbstbauten waren ein origineller Beobachtungshelm und ein Bino mit Wasserflaschengegengewicht. Die von Astroshop.de gespendeten Omegon-Super-LE Okularen gingen an Wilfried Oster für seinen 125mm Schiefspiegler und an Matthias Bauer für sein Bino aus zwei 152mm Fraunhofer-Optiken. Herzlichen Glückwunsch!

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Heute ist Towel-Tag: Haben Sie Ihr Handtuch auch dabei?

25. Mai 2016, Marcus Schenk

Heute sollten Sie nicht ohne Ihr Handtuch das Haus verlassen. Warum? Heute ist Handtuch-Tag. Alle Fans von Per Anhalter durch die Galaxis nicken jetzt wissend.

Im Roman und dem Kinofilm hat die Hauptfigur Arthur Dent immer sein Handtuch dabei. Denn laut dem Anhalter durch die Galaxis ist ein Handtuch so ziemlich das nützlichste, was ein interstellar Reisender besitzen kann.

Der Towel-Day ist ein Gedanktag an den britischen Romanautor Douglas Adams, der jedes Jahr am 25. Mai stattfindet. Der Anhalter durch die Galaxis ist sein bekanntestes Werk – ein Genremix aus Satire und Science-Fiction.

Auch wir feiern heute den Handtuch-Tag. Per Anhalter durch die Galaxis ist einfach Kult und unglaublich witzig.

Hier ein Link zum Hörbuch auf Youtube:

Na dann: Don’t Panic!

HandtuchTag Astroshop

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Sonderangebot: Der beliebte SkyTracker im Set mit Stativ und Tasche

24. Mai 2016, Stefan Taube

Die Himmelsfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera erfreut sich großer Beliebtheit! Warum sollte man seine gute Fotoausrüstung nicht auch für den nächtlichen Einsatz am Sternenhimmel nutzen? Zu diesem Zweck gibt es eine Fülle von Fotomontierungen. Sie verwandeln Ihre Kamera in ein astronomisches Teleskop, das an der Rotation des Sternenhimmels nachgeführt wird.

SkyTracker

Der SkyTracker wird am Polarstern ausgerichtet und führt die Kamera der Himmelsrotation nach.

Eine sehr bewährte und beliebte Fotomontierung ist der SkyTracker von iOptron. Ergänzen Sie Ihre Fotoausrüstung um dieses solide, kompakte Zubehör und schon steht Ihnen die Fotografie des Nachthimmels offen.

Wir bieten Ihnen nun den SkyTracker als Set mit allem erforderlichen Zubehör: Kugelkopf, Stativ und Stativtasche. In die Tasche passt nicht nur das Stativ, sondern auch der SkyTracker und weiteres Zubehör.

Sie sparen mit dem SkyTracker-Set €145,- gegenüber der Summe der Einzelpreise!

Das SkyTracker-Set erhalten wir Anfang Juni von iOptron, USA. Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar zum Preis von € 494,- vor!

Sie können zwischen zwei Farbvarianten wählen: schwarz oder weiß.

Die Himmelsfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera ist eine preisgünstige und sehr mobile Variante der Astrofotografie, die auch bei Einsteigern schnell zu Erfolgserlebnissen führt.

Übrigens: Wir bieten auch speziell für die Astrofotografie modifizierte Spiegelreflex- und andere Systemkameras an. Diese Kameras sind im roten Spektralbereich empfindlicher und somit besser für die Fotografie von Emissionsnebeln geeignet.

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Faszination Nachthimmel – Deutsche interessieren sich für die Sterne

23. Mai 2016, Marcus Schenk

Wie interessant finden die Deutschen eigentlich den Sternenhimmel? Diese Frage haben wir uns im letzten Jahr gestellt und mit Hilfe einer repräsentativen Emnid-Umfrage (1.003 Befragte) eine Antwort erhalten: 72 Prozent der Deutschen zeigen Interesse am Sternenhimmel. Die Hälfte der Befragten interessiert sich sehr (7 Prozent) oder findet das Thema spannend (43 Prozent). Deshalb schauen diese Befragten mindestens ab und zu in den nächtlichen Himmel, um zu beobachten, was sich am nächtlichen Himmel tut.

 72 Prozent der Deutschen interessieren sich für den Sternenhimmel


72 Prozent der Deutschen interessieren sich für den Sternenhimmel

Dabei scheint der Nachthimmel sowohl auf Männer als auch auf Frauen faszinierend zu wirken. Jeweils sieben Prozent zeigen sehr großes Interesse und beobachten den Nachthimmel regelmäßig. Von den befragten Frauen gibt sogar ein größerer Anteil an, den Nachthimmel spannend zu finden und ab und zu in die Sterne zu blicken (47 Prozent), als das bei den befragten Männern der Fall ist (39 Prozent).

Doch insgesamt stößt Astronomie bei beiden Geschlechtern auf Interesse. So hat mehr als die Hälfte beim Blick in den Nachthimmel schon einmal ein Teleskop zur Hand genommen, um das Universum noch etwas genauer erkunden zu können. Immerhin 49 Prozent glauben auch, dass ein wenig Basiswissen über die Sterne beeindruckend auf andere Menschen wirkt (Frauen: 51 Prozent, Männer: 47 Prozent). Um sich ein solches Wissen anzueignen, werden verschiedene Quellen genutzt.

Der Schulunterricht oder das Studium bilden eine wichtige Säule, wenn es darum geht, etwas über das Universum zu erfahren. Denn mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, hier etwas über die Sterne zu lernen oder gelernt zu haben. Auch die Medien tragen dazu bei, die Deutschen über astronomische Themen zu informieren. Immerhin etwas mehr als ein Drittel tauscht sich mit Freunden und Bekannten aus. Damit erfahren mehr Menschen von ihrem persönlichen Umfeld etwas über Astronomie als durch das Internet. Besonders erfreulich ist, dass sich fast ein Viertel mit Hilfe von Büchern und Seminaren informiert, was für ein besonders großes Interesse dieser Personen spricht.

Bisher noch von einer Minderheit genutzt, gehören auch moderne Technologien wie Apps für Smartphones und Tablets zu den Informationsquellen, über die sich immerhin 11 Prozent der Befragten ihr Wissen aneignen.

Im Schulunterricht oder Studium erfahren viele Befragte etwas über das Thema Sterne

Im Schulunterricht oder Studium erfahren viele Befragte etwas über das Thema Sterne

Hier setzt Universe2go an, um noch mehr Menschen vom Universum zu begeistern. Mit einer App, die umfassendes Informationsmaterial bietet, soll die Faszination Weltall auch im Alltag erlebbar gemacht werden. Denn die Sterne sind dank Augmented Reality zum Greifen nahe.

Bildquelle Titelbild: pixabay.com

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Tipp zum Wochenende: Mars in Opposition (1 Kommentar)

20. Mai 2016, Stefan Taube

In der Astronomie ist Opposition immer etwas Gutes. Opposition bedeutet, dass ein Planet der Sonne gegenüber steht. Sonne, Erde und Planet bilden quasi eine Linie. Dies betrifft natürlich nur die äußeren Planeten, also diejenigen, die weiter von der Sonne entfernt sind, als die Erde: Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.

Am 22. Mai erreicht der Mars seine Oppositionsstellung.

Er ist die ganze Nacht beobachtbar und zeigt in den kommenden Wochen seine beste Sichtbarkeit. Am Samstag kommt es dabei zu einem reizvollen Stelldichein mit dem Vollmond und dem Planeten Saturn:

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Die Grafik wurde mit der Planetariumssoftware Kosmos Himmelsjahr Professional erzeugt. Wir sehen den Himmelsanblick am Samstagabend gegen 23:00 Uhr in Richtung Südosten. Der rötliche Stern Antares markiert das Sternbild Skorpion (lat.: Scorpius). Von Antares scheint ein Fächer zu drei Sternen auszugehen, der hellste der drei Stern ist in der Grafik mit seinem Eigennamen Dschubba markiert. Diesen Fächer kann man sich als die beiden Scheren des Skorpions vorstellen, während die Sternenkette, die von Antares in südliche Richtung ausgeht, den Schwanz darstellt.

Antares wird gerne mit dem Mars verwechselt.

Der Mars steht allerdings höher und ist auch in seiner Opposition deutlich heller als Antares. Trotzdem kommt der Mars leider gerade mal 18 Winkelgrade über den Horizont. Es wird also für die Beobachtung ein freier Horizont in südlicher Richtung benötigt. Außerdem muss bei einem tiefstehenden Himmelsobjekt das Licht einen weiten Weg durch unsere Erdatmosphäre zurücklegen, bevor es in Ihr Auge oder Teleskop fällt. Die Atmosphäre macht sich störend bemerkbar, wenn man versucht Details auf dem Mars zu beobachten. Für ambitionierte Planetenbeobachter und Astrofotografen lohnt sich daher die Anschaffung eines Atmospheric Dispersion Corrector.

Ein weiteres nützliches Hilfsmittel für teleskopische Beobachter sind Farbfilter. So verstärken beispielsweise Blaufilter die Ansicht der Polkappen und Wolken auf dem Mars. Wir haben hier eine Liste mit Empfehlungen für Sie zusammengestellt: Farbfilter für die Planetenbeobachtung.

Das Bild unten zeigt eine Aufnahme des Astrofotografen Julian Zoller.

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Das Bild ist nicht aus diesem Jahr, vermittelt aber einen Eindruck, was mit Amateurmitteln erreichbar ist. Wir freuen uns, über Ihre Aufnahmen und Beobachtungsberichte vom roten Planeten in den Kommentaren!

Der Mars befindet sich in 1,5-facher Entfernung von der Sonne.

Man könnte also meinen, dass er zur Zeit seiner Opposition halb so weit von uns entfernt ist, wie die Sonne. So einfach ist es aber nicht, denn die Planeten bewegen sich nicht auf Kreisen, sondern auf Ellipsenbahnen um die Sonne. Die Astronomen Tycho Brahe (1546-1601) und Johannes Kepler (1571-1630) konnten dies an der Bewegung des Mars nachweisen. Die elliptische Form der Bahn führt dazu, dass der Abstand des Mars zur Erdbahn nicht immer gleich groß ist. So ist der Mars auch bei jeder Opposition unterschiedlich weit von uns irdischen Beobachtern entfernt. Dieses Jahr können wir ganz zufrieden sein, das Marsscheibchen ist über 18 Winkelsekunden groß. Zum Vergleich: Jupiter erscheint im Teleskop derzeit etwa doppelt so groß.

Während wir auf der Erdbahn den Mars innen überholen, scheint er sich rückläufig über den Himmel zu bewegen. Astronomen sprechen von der Oppositionsschleife. Sie können das selber beobachten, indem Sie visuell oder fotografisch den Abstand von Mars zu Antares dokumentieren. Bis zum 29. Juni vergrößert sich der Abstand. Dann dreht Mars seine Bewegungsrichtung um und läuft auf Antares zu, den er gegen Ende August passieren wird.

Von Marsopposition zu Marsoppositionen dauert es etwas über zwei Jahre.

Die nächste Opposition ist im Juli 2018 fällig. Dann wird Mars auf seiner elliptischen Bahn der Sonne nahe kommen und somit auch seinem inneren Nachbarn der Erde. Während dieses Jahr der minimale Abstand von uns zum Mars 75,3 Million Kilometer beträgt, werden es im 2018 nur noch 57,6 Millionen Kilometer sein. Eines ist sicher: 2018 wird das Jahr des Mars. Dieses Wochenende können wir uns schon einmal darauf einstimmen.

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Astrofotografie: Neue Kameras von ZWO

17. Mai 2016, Stefan Taube

Die Kameras von ZWO, erkennbar durch ihr markantes rotes Gehäuse, haben die Astronomie im Sturm erobert. Ausgehend vom großen Erfolg der preiswerten Planetenkameras ASI-120 baut ZWO das Angebot nun nach und nach aus und bietet längst auch fortgeschrittene Kameras mit USB 3.0 und CMOS-Sensoren.

ASI290

Eine Kamera der Serie ASI-290 mit aktiver Kühlung

Wir können Ihnen zwei neue Serien dieser Kameras anbieten:

  • ASI-290: Eine sehr gute Allzweckkamera mit kleinen Pixeln, hoher Bildfrequenz und geringem Ausleserauschen. Verbaut ist der CMOS-Sensor IMX290 von Sony. Dieser Chip ist besonders lichtempfindlich, da er rückwärtig belichtet wird. Solche Sensoren sind aufwendig in der Produktion, doch nun zu einem vernünftigen Preis für Hobby-Astronomen zu haben.
  • ASI-1600: Diese Kamera verfügt einen riesigen 16-Megapixel CMOS-Sensor mit 21,9 Millimeter Diagonale. Der Sensor wird normalerweise in Olympus-Kameras verbaut. Mit dieser Kamera können Sie also ein großes Gesichtsfeld ausfüllen.

Alle Kamera-Modelle sind als Farb- oder Schwarzweißvariante, sowie mit oder ohne aktive Kühlung erhältlich. Es gibt also jeweils vier Versionen, zwischen denen Sie wählen können.

Schwarzweiß-Kameras haben den Vorteil der höheren Empfindlichkeit und Auflösung gegenüber Farbkameras. Dafür ist jedoch der Aufwand zum Gewinnen einer Farbaufnahme höher: Sie benötigen Farbfilter und ein Filterrad.

Eine gekühlte Kamera erlaubt längere Belichtungszeiten, da das Sensorrauschen unterdrückt wird. Allerdings brauchen Sie eine separate Stromversorgung und für lange Belichtungszeiten auch die entsprechende Montierung mit Nachführkontrolle. Durch die zunehmend hohe Empfindlichkeit der Sensoren werden auch ungekühlte Kameras immer interessanter für die Fotografie lichtschwacher DeepSky-Objekte. Einsteiger und Gelegenheitsfotografen sind daher mit den ungekühlten Modellen der ASI-290-Serie bereits sehr gut ausgestattet.

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Tipps zum Wochenende: Eine Wanderung durch die Mondberge

13. Mai 2016, Marcus Schenk

„Haben Sie jemals den Mond gesehen?“, fragte ein Professor ironisch einen seiner Schüler.
„Nein, mein Herr“, erwiderte noch ironischer der Schüler. „Aber ich darf sagen, dass ich von demselben reden gehört habe.“ (Aus dem Roman Die Reise um den Mond von Jules Verne).

Lassen Sie uns heute über den Mond reden. Genau wie der Science-Fiction Autor Jules Verne. Am Wochenende steht der Mond im ersten Viertel – wir haben also zunehmenden Halbmond.
Jetzt ist unser Trabant bestens zu beobachten. Die Mondkrater werden von der Seite beleuchtet und bieten für eine Beobachtung einen hervorragenden Kontrast. Besonders an der Lichtschatten-Grenze, dem Terminator. Es gibt einige Regionen, die dieses Wochenende zum „Must-See“ gehören.

Die Mondphase am Samstag, den 14.05. Quelle: Virtual Moon Atlas

Die Mondphase am Samstag, den 14.05.
Quelle: Virtual Moon Atlas

Treffen von Mond und Jupiter

Schon bei Beginn der Dämmerung ist der Mond hoch im Süden zu sehen. Die beste Sicht bietet er uns ab etwa 22 Uhr. Dann ist es schon richtig dunkel.
Ein Leckerbissen für das bloße Auge ist die enge Begegnung von Jupiter und Mond, denn Sie stehen dieses Wochenende in einem Abstand von nur 5 Grad. Die hellsten Objekte des Nachthimmels sind also vereint.

Mond mit dem Teleskop

Wenn Sie mit dem Teleskop auf den Mond blicken, belohnt er Sie mit einem fanstatischen Ausblick auf tausende Krater. Kein anderes Himmelsobjekt können wir mit Amateurteleskopen so detailliert betrachten. Dafür sorgen seine geringe Entfernung von nur 384.000 km und sein Durchmesser von 0,5° am Himmel. Sogar schon kleine Einsteigerteleskope ab 60mm Durchmesser zeigen den Mond in einer unglaublichen Detailfülle. Dieses Wochenende gibt es jedoch ein paar besondere Leckerbissen, die wir uns jetzt herauspicken.

Montes Alpes: Ein Ausflug in die Alpen

Es gibt sie nicht nur auf der Erde, sondern auch auf dem Mond: Die Alpen. In dieser Mondphase sind sie nahe des Terminators im Norden zu finden. Sie erstrecken über eine Distanz von 300 Kilometer und grenzen nordöstlich an das Mare Imbrium. Die unzähligen Hügel und Gipfel erreichen eine Höhe von bis zu 2500 Metern. Aber Gipfelkreuze und Berghütten suchen Sie dort oben vergebens. Die Mondalpen warten erst noch auf eine Erstbesteigung.

Der Mont Blanc ist mit 3500 Metern der höchste Gipfel der Mondalpen. Sie finden ihn etwa in der Mitte der Gebirgskette. Mit einer 100-fachen Vergrößerung überblicken Sie die Alpen und erkennen auch schon viele Details. Besonders schön anzusehen ist das Mondtal – Vallis Alpes. Ein gewaltiger Graben mit 15 km Breite durchzieht die gesamte Bergkette wie ein Grand Canyon. Von seiner Bruchkante geht es 1000 Meter in die Tiefe.

Mit einem 6“- oder 8“-Teleskop erkennen Sie auf dem Grund des Grabens eine weitere Rille. Eine gute Luftruhe und eine Vergrößerung von 200-fach oder mehr sind dafür aber nötig.

Die Mondalpen Quelle: Virtual Moon Atlas

Die Mondalpen Quelle: Virtual Moon Atlas

Ein Wurm auf dem Mond

Blicken wir in die mittlere Region des Mondes, sehen wir einen kleinen Wurm, der sich über den Mond windet. Die Hyginusrille finden Sie südlich der Apenninen und westlich des Meeres der Ruhe. Diese Rille entstand vermutlich aufgrund vulkanischer Aktivitäten. Heute ist es ein beliebtes Ziel für Beobachter. Sie erstreckt sich auf einer Länge von 220 km. Dabei besitzt sie nur eine Breite von 4km. Ziemlich in der Mitte findet man Hyginus, einen abgesunkenen Krater mit 10 Kilometern Durchmesser. Das Besondere: Bei einem Mondalter von 7 Tagen, kann man einen kegelförmigen Lichtstrahl innerhalb des Kraters beobachten. Ganz ähnlich wie beim Hesiodusstrahl. Westlich von Hyginus entdecken Sie eine Reihe von kleineren Krater-Geschwistern.

Die Hyginusrille mit dem Krater Hyginus Quelle: Virtual Moon Atlas

Die Hyginusrille mit dem Krater Hyginus Quelle: Virtual Moon Atlas

Die Drei vom Meer des Nektars

Ein Schmuckstück ist eine Kraterkette westlich vom Mare Nectaris. Die markanten Krater Theophyllus, Cyrillus und Catharina bilden dort einen Halbkreis. Deutlich ist der obere Krater Theophyllus zu sehen. Er besitzt einen Durchmesser von 100km. Sein sehr gut erhaltener Ringwall erhebt sich gewaltige 6000 Meter über dem Boden. In der Mitte sehen Sie schon mit kleinen Teleskopen den Zentralberg, der aus den drei Gipfeln Phi, Psi und Alpha besteht. Die anderen beiden Krater haben ähnliche Durchmesser, sind aber schon stärker abgetragen. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Trio zu beobachten.

Die Mondkrater Theophyllus, Cyrillus und Catharina Quelle: Virtual Moon Atlas

Die Mondkrater Theophyllus, Cyrillus und Catharina Quelle: Virtual Moon Atlas

Welches Teleskop?

Das Omegon AC 90/1000mm EQ-2 Teleskop

Das Omegon AC 90/1000mm EQ-2 Teleskop

Den Mond können Sie praktisch mit jedem Teleskop beobachten. Refraktoren oder Reflektoren. Besonders eigenen sich Linsenteleskope mit langer Brennweite. Ein perfektes Teleskop für Einsteiger ist das Omegon AC 90/1000 EQ-2. Die lange Brennweite und das Öffnungsverhältnis von f/11 liefert ein Bild mit nur wenig Farbfehlern. Dadurch genießen Sie mit diesem Teleskop einen hohen Kontrast bei der Mondbeobachtung.

Noch besser eignen sich Apochromaten, wie der Omegon APO 127/952 ED Triplet. So ein Teleskop bietet bei der Mondbeobachtung einen fantastischen Kontrast. Doch auch Maksutov-Teleskope bieten einen guten Kontrast. Vorteil: Sie sind leicht, transportabel und eignen sich auch für die Reise. Wenn Sie danach suchen, schauen Sie sich doch mal die MightyMak Teleskope an.

Mit Filtern steigern Sie Kontraste

 

Farbfilter

Diese Farbfilter gibt es in den Größen 1,25″ und 2″. Sie helfen Ihnen die Kontraste bei der Mond- und Planetenbeobachtung zu steigern.

Mit kleineren Vergrößerungen oder größeren Teleskopen kann der Mond ganz schön blenden. Um das Mondlicht zu dämpfen und gleichzeitig den Kontrast zu erhöhen, nutzen Sie einen Neutral-Graufilter. Den gibt es als variablen Polfilter oder in verschiedenen Abstufungen. Für 2“ Okulare bieten wir zum Beispiel die Omegon Graufilter mit 50%, 25% oder 13% Transmission an.

Doch auch mit Farbfiltern können Sie die Kontraste erhöhen. Dafür eigen sich Grünfilter, Organgefilter, helle Rotfilter und Gelbfilter. Farbfilter sind erhältlich als komplette Filtersets oder einzeln in den Größen 1,25“ oder 2“.

Reisen wir dieses Wochenende doch zum Mond – natürlich nur mit unseren Augen. Dabei haben wir es wohl deutlich einfacher als die Romanhelden von Jules Verne.

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Merkur vor der Sonne: So erlebten wir den Transit (1 Kommentar)

11. Mai 2016, Marcus Schenk

Die Tage danach: Wolken, Regen – keine Sonne in Sicht.

Letzten Montag, am Tag des Merkurtransits, war das Wetter Gott sei Dank ganz anders. Der Tag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Nur am Horizont, ganz weit entfernt, näherte sich eine Wolkenschicht. Wir wussten: Sie würde schlechtes Wetter bringen. Hoffentlich noch nicht heute.

Eine Garantie für gutes Wetter hatte unser Kollege Carlos Malagon aus Spanien. Er machte diese schöne Aufnahme:

Carlos Malagon

Carlos Malagon

Zurück nach Deutschland. Vor dem Gebäude von Astroshop.de bauten wir zwei Teleskope auf: Ein Skywatcher AC 120/600 StarTravel auf HEQ-5 Pro Montierung mit einer Touptek GCMOS01200KPB Color und ein Skywatcher Dobson für die visuelle Beobachtung. Auf beiden Teleskopen befand sich vor der Öffnung ein Baader AST Filter.

Livestream vom Merkur

Für dieses Event wagten wir einen Test: einen Livestream des Merkurtransits. Über Youtube und einer Streamingsoftware gab es die Möglichkeit, das Event ins Internet zu übertragen. Das fanden wir spannend und versuchten es.
Die extrem empfindliche Touptek Kamera mussten wir allerdings mit einem Omegon variablen Polfilter ausstatten, denn ohne diesen wäre das Bild überbelichtet. Wir kündigten das Event in unserem Newsletter und auf unserer Facebookseite an.

TeleskopMerkur

Das Teleskop brauchte einen professionellen Sonnenfilter. Ganz im Gegensatz zum Notebook: Hier reichte ein Pappkarton gegen die Sonne.

Bis zu 350 Zuschauer folgten dem Livestream und sahen, wie der kleine Merkur über die Sonnenscheibe schlich. Wir bedanken uns bei Ihnen für die vielen Kommentare und Fragen, die während des Transits von Ihnen gestellt wurden.

Doch dann kamen die Wolken… Den größten Teil des Tages zog eine dünne Wolkenschicht über die Sonne. Den Merkurtransit konnten wir dennoch verfolgen.

Über die Sonne zogen dünne Wolken. Dafür zeigte sich dieses schöne Sonnenhalo.

Über die Sonne zogen dünne Wolken. Dafür zeigte sich dieses schöne Sonnenhalo.

Hier noch einmal die Aufzeichnung des Livestreams:

Unser Kollege Michael Suchodolski machte einen Schnappschuss mit seinem Smartphone. Man sieht, selbst einfache Mittel reichten aus, um eine brauchbare Aufnahme zu erhalten:

Erinnerung an den Merkurtransit auf dem Smartphone

Erinnerung an den Merkurtransit auf dem Smartphone

Unser Kollege Stefan Schuchhardt machte diese Aufnahme um 19:03 Uhr, als die Sonne schon im Westen stand.

Merkurtransit um 19:03

Stack aus 30 von 100 Bildern, gestackt mit Registaxx, leicht bearbeitet mit GIMP

Wie haben Sie den Merkurtransit erlebt? Wir hoffen, Sie hatten klare Sicht.

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Meade ETX: Das Camping-Teleskop!

10. Mai 2016, Stefan Taube

Die Serie ETX von Meade bietet sehr kompakte Reiseteleskope mit moderner Technik. Das sind Teleskope, die man auf jeder Reise dabei haben möchte. Gerade beim Camping-Urlaub erleben wir einen dunklen Nachthimmel, den wir so zuhause nicht kennen. Wie schön wäre es dann, ein kleines Teleskop mit hochwertiger Optik im Gepäck zu haben!

Die ETX-Teleskope sitzen auf einer stabilen Gabelmontierung und sind mit einer modernen Computersteuerung (GoTo) ausgestattet, die auch dem Anfänger die Objekte des Nachthimmels erschließen. Die Stromversorgung erfolgt problemlos über das integrierte Batteriefach.

Überzeugt als kompaktes Reiseteleskop: MC 90/1250 ETX-90

Überzeugt als kompaktes Reiseteleskop: MC 90/1250 ETX-90

Das neueste Modell dieser Reihe ist das ETX-90: Das kompakte Spiegelteleskop in Maksutov-Bauweise ist mit seiner farbreinen Abbildung bei großer Brennweite sehr gut zur Beobachtung von Mond, Planeten und auch der Natur – geeignet. Mit 90 Millimeter Öffnung ist es für ein kompaktes Reiseteleskop relativ groß und somit lichtstark genug, um Ihnen helle DeepSky-Objekte zu zeigen.

In der Handbox ist bei diesem Instrument nicht nur die GoTo-Steuerung integriert, sondern auch das neue AudioStar von Meade. AudioStar erzählt Ihnen in englischer Sprache und über den integrierten Lautsprecher Wissenswertes über die beliebtesten Himmelsobjekte.

Damit Sie das ETX-90 noch besser transportieren können, ist der Tubus aus der Gabel abnehmbar. Zum ETX-90 erhalten Sie ein stabiles Stativ mit Beinen aus Stahlrohr. Das Dreibeinstativ können Sie in der beiliegenden Tasche bequem transportieren.

Wer es noch transportabler und preiswerter haben will, sollte zum Modell ETX-80 greifen. Dieses Teleskop passt sogar in eine Transporttasche. Da es sich beim ETX-80 um ein Linsenteleskop handelt, gibt es keine Abschattung durch einen Sekundärspiegel. So ist es in der Lichtstärke nicht wesentlich schlechter als das Maksutov. Allerdings verringert der Farbfehler und die geringere Brennweite des Linsenteleskops die Beobachtungsfreude bei Mond und Planeten erheblich. Aus diesem Grund und auch wegen des besseren Stativs ist das ETX-90 überlegen und sein Geld wirklich wert!

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29.05.2016
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