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Marcus Schenk

Über Marcus Schenk

Marcus Schenk ist ausgebildeter Optiker und langjähriger Amateurastronom. Als Gründungsmitglied der astronomischen Gesellschaft Buchloe lässt er kaum eine Frage zu astronomischen Themen unbeantwortet. Zudem verfügt er über eine Ausbildung als Texter und sorgt dafür, dass die Kundenberatung schon auf der Website beginnt.

Posts verfasst von Marcus Schenk

Neue Teleskope von Omegon: Mit den Advanced X und ProDob Dobsons auf der richtigen Spur

14. August 2017, Marcus Schenk

Die neuen Omegon Teleskope sind beeindruckende Instrumente für den visuellen Beobachter. Mit den Advenced X und ProDob Dobson Teleskopen wird das anschauen von Planeten, Nebeln und Galaxien zum Vergnügen. Also ganz so wie bei anderen Geräten auch? Nein. Denn diese neuen Teleskope machen vieles noch besser, als andere Dobson Teleskope.

Beide neue Serien verfügen über einen besonders guten Spiegel mit bis zu 94% Reflexion für hellere Bilder. Und über einen Lüfter, mit dem Sie noch früher mit Ihrer Beobachtung starten.

Mit den ProDob Dobson Teleskopen halten Sie die Sterne superleicht im Sichtfeld

Die Omegon Dobson-Teleskope bestehen nur aus zwei Teilen. Selbst wenn Sie einen stressigen Alltag haben und somit nur wenig Zeit, holen diese Teleskope schöne Sternstunden für Sie heraus. Denn Sie bauen es in ein paar Minuten auf und können sofort mit dem Beobachten starten. Und das Ganze zu einem geringeren Preis, als vergleichbare Modelle auf einer prallaktischen Montierung.

Jetzt gibt es von Omegon gleich zwei neue Dobson-Serien – in fantastischer Verarbeitungsqualität.

Omegon Dobson Teleskop Advanced X

Ein lichtstarkes Teleskop, mit dem Sie leichtfüßig Planeten, Sternhaufen, Nebel und Galaxien beobachten. Es ist klasse verarbeitet, besteht nur aus zwei Teilen und ist in der Bedienung kinderleicht. Da kommt auch jeder Astro-Einsteiger zurecht, denn Achsen ausrichten müssen Sie hier nicht. Ein einfaches Prinzip: Aufstellen und sofort beobachten.

  • Teflon Pads in der Höhen- und Azimutachse
  • Hauptspiegel mit 94% Verspiegelung
  • Hauptspiegellüfter
  • 2“ Crayford-Auszug
  • 8×50 Sucher
Omegon Dobson Teleskop Advanced X

Omegon Dobson Teleskop Advanced X

Omegon Dobson Teleskop ProDob

Damit Sie beim Beobachten immer in der Spur bleiben!

Mit den Omegon Pro Dobson Teleskopen gelingt Ihre Beobachtungsnacht.

Das neue Friktionssystem macht das genaue Einstellen und Nachführen von Himmelsobjekten noch einfacher. Anstatt mit Teflon-Pads sind die Achsen mit Nadellagern im Azimut und mit einem Kugellager-System in der Höhenachse ausgestattet.

Damit navigieren Sie das Teleskop jetzt noch leichter und es folgt Ihrer Bewegung butterweich in jede Richtung. Halten Sie selbst bei hoher Vergrößerung die Himmelsobjekte noch im Gesichtsfeld. Ein unschätzbarer Vorteil! Dazu gibt es im Lieferumfang hochwertiges Zubehör: zum Beispiel das Omegon SWA 32mm Okular. Es besitzt eine deutlich bessere Qualität, als viele andere Okulare, die man sonst im Lieferumfang von Teleskopen findet. Unsere Kunden sagen dazu: „Super!“, „Einfach klasse.“ oder „[…] richtig fett und gut“.

Omegon Dobson Teleskop ProDob

Omegon Dobson Teleskop ProDob

  • Friktionsystem: butterweich und präzise bewegen
  • Nadellager: weiche und genaue Bewegung im Azimut – sogar mit nur einem Finger
  • Hauptspiegel mit 94% Verspiegelung
  • Hauptspiegellüfter: schneller auskühlen, schneller Beobachten
  • Leuchtpunktsucher Deluxe, Premium-Okular 2“ SWA 32mm

Ob Einsteiger oder Fortgeschrittener: Mit einem Omegon Dobson unter einem dunklen Himmel erleben Sie alles was das Universum zu bieten hat. Wenn Sie ein Teleskop für visuelle Beobachtung suchen, dann kaufen Sie ein Omegon Advanced X oder ProDob Teleskop.

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Perseiden 2017: Wie Sie im August die Sternschnuppen beobachten

11. August 2017, Marcus Schenk

Sternschnuppen haben nicht die Aufgabe unsere Wünsche zu erfüllen, aber sie haben die Aufgabe uns zu faszinieren. Zum Beispiel an diesem Wochenende. Denn am 11. August sollten wir alle wieder mal ins Universum blicken. Es ist der Höhepunkt des Sternschnuppen-Monats.

In diesem Artikel erfahren Sie wo Sie genau hinschauen müssen und wie Sie die Sternschnuppen am besten beobachten.

In der Nacht von Freitag auf Samstag fallen hunderte Perseiden vom Himmel. Für alle, die einen schnellen Überblick lieben: Hier gibt es auch unsere Infografik zur den Perseiden.

Jedes Jahr um diese Zeit kündigt sich der Meteorstrom der Perseiden an. Doch diesmal stört der zu 82% beleuchtete Mond die Beobachtung und wir müssen uns eher auf die helleren Meteore beschränken. Nach Beginn der Nacht ist es allerdings noch dunkel. Heller wird es erst ab 23 Uhr, wenn der Mond über den östlichen Horizont spitzt.

Der Radiant der Perseiden liegt im Sternbild Perseus

Die Perseiden scheinen alle aus dem Sternbild Perseus zu stammen. Diesen scheinbaren Punkt nennt man Radiant.

In der Regel liegen die Fakten klar auf dem Tisch: Bis zu 100 Meteore pro Stunde zischen durch die Erdatmosphäre und verwandeln sich in fantastische Sternschnuppen. Mit etwa 216.000 Kilometer pro Stunde donnern sie auf uns zu und werden zum Leuchten angeregt.

Dieses Jahr noch mehr Sternschnuppen

Laut der Meteor-Forscher gibt es auch in diesem Jahr einen Anstieg der sichtbaren Meteore. Im Gegensatz zu den letzten Jahren sollen dieses Jahr im absoluten Maximum bis zu 150-160 Sternschnuppen pro Stunde fallen. Der Grund: der Gasriese Jupiter. Er soll dafür verantwortlich sein, dass sich die Bahnen der Perseiden nun näher an der Erdbahn befinden. Dadurch kommt es zu dieser höheren Aktivität.

Wo finden Sie die Sternschnuppen?

Wenn man die Meteore am Himmel von Ihrem Ursprungsort zurückverfolgt, scheinen sie alle aus einem bestimmten Punkt zu stammen. Astronomen nennen diesen Punkt Radiant. Im Fall der Perseiden ist es das Sternbild Perseus, daher stammt auch der Name des Meteorstroms.

Wenn Sie sich einen Ort zum Beobachten suchen: Achten Sie darauf, dass Sie das Sternbild Perseus im Blickfeld haben und es nicht durch ein Hausdach oder Ähnliches verdeckt wird.

So beobachten Sie richtig

Sie blicken normalerweise nicht nur ein paar Minuten in den Himmel. Um viel zu entdecken, müssen Sie Geduld mitbringen und es sich so bequem wie möglich machen. Die Perseiden zu beobachten, bedeutet auch den Sternenhimmel als Ganzes auf sich wirken zu lassen und einfach zu genießen. Besorgen Sie sich für die Beobachtung am besten eine Gartenliege, einen Campingstuhl oder eine Isomatte. Soll es eine lange Nacht werden, ist eine Decke und heißer Tee oder Kaffee eine gute Idee.

Wann Beobachten?

Der Meteorstrom der Perseiden ist natürlich die ganze Nacht zu sehen. In den Abendstunden stört allerdings noch der helle Mond. Er befindet sich derzeit in zunehmender Phase – einen Tag nach Halbmond. In dieser Zeit sehen Sie nur hellere Meteore. Kurz nach Mitternacht geht der Mond allerdings unter und es wird dunkel. Das besteZeitfenster ist ohnehin zwischen 22 Uhr und 4 Uhr.

So spricht man die »Perseïden« richtig aus

Ein kleiner Ausflug in die Sprachkunde: Manchmal sieht man die Perseiden mit zwei Punkten über dem »i«. Warum ist das so? Das ist eine Schreibweise, wie sie im Lateinischen vorkommt – ein Hiatus. Bei den Perseiden hat sie eine tiefere Bedeutung. In der deutschen Schreibweise »Perseiden« liest man den Doppellvokal »ei« als »ai« und spricht sie damit nicht richtig aus. Die Version mit dem »ï« sagt dem Leser, die Buchstaben einzeln auszusprechen, also das i separat und nicht zusammen mit dem e.

Übrigens: Die Sternschnuppen können Sie auch noch das ganze Wochenende beobachten, allerdings nimmt die Anzahl ab.

Wir wünschen Ihnen einen klaren Himmel und viele Sternschnuppen!

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Perseiden 2017: Infografik über die Sternschnuppen am 11. August 2017

9. August 2017, Marcus Schenk

Wieder ist der August gekommen und damit der Monat der Sternschnuppen. Die meisten Meteore des Perseidenstroms fallen dieses Jahr in der Nacht vom 11. auf den 12. August. Einen komplett ungetrübten Blick auf die Sternschnuppen gibt es am kommenden Wochenende allerings nicht. Denn der zu 82% beleuchtete Mond erhellt den Nachthimmel. Hellere Meteore sind aber trotzdem gut zu sehen.

Woher kommen die Meteore? Wo, wann und wie kann ich sie beobachten? Erfahren Sie das Wichtigste in der aktualisierten Infografik über die Sternschnuppen.

Auf einen Blick. Schnell. Und informativ.

 

Infografik Perseiden 2017

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Sonnenfinsternis: Kleine Produkte, die Ihnen die Beobachtung erleichtern

7. August 2017, Marcus Schenk

Die Reise ist vorbereitet!

In wenigen Tagen starten Sie und fliegen zur Sonnenfinsternis in die USA. Haben Sie schon alles gepackt?

Oder gibt es noch ein paar Zwischenräume für kleine, aber wichtige Helfer?

In diesem Artikel finden Sie einige Ideen für Produkte, die die Sonnenfinsternis noch schöner und angenehmer machen.

Genug Sofi-Brillen dabei?

Zur Sonnenfinsternis ist das leider üblich: Sofi-Brillen werden knapp. Vor allem vor Ort. In Deutschland haben wir das bereits mehrere Male erlebt. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und nehmen Sie zwei oder drei Brillen mehr mit.

Die Omegon Sonnenfinsternis Brille

Die Omegon Sofi-Brille bietet einen sicheren Blick auf die Sonne.

Sonnenbrand im Nacken?

Während einer Sonnenfinsternis brennt die Sonne vom Himmel. Zumindest sollte es so sein. Wenn Sie stundenlang die Sonne beobachten, sollten Sie etwas gegen einen Sonnenbrand unternehmen. Ein gewöhnlicher Hut schützt nur die Kopfhaut. Doch wenn man gebeugt durch ein Okular beobachtet, dann ist auch der Nacken der Sonne ausgesetzt.

Lunt bietet dazu den passenden Schutz an: Ein Sonnenhut mit Nackenschutz. Damit gewinnen Sie vielleicht keinen Preis für das modischste Kleidungsstück, aber Sie vermeiden immerhin Sonnenstich und Sonnenbrand.

Lunt Sonnenhut mit Nackenschutz für die Sonnenfinsternis in den USA

Der Lunt Sonnenhut mit Nackenschutz.

Sonne finden leichtgemacht

Manchmal glaubt man gar nicht, wie schwer es sein kann, ohne langes Suchen die Sonne im Teleskop zu finden. Selbst wenn Sie über die „Schattenmethode“ die Sonne suchen. Das Teleskop also danach ausrichten, bis der Schatten des Teleskops am kleinsten erscheint. Trotzdem kann die Sonnenscheibe noch nicht im Okular zu sehen sein.

Ganz einfach geht das Finden mit dem Geoptik 1,25“ Sonnensucher. Stecken Sie den Sonnensucher einfach in den Okularauszug und schon können Sie die Sonne über die Achsen Ihrer Montierung zentrieren.

Eine andere Möglichkeit die Sonne zu finden bietet der Euro EMC Sonnensucher. Er besteht aus einer Lochblende und einem kleinen Schirm, auf den ein kleines Sonnenbild projiziert wird. Befestigen Sie den Sucher einfach mit dem im Lieferumfang enthaltenen Klebeband an Ihrem Tubus.

Sonnensucher, um die Sonne schneller zu finden

Der Euro EMC Sonnensucher.

Schutz gegen die Sonne? Aber sicher!

Die Euro EMC Sonnenblende SB2 spendet einen großflächigen Schatten rund um Ihr Okular. Damit blendet die Sonne nicht mehr und bietet Ihnen eine angenehmere Sonnenbeobachtung. Positiver Nebeneffekt: Mehr Kontrast bei der Beobachtung. Außerdem gut geeignet, um Kameras vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Blende ist für Teleskope zwischen 80mm und 200mm Durchmesser geeignet.

Für die Sonnenbeobachtung eine Sonnenblende für besseren Kontrast

Die Sonnenblende bietet Schatten am Okular.

Spezielle Ferngläser für die Sonnenbeobachtung

Der Hersteller Lunt bietet kompakte Ferngläser mit fest eingebauten Sonnenfiltern an. Vorteil: Hier müssen Sie nichts basteln, sondern können sofort mit der Beobachtung loslegen.

Das 6×30 Mini Sunocular OD5 Red oder das 8×32 Sunocular OD5 Black passt in jedes Gepäck und in jede Tasche. Einfach Fernglas in die Hand nehmen und beobachten. Und weil diese kompakten Ferngläser so sicher sind, eigenen sie sich auch hervorragend für Kinder.

6x30 Fernglas zur Beobachtung der Sonnenfinsternis

6×30 Sonnen-Fernglas

8x32 Fernglas zur Beobachtung der Sonnenfinsternis

8×32 Sonnen-Fernglas

Später nach der Sonnenfinsternis macht es großen Spaß mit dem Fernglas große Sonnenflecken zu beobachten. Eine schnellere und spontanere Gelegenheit auf unseren Heimatstern zu blicken, gibt es wohl nicht.

Produkttipp: Omegon Backpack 70/400 mit Sonnenfilter

Wenn Sie noch ein kleines Sonnenteleskop für die Reise suchen, ist das Omegon Backpack 70/400 AZ optimal geeignet. Im Teleskop-Set enthalten sind Sucherfernrohr, Zenitspiegel, Okulare und natürlich ein passender Sonnenfilter. Praktisch: Sie erhalten alles zusammen in einem Rucksack. Also einfach Teleskop schultern und es kann los gehen ins Land der Sonnenfinsternis.

Sonnenteleskop mit Rucksack

Das Omegon Backpack 70/400 mit Sonnenfilter und Rucksack.

Genießen Sie eines der beeindruckendsten Erlebnisse. Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine gute Reise!

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren: „Sonnenfinsternis 2017 USA: Was jeder über die Sofi wissen sollte“

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Tipp zum Wochenende: 4 einfache Tipps für eigene Sofi- und Sonnenfotos

28. Juli 2017, Marcus Schenk

Am 21.08.2017 erleben Millionen Menschen in den USA eine totale Sonnenfinsternis. Das Ereignis will man natürlich gerne fotografieren. Sei es für die eigene Erinnerung oder für die Familie. Und was ist mit uns Daheimgebliebenden? Wir sollten auch mal wieder einen Blick auf die Sonne werfen. Es ist der einzige Stern, auf dem wir mit Amateurmitteln Details erkennen können.

Tipps zum Fotografieren der Sofi und zum Fotografieren der Sonne generell, finden Sie in diesem Artikel.

Aufgenommen mit dem Omegon ED80 Apo und einem Daystar Quark, Foto: Carlos Malagón

Die Sonne, aufgenommen mit dem Omegon ED80 Apo und einem Daystar Quark, Foto: Carlos Malagón

 

1. Was brauchen Sie? Welche Kamera und welcher Filter ist notwendig, um die Sonne zu fotografieren?

Eine Warnung vorweg: Blicken Sie niemals ohne ausreichenden Schutz in die Sonne. Für die Sonnenbeobachtung brauchen Sie immer eine Sofi-Brille oder mit dem Teleskop einen Sonnenfilter vor der Öffnung.

Da wären wir schon mitten drin in der Frage der Ausrüstung beziehungsweise der Kamera. Die muss für die Sonne gar nicht teuer sein.  Das Wichtigste: Zunächst brauchen Sie einen geeigneten Sonnenenfilter für Ihre Optik. Er sollte fest auf dem Objektiv sitzen, aber auch schnell abnehmbar sein, wenn der Mond die Sonne komplett verdeckt. Info: Nur wenn der Mond die Sonne vollständig verdeckt, dürfen Sie ohne Filter in die Sonne blicken, ansonsten ist ein Sonnenfilter Pflicht.

Hier geht es zu sehr guten Sonnenfiltern.

Es gibt verschiedene Kameras, mit denen Sie die Sonne fotografieren können. Das sind: Kamera vom Smartphone, Digicam, SLR oder Systemkamera und Astrokamera.

 

Smartphone

Ein Smartphone ist praktisch und schnell einsatzbereit. Viele haben inzwischen eine gute Optik, die Sie sehr gut für Übersichts und Detailaufnahmen verwendet werden können. Smartphones sind aber auch optimal geeignet, um schnell Videos von Sonne und Sonnenfinsternis aufzunehmen. Wahrscheinlich ist ein Smartphone sogar das praktischste Werkzeug für Videos. Das gibt es zu beachten:

  • Zoomen Sie nicht, denn das verschlechtert die Qualität
  • Schalten Sie den Blitz aus
  • Finden Sie heraus, ob es eine Funktion zur Blendenwahl oder Belichtungszeit gibt

Sehr gute Ergebnisse erhalten Sie mit dem Omegon Easy-Pic Adapter. Einfach über das Okular stülpen und loslegen. Bringt erstaunlicher Ergebnisse. Hier geht es zum Adapter.

Die Sonne am 30.06.2015 rechts unten ist eine kleine Sonnenfleckengruppe zu sehen. Einzel Schnappschuss

Die Sonne am 30.06.2015 rechts unten ist eine kleine Sonnenfleckengruppe zu sehen. Einzel-Schnappschuss

Digicam

Im Gegensatz zum Smartphone hat eine Digicam oft einen Sucher und eine sehr gute Optik. Ein echter optischer Zoom hat einen Vorteil gegenüber dem digitalen Zoom des Handys. Je nach Hersteller gibt es diverse Einstellungsmöglichkeiten bis zu rein manuellen Nutzung. Da das Objektiv nicht abnehmbar ist, bietet sich eine afokale Projektion an. Am besten eignet sich dazu ein Universal Kameraadapter, mit dem Sie Ihre Kamera an das Okular klemmen. Hier geht’s zum Adapter.

 

DSLR und Systemkameras

Die beste Qualität und die beste Optik „gewöhnlicher“ Kameras bieten DSLR- und Systemkameras. DSLR kennt jeder: Es bedeutet Spiegelreflexkamera, arbeitet also mit einem Spiegel, der das Bild in den Sucher lenkt. Systemkameras sind kleiner und kommen ohne Spiegel aus. Einige Modelle besitzen nur einen digitalen Sucher. Vorteil von beiden: Die Objektive sind wechselbar. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten:

  • Sehr gute optische Qualität (hängt vom Objektiv ab)
  • Wechselbare Objektive mit Zoom oder Brennweite nach Wunsch
  • Automatische Belichtungsreihen (empfehlenswert mit Belichtungsautomat)
  • Timelapse-Aufnahmen
  • Spiegelvorauslösung gegen Erschütterungen
  • Direkte Anbindung an ein Teleskop mit T-Ring und Adapter
ASBF mit DSLR

So können Sie gefahrlos die Sonne fotografieren.

Astrokameras

Astrokameras lohnen sich generell für normale Sonnenfotografie und mitunter auch für eine Sonnenfinsternis. Aber man braucht dafür einen Laptop, Kabel, Stromanschluss. Das wird für die Reise in die USA vermutlich nicht in Frage kommen. Für die Aufnahme von Sonnenflecken sind diese Kameras aber beliebt. Denn durch die Art der Bildverarbeitung erreichen Sie damit wahrscheinlich die schärfsten Sonnenfotos. Wir empfehlen die Touptek Kameras.

 

Montierung und Teleskope

Für eine DSLR-Kamera mit einem 500mm Teleobjektiv reicht ein stabiles Fotostativ bei der partiellen Phase aus. Wenn es allerdings um längere Belichtungszeiten geht, z.B. um die äußere Korona (2-3 Sek) der Sonne aufzunehmen, bieten sich EQ-Motierungen an. Speziell die portablen Reisemontierungen, wie die Skywatcher StarAdventurer oder die iOptron SkyTracker Pro sind dafür sehr beliebt. Diese Montierungen wiegen nur etwa 1kg und sind auf ein normales Fotostativ montierbar. Vor allem aber passen sie in den Reisekoffer. Damit sind sie die optimale Ausrüstung für Finsternis-Reisende.

Reisemontierung

Auch so könnte eine reisetaugliche Kombination für Sonnenfotos aussehen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch azimutale Montierungen, die Sie Sie auch mit normalen Fotostativen kombinieren können. Gut geeignet ist die beispielsweise die Omegon Montierung Baby AZ. Sie ist zwar klein aber auch so stabil, dass sie einen 80mm Apochromaten trägt.

Apropos kleine Teleskope: Die sind für die Sonnenfotografie bestens geeignet. „Ein sagenhaftes Reiseteleskop“ meint einer unserer Kunden in einer Rezension zum Omegon Photography Scope. Dieser Apo ist extrem vielseitung und ist Teleskop, Spektiv und Teleobjektiv in einem Instrument. Daher: bestens geeignet für Sofi-Touristen und alle anderen Sonnenfotografen.

Einer unserer Kollegen benutzt diesen Apo hauptsächlich für die Sonnenfotografie (siehe Bild).

Sonne-Calcium-H

Die Sonne im Calcium-H-Licht, Aufnahme von Bernd Gährken

2. Den richtigen Ausschnitt für Sonnenfotos wählen

Die richtige Brennweite und der Ausschnitt richtet sich nach den Details, die Sie aufnehmen wollen. Eine Brennweite zwischen 18-35mm eignet sich für Stimmungsfotos. Sie fotografieren damit andere Menschengruppen, die Dämmerung während der Finsternis oder die am Taghimmel auftauchenden Sterne. Für Aufnahmen mit ausgedehnter Korona eignen sich Brennweiten um die 500-600mm, denn die Korana kann ca. 10° Ausdehnung am Himmel erreichen. Details, wie den Diamantringeffekt oder das Phänomen der Perlenketten, wenn das Licht durch die Mondtäler huscht, kann man mit Brennweiten zwischen 1000 und 2000mm abbilden. Bei 1000mm Brennweite erreicht die Sonne auf dem Bild einen Durchmesser von ca. 9mm. Achten Sie darauf: Je nach Sensorgröße wirkt die Sonne unterschiedlich groß. Bei den sehr verbreiteten APS-Chips füllt man die Sonne mit 1300mm Brennweite formatfüllend aus. Der richtige Ausschnitt richtet sich nach dem eigenen Geschmack. Am besten testen Sie verschiedene Brennweiten während der partiellen Phase.

 

3. Kameraeinstellungen und Belichtungszeiten für eine Sonnenfinsternis

Es gibt ein paar generelle Tipps für die passenden Kameraeinstellungen:

  • Nutzen Sie ein möglichst unkomprimiertes Bildformat (z.B. RAW), um die Bilder hinterher zu bearbeiten
  • Achten Sie darauf eine große SD-Karte mitznehmen
  • Nutzen Sie ISO Einstellungen zwischen 100 und 200
  • Ein Liveview ist nützlich, um den exakten Fokus zu finden
  • Stellen Sie die Kamera auf manuelle Belichtung und manuellen Fokus ein
  • Sie werden Belichtungszeiten zwischen 1/1000s und 3 Sekunden verwenden

Wenn Sie ein Teleskop mit f/6 benutzen, wie das Omegon Photoscope,  dann verwenden Sie für die innere Korona vermutlich 1/60 Sekunde, doch für den Diamantring und eventuelle Protuberanten 1/250 Sekunde. Für die äußere Korona und für Weitfeldaufnahmen eher Belichtungszeiten von 2-3 Sekunden. Probieren Sie einfach Verschiedenes aus: Starten Sie mit einer 1/1000 Sekunde und nähern Sie sich bis zu einigen Sekunden. Eine gute Idee kann es auch sein, auf die Histogrammfunktion der Kamera zu achten, um die richtige Belichtung zu finden.

 

4. Worauf sollte man beim fotografieren von Sonnenflecken achten?

Die Sonne ist ein relativ einfaches Fotoobjekt für Hobbyastronomen. Denn um Flecken aufzunehmen brauchen Sie nichts weiter, als Ihr Teleskop, einen Sonnenfilter und eine Kamera.

Mit Ihrem Smartpohne und dem Easypic Adapter gewinnen Sie schon schöne Aufnahmen der Sonne. Wie erwähnt fotografieren Sie durch das Okular. Wenn Sie eine SLR-Kamera mit T-Ringe verwenden, sollten Sie das Okular und bei SC-, Mak- und Linsen-Teleskopen den Zenitspiegel entfernen.

Den Fokus zu finden, fällt bei astronomischen Motiven meist schwer, auch bei der Sonne. Am besten fokussieren Sie die Sonne, in dem Sie den Sonnenrand betrachten. Dieser sollte relativ scharf erscheinen. Wenn Ihre Kamera eine Livebild-Funktion hat, dann benutzen Sie eine zusätzliche digitale Vergrößerung, um die Schärfe noch besser zu beurteilen.

Mit 1000mm Brennweite kann man wunederbar Sonnenflecken mit den Regionen der Umbra und Penumbra erkennen. Für mehr Details und Strukturen in und um die Flecken, brauchen Sie eine längere Brennweite, die Sie mit einer Barlowlinse oder einem Projektionsadapter für die Okularprojektion erreichen. Dann sollten Sie aber in den Strahlengang einen UV/IR-Filter einsetzen, um ein scharfes Sonnenbild zu erhalten.

Für die Sonnenfotografie mit einer SLR empfehlen wir folgendes Zubehör:

  • Geeigneter Sonnenfilter (oder ein Herschelkeil für Refraktoren)
  • Teleskop mit ca. 800-1000mm Brennweite
  • Parallaktische Montierung mit elektrischer Nachführung
  • T-2 Ring für die SLR-Kamera
  • Barlowlinse 5x oder Projektionsadapter
  • UV/IR-Filter
  • Optional: Einen Solar Continuum-Filter für besseren Kontrast

Wenn es um Details, wie einzelne Sonnenflecken geht, liefern Astrokameras oft bessere Ergebnisse. Der Grund: Dank der Aufnahmetechnik nehmen diese Kameras nicht ein, sondern in kurzer Zeit hunderte Bilder auf. Dadurch kann man die Luftunruhe umgehen und kommt oft zu ultrascharfen Detailfotos. Gerade wenn es um faserige Strukturen oder die Granulation des Sonne geht, sind diese Kameras Gold Wert.

Dafür empfehlen wir diese Produkte:

  • Geeigneter Sonnenfilter (oder ein Herschelkeil für Refraktoren)
  • Teleskop mit ca. 800-1000mm Brennweite
  • Parallaktische Montierung mit elektrischer Nachführung
  • Astrokamera (z.B. von Touptek) und Laptop
  • Blendschutz für den Laptop
  • Barlowlinse 5x
  • UV/IR-Filter

Wir wünschen Ihnen eine Menge Spaß bei Ihrer Reise zur schwarzen Sonne. Oder wenn Sie zu Hause bleiben: Viel Freude bei der Beobachtung der Sonne.

Um es mit den Worten von Euripides zu sagen: „Nichts Süßeres gibt es, als der Sonne Licht zu schaun!“. Aber: Immer mit Sonnefilter!

 

Zum Weiterlesen:

Produktideen für die Sonnenfinsternis

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Bis zu 45% Rabatt: Omegon Pro Filter zu heißen Sommerpreisen

19. Juli 2017, Marcus Schenk

Gönnen Sie sich jetzt einen oder gleich mehrere Omegon PRO Nebel- oder LRGB-Filter zu eiskalten Rabatten. Sparen Sie bei den Nebelfiltern bis zu 33% und bei LRGB-Filtern sogar bis zu 47%. Nutzen Sie jetzt die exlusiven Sommerrabatte – bis Ende Oktober!

Omegon Pro Filter

Fast jede Beobachtung von Emissionsnebeln, planetarischen Nebeln oder Supernovaüberresten profitieren von Nebelfiltern. Sie steigern die Kontraste zwischen Objekt und Himmelshintergrund. Verstärken schwache Objekte oder kitzeln mehr Details heraus. Kurz: Sie macht dort etwas sichtbar, wo wir fast nichts mehr oder nur wenig sehen.

Die Omegon Pro Filter sind in 1,25″ oder 2″ erhältlich. Schrauben Sie den Filter einfach in das Okular und wie von Zauberhand erscheint das Bild deutlich besser vor Ihren Augen.

Vorteil: Alle Nebelfilter werden in unserer optischen Werkstatt gemessen und erhalten ein eigenes Testprotokoll. In einem Test der Zeitschrift Abenteuer Astronomie hinterließen die Filter einen sehr positiven Eindruck. Hier noch einmal zum Nachlesen.

Jeder einzelne Omegon Pro Filter wird in unserer optischen Werkstatt gemessen und erhält ein eigenes Prüfprotokoll.

Jeder einzelne Omegon Pro Filter wird in unserer optischen Werkstatt gemessen und erhält ein eigenes Prüfprotokoll.

Gleich einen Omegon PRO Filter bestellen: Hier gehts zu den günstigen Filtern.

Tipp: Mit mehreren Filtern beobachten Sie noch bequemer mit einem Filterrad. Das ist auch für das LRGB-Filterset sehr nützlich.

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Tipp zum Wochenende: Imposante Objekte im Herkules

14. Juli 2017, Marcus Schenk

Hoch über unseren Köpfen ein Held der Mythologie: Herkules. Zu dieser Jahreszeit steht das Sternbild gut 70° über dem Horizont – eine perfekte Lage zum Beobachten. Herkules ist das drittgrößte Sternbild am Himmel, trotzdem erscheint es eher unscheinbar. Dabei verbirgt sich darin der bekannteste Kugelsternhaufen des nördlichen Himmels. Und noch einiges mehr. Unternehmen wir einen kleinen Wochenendausflug zu den schönsten Sehenwürdigkeiten.

Erfahren Sie, wie sie die winzige Galaxie NGC 6207 finden und was es mit dem seltsamen „Propeller“ auf sich hat.

M13_Stefan Taube

Kugelsternhaufen M13 aufgenommen mit einem Skywatcher AP 120/900 EvoStar ED DS-Pro und einer Canon EOS 700Da. Links oben: Galaxie NGC 6207, Bildautor: Stefan Taube. Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken!

Vom Kugelsternhaufen zur Galaxie

Sicher haben Sie den Kugelsternhaufen M13 schon oft gesehen. Zumindest dann, wenn Sie ein Teleskop besitzen. Doch auch mit dem bloßen Auge ist das Objekt schon zu sehen. Voraussetzung: ein dunkler Himmel.

M13 finden und die Himmelshelligkeit einstufen

Dann sehen wir zwischen zwei Sternen etwas glimmen. Ein Stern, ein Objekt? Man kann es mit dem bloßen Auge noch nicht sicher erkennen. Es ist ein Kugelsternhaufen in 22.000 Lichtjahren Entfernung. Sie nähern sich M13 am besten, in dem Sie vom Stern ζ zum Stern η eine gedachte Linie bilden. Etwa nach ⅔ der Stecke treffen Sie auf den bekannten Kugelsternhaufen.
Gefunden und mit dem bloßen Auge erkannt? Dann ist das auch ein Hinweis auf die Himmelsqualität Ihres Beobachtungsortes. Denn mit 5,8 mag ist M13 schwach. Und Sie können sich auf einen deep-sky tauglichen Himmel mit guter Durchsicht freuen.

Ein Urgroßvater in der Milchstraße

Man kennt ihn seit dem Jahr 1714. M13 gehört zu den etwa 150 bekannten Kugelsternhaufen der Milchstraße. Im Messierkatalog finden wir allerdings nur 29 Vertreter. Einer davon ist der Herkuleshaufen, der neben M22 zu den beiden Paradeobjekten der Kugelhaufen des nördlichen Himmels gilt. Kugelsternhaufen sind die ältesten Objekte unsere Galaxie. Man sagt, sie seien zusammen mit der Milchstraße entstanden. Also vor ca. 13 Milliarden Jahren. Wie ein riesiges Halo umringen sie unsere Galaxie. M13 besitzt einen Durchmesser von 150 Lichtjahren und etwa 100.000 Sterne (aber 1 Million Sonnenmassen), die im Gegensatz zu offenen Sternhaufen sehr dicht beieinanderstehen. Die Einzelsterne haben nur einen Abstand von 2-3 Lichtjahren.

Das Sternbild Herkules, Stellarium

Das Sternbild Herkules, Stellarium

Wie im 6“ Teleskop M13 beeindruckt

Ein schneller Blick mit dem 10×50 Fernglas: Sie sehen einen runden, nebelhaften Ball, der aber keine Sterne zeigt. Erst mit einem kleinen Teleskop können Sie den Haufen am Rand in Einzelsterne auflösen. Mit 60mm und 70mm Öffnung und kleiner Vergrößerung sieht er fast wie eine Kugel mit „pixeligen“ Sternen aus. Vergrößern Sie ruhig 120-fach, um die Einzelsterne sicher zu erkennen.

Mit einem Amateurteleskop von 150mm oder 200mm Öffnung sieht der Herkuleshaufen dann fantastisch aus. Bei höherer Vergrößerung sprengen die Einzelsterne fast das Gesichtsfeld.

Die geheimnisvolle Sternfigur von M13

Was soll das für ein Stern sein in M13? Es handelt sich hierbei gar nicht um einen richtigen Stern. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten Beobachter eine dunkle Formation, die sich aus dem Sternenhaufen von M13 herausschälte. Es handelt sich um unregelmäßige Verteilungen, von denen eine fast wie ein „Mercedesstern“ aussieht. Andere Beobachter sehen darin ein „Y“ oder einen „Propeller“. Für die Beobachtung sollte man als erfahrener Beobachter ein 12“ Teleskop oder größer benutzen. Ob man dann einen solchen „Propeller“ erkennt, bleibt die Frage. Tatsächlich kann man aber zumindest Teile von dunklen Strukturen erkennen.

Die kleine Galaxie NGC 6207 sollten Sie mal besuchen

Ganz in der Nähe von M13 finden Sie zwei Galaxien. Die 46 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 6207 ist recht leicht zu finden. Dazu müssen Sie nur M13 in das Zentrum des Gesichtsfeldes einstellen. Nun bewegen Sie das Teleskop etwa ein halbes Grad nordöstlich (grob in Richtung des Sterns  η Her) und dann sehen Sie eine kleine oval geformte Galaxie. Unter einem dunklen Himmel ist sie schon mit einem 150mm Teleskop zu finden. Enthusiasten haben sie aber auch schon mit wesentlich kleineren Teleskopen gefunden.

Im Schatten von M13

Die Kleinen gehen oft im Schein der Prominenz unter. Auch M92 ist ein schöner Kugelsternhaufen, wird aber sicher nicht so oft beobachtet wie sein berühmter Nachbar. Ebenso ist er etwas schwieriger zu finden: Sie können sich dem Haufen zum Beispiel über den 3,1 mag hellen Stern π  finden. Bewegen Sie sich etwa 0,5° nach Osten und 6,1° nach Norden. Mit 27.000 Lichtjahren Entfernung liegt M92 etwa in der gleichen Distanz wie M13. Was im Teleskop auffällt: Die physische Größe beider Kugelhaufen. M 92 wirkt deutlich kompakter. Übrigens: M92 soll unter perfekten schon mit bloßem Auge zu sehen sein. Vielleicht probieren Sie es ja mal unter einem dunklen Alpen- oder Meereshimmel aus.

Noch ein Tipp zum Schluss:

Lust auf einen planetarischen Nebel? Dann bietet sich der Schildkrötennebel NGC 6210 im Herkules an. Der 6500 Lichtjahre entfernte Nebel ist sehr hell und schon in kleinen Teleskopen zu sehen. Nutzen Sie nach dem Auffinden am besten eine über 100-fache Vergrößerung. Dann sehen Sie ein diffuses Scheibchen. Ab einem Teleskop mit 200mm Öffnung sogar eine blaugrüne Färbung.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Beobachtung!

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Haben Sie an alles gedacht? Jede Menge Produktideen für die Sonnenfinsternis

12. Juli 2017, Marcus Schenk

Der große Moment rückt immer näher: Am 21. August 2017 werden in den USA Millionen Menschen Zeuge einer totalen Sonnenfinsternis. Das Megaereignis rückt schnell näher. Haben Sie schon alles gepackt für die „Great American Eclipse“? Oder fehlen Ihnen noch wichtige Utensilien? Einige nützliche Produktideen finden Sie hier.

1. Das Wichtigste: Eine Sofi-Brille

Die Sonnenfinsternis einfach visuell erleben: Das geht mit der Omegon SunSafe Sofi-Brille. Die Omegon Sofi-Brille bietet Ihnen einen sicheren und ungefährlichen Blick auf die Sonne.

Omegon Sofi-Brille

Die Omegon Sofi-Brille bietet einen sicheren Blick auf die Sonne.

•    Oranges natürliches Sonnenbild
•    Optimal für die Sonnenbeobachtung großer Sonnenflecken und Finsternisse
•    Komplett sichere Sonnenbeobachtung: SunSafe Folie zertifiziert nach ISO Richtlinie
•    Passt auf jedes Gesicht
•    Faktor des geblockten Lichts: mehr als 100.000-fach
•    Optische Dichte: mindestens ND 5

Preis: Pro Brille € 2,90. Günstiger im 5er Set € 9,90.
Jetzt zur Omegon Sofi-Brille.

Alternativ bietet sich die Baader Sonnenfinsternis Sofi Beobachtungsbrille Solar Viewer AstroSolar® Silver/Gold an. Sie bietet einen 100% sicheren Blick auf die Sonne. Das Sonnenbild erscheint in blau/weiß.

Baader Sofi-Brille

Baader Sofi-Brille mit AstroSolar Folie

Preis: Pro Brille € 3,50. Günstiger im 10er Set € 29.-
Jetzt zur Baader Sofi-Brille.

Achtung: Diese Brillen sind ausschließlich für die visuelle Beobachtung gedacht. Kombinieren Sie diese Brillen nicht mit einem optischen Instrument.

2. Sonnenfilter für Teleskope

Folienfilter ohne Fassung

Ein Klassiker für die Beobachtung der Sonne ist die Astrosolar Sonnenfilterfolie. Sie ist etwas für Bastler, die ihre Filterfassung selbst bauen wollen. Der Vorteil: Sie ist besonders günstig und in verschiedenen Größen erhältlich. Die meisten nehmen die kleine Version in 20x29cm, aber sie ist auch in der Größe  50x100cm erhältlich.

Speziell für Astrofotografen gibt es eine Fotofolie mit der optischen Dichte 3.8, mit dem fotografisch kurze Belichtungszeiten möglich sind. Im Klartext: Dieser Filter lässt 0,016% des Sonenlichts durch. Für die Fotografie okay, aber zuviel für das bloße Auge. Für die visuelle Beobachtung müsste man in diesem Fall mit einem ND 2.0 Filter nachfiltern oder gleich die visuelle Folie nutzen. Hier geht’s zur Fotofolie.

Baader Sonnenfilterfolie

Sonnenfilterfolie: Damit bauen Sie sich selbst Ihren eigenen Sonnenfilter.

Achtung: Setzen Sie diese Folie immer vor die Objektivöffnung der Optik, nie dahinter.

Preis: 20x29cm  € 25,-, 50x100cm € 75.-
Jetzt zur Baader Astrosolar Sonnenfilter-Folie

Filter für Teleskope in Fassungen

Der Hersteller Baader bietet eine elegante Lösung für Teleskope: Die ASTF Sonnenfilter. Diese Filter eignen sich für Teleskope von 70mm bis 290mm Durchmesser. Drei Zentrierstifte fixieren den Filter innerhalb oder außerhalb des Tubus. Um zu erfahren, welcher Filter zu Ihrem Teleskop passt, nutzen Sie das „Filter Finder Tool„.

ASTF Sonnenfilter

Der ASTF-Filter als Beispiel auf einem Schmidt-Cassergrain Teleskop

 

Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 80mm Artikel-Nr.: 46632
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 100mm Artikel-Nr.: 46633
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 120mm Artikel-Nr.: 46634
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 140mm Artikel-Nr.: 46635
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 160mm Artikel-Nr.: 46636
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 180mm Artikel-Nr.: 46637
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 200mm Artikel-Nr.: 46638
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 240mm Artikel-Nr.: 46639
Baader AstroSolar Teleskop Sonnenfilter ASTF 280mm Artikel-Nr.: 46640

 

Filter für Ferngläser

Auch durch ein Fernglas wirkt eine Sonnenfinsternis einfach fantastisch. Das Tolle: Ein kleineres Fernglas passt in jedem Fall in das Fluggepäck. Diese speziellen Filter für Ferngläser, besitzen eine abgeflachte Kante. Damit können sie sich nicht gegenseitig stören. Und Ihr Fernglas bleibt voll funktionsfähig. Erhältlich für einen Öffnungsbereich von 40mm bis 110mm.

Baader ASBF-Filter

Die Baader ASBF-Filter für Ferngläser und Kameras

Übrigens: Dieser Filter passt auch perfekt auf Ihr Kameraobjektiv.

Baader AstroSolar Binokular Sonnenfilter ASBF 50mm Artikel-Nr.: 46641
Baader AstroSolar Binokular Sonnenfilter ASBF 60mm Artikel-Nr.: 46642
Baader AstroSolar Binokular Sonnenfilter ASBF 70mm Artikel-Nr.: 46665
Baader AstroSolar Binokular Sonnenfilter ASBF 80mm Artikel-Nr.: 46667
Baader AstroSolar Binokular Sonnenfilter ASBF 100mm Artikel-Nr.: 46668

 

3. Sonnenprismen: Die bessere Wahl?

Viele haben es schon gehört: Außer Sonnenfilter gibt es auch Sonnenprismen. Doch sind sie eine Alternative? Definitiv ja – wenn es um detaillierte Sonnenbeobachtung geht. Allerdings nur für Refraktoren bis zu einer Öffnung von 150mm (keine Spiegelteleskope).

Im Vergleich zu einem Objektivfilter bietet ein Herschelkeil ein klares, kontrastreicheres Sonnenbild. Fortgeschrittene Sonnenbeobachter schwören darauf. Mit einem Herschelkeil sehen Sie feinste Details – ob das nun die Granulation oder Strukturen um einen Sonnenfleck sind.

Herschelkeil

Ein Herschelkeil bietet in einem Refraktor ein wunderbar kontrastreiches Sonnenbild.

 

Tipp: Zum Beobachten mit einem Herschelkeil ist unbedingt ein ND3.0 und ein variabler Polfilter notwendig.

APM Sonnenprisma/Herschelkeil 1,25″ Artikel-Nr.: 18916
Baader OD 3,0 ND Filter 1,25“ Artikel-Nr.: 10885
Omegon Variabler Polfilter 1,25″ Artikel-Nr.: 7399
Baader Cool-Ceramic Safety Herschelprisma V visuell, 2″ Artikel-Nr.: 16816

4. Die Sonne im H-Alpha Licht

Bilder einer Sonnenfinsternis im H-Alpha sind ungewöhnlich und erregen hohe Aufmerksamkeit. Aufnahmen der partiellen Phase mit Protuberanzen und Flecken und Fackeln haben einfach einen Reiz. Die Quark Sonnenfilter von Daystar verwandeln Ihren Refraktor in ein echtes Sonnenteleskop, das Ihnen die Sonne im H-Alpha-Licht zeigt. Jetzt ist die passende Gelegenheit einen Traum in die Tat umzusetzen.

QUARK Protuberanzen-Filter

Der QUARK Protuberanzen-Filter: Einfach Ihren Refraktor in ein H-ALpha-Teleskop verwandeln

DayStar Sonnenfilter QUARK H-Alpha, Protuberanzen Artikel-Nr.: 44774
DayStar Sonnenfilter Combo QUARK H-Alpha, Chromosphäre Artikel-Nr.: 48679

Aufgenommen mit dem Omegon ED80 Apo und einem Daystar Quark, Foto: Carlos Malagón

Aufgenommen mit dem Omegon ED80 Apo und einem Daystar Quark, Foto: Carlos Malagón

5. Kleine Teleskope und Montierungen für die Reise

Wer per Flugzeug verreist, muss sich auf kleines Gepäck beschränken. Das Schöne bei der Sonnenfinsternis: Sie brauchen gar kein großes Instrument. Ein kleiner Apochromat und eine kompakte Montierung reichen aus.

iOptron Montierung SkyTracker Pro

Die iOptron Montierung SkyTracker Pro ist beliebt bei Astroreisen und nur 1,1kg schwer.

Das Angebot reicht von einer mechanischen AZ-Minimontierung bis zur tragkräftigen Cube-Montierung mit Goto-System:

iOptron Montierung SkyTracker Pro Artikel-Nr.: 51870
Skywatcher Montierung Star Adventurer, Set Artikel-Nr.: 45119
Omegon Montierung AZ-Baby Artikel-Nr.: 49753
Omegon Stativ-Kugelkopf Pro OM20 Artikel-Nr.: 33149
Omegon Pro Carbon-Dreibeinstativ ArtikelMontierung-Nr.: 33146

 

6. Bücher über die Sonne

Einen sonnenklaren und fundierten Einstieg in das Thema bietet das englischsprachige Buch Your Guide to the 2017 Total Solar Eclipse, Springer Verlag. Auch wenn Sie nicht zur Sonnenfinsternis fliegen, aber ganz heiß auf die Sonnenbeobachtung sind, gibt es das richtige Buch: Die Sonne – Eine Einführung für Hobby-Astronomen.

PS: Sichern Sie sich am besten heute noch Ihre Produkte für die Sonnenfinsternis. So wird Ihre Sofi-Reise zu einem Erlebnis, das Sie sicher nie vergessen.

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Sonnenfinsternis 2017 USA: Was jeder über die Sofi wissen sollte (1 Kommentar)

6. Juli 2017, Marcus Schenk

Etwas Gewaltiges schiebt sich vor die Sonne und verdeckt sie. Die Sonnenstrahlen verschwinden, die Schatten verändern sich, es wird kühler, die Sterne leuchten mitten am Tag, Wind kommt auf und die Tierwelt ist merkwürdig still.

Frühere Völker hatten Angst. Die Chinesen dachten, ein riesiger Drache verschluckt die Sonne. Nur durch Getöse und Trommeln konnten sie den Drachen davon überzeugen die Sonne wieder auszuspucken. Ja, es könnte unheimlich sein, wenn wir nicht wüssten, was das ist: natürlich eine Sonnenfinsternis.

Sofi-Fans wissen es längst: Am 21. August 2017 findet in den USA wieder eine totale Sonnenfinsternis statt. Das ist ein einmaliges Erlebnis! Und manche Menschen sind einfach süchtig danach.

Wichtige Daten für die Beobachtung und wie eine Sofi überhaupt entsteht, finden Sie in diesem Artikel.

Slider totale Sofi

Daten kompakt: Die Sonnenfinsternis 2017 in den USA

Die totale Sonnenfinsternis erstreckt sich vom Pazifik über Nordamerika bis in den westlichen Atlantik. Interessant sind die bewohnten Gebiete in den USA. Denn hier findet die Finsternis nicht über unwegsamen Wüsten oder Meeren statt, sondern in bewohnten Gebieten. Auf dem amerikanischen Kontinent erstreckt sich ein schmaler Finsternispfad mit einer Breite von 115 Kilometern durch 14 US-Bundesstaaten. An diesem Tag erleben es Millionen Menschen live, wenn die Sonne sich bis zu 2 Minuten und 40 Sekunden total verfinstert.
Die partielle Phase ist nördlich und südlich in den kompletten USA zu sehen. Sie erstreckt sich nördlich auch in den Bereich von Kanada und südlich in den Bereich Mexiko und nördliches Südamerika.

Übrigens: Bei den Amerikanern hat sich bereits ein Name für die Sofi eingebürgert: Sie nennen sie „The Great American Eclipse“.

© NASA's Scientific Visualization Studio

© NASA’s Scientific Visualization Studio

Was ist eine totale Sonnenfinsternis?

Ein interessanter Zufall: Die Sonne ist rund 400 mal größer als der Mond, dafür ist sie aber auch 400 mal weiter entfernt als der Mond. Das bedeutet:  Mond und Sonne haben am Firmament den gleichen Durchmesser. Ein Glück für uns Erdlinge. Denn dadurch ist eine Sonnenfinsternis erst möglich, denn der Mond kann die Sonne vollständig bedecken. Wäre der Mond kleiner oder weiter von der Erde entfernt, würden wir niemals in den Genuss einer totalen Sonnenfinsternis kommen. Dann wäre sie allenfalls ringförmig, doch das ist ein anderes Thema.

Wenn der Neumond sich nun vor die Sonne schiebt und sie bedeckt, fällt irgendwo auf einen eng begrenzten Bereich der Erde ein Schatten und verdunkelt diesen Landstrich. Diese Region erlebt eine totale Sonnenfinsternis! Abseits davon wird die Sonne nur partiell verfinstert. Das bedeutet: Dort wird es nicht dunkel und der Mond bedeckt die Sonne nur teilweise.

Sonnenfinsternis Schema

Eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neumond entstehen, wenn sich Sonne und Mond nahe ihrer Knotenpunkte befinden.

Nun haben wir jeden Monat Neumond, aber nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis. Warum das? Weil die Mondbahn gegen die Ekliptik um 5° geneigt ist. Meist zieht der Neumond oberhalb oder unterhalb der Sonne entlang. Es entsteht also keine Bedeckung.

Doch es gibt da noch die Drachenpunkte. Das sind die Schnittpunkte, an denen sich Mondbahn und Ekliptik kreuzen. Wenn Neumond und Sonne nun zufällig in der Nähe der beiden Schnittpunkte stehen, zieht der Mond nicht mehr an der Sonne vorbei, sondern bedeckt sie. Die Sonne wird schwarz und der Strahlenkranz, die Korona leuchtet majestätisch auf. Jetzt fällt ein sehr langer, runder aber spitz zulaufender Schatten auf die Erde. Er kann maximal 273km breit werden. Die Totalität, also die komplette Bedeckung der Sonne, dauert maximal 7,5 Minuten. Meist jedoch hat man nicht solche Idealzeiten. Im Fall der USA ist der Schatten nun mal nur 115km breit und die totale Phase dauert 2 Min 40 S.

Wie verläuft die Finsternis durch die USA?

Der Pfad der Finsternis läuft mitten durch die USA. Genauer gesagt: Durch die US-Bundesstaaten Oregon, Montana, Idaho, Wyoming, Nebraska, Iowa, Kansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee, Georgia, North Carolina und South Carolina. Den Anfang markiert der Staat Oregon. Um 10:16 a.m. PDT sehen die ersten Beobachter die totale Phase. PDT bedeutet Pacific Daytime und ist 9 Stunden zur Mitteleuropäischen Sommerzeit MESZ verspätet. Für alle die zu Hause bleiben: Am 21.8. um 19:16 Uhr unserer Zeit startet also die Sofi in den USA. Der Erste Kontakt, also dann, wenn die Sonne das erste Mal vom Mond „angebissen“ wird, findet allerdings schon früher um 09:06 a.m. PDT statt.

In Oregon in der Hauptstadt Salem dauert die Finsternis maximal 1 Minute und 58 Sekunden. Von dort aus geht es nach Idaho und dann nach Wyoming, der Heimatstaat einer unserer Mitarbeiter. In dessen zweitgrößten Stadt Casper startet die Sonnenfinsternis um 11:43 a.m. und dauert 2 Minuten und 27 Sekunden. Das Wetter dort ist im August meist klar. Je weiter man sich in den USA Richtung Osten bewegt, desto höher ist die Wolkengefahr.  In Kentucky wird mit 2 Minuten und 40 Sekinden der Höhepunkt der Totalität erreicht.  Um 14:42 EDT (Eastern Daylight Time) erreicht der Schatten South Carolina. Danach düst der Schatten über den Atlantik in Richtung Afrika und Europa.

"Eclipse Predictions by Fred Espenak, www.EclipseWise.com"

„Eclipse Predictions by Fred Espenak, www.EclipseWise.com

Von West nach Ost in 1,5 Stunden

Der Kernschatten rast mit einer Geschwindigkeit von maximal 4.260 Kilometer pro Stunde quer über den amerikanischen Kontinent. Das ist etwa doppelt so schnell wie ein heutiger Düsenjet. Insgesamt legt der Schatten in den USA eine Strecke von über 4.000 Kilometern oder 2.500 Meilen zurück. Nur etwa 1,5 Stunden braucht der Schatten, um über den Kontinent zu eilen. Insgesamt dauert die Finsternis, vom ersten bis zum letzten Kontakt, etwa drei Stunden.

Sonnenbeobachtung nur mit Augenschutz!

Vielleicht haben Sie ja schon längst geplant, in die USA zu reisen um einen Platz an der Finsternislinie zu ergattern. Angeblich erwartet man, dass sich am 21. August bis zu 7,4 Millionen Menschen die Finsternis ansehen. Absolut wichtig: Die Augen müssen geschützt werden. Blicken Sie niemals ungeschützt direkt in die Sonne. Eine Sonnenfinsternis-Brille ist ein MUSS, um Ihre Augen ausreichend zu schützen. Geprüfte Sicherheit geht vor! Sollten Sie zur Finsternis in die USA reisen, dann empfehlen wir Ihnen die zertifizierte Omegon Sonnenfinsternis Brille. Bitte verwenden Sie diese Brille für Ihre Augen, nicht für ein optisches Instrument. Für ein Teleskop oder Fernglas ist ein Sonnenfilter für das Objektiv Pflicht. Eine große Auswahl von Filtern für Ihr Instrument erhalten Sie hier.

Wenn Sie dieses einmalige Ereignis nicht vor Ort mitverfolgen können, gibt es auch einen Livestream der NASA.

Interessante Links zum Thema:

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Tipp zum Wochenende: Saturn in Opposition

16. Juni 2017, Marcus Schenk

Jetzt ist es wieder so weit: Der „Herr der Ringe“ wird vom heißesten Feuer beschienen, das wir uns vorstellen können. Natürlich geht es heute nicht um Frodo, den Schicksalsberg und Mordor. Sondern um den Planeten Saturn und unsere Sonne. Und das ist mindestens genauso faszinierend wie die Geschichte von Tolkien.

Saturn_PWilliamson

Dieses Wochenende, genauer gesagt am 15. Juni, steht der Gasriese Saturn in Opposition zur Sonne. In der Astronomie ist das ein Anlass zur Freude, denn Saturn steht jetzt genau gegenüber der Sonne. Saturn, Erde und Sonne bilden geometrisch gesehen jetzt eine Linie. Das bedeutet für uns Beobachter: Der Ringplanet ist die ganze Nacht zu sehen: Wenn es dunkel wird, geht er im Osten auf und verschwindet erst wieder bei Tagesbeginn.

Saturn zieht es in den Süden

Ein kleiner Wermutstropfen: Saturn steht zwar in Opposition, aber seine südliche Lage in der Ekliptik ist extrem. Er ragt in diesen Nächten gerade einmal maximal 19° über den Horizont. Für die Beobachtung brauchen Sie also eine gute Horizontsicht. Es lohnt sich vor allem, in der Zeit kurz nach Mitternacht zu beobachten, denn dann erreicht der Planet im Meridian seine höchste Nachtstellung.

Daten Kompakt
•    Saturn Aufgang: 21:10 Uhr
•    Saturn Meridian: 00:20 Uhr
•    Saturn Untergang:04:27 Uhr
•    Aktuelle Entfernung: 1,3 Milliarden Kilometer

Ring besonders weit geöffnet

Der Ring Saturns präsentiert sich einzigartig, denn mit mehr als 26° erreicht er seine maximale Ringöffnung. Bei so einer Öffnung sehen wir den Ring besonders gut. Schon mit einem kleineren Teleskop von 80mm Öffnung und 100-facher Vergrößerung erkennen wir ansatzweise die Cassini-Teilung. Mit 150mm Öffnung wird die Cassiniteilung dann zu einer schwarzen Lichtung, die rund im Ring entlangläuft.

Die Krux mit der Atmosphäre

Wenn ein Planet tief am Himmel steht, muss das Licht einen weiteren Weg durch die Atmosphärenschichten zurücklegen. In der Luftunruhe der Atmosphäre können Details verloren gehen. Außerdem wird das Licht unterschiedlich stark gebrochen, so dass an den Planetenrändern Farbsäume sichtbar sein könnten. Für Ihre Beobachtung sollten Sie daher auf möglichst gute Luftbedingungen warten und dann auf jeden Fall die Chance nutzen.

Der ADC von ZWO

Der ADC von ZWO

Gibt es zusätzliche Hilfsmittel? Ja, die gibt es. Erprobt und sehr nützlich für Planetenfotografen ist der Atmospheric Dispersion Corrector (ADC). Dieses kleine optische Zubehör wird zwischen Okularauszug und Kamera geschaltet. Zwei gegeneinander verschiebbare Prismen erzeugen so etwas wie eine der Atmosphäre entgegengerichtete Dispersion und gleichen damit den Farbfehler weitgehend aus. Der Vorteil: Der Planet wirkt schöner, man erkennt mehr Details und Sie können den Planeten schon beim Aufgang anvisieren.

Mitten in der Oppositionsschleife

Auf komplizierten, leicht elliptischen Bahnen umrunden die Erde und der Saturn die Sonne. Während die Erde flink ist, kriecht Saturn behäbig einmal in 29 Jahren um die Sonne. Das Überholen eines inneren Planeten führt beim Betrachten eines äußeren Planeten am Sternenhimmel zu einer eigenartigen Bewegung.

Der Planet scheint meist im Vergleich zum Sternenhintergrund von West nach Ost zu wandern. Doch plötzlich, wenn die Opposition nicht mehr weit entfernt ist, ändert er seine Richtung. So, als hätte er es sich anderes überlegt und wollte wieder umdrehen. Nun wir wissen, dass Saturn für solche Spontanentschlüsse nicht zu haben ist.

Was wir sehen, ist die Oppositionsschleife, in der er sich aktuell befindet. Wenn wir mit unserer Erde zum Überholmanöver ansetzen, bewegt er sich „rückläufig“, um dann kurz stehenzubleiben und sich wieder wie ursprünglich „rechtläufig“ zu bewegen. Seine rückläufige Bewegung dauert noch bis in den August. Ende August kommt Saturn zum Stillstand und bewegt sich wieder in gewohnter Bahn. Dann ist seine Oppositionsschleife beendet.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Beobachten und fotografieren

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17.08.2017
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