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Omegon Apochromat 102mm und 127mm Triplet: Der „Volksapo“ wurde verbessert

22. September 2016, Marcus Schenk

Wer das erste Mal durch einen Apochromaten blickt ist meist restlos begeistert. Doppelsterne, Sternhaufen oder Planeten: Bei diesen Objekten steht ein Apo – ganz klar – auf der Pole Position der Teleskope. Die beiden Beststeller von Omegon sind die 102mm und 127mm Triplet-Apochromaten – im Program seit 2010! Jetzt wurden sie überarbeitet und deutlich verbessert. Und das Beste: Der Preis ist gleich geblieben.

Erfahren Sie jetzt was alles verändert wurde und somit die Geräte für Amaterastronomen interessenter denn je macht:

127mm Apochromat mit justierbarer Linsenfassung

1. Justierbare Linsenzelle

Damals waren die Teleskope natürlich justiert, doch ein nachjustieren war nur schwer möglich. Zumindest musste man genau wissen, was man tut. Jetzt ist das anders! Wir haben eine völlig neue und temperaturkompensierte Linsenzelle entwickelt, die das justieren so einfach wie Dreiradfahren macht – naja fast. Mit jeweils drei Justage- und Fixierschrauben justieren Sie das Objektiv. Das geht ganz einfach mit einem Sechskantschlüssel zum Beispiel am Polarstern.

triplet-blog

APO 102/714 Triplet mit eingezogener Taukappe

2. Sucherschuh

Der Sucherschuh mit DoppelT-Profil wurde gegen einen Gänigen im Vixen-Syle ausgetauscht. Sie können nun fast jedes beliebiges Sucherferrohr oder LED-Sucher montieren. Das bedeutet für Sie mehr Freiheit der bei Auswahl, denn früher passte nur wenige Modelle.

3. Geeignet für Binokular-Ansätze

Nicht alle benutzen sie, dabei lösen Sie bei der Beobachtung einen WOW-Effekt aus. Binokulare ermöglichen es mit zwei Augen zu beobachten und liefern plastische Eindrücke. Besonders bei Mond und Planeten sind sie fantastisch. Damit Sie ein Binokular problemlos verwenden können, wurde die Tubuslänge etwas verkürzt, damit mehr Fokusraum für den Anschluss entsteht. Jetzt können Sie ein Binokular mit Zenitspiegel verwenden.

4. Verstärkte Prismenschiene

Beim ständigen Auf- und Abbauen eines Teleskops kann die Prisenschiene ganz schön leiden. Immer wieder bohren sich die Schrauben der Montierung in das weiche Aluminium und hinterlassen Kratzer und manchmal tiefe Kerben. Damit die Prismenschiene Ihres Apo auch nach Jahren noch nutzbar ist, wurde sie mit einer Edelstahlplatte verstärkt. Jetzt entstehen keine Kratzer und kratertiefen Kerben mehr.

So bleibt die Prismenschiene heil

5. Einziehbare Taukappe

Die Taukappe ist jetzt ein- und ausziehbar und nicht mehr aufsteckbar.

Übrigens:
Jeder Apochromat wird werksseitig mit einem Messprotokoll ausgeliefert. Aber wussten Sie, dass wir Ihr Teleskop auf Wunsch auf unserer optischen Bank prüfen? Vom Sterntest in Autokollimation bis zum interferometrischen Test.

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Celestron-Aktion: Planetenkameras zum Sonderpreis!

20. September 2016, Stefan Taube

Wir bieten ab sofort Kameras von Celestron zur Fotografie von Sonne, Mond und Planeten zum Sonderpreis an!

NexImage: Preiswerte Farbkameras für Einsteiger

  • NexImage Color: Diese preiswerte Kamera ist ideal für die ersten Schritte in der Planetenfotografie. Sie verfügt über sehr kleine Pixel und ist damit gut für kurze Brennweiten geeignet. Die Bedienung ist denkbar einfach und so ideal für erste Experimente. Unser Preis: € 99 – Sie sparen € 46.
  • NexImage 5 Color: Auch diese Kamera ist gut für kurze Brennweiten geeignet und ermöglicht so schöne Gesamtaufnahmen von Mond und Sonne (nur mit Sonnenfilter!). Mit 5 Megapixel verfügt diese Kamera über eine deutlich höhere Auflösung als die preiswertere NexImage-Kamera. Unser Preis: € 189 – Sie sparen € 100.
NexImage

Planetenkameras werden einfach wie Okulare in das Teleskop eingesteckt und über USB mit dem Computer verbunden.

Für die beiden NexImage-Kameras genügt ein USB 2.0-Anschluss am Computer. Um die volle Leistung der nachfolgenden Kameras nutzen zu können, sollte Ihr Rechner über USB 3.0 verfügen.

Skyris: Kameras für anspruchsvolle Planetenfotografen

  • Skyris 618 Mono: Diese sehr empfindliche Kamera mit dem bewährten ICX618AQA-Chip von Sony ist perfekt geeignet für Planetenaufnahmen mit langen Brennweiten. Mit der C14-Optik erreichen Sie mit dieser Kamera sogar den Zwergplaneten Pluto. Auf Mond und Sonne ausgerichtet, liefert diese Kamera beeindruckende Detailaufnahmen. Unser Preis: € 439 – Sie sparen € 96.
  • Skyris 445 Mono: Diese empfindliche Kamera mit 1,3 Megapixel ist ein echter Allrounder. Besonders gut gelingen mit ihr Detailaufnahmen von Mond und Sonnenflecken. Unser Preis: € 579 – Sie sparen € 119.
  • Skyris 236 Color: Diese Kamera mit 2,3-Megapixel-Sensor, extrem hoher Bildrate und kleinen Pixeln ist sehr gut für ein Öffnungsverhältnis von f/11 geeignet, was in etwa dem der SC-Teleskope entspricht. Mit der Bildrate von bis zu 200fps kann die Luftunruhe „eingefroren“ und so kleine, helle Objekte (Mars, Jupiter und Saturn) scharf abgebildet werden. Unser Preis: € 459 – Sie sparen € 206.
  • Skyris 236 Mono: Hierbei handelt es sich um die Schwarz-Weiß-Version der Skyris 236. Dieses Skyris-Modell wollen wir ambitionierten Planetenfotografen besonders ans Herz legen. Lediglich für den Einsatz an Sonnenteleskopen mit H-Alpha-Filter sind die Skyris 236 nicht optimal geeignet. Unser Preis: € 459 – Sie sparen € 206.
skyris

Auch die Skyris-Kameras können über ihre 1,25″-Hülse in den Okularauszug eingesteckt werden. Sie verfügen außerdem über ein C-Mount-Gewinde.

Die mit „Mono“ bezeichneten Skyris-Kameras liefern Schwarz-Weiß-Bilder. Um eine farbige Aufnahme zu erstellen, müssen Sie durch Farbfilter erzeugte Aufnahmen am Computer zu einem Farbbild kombinieren. Das ist natürlich aufwendiger, als direkt mit einer Farbkamera aufzunehmen, doch dafür steht Ihnen bei einer Schwarz-Weiß-Kamera für jede Farbe die volle Auflösung des Chips zur Verfügung.

Greifen Sie jetzt zu, das Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht!

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Tipp zum Wochenende: Halbschatten-Mondfinsternis am 16. September

16. September 2016, Marcus Schenk

An diesem Wochenende gibt es wieder eine Mondfinsternis! Jedoch keine Totale und keine Partielle. Es ist eine Halbschattenfinsternis. Sie findet heute Abend, den 16. September statt und ist im gesamten europäischen Raum zu beobachten.

 Das ist der Verlauf der Halbschatten-Finsternis am 16.09.2016. In der Grafik sehen Sie die genauen Kontaktzeiten.

Das ist der Verlauf der Halbschatten-Finsternis am 16.09.2016. In der Grafik sehen Sie die genauen Kontaktzeiten.

Bei einer Halbschattenfinsternis taucht der Mond nicht in den Kernschatten der Erde ein, sondern rauscht knapp daran vorbei. Das ist bei 37% aller Finsternisse der Fall. Damit es zu einer totalen Finsternis kommt, müssen verschiedene Fakten erfüllt sein:

•    Es muss Vollmond sein, der Mond muss also gegenüber der Sonne stehen.
•    Der Mond muss sich an einem der Schnittpunkte zwischen Erd- und Mondbahnebene befinden.

Besonders beim zweiten Punkt darf der Mond für eine totale Mondfinsternis nicht mehr als 4° von den Schnittpunkten entfernt sein. Bei einer Halbschattenfinsternis ist der Mond aber 9° oder weiter von den Schnittpunkten entfernt. Und das heute der Fall!

Wie kann man die Finsternis sehen?

Eine Halbschatten-Finsternis ist unauffällig. Die meisten Menschen nehmen sie nicht wahr. Sie als Amateurastronom merken natürlich, dass der Mond nicht sein allnächtliches Gesicht zeigt. Doch der Mond erscheint nur minimal abgeschwächt, so als würde ein grauer Nebel vor ihm schweben. Im deutschsprachigen Raum geht der Mond schon verfinstert auf. Doch das macht nichts, denn der Eintritt in den Halbschatten fällt auch Amateurastronomen nicht auf.

 Die Erde wirft nicht nur einen spitzen Kernschatten in den Raum, sondern auch einen breit gefächerten Kernschatten. Man nennt ihn auch Penumbra.

Die Erde wirft nicht nur einen spitzen Kernschatten in den Raum, sondern auch einen breit gefächerten Kernschatten. Man nennt ihn auch Penumbra.

Wann sehen wir den Mond?

Nach 19:30 MESZ entdecken wir den Mond dicht über dem Osthorizont. Die Finsternis ist zu dieser Zeit schon in vollem Gange. In insgesamt vier Stunden spurtet der Mond durch den Halbschatten der Erde. Ein freier Blick zum Horizont wäre von Vorteil.

Sobald der Mond aus dem Dunst des Horizonts emporgestiegen ist, achten Sie mal auf die Mondhelligkeit. Ab 21:00 Uhr ist es bereits dunkel, jetzt kommt die Finsternis besser zur Geltung. Gegen 21.00 Uhr ist auch die Mitte der Finsternis erreicht. Der Mond taucht um diese Zeit zu 93% in den Halbschatten ein. Das ist tief im Halbschatten, viele andere Finsternisse kommen auf geringere Phasen. Ein vollständiges Eintauchen in den Halbschatten ist dagegen ein höchst seltenes Ereignis und kommt nur dann vor, wenn sich der Mond in Erdferne befindet. Meist ist der Mond also zu groß für den Halbschatten.

Bei genauerem Hinsehen: Sie erkennen, dass der Mond am nordöstlichen Rand dunkler erscheint, als auf der anderen Seite. Das kommt daher, weil der dunklere Rand deutlich näher am Kernschatten sitzt.

Uns bleiben noch zwei Stunden, bis der Mond um 22:56 Uhr wieder aus dem Halbschatten austritt. Wenn Sie anschließend noch nicht ins Bett müssen (morgen ist ja Samstag), achten Sie darauf, wie hell der Mond wieder erscheint.

Apropos Finsternis: Die nächste totale Mondfinsternis, bei der sich der Mond rot verfärbt, erleben wir erst wieder am 27. Juli 2018.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Beobachtung!

Der Neumond in zwei Wochen fällt übrigens auf ein Wochenende – ein DeepSky-Wochenende. Aber sehen wir, was dann der Tipp zum Wochenende bringt.

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Testbericht: Das Weltall mit 3D-Effekt!

13. September 2016, Stefan Taube

Alexander Kerste, Mitglied der Sternwarte Heilbronn, ist ein Kenner für die astronomische Beobachtung mit dem Fernglas. Er hat zu dieser sehr unmittelbaren Art der Himmelsbeobachtung ein Standardwerk verfasst: Astronomie mit dem Fernglas.

Wir hatten Alexander Kerste gebeten, das Fernglas 3D Space Walker 8×42 von 3D Astronomy zu testen. Dieses ungewöhnliche Fernglas mit 3D-Effekt wollten wir unbedingt von einem ausgewiesenen Experten begutachten lassen. Hier einen Auszug aus seinem Bericht:

Das funktioniert wirklich. Die Sterne scheinen tatsächlich unterschiedlich weit entfernt zu sein. Ein Schwenk durch die Milchstraße und Richtung Schütze: Hammer! Die offenen Sternhaufen treten deutlicher hervor, obwohl der 3D-Effekt natürlich willkürlich ist und nichts mit den realen Abständen zu tun hat. Reine Show, aber eine verdammt gute. Blick Richtung Osten, zur Andromeda: M31 hängt als deutlicher Nebelfleck zwischen den Sternen. Leider nicht dahinter, aber der Anblick ist trotzdem beeindruckend. […] Da denkt man, man hat alles schon mal gesehen, was mit 42mm Öffnung geht, und dann hat man auf einmal wieder Lust, auch in Deutschland raus auf den Acker zu gehen.

Den vollständigen Testbericht von Alexander Kerste finden Sie auf seinem Blog kerste.de: Das Weltall in 3D mit dem Space Walker 3D Fernglas.

Fernglas 3D Astro 8x42

Das getestet Fernglas 3D Space Walker 8×42. Foto: Alexander Kerste

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Besuchen Sie Astroshop.de auf der AME

5. September 2016, Anita Maier

Zum inzwischen 11. Mal öffnen sich am Samstag, den 10. September 2016 die Tore zur Astronomie-Messe AME in Villingen-Schwenningen.

Wir von Astroshop.de präsentieren auf einem über 90 Quadratmeter großen Stand viele interessante Produktneuheiten und Angebote mit bis zu 10% Rabatt! Gerne nehmen wir für Sie Vorbestellungen oder Artikel zur Ansicht mit auf die Messe. Wie bei jeder Messe bieten wir Ihnen eine ausführliche und persönliche Beratung durch unsere Experten.

Omegon Dobson Teleskop N 203/1000 Push+

Omegon Dobson Teleskop N 203/1000 Push+

Einige Highlights:

Außerdem bei uns am Stand: PrimaLuceLab stellt ihr neues Produkt, den EAGLE Computer für die Astrofotografie vor.

Freuen Sie sich wieder auf ein attraktives Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops und Freitags auch einem Abendprogramm. Details zum Programm können Sie dem Flyer des Veranstalters entnehmen.

Das Astroshop.de – Team freut sich schon auf Ihren Besuch! Sie finden uns wie jedes Jahr an Stand A16 in Halle 1.

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Celestron-Aktion: EdgeHD-Teleskop mit CGE Pro Montierung jetzt zum Sonderpreis!

5. September 2016, Stefan Taube

CGEPro1400

Lassen Sie jetzt einen Traum wahr werden!

Eine Aktion, die wir Ihnen ab sofort anbieten können:

Das Flaggschiff des amerikanischen Herstellers Celestron ist bis Ende September deutlich vergünstigt. Sie erhalten das Schmidt-Cassegrain Teleskop EdgeHD-SC 356/3910 CGE Pro 1400 GoTo derzeit für € 12.236,- und sparen so € 3.059,- gegenüber dem vorherigen Preis!

Das größte SC-Teleskop mit der korrigierten EdgeHD-Optik:

Mit 356 Millimeter Öffnung ist dies die größte Optik von Celestron. Dank der kompakten Schmidt-Cassegrain-Bauweise ist es dennoch gut in der Handhabung. Das Teleskop ist insbesondere ideal für die Astrofotografie, denn die EdgeHD-Variante der SC-Optik sorgt für scharfe Bilder bis zum Rand („Edge“). Für diese Fotomaschine ist die CGE Pro eine mehr als angemessene Montierung. Sie ist noch mobil einsetzbar, aber auch bereits eine Montierung der Sternwartenklasse.

Nur bis Ende September:

Wer sich den Traum von einem perfekten Teleskopsystem erfüllen oder eine Sternwarte für einen Verein ausrüsten will, sollte jetzt zugreifen: Klicken Sie hier für weitere Informationen! Das Angebot gilt nur bis 30. September 2016!

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Tipp zum Wochenende: Von der Venus über Neptun zum Cirrusnebel

2. September 2016, Stefan Taube

Venus: Zaghafter Auftritt als Abendstern

Die Venus ist unser innerer Nachbar im Planetensystem. Daher befindet sie sich aus unserer Perspektive immer nahe bei der Sonne. Derzeit läuft die Venus der Sonne am Himmel hinterher, das heißt, sie steht östlich von ihr und geht nach der Sonne unter. In dieser Konstellation bezeichnen wir die Venus als Abendstern. Allerdings steht sie bei Sonnenuntergang schon recht flach am Horizont und geht bereits um 20:50 Uhr unter. Erst im Dezember wird die Venus ihrer Rolle als Abendstern so richtig gerecht. Am Samstagabend kommt es immerhin zu einer nahen Begegnung zwischen der noch sehr schmalen Mondsichel und dem Planeten Venus. Wer die beiden im Fernglas oder Teleskop aufspürt, wird mit einem herrlichen Anblick belohnt!

Neptun: Grüße aus vier Lichtstunden Entfernung vom Rande des Sonnensystems

Aus einem ganz anderen Grund schwierig zu beobachten ist Neptun. Der äußerste Planet unserer Sonnensystems ist nämlich dreißigmal weiter von der Sonne entfernt als unsere Erde. Das sind 4,5 Milliarden Kilometer! Das Licht benötigt vier Stunden, bis es von Neptun in unser Auge fällt!

Unser Raumschiff Erde befindet sich derzeit zwischen Sonne und Neptun, Astronomen sprechen bei so einer Konstellation von der Oppositionsstellung eines Planeten. Das bedeutet für uns Erdbewohner, dass Neptun früh nach Sonnenuntergang aufgeht und die ganze Nacht beobachtet werden kann. Zu finden ist der Meeresgott Neptun sinnigerweise im Sternbild Wassermann (lat.: Aquarius), südlich der Fische (lat.: Pisces).

Neptun_Wassermann

Schauen Sie um Mitternacht nach Süden und orientieren Sie sich am Pegasus-Quadrat und dem Sternbild Fische

Sie können Neptun durchaus bereits mit einem Fernglas aufspüren. Eine Anleitung finden Sie auf der Seite von Abenteuer Astronomie. Im Fernglas bleibt Neptun allerdings punktförmig. Um das blaue Planetenscheibchen zu sehen, benötigen Sie ein Teleskop, das eine zweihundertfache Vergrößerung erlaubt. Schmidt-Cassegrain-Optiken sind aufgrund ihrer langen Brennweite und der damit einhergehenden hohen Vergrößerung bei Planetenbeobachter sehr beliebt.

Mit dem Teleskop können Sie dann auch versuchen, den 2.700 Kilometer durchmessenden Neptunmond Triton zu sehen. Das Teleskop sollte dafür aber schon mindestens 150mm-Öffnung haben. Die relative Lage des Mondes zum Planeten für den Beobachtungszeitpunkt kann man sich aus einem Planetariumsprogramm veranschaulichen. Für das Bild unten wurde Stellarium verwendet.

Triton

Abhängig von Ihrem optischen System kann das Bild 180° gedreht oder an der Vertikalen gespiegelt sein.

Die blaue Farbe des Neptuns kommt von dem hohen Gehalt an Methan in seiner Atmosphäre. Dieses Gas absorbiert die roten Farbanteile und lässt so den Planeten blau erstrahlen.

Filigrane Explosionsspuren im Schwan

Nutzen wir das fehlende Mondlicht, um ein ganz besonders reizvolles Objekt des Sommerhimmels aufzusuchen, nämlich den Überrest einer Supernova, die sich vor 18.000 Jahren ereignete! Die gewaltsam abgestoßene Materie des Sterns breitet sich in einer Blase aus, die aufgrund ihrer relativen Nähe von circa 1.500 Lichtjahren ein großes Himmelsareal überdeckt. Auf einer Fläche von etwa 2,5° x 3,5° bildet der Supernova-Überrest ein Labyrinth aus feinen Filamenten. Das Bild unten zeigt einen Teil dieser gewaltigen Struktur, das Sie in der GoTo-Steuerung Ihres Teleskops unter den Katalognummern NGC 6992 und NGC 6995 finden:

Cirrus Nebel

Ein Teilbogen des Cirrusnebels, aufgenommen mit einer Spiegelreflexkamera an einem Linsenfernrohr.

Aufgenommen hat Michael Schlünder dieses Bild mit einer Nikon D7000 am Refraktor ED 115S des japanischen Teleskopherstellers Vixen. Die gesamte Belichtungszeit beträgt 27 Minuten. Dieser östliche Bogen des Cirrusnebels ist unter einem sehr dunklen Himmel bereits mit dem 10×50-Fernglas sichtbar. Bei der teleskopischen Beobachtung sollte man, wie immer bei großflächigen Nebeln, ein Weitwinkelokular mit minimaler Vergrößerung wählen.

Sehr gute Hilfe bei der Beobachtung des Cirrusnebels leistet ein OIII-Filter. Dieser Linienfilter lässt die Strahlung der zweifach ionisierten Sauerstoffatome des Nebels passieren und blockt so einen Großteil des Lichts, das nicht vom Cirrusnebel kommt, ab. Dadurch erhöht sich der Kontrast enorm. Ronald Stoyan schreibt in seinem Deep Sky Reiseführer: „Mit einem Schmalband- oder [OIII]-Linienfilter wird der Cirrusnebel selbst für kleine Teleskope ein überraschend detailreiches Objekt.“

Dass es sich bei dem gesamten Cirrusnebel um ein großes, komplexes Objekt handelt, erkennt man schon an der Vielzahl an Einträgen, die der Nebel im NGC-Katalog hat: NGC 6960, NGC 6974, NGC 6979, NGC 6992, NGC 6995 und IC 1340. Der oben fotografierte östliche Bereich des Cirrusnebels ist noch relativ leicht zu beobachten. Wer mehr Teile des Nebels sehen will, sollte unbedingt einen dunklen Himmel aufsuchen und Zeit mitbringen.

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Neu: Der SkyTracker Pro von iOptron

31. August 2016, Stefan Taube

Es braucht nicht viel, um langzeitbelichtete Aufnahmen des nächtlichen Himmels zu machen. Schon mit einer Systemkamera (DSLR) mit Wechselobjektiven können große Himmelsareale abgelichtet werden, wie zum Beispiel Sternbilder, besondere Konstellationen von Mond und Planeten oder auch das Band der Milchstraße.

Alles was Sie neben der Kamera benötigen, ist ein kleines Zubehör, das Sie zwischen dem Fotostativ und der Kamera anbringen. Dieses Fotomontierung genannte Zubehör lässt Ihre Kamera mit dem Sternenhimmel mitrotieren. So werden die Sterne auch bei längerer Belichtung nicht zu Strichspuren verwischt. Die Mutter aller Fotomontierungen ist der SkyTracker von iOptron. Dieses schmale und leichte Zubehör passt in jede Fototasche – ideal auch für die Reise!

Mit dem SkyTracker Pro bringt iOptron nun eine neue Version dieser beliebten Fotomontierung auf dem Markt:

SkyTracker

Alles was Sie brauchen, um den nächtlichen Himmel zu fotografieren

  • Sie benötigen keine Batterien mehr! Der integrierte Akku kann einfach über USB von Ihrem Computer oder einer mobilen Stromversorgung aufgeladen werden und hält circa 24 Betriebsstunden. Natürlich können Sie den SkyTracker Pro via USB mit einem Powertank auch kontinuierlich mit Strom versorgen.
  • Der Polsucher, mit dem Sie die Polhöhenwiege (Alt-Az-Basis) an dem Polarstern ausrichten, ist beleuchtet und zwar mit acht wählbaren Helligkeitsstufen. Zur groben Ausrichtung dient ein Guckloch und eine Höhenskala an der Wiege.
  • Die Polhöhenwiege ist mechanisch wesentlich stabiler als beim klassischen SkyTracker. Sie verfügt über ein großes Höhenrad mit griffigem Klemmhebel und Justageschrauben. Die Wiege kann von der Nachführeinheit abgenommen werden. So kann sie ständig auf dem Stativ bleiben und der SkyTracker Pro einfach aufgesteckt werden.
  • Sie können aus vier Geschwindigkeiten auswählen: Stellar, solar, lunar und 0,5-fach. Die halbe stellare Geschwindigkeit ist nützlich, wenn Sie neben den Sternen auch Landschaftselemente im Vordergrund fotografieren wollen. Durch die verringerte Nachführgeschwindigkeit bleiben diese Elemente scharf.

    Übrigens: Sie können den Drehsinn des Motors auch umkehren, so dass der SkyTracker Pro auch auf der Südhalbkugel funktioniert.
  • Mit etwas über einem Kilo Gewicht und der Abmessung von 12cm x 12cm x 10cm ist der SkyTracker Pro trotz seiner hochwertigen Mechanik recht kompakt und passt sicherlich noch in das Reisegepäck.

Sie benötigen neben dem Fotostativ auch einen Kugelkopf, um den SkyTracker Pro sinnvoll nutzen zu können. Da viele Fotografen bereits einen Kugelkopf haben, ist er nicht im Lieferumfang des SkyTracker Pro enthalten. Sie finden unter dem Reiter „Empfohlenes Zubehör“ auf der Produktseite des SkyTracker Pro ein sehr gut geeignetes Exemplar.

Übrigens: Wir bieten in Astroshop.de auch astromodifizierte Systemkameras an. Diese Kameras sind im roten Spektralbereich besonders empfindlich und bilden so die kosmischen Emissionsnebel besser ab.

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Tipp zum Wochenende: Heute treffen sich Venus und Jupiter am Abendhimmel

27. August 2016, Marcus Schenk

Achten Sie heute Abend mal auf Jupiter und Venus. Diese beiden Planeten liefern sich am 27. August ein astronomisches Rennen. Dicht an dicht überholt Venus scheinbar den Gasriesen und zieht nördlich knapp an ihm vorbei.

Jupiter und Venus Quelle:Stellarium

Jupiter und Venus Quelle:Stellarium

Ab 20:30 Uhr können wir die beiden Planeten wenige Grad über dem westlichen Horizont erwischen. Venus ist eigentlich ein interessantes Objekt für den späten Herbsthimmel, dann erst können wir sie in Dunkelheit beobachten. Jetzt steht sie noch voll im letzten Glanz des Tageslichts. Die Sonne befindet sich nur knapp unter dem Horizont. Wenn Sie mit einem Teleskop oder Fernglas auf die Suche gehen, achten Sie unbedingt darauf, erst nach Sonnenuntergang zu suchen, der ca. um 20:00 Uhr stattfindet.

Bevor wir die engste Begegnung zwischen Jupiter und Venus mitbekommen, gehen die beiden um 21:45 Uhr am westlichen Horizont unter.

Gehen Sie am besten gleich in der Dämmerung mit einem (Groß)-Fernglas auf die Jagd, denn das brauchen Sie, um die beiden zu erkennen.

Achtung: Nicht in die Sonne blicken. Bitte erst beobachten, wenn die Sonne schon untergegangen ist.

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Infografik Astrohighlights Herbst 2016: Das sollten Sie am Himmel nicht verpassen

26. August 2016, Marcus Schenk

Jetzt merkt man es schon deutlich: Die Sterne tauchen früher auf und wir können die Abende wieder zum Beobachten nutzen. Doch welche Highlights bietet uns der Herbsthimmel? Die neue Infografik „Highlights am Herbsthimmel 2016“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten September bis November am Himmel passiert.

 

Infografik Highlights im Herbst 2016
Wenn Sie die Infografik in Ihre Seite einbinden möchten, können Sie dafür gerne folgenden Code nutzen:

 

1.9. Neptun in Opposition

Der ferne Planet Neptun steht am 2. September in Opposition. Die blaue Perle live im Teleskop zu sehen, ist etwas ganz Besonderes. Immerhin sehen wir eine 4,4 Milliarden Kilometer weit entfernte Welt. Da kann man am Teleskop stehend schon mal von den Weiten des Weltalls träumen.
Neptun geht gegen 21:20 Uhr auf und ist die ganze Nacht zu sehen. Mit einem Fernrohr bieten sich optimale Bedingungen, vor allem kurz nach Mitternacht, denn dann erreicht er seine höchste Position.

 

8.9 Mond, Antares, Saturn und Mars am frühen Abendhimmel

Derzeit gibt es eine wunderschöne Konstellation der Planeten Mars und Saturn bei Antares, dem Hauptstern des Skorpions. Am Abend des 8. Septembers gesellt sich von Westen der zunehmende Halbmond dazu. Dieses Quartett können Sie kurz nach Sonnenuntergang beobachten. Auch am 9. September ist der Anblick beeindruckend, doch der Mond steht an diesem Abend weiter östlich.

 

15.9. Mond bedeckt Neptun

In dieser Nacht zieht der Vollmond über den Planeten Neptun hinweg. Die Bedeckung startet um 21:14, dauert bis 22:01 und ist am südlichen Rand des Mondes zu sehen.

 

16.9 Halbschattenfinsternis

In dieser Nacht gibt es eine Mondfinsternis! Jedoch keine Totale, nicht mal eine Partielle. Es ist eine Halbschattenfinsternis. Der Mond taucht also in den Halbschatten der Erde ein. Das bedeutet: Es gibt eine Verfinsterung, sie ist bei genauem Hinsehen wahrnehmbar, aber eher unauffällig. Der Mond geht schon verfinstert auf und um 22:56 Uhr tritt er wieder aus dem Halbschatten aus.

 

21.9. Mond trifft Aldebaran

Der Winter schickt seine Boten voraus: Mittlerweile tauchen wieder ganz im Osten die Wintersternbilder auf. Gegen 22:30 sehen wir im Dunst des Horizonts das Sternbild Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran. Nicht mal einen Vollmonddurchmesser daneben unser Mond. Die Konstellation ist die ganze Nacht zu sehen. Allerdings: Je später es wird, desto mehr entfernt sich der Mond vom roten Hauptstern.

 

22.9 Herbstanfang

Heute ist Herbstanfang! Die Tag-und-Nachtgleiche. Jetzt ist die Nacht genauso lang, wie der Tag. Das freut alle Astronomen, denn jetzt wird es wieder früher dunkel und die Nacht dauert etwa 9,5 Stunden. Doch es kann auch wieder kalt werden. Nehmen Sie lieber eine Jacke mit auf Ihren Astroabend.

 

15.10 Uranus in Opposition

Stand letzten Monat Neptun im Zentrum der Aufmerksamkeit, ist nun Uranus an der Reihe. Der 7. Planet steht am 15. Oktober in Opposition und ist die gesamte Nacht zu sehen. Wenn es dunkel wird, finden Sie ihn als 5,7 mag helles „Sternchen“ im Sternbild Fische. Gegen Mitternacht erreicht er den Meridian und ist dann am besten zu beobachten. Leider gibt es keine hellen Sterne in der Nähe von Uranus. Nur ein paar Sterne 5. Größenklasse, die nur in dunklen Gebieten zu sehen sind. Wenn Sie ein Goto-Teleskop oder Universe2go nutzen, gelingt das Auffinden allerdings ganz leicht.

 

21.10 Ceres in Opposition

Sterne, Planeten, Nebel: Aber da gibt es doch noch mehr. Richtig – zum Beispiel Kleinplaneten. Einer der Bekanntesten ist Ceres und steht im Oktober in Opposition. Berühmt ist er deshalb, weil er 1801 als erstes Objekt seiner Art entdeckt wurde. Und mit 963 km Durchmesser ist er das Flaggschiff im Asteroidengürtel.

Ceres ist mit einer Helligkeit von 7,5 mag ein Objekt für ein Fernglas. Sie finden ihn im Sternbild Walfisch unterhalb der Fische. Obwohl Ceres hell ist, brauchen Sie zum Aufsuchen eine ausgedruckte Aufsuchkarte. Mit einem GoTo-Teleskop oder dem neuen Omegon Push+ Objektfinder-System ist das Aufsuchen kein Problem.

Ceres ist die ganze Nacht über sichtbar, den Meridian passiert er aber erst gegen 1 Uhr, dann ist der Planetoid am besten zu beobachten.

 

28.10 Treffen von Mond und Jupiter

Drei Tage vor Neumond, am Morgen des 28., ist eine schilfdünne Mondsichel über dem Osthorizont zu sehen. Nicht weit davon: Jupiter. Der Gasriese steht in nur 1,4° Entfernung. Ein wunderbarer Eindruck im Fernglas und ein einfaches Fotoobjekt für eine Digitalkamera mit Dreibeinstativ.

 

02.11. Mond, Venus und Saturn in der Abenddämmerung im Südwesten

Mittlerweile wird es schon früh dunkel, daher können wir am Abend des 2. Novembers zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr ein interessantes Treffen beobachten. Tief im Südwesten bilden Venus, Saturn und eine junge Mondsichel eine hübsche Kette am blauroten Dämmerungshimmel.

 

17.-18.11 Leoniden

Sternschnuppen sind wie Schneeflocken, die während einer Autofahrt auf die Windschutzscheibe prasseln. Sie scheinen dabei alle aus einer bestimmten Richtung zu kommen. Jeder kennt das! So kann man sich Sternschnuppen, besonders einen Sternschnuppenstrom vorstellen. Im November sehen wir die berühmten Leoniden: Ein Meteorstrom, der aus dem Sternbild Löwe zu kommen scheint. Berühmt ist er deshalb, weil es alle 33 Jahre zu einem wahren Sturm von Sternschnuppen kommen kann. In diesem Jahr allerdings sind nur 20 Meteore pro Stunde vorhergesagt. Mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometer pro Sekunde sausen sie trotzdem pfeilschnell über den Himmel.

 

25.11. Mond bei Jupiter, Morgenhimmel

Vier Tage vor Neumond: Die dünne Mondsichel ist ab 3:30 Uhr am östlichen Horizont zu sehen. Auf gleicher Höhe, in 1,5° Entfernung, erkennen wir den Gasriesen Jupiter. Beide steigen bis Sonnenaufgang immer höher, bis sie nach 7 Uhr in der Früh allmählich im zunehmenden Tageslicht verblassen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude an der Himmelsbeobachtung!

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25.09.2016
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