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Infografik: Astrohighlights im Herbst 2018

31. August 2018, Marcus Schenk

Der Herbst bringt nach dem heißen Sommer Abkühlung und wir freuen uns wieder auf lange sternenklare Nächte. Auch in den Monaten September, Oktober und November hält der Sternenhimmel einige Highlights für uns parat, die wir unbedingt beobachten sollten. 

Die neue astronomische Infografik „Astrohighlights im Herbst 2018“ bietet Ihnen einen schnellen grafischen Überblick. Damit sind Sie auf dem Laufenden und wissen, was am Himmel passiert.

Im weiteren Text erfahren Sie einige Details zu den jeweiligen Ereignissen.

September

1. 9. Alpha Aurigiden

Die Alpha Aurigiden sind ein schneller Meteorstrom mit einer Geschwindigkeit von 65 km/s, der auf den Kometen C/1911 Kiess zurückgeht. Im Maximum am 1. September sind etwa sechs Meteore pro Stunde sichtbar. Der Radiant, also der Ort von dem die Meteore herzukommen scheinen, liegt im Sternbild Fuhrmann unterhalb des Sterns Capella. 

7. 9. Neptun in Opposition

Der ferne Planet Neptun steht am 7. 9. wieder in Opposition zur Sonne. Wer ihn beobachten will, bekommt jetzt die Gelegenheit. Neptun ist ein Gasriese und der äußerste Planet des Sonnensystems; das Licht benötigt vom 4,5 Milliarden Kilometer entfernten Neptun 4 Stunden und 10 Minuten bis zur Erde. Mit dem Fernglas finden Sie Neptun im Sternbild Wassermann auf etwa halber Strecke zwischen den Sternen φ (phi) Aqr und λ (lamda) Aqr. Im Teleskop bei 200-250-facher Vergrößerung erscheint er als grünliches Scheibchen. 

8. 9. Mond trifft Merkur

In den Morgenstunden erleben wir einen goldenen Aufgang von Mond und Merkur. Nur einen Tag vor Neumond erscheint die Mondsichel zerbrechlich zart am Himmel. Darunter finden wir Regulus und knapp über dem Horizont Merkur. Beide Objekte stehen etwa eine Hand breit auseinander.

10. 9. 21P/Giacobini-Zinner

Der Komet  21P/Giacobini-Zinner erreicht seinen geringsten Abstand zur Sonne und zugleich seine größte Helligkeit. Mit vorausgesagten 6,5 mag ist er ein Objekt für jedes Fernglas geworden. Einen Tag nach Neumond bietet sich eine tolle Gelegenheit, den Kometen zu beobachten. 

Anfang des Monats flog er aus Richtung Capella durch das Sternbild Fuhrmann und ist am 10. 9. ungefähr in der Mitte zwischen den Fuhrmannsternen Alnath und θ (Theta) Aur zu finden. 

17. 9. Mond bei Saturn

Schon in der Abenddämmerung sehen wir den Saturn über dem Teekessel des Schützen schweben. Der Planet begleitete uns den ganzen Sommer über und ist inzwischen fast schon zu einem gewohnten Bild geworden. Diesen Abend gesellt sich der Mond dazu.

19. 9. Mond trifft Mars

Zwischen Steinbock und Schütze treffen sich an diesem Abend der Mond und der Planet Mars.

21. 9. Venus im Feuerglanz

Einige Menschen könnten glauben, dass es sich bei dem hellen Scheinwerfer am Horizont um ein Flugzeug handelt. Dabei ist es die Venus, die mit -4,9 mag ein glänzendes Objekt am Himmel ist. Der Genuss ist aber nur von kurzer Dauer: Denn kurz nach 20 Uhr verschwindet sie schon wieder unter dem Horizont. 

21. 9. Y Cap Sternbedeckung durch den Mond

Eine Sternbedeckung kann ein visuell reizvoller Anblick sein, vor allem dann, wenn ein im Teleskop sichtbarer Stern plötzlich wie aus dem Nichts verschwindet. Am 21. 9. um 22:40 bedeckt der Mond mit seinem dunklen Rand den Stern Y Cap.

27. 9. 73 Cet Sternbdeckung durch den Mond

Stern ξ (Xi) im Walfisch wird heute Abend von der hellen Seite des Mondes bedeckt. Um 22:15 Uhr verschwindet der Stern hinter dem Mond und tritt um 23:17 Uhr auf der dunklen Seite wieder aus. 

 

Oktober

9. 10. Draconiden

Die Draconiden sind ein Meteorstrom, der aus dem Sternbild Drache zu stammen scheint. Am 9. Oktober erwartet man die maximalen Fallraten. Eine Vorhersage der zu erwartenden Anzahl der Sternschnuppen gibt aber es leider nicht. Sie können ganz unterschiedlich ausfallen.

Der Radiant liegt in in der Nähe des Sterns Draconis. Der Drache gehört zu einem zirkumpolaren Sternbild, daher liegt der Radiant am Abend in optimal sichtbarer Höhe.

10. 10. Mond trifft Jupiter

Knapp über dem Horizont sehen wir eine nur zu 3% beleuchtete hauchzarte Mondsichel über dem westlichen Horizont. Links daneben: Jupiter. Er beendet bald seine Sichtbarkeits-Periode und zieht sich vom Himmel zurück.

14. 10. Mond trifft Saturn

Das Sternbild des Schützen neigt sich im Oktober schon deutlich zum Horizont. Jetzt merkt man: Der Sommer geht und der Herbst hat längst Einzug gehalten. Doch in der Abenddämmerung erhaschen wir einen letzten sehnsüchtigen Blick auf den vergangenen Sommer. Saturn und Mond treffen sich und gehen im Laufe der Abendstunden gemeinsam im Südwesten unter.

18. 10. Mond trifft Mars

Ein dichtes Treffen von Mond und Mars findet in den Abendstunden am 18. 10. statt. Sie nähern sich auf etwa 3 Grad aneinander an und passieren den Meridian um ca. 20:40 Uhr. 

17. 10. Kleiner Mond

Der Mond umkreist die Erde annähernd in einer Ellipse, daher steht er der Erde mal näher und mal in weiterer Distanz. Heute erreicht der Mond sein Apogäum, also seine erdfernste Distanz von 401.000 Kilometer. Dadurch wirkt er kleiner, als in Erdnähe.

21. 10. Orioniden

Die Orioniden sind ein kleinerer Sternschnuppenstrom mit etwa 20 Meteoren pro Stunde. Der Radiant liegt im Sternbild Orion nahe des Sterns Beteigeuze. Obwohl Sie den ganzen Monat die Sternschnuppen beobachten können, liegt das Maximum zwischen dem 20. und 21. Oktober. Ein Vorteil dieses Jahr: Es ist kurz nach Neumond, wir können also eine besonders dunkle Nacht genießen. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

24. 10. Uranus in Opposition

Uranus ist einer der entferntesten Gasriesen. Im Teleskop erscheint er nur als winziges grünliches Scheibchen, auf dem wir keine Details erkennen. Als Planet können Sie ihn aber dennoch identifizieren. Suchen Sie Uranus mit einer Aufsuchkate auf oder besser noch: mit dem Goto-System Ihres Teleskops. Dann können Sie bei 150-200-facher Vergrößerung das Planetenscheibchen erkennen. 

Der bläuliche Planet leuchtet zwar mit einer Helligkeit von 5,6 mag, ist bei der aktuellen Mondphase aber nur schwer zu finden. Es lohnt sich, ein paar Tage zu warten und den Uranus ohne den störenden Mond aufzusuchen. 

31. 10. Großer Mond

Hatte der Mond am 17. 10 einen besonders kleinen scheinbaren Durchmesser am Himmel, ist es diesen Abend genau umgekehrt. Auf seiner elliptischen Bahn erreicht er seinen erdnahen Punkt. Mit 367.000 Kilometern steht er uns heute rund 34.000 Kilometer näher und kommt auf einen deutlich größeren Durchmesser von 32“.

 

November

6. 11. Mond trifft Venus und Spica

Bei klarem Himmel lohnt es sich, früh aufzustehen. Denn dann erleben wir einen goldenen Morgen mit einem hübschen Treffen von Mond, Venus und Spica. Der Mond zeigt uns eine hauchdünne Mondsichel, die nur zu 2,4% beleuchtet ist. Am nächsten Tag haben wir Neumond und die ganze Nacht bietet sich dann für DeepSky-Beobachtungen an.

11. 11. Mond trifft Saturn

Weil es um diese Jahreszeit schon so früh dunkel wird, erwischen wir noch einmal einen Blick auf Saturn und Mond. Beide stehen eng beieinander in einer Distanz von nur einem Vollmonddurchmesser. 

16. 11. Mond trifft Mars

In einem geringen Abstand sind Mond und Mars am Abend des 16. Novembers zu bewundern. Der Mars hat etwa eine halbe Handbreite Vorsprung und erreicht als erster gegen 18:45 MEZ den Meridian. 

17. 11. Juno in Opposition

Juno ist ein großer Asteroid des Asteroidengürtels mit einem Durchmesser von 257 Kilometern. Jetzt steht er wieder in Opposition zur Sonne und erscheint mit 7,6 mag sehr hell. Damit ist er selbst für Beobachter ein tolles Beobachtungsobjekt, die sonst keine Kleinplaneten beobachten. Trotz der Helligkeit zeigt sich Juno nur als Punkt, von einem Stern nicht zu unterscheiden. Deshalb ist eine Aufsuchkarte und Koordinaten für das Auffinden sinnvoll, zum Beispiel aus aktuellen Zeitschriften oder beim Minor Planet Center. 

17. 11. Leoniden

Am 17. 11. erreichen die Leoniden ihr Maximum. Sie gehören neben den Perseiden zu den berühmtesten Sternschnuppenströmen. Es gab Jahre, in denen fielen diese Meteore wie Regentropfen vom Himmel. Das passiert in der Regel alle 33 Jahre, wenn die Erde mit der Wolke der Leoniden zusammenstößt. 

In normalen Jahren erreicht der Strom im Maximum nicht mehr als 20 Meteore pro Stunde. In diesem Jahr ist die Fallrate etwas niedriger und mit 15 Meteoren pro Stunde angegeben. Die Mondhelligkeit ist in diesem Jahr störend. Doch wenn Sie sich warm eingepackt nach Mitternacht einen guten Beobachtungsort suchen, dann steht der Mond nur noch 12 Grad über dem Horizont und beeinflusst die Beobachtung nicht mehr stark. 

21. 11. 46P/Wirtanen

Der kurzperiodische Komet 46P/Wirtanen – mit nur 5,4 Jahren Umlaufzeit – ist derzeit der aussichtsreiche Kandidat für eine Beobachtung mit dem bloßen Auge. Der 1948 entdeckte Komet wandert derzeit auf die Sonne zu und erreicht am 12. Dezember 2018 sein Perihel zur Sonne. Einige Tage später erreicht er eine sehr geringe Distanz zur Erde von nur 11,6 Millionen Kilometern. 

Schon im November können wir einen Vorgeschmack auf diesen Schweifstern bekommen, denn er könnte eine Helligkeit von 6 bis 7 mag erreichen und somit einfach mit dem Fernglas zu sehen sein. Er wandert in einem relativ kleinen Tagbogen über den Himmel, bleibt also recht nah am Horizont. Ab etwa 20:00 MEZ finden wir ihn rechts vom Fluss des Eridanus und unterhalb des Walfisches. 

23. 11. Mond trifft Aldebaran

Der volle Mond trifft sich am Abend des 23. 11. mit Aldebaran, dem Hauptstern des Sternbilds Stier. Es handelt sich dabei um einen Roten Riesen, der 150-mal heller als die Sonne strahlt. Der Name Aldebaran stammt aus dem Arabischen und bedeutet „der Nachfolgende“, weil er den Plejaden zu folgen scheint. 

30. 11. Venus im Glanz

Venus erreicht ihre größte Helligkeit und strahlt mit -4,7 mag. Die Helligkeit hängt ab von der Kombination ihrer Distanz zur Erde und der aktuellen Phase; jetzt erreicht sie die günstigste Stellung. Venus ist derzeit als Morgenstern zu bewundern und steigt nach 4 Uhr morgens über den Horizont. Bis 6:30 Uhr MEZ hat sie dann etwa 20 Grad über dem Horizont erreicht. 

Viel Freude bei der Beobachtung und clear skies!

PDF hier

Infografik: Astrohighlights im Sommer 2018

3. Juni 2018, Marcus Schenk

Sommer und warme Temperaturen: Jetzt treibt es wieder viele Wintermuffel für einen Blick in die Sterne hinaus. Doch leider wird es auch später dunkler – und wie im Turbogang wenige Stunden später wieder hell. Sie sollten die Zeit der dunklen Stunden also gut nutzen. Denn wenn sich die Sommermilchstraße über den Himmel zieht, gibt es jede Menge zu entdecken.

Die neue astronomische Infografik „Highlights am Sommerhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten Juni bis August am Himmel passiert. Mit dabei: Eine kurze Beschreibung der Ereignisse.

 

Juni
03.06. Mond trifft Mars
Schon jetzt bereitet sich der Mond auf seine große Show im nächsten Monat vor: eine Opposition in extrem geringer Distanz. Doch auch jetzt können wir den Mars schon gut beobachten. In der zweiten Nachthälfte tauchen Mond und Mars über dem Südost-Horizont auf.

16.06. Mond trifft Venus
In der Abenddämmerung ein hübsches Paar: der Mond und die Venus. Beide sind um etwa 22 Uhr dicht über dem westlichen Horizont zu sehen. Die zunehmende Mondsichel ist nur zu 5,8% beleuchtet und schwebt zart vor einem gelbblauen Dämmerungshimmel.

19.06 Vesta in Opposition
Vesta ist einer der größten Asteroiden im Sonnensystem und kommt am 19.06 in seine Opposition. Dann wird Vesta bis zu 5,3 mag hell und kann unter einem sehr dunklen Himmel mit dem bloßen Auge erkannt werden. Diese Opposition ist besonders günstig, denn so hell wie jetzt wird Vesta nur selten. Wo ist der Kleinplanet zu finden? Zum jetzigen Zeitpunkt hält er sich im Schützen auf, etwa 5° entfernt vom Stern μ Sgr (der Stern über dem Teekessel des Schützen). Im Laufe des Monats schlägt er die Richtung des Schlangenträgers ein.

23.06. Mond: Goldener Henkel
Heute ist der Goldene Henkel auf dem Mond zu sehen. Wie ein Henkel aus Licht bricht er die Mondnacht knapp jenseits des Terminators. Während der Krater Sinus Iridum noch in der Dunkelheit liegt, beleuchtet die Sonne schon die umringten Gipfel des Juragebirges. Sichtbar zwischen 16:30 und 20 Uhr.

27.06 Kleiner Vollmond
Der Mond umkreist die Erde nicht exakt in einer Kreisbahn, sondern in einer Ellipse. Das bedeutet: Im Laufe eines Monats erreicht er eine besonders nahe und besonders ferne Position. Mit 403.000 Kilometern Entfernung ist der Mond heute kleiner als sonst und hat einen scheinbaren Durchmesser von ca. 29° am Himmel.

27.06 Saturn in Opposition
Jetzt steht der Gasriese Saturn wieder in Opposition zur Sonne. In der Astronomie ist das ein Anlass zur Freude, denn Saturn steht jetzt genau gegenüber der Sonne. Saturn, Erde und Sonne bilden geometrisch gesehen jetzt eine Linie. Das bedeutet für uns Beobachter: Der Ringplanet ist die ganze Nacht zu sehen. Wenn es dunkel wird, geht er im Osten auf und verschwindet erst wieder bei Tagesbeginn.

28.06. Mond trifft Saturn
Der Mond stattet gerne unseren Planeten den einen oder anderen Besuch ab. Am 28.06. besucht er wieder den Saturn. Solche Begegnungen sind immer ein reizvoller Anblick. Und eine schöne Gelegenheit für ein Stimmungsfoto mit stehender Kamera und Objektiv. Saturn steht derzeit über dem Kopf des Schützen und ist die ganze Nacht zu sehen. Der Mond nähert sich diese Nacht dem Ringplaneten auf etwa 1,9° und zieht am folgenden Tag an ihm vorbei. Eine Nacht später haben sich die beiden schon wieder auf bis zu 9° voneinander entfernt.

Juli

10.07. Mond trifft Aldebaran
In den frühen Morgenstunden gegen 4 Uhr treffen sich die schmale abnehmende Mondsichel und der Stern Aldebaran. Nördlich von London bedeckt der Mond den 3,6mag hellen Stern Hyadum I.

12.07 Pluto in Opposition
Pluto ist ein schwer sichtbarer Zwergplanet, der sich kaum von einem Stern unterscheidet. Zumindest dann, wenn man keine Aufsuchkarte zur Hand hat. Trotzdem lohnt es sich, mit einem größeren Teleskop einen Blick auf diesen Außenposten des Sonnensystems zu werfen. Koordinaten für die Goto-Steuerung: Rekt: 19h25m20s, Dek: -21°49′

16.07. Mond trifft Venus
Eine hell strahlende Venus und eine schmale zunehmende Mondsichel: Diesen hübschen Anblick können Sie heute in der Abenddämmerung beobachten.

21.07. Mond trifft Jupiter
Wenn die Venus im Westen untergeht, dominiert Jupiter als hellster Planet am Himmel die Nacht. Heute leistet ihm der zu 70% beleuchtete Mond Gesellschaft.

27.07. Mars in Opposition
Es ist ein Ereignis der Superlative: Seit dem Jahr 2003 freuen wir uns auf die aufregendste Marsopposition. Mit nur 57 Millionen Kilometern Entfernung kommt Mars der Erde so nah wie nur selten. Jetzt ist die Gelegenheit für erfolgreiche Beobachtungen mit einem Mars in voller Größe und mit etlichen Details. Und das alles dank eines Marsdurchmessers von imposanten 24 Bogensekunden. Erst im Jahr 2035 bietet uns der Planet erneut ein solches Highlight.

27.07. Totale Mondfinsternis
Am gleichen Tag der Marsopposition findet eine „Totale Mondfinsternis“ statt. Wieder ein besonderes Ereignis. Denn: Mondfinsternisse waren in der letzten Zeit nur selten zu sehen. Suchen Sie sich in der Abenddämmerung einen Standort mit sehr guter Horizontsicht, denn den Anfang der Mondfinsternis bekommen wir gar nicht mit. Sobald wir den Mond über dem Horizont erkennen, ist die partielle Phase schon weit fortgeschritten und kurz drauf um 21:30 MESZ beginnt die Totalität. Die Mitte der Finsternis ist um 22:22 MESZ erreicht, das Ende um 23:14 MESZ. Dann sehen wir am linken Mondrand wieder eine Sichel aus Licht auftauchen. Tipp: Unterhalb des Mondes sehen wir übrigens den Mars.

31.07. Mars größte Erdnähe
Die Opposition des Mars ist erst wenige Tage her, doch heute erst kommt der Mars der Erde besonders nahe. Nur 57,6 Millionen Kilometer Entfernung. Das ist fast so nah, wie im Jahr 2003, als der Mars sich uns auf 55 Millionen Kilometer näherte. Astronomisch gesehen ist das kein Unterschied.

Nachtleuchtende Wolken
Jetzt kann man sie sehen: die nachtleuchtenden Wolken. Wenn sich die Sonne im Sommer zwischen 6° und 16° unter dem Horizont befindet, beleuchtet sie manchmal noch extrem dünne Einkristallwolken in etwa 80 Kilometer Höhe. Diese Wolken stehen sogar so hoch, dass sie sich in der Mesosphäre unserer Atmosphäre aufhalten. Bei uns ist es dann längst Nacht, nur diese Wolken erhaschen ein wenig Sonnenlicht und wir sehen bläulich weiße Wolken leuchten, die bei Tageslicht unsichtbar sind.

August

03.08. Mond trifft Uranus
Der Uranus ist ein Gasriese und doch erscheint er im Teleskop winzig. Kein Wunder, denn er ist einer der beiden entferntesten Planeten des Sonnensystems. Details erkennen wir im Teleskop nicht. Dennoch ist es faszinierend das Planetenscheibchen zu erkennen – bei einer Vergrößerung zwischen 150- bis 200-fach. Am 03. August hält sich der Mond ganz in der Nähe auf.

August: Komet 21P/Giacobini-Zinner
Dieser Komet wurde im Jahr 1900 erstmals von Giacobini beobachtet und durch Zinner im Jahr 2013 erneut entdeckt. Anhand der Daten bestimmte man die Umlaufperiode dieses Kometen auf 6.5 Jahre. Demnach ist er ein kurzperiodischer Komet. Im Jahr 2018 ist er wieder zu sehen, mit einer gut sichtbaren Position am nördlichen Sternenhimmel. Er ist auch schon im Juni und Juli zu sehen. Doch im August steht 21P/Giacobini-Zinner kurz vor seinem sonnennächsten Punkt und erreicht eine interessante Helligkeit von schätzungsweise 7,8mag. Im August wandert er nördlich an der Cassiopeia vorbei, durch die Giraffe in Richtung Fuhrmann.

12./13.08 Perseiden
Jedes Jahr freuen wir uns auf die schönsten Sternschuppen des Jahres: die Perseiden. In den Morgenstunden des 12. August erreicht der Meteorstrom sein Maximum. Es regnen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, die mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von ca. 216.000 km/h durch unsere Atmosphäre donnern. Das Maximum findet zwischen 22:00 Uhr und 4:00 Uhr statt.
Wurden die Sternschnuppen letztes Jahr noch vom Mond beeinträchtigt, liegt die Sache dieses Jahr völlig anders. Einen Tag nach Neumond stört nichts Ihre Beobachtung. Freuen Sie sich also auf fantastische Bedingungen. Diesen Meteorstrom verdanken wir dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne einen Teil seiner Masse verlor. Immer wenn die Erde im August die Bahn des Ursprungskometen kreuzt, schießen die Perseiden bei uns über den Himmel.

14./15.08 Mond trifft Halbvenus
In der Abenddämmerung erleben wir eine der schönsten Konjunktionen von Venus und Mond. Die junge Mondsichel leuchtet über dem westlichen Horizont, etwa 4° darunter die Venus. Am 15. August erreicht der Nachbarplanet seine Halbphase: die Dichotomie. Das Scheibchen erscheint jetzt in einer Größe von 24″.

17.08. Venus größte östliche Elongation
Mit 46° Winkelabstand zur Sonne erreicht die Venus normalerweise eine gute Sichtbarkeit am Abendhimmel. Da sie derzeit aber tief am Himmel steht und ihre Bahn sie nach Süden führt, geht sie jetzt auch kurz nach der Sonne unter. Sie wandert tief unterhalb des Äquators von der Jungfrau in das Sternbild Waage.

23.08. Mond trifft Mars
In dieser Nacht steht der Mond nur in einer Entfernung von 6° zum Roten Planeten.

26.08. Merkur größte westliche Elongation
Merkur erreicht heute seinen größten westlichen Abstand zur Sonne. Allerdings befindet er sich in seiner sonnennahen Umlaufbahn um die Sonne. Daher fällt seine Morgensichtbarkeit nur dürftig aus. Ab etwa 5:00 MESZ kann man ihn über dem Osthorizont auffinden.

PDF hier.

Infografik: Astrohighlights im Frühjahr 2018

27. Februar 2018, Marcus Schenk

Wenn die Temperaturen milder werden, treibt es wieder viele Beobachter regelmäßig hinaus. Im Frühling zeigt uns der Himmel ein ganz anderes Gesicht. Doch was gibt es alles zu beobachten? Was lohnt sich?

Der Himmelskalender für die nächsten drei Monate: Die neue astronomische Infografik „Highlights am Frühlingshimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten März bis Mai am Himmel passiert.

Infografik Frühjahr 2018 Universe2go Omegon

März

05.03. Venus trifft Merkur
Venus begrüßt uns diesen Monat wieder als Abendstern. Während der Dämmerung finden wir sie tief am westlichen Horizont. Doch in den ersten Märztagen fällt auch ein anderes Gestirn auf: Merkur. Der flinke Planet leistet Venus Gesellschaft. Für uns eine Gelegenheit die beiden innersten Planeten zu bestaunen.

11.03. Mond trifft Saturn
Die meisten Beobachter nutzen gerne die Abendstunden für einen Blick in den Himmel. Doch wer sich diesen Monat nicht früh aus dem Bett bewegt, verpasst eine besondere Show. Die drei Planeten Saturn, Mars und Jupiter glänzen am Morgenhimmel. Am 11. März begegnet der Mond unserem Ringplaneten. Er schleicht sich auf etwa 1,5° Distanz heran. Dank seiner abnehmenden Sichel bietet sich dem Beobachter ein fantastischer Anblick.

11.03 Mond in Erdferne
Der Mond umkreist die Erde nicht exakt in einer Kreisbahn, sondern in einer Ellipse. Das bedeutet: Im Laufe eines Monats erreicht er eine besonders nahe und besonders ferne Position. Mit 403.000 Kilometern Entfernung ist der Mond heute kleiner als sonst und hat einen scheinbaren Durchmesser von ca. 29° am Himmel.

15.03. Merkur: Größte östliche Elongation
Merkur ist der schnellste Planet in unserem Sonnensystem. Da er sich immer in der Nähe der Sonne aufhält, erhalten wir nicht oft die Möglichkeit, ihn ausgiebig zu beobachten. Am 15. erreicht er mit 18,4° seinen größten Winkelabstand zur Erde. Zwischen 18:45 und 19:30 Uhr können wir ihn in angenehmer Höhe über dem Horizont erwischen.

18.03. Treffen von Mond, Merkur und Venus
Merkur und Venus sind dieser Tage auffällige Gestirne am Abendhimmel. Am 18. März gesellt sich die extrem zarte und nur zu 1,6% beleuchtete Mondsichel dazu. Optimale Gelegenheit für eine Stimmungsaufnahme in der Dämmerung.

26.03. Mond in Erdnähe
War der Mond am 11. März in Erdferne, erreicht er heute seine geringste Distanz zur Erde. Mit einer Entfernung von 366.000 Kilometern erscheint er auch etwas größer.

29.03. Venus trifft Uranus
Venus und Uranus in nur einem Gesichtsfeld? Das haben wahrscheinlich die Wenigsten schon einmal ausprobiert. Aber es geht tatsächlich – und zwar am 29. März. Dann stehen die beiden Planeten nur 42 Bogenminuten auseinander. Dicht genug, um sie in einem 2″ Weitwinkelokular gemeinsam zu beobachten.

 

April
02.04. Mars trifft Saturn
Der Mars ist die Prominenz des Jahres 2018. Er bereitet sich langsam auf seine große Show vor: seine Opposition im Juni. Mittlerweile ist er so hell wie die hellsten Sterne am Himmel. Wir finden ihn links oberhalb des Teekessels im Sternbild Schütze. Anfang des Monats trifft sich der Rote Planet mit dem Saturn. Beide stehen am 2. April in etwa 1° Distanz.

03.04. Mond trifft Jupiter
Jupiter macht mit seiner Helligkeit von -2,39 mag der Venus Konkurrenz. Auch wenn er ihren Glanz nicht ganz erreicht, ist Jupiter eines der auffälligsten Objekte am Himmel. Am 3. April gesellt sich der Mond in 5° Abstand dazu.

16.04. Mars trifft Albaldah
Es ist immer schön, zwei helle Objekte direkt nebeneinander zu beobachten. Am Nachthimmel fallen solche Konstellationen auf, weil sie besonders ungewöhnlich sind. Am 16. April stehen Mars und der Stern Albaldah im Mittelpunkt.

Gelegentlich kann dieser Stern durch einen Planeten bedeckt werden, da er der Ekliptik sehr nahe steht. Am 17. Februar 2035 um 16:32 MEZ ist das wieder soweit: Venus bedeckt Albaldah. Aus Mitteleuropa ist es jedoch nicht zu verfolgen, da sich die Venus zu dem Zeitpunkt unter dem Horizont befindet.

22.04 Sternschnuppen Lyriden
Die Lyriden sind ein Meteorstrom, der es im Maximum am 21.4 nur auf 10 bis 20 Meteore pro Stunde bringt. Doch während der optimalen Beobachtungszeit zwischen 22:00 Uhr und 4:00 morgens, beobachten wir sie ungestört vom Mond. Der Radiant, also der Ausstrahlpunkt des Stromes, liegt im Sternbild Leier.

24.04. Mond trifft Regulus
Heute zieht der Mond am Stern Regulus vorbei. Wir können diese Nacht beobachten, wie sich der Mond annähert und sich danach wieder vom Hauptstern des Löwen entfernt. Um 21:00 Uhr trennen Regulus und Mond noch 42 Bogenminuten. Um 23:00 Uhr nähern sie sich bis auf 14 Bogenminuten an, während eine Stunde später die Distanz wieder 27 Bogenminuten beträgt.

29.04. Merkur: Größte westliche Elongation
Der Merkur ist schnell und saust in nur 88 Tagen um die Sonne. Mitte März stand er in größter östlicher Elongation zur Sonne, das bescherte uns eine gute Abendsichtbarkeit. Ende April erreicht er seine größte westliche Elongation. In solchen Fällen ist Merkur am Morgenhimmel zu sehen. Aufgrund der flachen Eklipik bleibt Merkur in der Nähe der Sonne und ist in der Morgendämmerung nicht zu sehen.

 

Mai
02.05. Venus trifft Aldebaran
Tief über dem Westhorizont leuchten in der Dämmerung zwei helle Objekte: Venus und Aldebaran. Der rote Riese strahlt 150-mal so hell wie die Sonne. Mit 67 Lichtjahren Entfernung erreicht er aber von der Erde aus gesehen nur eine scheinbare Helligkeit von 0,85 mag. Trotzdem ist er einer der hellsten Sterne am Himmel. Zusammen mit Venus bietet er diese Tage einen schönen Anblick.

05./06.05 Sternschnuppen Eta-Aquariden
In der zweiten Nachthälfte sehen wir wieder einen Sternschuppen-Strom. Die Eta-Aquariden scheinen aus dem Sternbild Wassermann zu stammen und ziehen lange, helle Spuren über den Sternenhimmel. Allerdings geht der Wassermann erst gegen 3 Uhr auf und zieht in Mitteleuropa nur knapp über den Horizont. Trotzdem können wir einige helle Meteore erwischen. Die durchschnittlichen Fallraten liegen zwischen 20 und 60 pro Stunde.

06.05. Mond trifft Mars
Ebenfalls etwas für den Morgenhimmel ist eine enge Begegnung zwischen Mond und Mars. In dieser Nacht trennt die beiden eine Distanz von 3°. Zuerst taucht gegen 1:30 Uhr der zu 69% beleuchtete Mond über dem Südosthorizont auf. Zum gleichen Zeitpunkt ist rechter Hand oberhalb schon der Planet Saturn zu sehen. Etwa eine halbe Stunde später, um 2:00 Uhr, folgt dem Mond der Rote Planet. Bis zum Sonnenaufgang stehen sie fast exakt im Süden. Ein wunderschöner Anblick: Das Sternbild Schütze umrahmt von drei Himmelskörpern des Sonnensystems.

09.05. Jupiter in Opposition
Wenn es Abend wird, lugt der größte aller Planeten über den Horizont. Jupiter steht heute in der Opposition zur Sonne. Die Erde steht exakt zwischen Jupiter und Sonne. Der Gasriese ist jetzt die ganze Nacht zu sehen, erreicht seine maximale Helligkeit und erscheint besonders groß. Eine optimale Chance, um ihn mit einem Fernglas oder einem Teleskop zu bewundern. Kurz nach 1:00 Uhr erreicht Jupiter seine höchste Stellung und kreuzt den Meridian. Der ohnehin niedrig stehende Planet ist jetzt am besten zu beobachten.

17.05. Mond trifft Venus
Eine zarte Mondsichel und eine strahlende Venus in der Abenddämmerung: Dieses schöne Ereignis können Sie am 17. Mai beobachten. Der Mond bewegt sich heute in nur 5° Entfernung an der Schwester der Erde vorbei.

25.05. Mond: Goldener Henkel
Astronomie am frühen Abend! Heute ist der Goldene Henkel auf dem Mond zu sehen. Wie ein Henkel aus Licht bricht er die Mondnacht knapp jenseits des Terminators. Während der Krater Sinus Iridum noch in der Dunkelheit liegt, beleuchtet die Sonne schon die umringten Gipfel des Juragebirges. Sichtbar zwischen 16:30 und 20 Uhr.

27.05. Mond trifft Jupiter
An diesem Abend gesellt sich der Mond zum Jupiter. Er nähert sich bis 21:30 Uhr auf etwas mehr als 2,5°. Eine Treffen zweier Leuchtfeuer: denn derzeit sind Mond und Jupiter die hellsten Gestirne am Himmel.

 

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Infografik: Astrohighlights im Winter 2017/18

1. Dezember 2017, Marcus Schenk

Der neue Himmelkalender für die nächsten drei Monate im schnellen grafischen Überblick. Die astronomische Infografik „Highlights am Winterhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was am Himmel passiert. Im weiteren Text erfahren Sie Details zu den einzelnen Ereignissen.

08.12. Mond bedeckt Regulus
Anfang Dezember bedeckt der abnehmende Mond den hellen Stern Regulus im Sternbild Löwe. Es ist ein auffälliges Ereignis, weil Regulus mit 1,3mag zu den hellsten Sternen am Himmel zählt. Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop reichen schon aus, um das Ereignis zu verfolgen. Allerdings: Sie brauchen eine gute Sicht zum nordöstlichen Horizont. Am besten Sie beobachten auf einer weiten freien Fläche oder einer Anhöhe. Wichtig ist nur, dass keine Häuser oder ein Wald Ihnen die Sicht versperrt.

13.12. Mond trifft Mars
Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes gesellt sich vor Sonnenaufgang zum Mars. Er steht heute in etwa 6 Grad Entfernung. Doch es gibt noch mehr zu entdecken: Mit dem Stern Spica bilden die beiden Himmelskörper ein Dreieck. Etwas weiter unterhalb am Horizont, entdecken Sie auch den Jupiter. Fast sieht es so aus, als ob alle Himmelskörper eine Art Pfeil bilden, der zum Horizont weist.

14.12 Geminiden
Wenn der Himmel am Abend klar ist, blicken Sie am besten in Richtung Süden. Denn die Sternschnuppen »Geminiden« kommen scheinbar aus dem Sternbild der Zwillinge. Genauer gesagt: Aus einem Punkt zwei Grad über dem Stern Pollux. Zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr ist die beste Zeit für die Beobachtung. Die Geminiden gehören mit 120 Meteoren pro Stunden zu den Sternschnuppen mit den höchsten Fallraten. Allerdings trübt der Vollmond dieses Jahr die Sicht. Trotzdem: Das Ereignis sollten Sie nicht verpassen.

21.12. Wintersonnenwende
Jedes Jahr am 21. oder 22. Dezember erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht. Am 21. Dezember beginnt der Winter und die Sonne geht schon 16:21 Uhr unter. Die Nacht dauert etwa 12 Stunden. Ein Traum für jeden Hobbyastronomen, der mal so richtig lang am Stück beobachten will.

31.12. Mond bedeckt Aldebaran
Kurz vor Sylvester, in der Nacht vom 30. auf den 31.12, bedeckt der Mond den Stern Aldebaran. Er ist der Hauptstern des Stiers und gehört zu den hellsten Sternen am Himmel. Das ist ein Vorteil, denn eine Bedeckung von hellen Sternen ist faszinierend. Wir haben zwar fast Vollmond, trotzdem nähert sich der Mond Aldebaran von seiner dunklen und interessanten Seite. Aldebaran verschwindet gegen 2:25 Uhr und taucht 30 Minuten später wieder an der gegenüberliegenden Mondseite auf.

01.01. Merkur in größter westlicher Elongation
Der Merkur kreist so schnell und so dicht um die Sonne, dass wir ihn nicht zu jeder Zeit beobachten können. Doch jetzt steht Merkur wieder in einem größeren Winkelabstand zur Sonne von 22°. Am Morgenhimmel taucht der seltene Gast um etwa 6:30 Uhr in südöstlicher Richtung auf. Bald jedoch folgt die Dämmerung und er verblasst immer mehr im beginnenden Tag. Zum Glück ist Merkur relativ hell, so dass er sich bis etwa 7:30 Uhr zeigt. Falls es am Neujahrstag bewölkt sein sollte, können Sie den Merkur noch bis 10. Januar beobachten.

03.01. Quadrantiden
Die nächsten Sternschnuppen sind auf dem Weg zu uns: die Quadrantiden. Der Meteorstrom stammt aus dem Sternbild Bootes. Die Sternschnuppen regnen im Maximum mit einer Zahl von 120 pro Stunde über den Himmel. Wenn Sie in den Morgenstunden des 2. und 3. Januars beobachten, haben Sie die größte Chance auf eine erfolgreiche Beobachtung.

07.01. Mars trifft Jupiter
Am Morgen des 7. Januars begegnen sich zwei Nachbarn: Mars und Jupiter. Mitten im Sternbild Waage leuchten beide sehr hell in einem Abstand von nur 12 Bogenminuten. Das ist nur etwas mehr als ein Drittel des Monddurchmessers. Sie können beide Planeten an diesem Tag gemeinsam mit Ihrem Teleskop im gleichen Gesichtsfeld beobachten.

11.01. Treffen von Mond, Mars und Jupiter
Einige Tage später in der gleichen Region: Mars und Jupiter entfernen sich wieder voneinander. Jedoch kommt an diesem Morgen der Mond mit ins Spiel. Sie schmale Sichel strahlt gut drei Grad oberhalb der Planeten. Auch wenn Sie sich an diesem Morgen warm anziehen müssen, bringt dieser wundervolle Anblick sicher jedes Eis zum Schmelzen.

13.01. Merkur trifft Saturn
Der Merkur gibt uns eine letzte Chance, bevor er die Bühne verlässt und aus dem Rampenlicht tritt. Doch heute Morgen lässt er sich zusammen mit Saturn blicken. Kurz vor Sonnenaufgang tauchen die beiden Gesellen über den Horizont in südöstlicher Richtung auf.

31.01. Ceres in Opposition
Ceres ist einer der bekanntesten aber kleinsten Zwergplaneten des Sonnensystems mit 963 Kilometern Durchmesser. Er umkreist im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne etwa alle 5 Jahre einmal. Am 31. Januar kommt er in die Opposition zur Sonne und Sie können Ihn in seiner größten Helligkeit beobachten. Mit hellen 6,9 Größenklassen bewegt er sich vom Kopf des Löwen zwischen den Sternbildern Luchs und Krebs hindurch. Sie können ihn mit einem Teleskop oder sogar mit einem Großfernglas finden.

01.02. Mond trifft Regulus/Mars trifft Acrab
Wenn Sie gerne in den Morgenstunden beobachten, dann gibt es in dieser Nacht ein interessantes Ereignis. Ab etwa 4 Uhr tauchen die Scheren des Skorpions über dem Südost-Horizont auf. Doch da gibt es natürlich noch etwas: Mars. Der Rote Planet zieht in nur 18“ Entfernung am linken Stern Acrab vorbei.

Und am kommenden Abend zieht der Mond nur in 7 Bogenminuten Entfernung am Regulus vorbei, dem Hauptstern des Sternbildes Löwe. Die Zeit für die Begegnung liegt günstig: Um 19 Uhr erreicht der Mond die geringste Distanz.

08.02. Mond bedeckt γ Lib
Diese Bedeckung werden vermutlich nicht so viele Beobachter verfolgen, denn sie findet am Morgenhimmel statt. Dann, wenn die meisten im warmen Bett liegen. Das macht aber die Bedeckung des Sterns γ Lib durch den Mond im Sternbilde Waage zu einem selten beobachteten Ereignis. Der Mond ist zu 45% beleuchtet und nähert sich dem Stern von seiner „hellen“ Seite. Um 4:20 verschwindet der Stern hinter dem Mond und um 5:30 Uhr taucht er auf der unbeleuchteten Seite wieder auf.

11.02 Mond trifft Saturn
Der Mond stattet gerne unseren Planeten den einen oder anderen Besuch ab. Am 11. Februar besucht er wieder den Saturn. Solche Begegnungen sind immer ein reizvoller Anblick. Und eine schöne Gelegenheit für ein Stimmungsfoto mit stehender Kamera und Objektiv. Der Mond steht etwa 3,5° höher am Himmel, deshalb werden Sie ihn als erstes entdecken. Gegen 5 Uhr schielt dann der Saturn über den Horizont. Es ist eigentlich nicht die beste Zeit für den Ringplaneten. In den kommenden Monaten geht er erst in der zweiten Nachhälfte auf. Erst wenn der Frühsommer naht, rücken seine Aufgänge in eine angenehmere Zeit. Im Juni kommt er dann in Opposition zur Sonne.

21.02. Mond bedeckt μ Cet
Eine Bedeckung am Abendhimmel: Und das noch vor der Tagesschau! Um 18:20 bedeckt der Mond den Stern μ Cet im Sternbild Walfisch. Nach gut einer Stunde, um 19:17 Uhr, taucht der Stern wieder auf der anderen Seite auf. Diesmal nähert sich der Mond von seiner unbeleuchteten Seite. Wenn Sie den Stern beobachten, verschwindet er so plötzlich, als würde ihn jemand einfach ausknipsen.

23.02. Mond bedeckt Aldebaran
Ein Highlight ist die Bedeckung des Aldebarans. Wie im letzten Dezember sollten Sie dieses Ereignis nicht verpassen, denn solche Bedeckungen sind höchst selten. Es ist die letzte Aldebaran-Bedeckung für viele Jahre.

Der Mond nähert sich von seiner unbeleuchteten Seite. Für viele Beobachter ist es eine Überraschung, wenn der Stern plötzlich verschwindet, obwohl man das Verschwinden ja schon erwartet. Los gehts um 17:50 Uhr: Aldebaran verschwindet und taucht gegen 18:50 Uhr wieder auf, also gut eine Stunde später. Interessant für Amateure ist es, die Sternbedeckung zeitlich genau zu verfolgen, den Beginn und das Ende der Bedeckung festzustellen. Das geht zum Beispiel mit den empfindlichen Touptek-Kameras und der Software SharpCap 2.7, mit der Sie ein genaues Zeitsignal einblenden können.

Viel Freude beim Beobachten und clear skies wünscht Ihnen das Team von Astroshop.de

PDF hier

 

Infografik: Das passiert im Herbst 2017 am Himmel

8. September 2017, Marcus Schenk

Der neue Himmelskalender für die nächsten drei Monate im schnellen grafischen Überblick: Die astronomische Infografik „Highlights am Herbsthimmel 2017“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was am Himmel passiert.

September

12.9. Merkur am Morgenhimmel sichtbar
Der Merkur zeigt jetzt seinen größten westlichen Winkelabstand (17°) von der Sonne. Obwohl Merkur nicht den maximal möglichen Winkel erreicht, sehen wir ihn gut am Morgenhimmel. Ab dem 12. September entdecken Sie den innersten Planeten ab ca. 5:30 MESZ im Osten aufgehen. Begleitet wird er von der hellen Venus und dem noch tiefer stehenden Mars.

17.9. Mars trifft Merkur
Wieder ein Ereignis am Morgenhimmel: Mars trifft sich mit dem Merkur kurz vor Sonnenaufgang. Die beiden Planeten stehen nur 18 Bogensekunden voneinander entfernt. Weiter oben entdecken Sie die Venus.

18.9 Treffen von Mond, Venus, Mars und Merkur
Am Tag darauf gesellt sich die extrem dünne Mondsichel dazu. Sie sehen also vom Horizont kommend Merkur, Mars, den Mond und die helle Venus.

22.9 Mond trifft Jupiter
Nur 6% beleuchtet ist die zunehmende Mondsichel noch sehr jung. Nach 19 Uhr in der der Abendämmerung: Am westlichen Horizont sehen Sie den Mond und etwa 3° weiter unten den Jupiter.

30.9 Goldener Henkel auf dem Mond
Am letzten Septembertag ist er wieder zu sehen: der Goldene Henkel auf dem Mond. Wie ein Henkel aus Licht bricht er die Mondnacht knapp jenseits des Terminators. Wir blicken auf das Mare Imbrium in die Region des Karters Sinus Iridum und des hohen Juragebirges. Die Sonne geht hier an der Licht/Schatten-Grenze auf. Doch während der Krater noch im dunkeln liegt, taucht die Sonne die kreisförmig angeordneten Berggipfel der Juraberge in Sonnenlicht. Ein goldener Ring in der Dunkelheit. Zu sehen zwischen 17:00 und 1:00 Uhr. Wer diese Gelegenheit verpasst: Am 28. November gibt es die nächste Chance.

Oktober

4.10. Sternbedeckung x Aqr
Wer Lust auf eine Sternbedeckung hat, kommt diese Nacht auf seine Kosten. In dieser Nacht bedeckt der 95% beleuchtete Mond den Stern x Aqr im Sternbild Wassermann. Unter einem guten Himmel ist der Stern normalerweise mit dem bloßen Auge zu sehen. In der heutigen Nacht wird ihn nur ein Fernglas oder Teleskop zeigen, denn der Mond steht ja in unmittelbarer Nähe.

Um 0:26 Uhr ist es dann so weit: Der Stern wird von der schmalen noch dunklen Mondseite bedeckt. Vor allem der Eintritt ist hier interessant. Um 1:38 Uhr taucht der Stern wieder auf der anderen Mondseite auf.

5.10. Mars trifft Venus
Die Göttin der Liebe und der Kriegsgott treffen sich zu einem frühen Intermezzo. Wenn Sie ab 5:20 Uhr nach Osten blicken, sehen Sie Venus und Mars ganz dicht zusammenstehend über dem Horizont aufgehen. Heute früh trennt sie nur eine Distanz von 20 Bogensekunden.

8.10. Draconiden Sternschnuppen
Die Draconiden sind ein Meteorstrom, der aus dem Sternbild Drache zu stammen scheint. Am 8. Oktober erwartet man die maximalen Fallraten. Den Ort, aus dem die Meteore am Himmel herzukommen scheinen, nennt man Radiant. Er liegt in in der Nähe des Sterns Draconis. Der Drache gehört zu einem zirkumpolaren Sternbild, daher liegt der Radiant am Abend in gut sichtbarer Höhe. Eine Vorhersage der zu erwartenden Anzahl der Sternschnuppen gibt es leider nicht. Sie können ganz unterschiedlich ausfallen.

17.10 Treffen von Mond, Mars und Venus
Lohnend für Frühaufsteher: der Anblick einer schönen Planetenstellung. Knapp über dem Osthorizont strahlt die helle Venus. Drüber der Mars und die zarte und nur zu 7% beleuchtete Mondsichel.

19.10. Uranus in Opposition
Uranus ist einer der entferntesten Gasriesen. Im Teleskop erscheint er nur als winziges grünliches Scheibchen, auf dem wir keine Details erkennen. Als Planet können Sie ihn aber dennoch identifizieren. Suchen Sie Uranus mit einer Ausuchkate auf oder besser noch: mit dem Goto-System ihres Teleskops. Dann können Sie bei 150-200-facher Vergrößerung das Planetenscheibchen erkennen.

21.10 Orioniden
Die Orioniden ist ein kleinerer Sternschnuppenstrom mit etwa 20 Meteoren pro Stunde. Der Radiant liegt im Sternbild Orion nahe des Sterns Beteigeuze. Obwohl Sie den ganzen Monat die Sternschnuppen beobachten können, liegt das Maximum zwischen dem 20. und 21. Oktober. Ein Vorteil dieses Jahr: Es ist kurz nach Neumond, wir können also eine besonders dunkle Nacht genießen. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

24.10. Mond trifft Saturn
Diesmal gibt es am Abendhimmel eine interessante und reizvolle Konstellation zwischen der zunehmenden Mondsichel und dem Planet Saturn. Der Ringplanet verschwindet langsam vom Himmel und ist nur noch in der ersten Zeit nach Sonnenuntergang zu sehen.

27.10. Komet C/2017 O1
Schon seit einer Weile ist der Komet C/2017 O1 am Himmel zu sehen. Aber was ist daran besonders? Es ist einer der wenigen Kometen, die relativ hell sind und womöglich eine Helligkeit von unter 8 Magnituden erreicht. Damit ist dieser Komet nicht nur für Spezialisten, sondern auch von anderen Himmelsbeobachten leicht auffindbar. Sogar im Fernglas! Dazu kommt: Der Komet ist zirkumpolar und bewegt sich langsam in die Richtung der Polregion.

Aktuelle Daten und Aufsuchkarten gibt es besipielsweise bei Heavens-Above.

30.10. Iris in Opposition
Wer noch nie einen Asteroiden gesehen hat oder wem die Asteroiden bisher immer zu schwach waren, der hat jetzt eine hervorragende Gelegenheit. Der Asteroid Iris kommt in die Opposition zur Sonne. Dabei steigert er seine Helligkeit bis auf 6,8mag. So hell ist kaum ein anderer Asteroid. So wird er zum hellen und einfachen Objekt, selbst für Gelegenheitsbeobachter.

Eine Aufsuchkarte gibt es bei Heavens-Above.

November

5.11. Bedeckung der Hyaden
Ein Highlight: In der Nacht vom 5. auf den 6. November bedeckt der Mond den Sternhaufen der Hyaden. Das Besondere ist, dass nicht nur ein, sondern gleich drei Sterne vom Mond bedeckt werden. Los geht es um 19:49 mit dem Stern Hydum I, um 23:48 folgt der Stern Tau 75. Den krönenden Abschluss bildet Aldebaran, der Hauptstern des Stiers, der um 3:54 hinter dem Mond verschwindet.

13.11. Venus trifft Jupiter
Venus und Jupiter bieten am 13. November einen reizvollen Blick mit dem bloßen Auge oder dem Fernglas. Ab 6:30 Uhr tauchen sie über dem Horizont auf und sind gute 45 Minunten lang hervorragend zu sehen. An diesem Morgen trennt sie nur eine Distanz von 15 Bogenminuten.

15.11. Mond trifft Mars
Ab etwa 5 Uhr morgens bietet sich eine hübschs Treffen und Mars und Mond. Die nur zu 10% beluchtete Mondsichel zeigt sich fast liegend. Rechts daneben der derzeit sehr kleine aber recht helle Mars.

17.11. Treffen von Mond, Venus und Jupiter
Und schon bietet sich ein nächstes Treffen von Mond und Planeten während der Morgenstunde. Kurz vor Sieben entdecken Sie südöstlich Venus, Jupiter und die extra schmale und nur zu 1,5% beleuchtete Mondsichel. Wäre es nicht eine Idee Ihre Kamera aufzustellen und ein schönes Stimmungsfoto aufzunehmen. Über solch ein Foto würden sich garantiert viele freuen.

17.11 Leoniden
Am gleichen Tag erreichen die Leoniden ihr Maximum. Der Meteorstrom gehört neben den Perseiden zu den Berühmtesten. Es gab Jahre, in denen fielen diese Sternschnuppen wie Regentropfen vom Himmel. Das passiert in der Regel alle 33 Jahre, wenn die Erde mit der Wolke der Leoniden zusammenstößt. In normalen Jahren erreicht der Stom im Maximum nicht mehr als 20 Meteore pro Stunde. In diesem Jahr sogar eher noch weniger – genaugenommen nur 10. Aber der Vorteil: Einen Tag vor Neumond genießen wir die ganze Nacht einen dunklen Himmel. Setzen Sie sich warm eingepackt nach Mitternacht an einen guten Beobachtungsort. Dann könnten Sie sogar einige helle Leoniden sichten.

24.11. Merkur
Merkur erreicht an diesem Tag seinen größten östlichen Abstand zur Sonne von 22°. Damit können Sie Merkur am Abendhimmel auffinden. Allerings bewegt er sich in der Dämmerung hart am Horizont. Um Merkur zu finden sollten Sie an einem Beobachtungsort mit hervorragender Horizontsicht stehen. Außerdem muss der Horizont frei von Dunst und Wolkenschichten sein. Nehmen Sie zum Aufsuchen in jedem Fall ein Fernglas zur Hand.

28.11. Goldener Henkel
Heute gibt es eine neue Chance den Goldenen Henkel auf dem Mond zu beobachten. Eine Beschreibung finden Sie weiter oben im Text. Oder eine genaue Beschreibung in diesem Blogartikel. Los geht es um 19:00 Uhr und endet um 2:00 Uhr.

Wir wünschen Ihnen einen astronomisch beobachtungsreichen Herbst.

Neue Infografik als „Astronomy Picture of the Day“

6. Juni 2017, Marcus Schenk

Jeden Tag ein astronomisches Bild! Unter dem Namen: „Astronomy Picture of the Day“ publiziert die NASA jeden Tag ein erstaunliches oder schönes astronomisches Bild. Hier sieht man wundervolle Bilder von Amateuren und neueste Aufnahmen aus der Forschung von Profiteleskopen und Raumsonden. Unter dem Bild findet man eine Erklärung, die von einem Profiastronom verfasst wurde.

Es freut uns besonders, dass unsere aktuelle Infografik „Astrohighligts im Sommer 2017“ am Montag, den 5.6.2017 als „Astronomy Picture of the Day“ ausgewählt wurde.

Das Bild und den Text finden Sie unter diesem Link:
https://apod.nasa.gov/apod/ap170605.html

Die neue Infografik Sommer 2017 bei "Astronomy Picture of the Day"

Die neue Infografik Sommer 2017 bei „Astronomy Picture of the Day“

 

Auch interessant: Der Blogbeitrag „Infografik: Highlights am Sommerhimmel 2017 Juni bis August

Infografik: Highlights am Sommerhimmel 2017 Juni bis August

2. Juni 2017, Marcus Schenk

Himmelskalender für die nächsten drei Monate: Die neue astronomische Infografik „Highlights am Sommerhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten Juni bis August am Himmel passiert.

u2g-infografik-himmelsfahrplan-sommer-de-webJuni
3.6. Venus größte westliche Elongation
Wer in diesen Tagen früh aufsteht, wird sie entdecken: die Venus. Sie ist nach dem Mond das hellste Objekt am Himmel. Heute erreicht sie ihren größten westlichen Winkelabstand von der Sonne von 46°. Im Fernrohr zeigt sie uns eine halb beleuchtete Scheibe.

5.6. Schattenspiele auf Jupiter
Jupiter stand im April in Opposition zur Sonne. Doch auch jetzt ist er noch gut zu sehen und erreicht 40″ Scheibchendurchmesser. Ab 22:40 Uhr beginnt ein doppeltes Schattenspiel auf Jupiter. Die beiden großen Monde Europa und Io schieben sich am frühen Abend vor den Planeten. Ab 22:40 Uhr wandert der Schatten von Io über die Gaskugel. Ab 22:53 Uhr kommt ein weiterer Schatten von Europa hinzu. Um 0:45 Uhr verlässt der Schatten von Io den Jupiter und Europas Schatten folgt um 1:10 Uhr. Eine schöne Gelegenheit für Fotos!

5.6. Komet C/2015 V2 Johnson
Dieser Komet ist seit kurzer Zeit ein Highlight für Amateurastronomen. C/2015 V2 Johnson wurde am 3.11.2015 entdeckt und steht derzeit im Sternbild Bootes in unmittelbarer Nähe vom Stern Arktur. Mit einer Helligkeit von unter 7 mag und einer zirkumpolaren Lage, ist er ein Paradeobjekt und die ganze Nacht zu sehen. Also Teleskope raus und den Kometen suchen. Es lohnt sich!
Aktuelle Koordinaten für die Suche finden Sie auf dieser Webseite: https://theskylive.com/c2015v2-info

9.6 Kleiner Mond
Einen besonders kleinen Mond können wir diese Nacht sehen. Der Mond hält sich in Erdferne in 405.000 Kilometern Distanz auf. Wenn Sie den Unterschied der Mondgröße festhalten wollen, ist jetzt die Gelegenheit mit einem Foto zu beginnen.

 10.6. Mond trifft Saturn
Einen schönen Anblick bieten heute Abend Mond und Saturn. Um 22:00 Uhr sehen wir im Südosten den Mond aufgehen. Rechts oberhalb: den gelblich leuchtenden Saturn. Beide Objekte trennen diese Nacht ca. 9 Grad.

15.6 Saturn in Opposition
Am 15. Juni steht Saturn, der Herr der tausend Ringe, in Opposition zur Sonne. Er ist im Juni ein Objekt, das die ganze Nacht zu sehen ist und geht auf, wenn es gerade dunkel wird. Sein Ring ist mit 26° nahezu maximal geöffnet und wir können viele Details in den Ringen entdecken. Leider ist seine Lage in der Ekliptik sehr tief. Deshalb kann mitunter die Luftruhe stören. Trotzdem: Der Saturn ist immer ein faszinierendes Objekt.

20.6 Mond trifft Venus
Dieser Morgen wird besonders schön – sofern das Wetter mitspielt! Denn wenn Sie gegen 5 Uhr nach Osten blicken sehen Sie eine hauchdünne Mondsichel und 4° drüber den Morgenstern.

27.6 Mond trifft Regulus
Das ist immer besonders schön: die zarte zunehmende Mondsichel über dem dem Horizont. Noch schöner: wenn sich der Mond in der Nähe eines hellen Sterns aufhält. Heute besucht der Mond den Fuß des Sternbilds Löwe – den Regulus.

Juli
1.7. Mond trifft Jupiter
Heute Abend zieht der Mond an Jupiter vorbei und stattet ihm in ca. 5° Distanz einen Besuch ab. Während wir einen lauen Sommerabend genießen, bieten sich die beiden im Südwesten für einen Blick nach oben an.

4.7. Goldener Henkel 17:00 – 22:00 Uhr
Ein goldener Henkel auf dem Mond? Man kann ihn tatsächlich entdecken: Ein Lichtring, der sich zart auf dem unbeleuchteten Gebiet der Mondoberfläche zeigt. Er taucht immer dann auf, wenn der zunehmende Mond zu 83% beleuchtet ist. An das Mare Imbrium schließt sich die Bucht Sinus Iridum an. Diese Bucht wird von der Bergkette des Juragebirges umringt. Doch während das Tal noch in der Dunkelheit liegt, beleuchtet die aufgehende Sonne schon die Berggipfel und der »Goldene Henkel« zeichnet sich auf den Mond. Anders ausgedrückt: »Alpenglühen« auf dem Mond!

10.6. Pluto in Opposition
Vor elf Jahren war es noch ein Planet. Doch dann wurde ihm die Planetenwürde aberkannt. Jetzt ist Pluto ein Zwergplanet und der neue Merkspruch für das Sonnensystem lautet: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“. Trotzdem ist Pluto immer noch ein schönes, wenn auch schwieriges Objekt. Eine Aufsuchkarte und ein großes Teleskop sind für den nur 14,2mag hellen Zwergplaneten ein Muss.

14.7 Sternbedeckung X Aqr
Der Mond steht nicht still am Himmel, sondern besitzt eine eigene Bewegung. Dadurch kommt es immer wieder zu Sternbedeckungen. Der Stern wird von der einen zur anderen Sekunde einfach ausgeknipst. Obwohl man das vorher schon weiß, ist es immer wieder ein überraschendes Phänomen. Am 14.7 hält sich der Mond im Sternbild Wassermann auf und bedeckt ihn um 1:43 Uhr. Interessant ist vor allem der Austritt des Sterns auf der unbeleuchteten Seite um 2:56 Uhr.

20.7. Treffen von Mond, Venus und Aldebaran
Eine Konstellation von mehreren Himmelkörpern ist für Beobachter ein reizvoller Anblick. Am 20.Juli lohnt es sich deshalb früh aufzustehen und zwischen 4-5 Uhr in Richtung Osten zu blicken. Über dem Horizont schwebt die zarte zunehmende Mondsichel und bildet mit Venus und dem Stern Aldebaran ein hübsches Dreieck.

25.7 Treffen von Mond, Merkur und Regulus
Wieder eine Komposition aus drei Himmelskörpern. Und bestens geeignet für Beobachter mit guter Horizontsicht. Nach 21:00 Uhr sehen wir den Stern Regulus, ein Grad südlich Merkur und auf der linken Seite die junge Mondsichel.

August
2.8. Mond trifft Saturn
Im Juni stand der Saturn in Opposition zur Sonne: Jetzt ist er noch am Abendhimmel auffindbar. Der Mond gesellt sich am 2. des Monats zu ihm.

7.8. Partielle Mondfinsternis
Die einzige partielle Mondfinsternis erreicht nur einen Bedeckungsgrad von 25%. Zudem ist sie nur in ihrer letzten Phase von Mitteleuropa aus sichtbar. Der Mond tritt schon um 19:23 Uhr in den Kernschatten der Erde ein, doch dann ist es bei uns noch taghell. Der Mond steht um diese Uhrzeit noch 10 Grad unter dem Horizont. Erst um 20:45 Uhr geht der Mond bei uns auf und die Dämmerung ist noch nicht beendet. Faktisch können wir nur den Austritt aus dem Kernschatten miterleben.

11.8 Perseiden
Jedes Jahr freuen wir uns auf die schönsten Sternschuppen des Jahres: die Perseiden. In den Morgenstunden des 11. August erreicht der Meteorstrom sein Maximum. Es regnen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, die mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von ca. 216.000 km/h durch unsere Atmosphäre donnern. Das Maximum findet zwischen 22:00 Uhr und 4:00 Uhr statt. Beeinträchtigt wird das Erlebnis allerdings durch den Mond, der die ganze Nacht am Himmel steht. Diesen Meteorstrom verdanken wir dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne einen Teil seiner Masse verlor. Immer wenn die Erde im August die Bahn des Ursprungskometen kreuzt, schießen die Perseiden bei uns über den Himmel.

16.8. Mond trifft Aldebaran
Gegen 2 Uhr sehen wir den Mond über den Horizont steigen. Direkt darüber: der helle Hauptstern Aldebaran im Sternbild Stier.

21.8. USA: Totale Sonnenfinsternis
Eine totale Sonnenfinsternis! Am 21.8. zieht sich eine die Totalitätszone der Finsternis auf einer Breite von 115 Kilometern vom Pazifik durch die USA bis in den atlantischen Ozean. Die Totalität dauert 2 Minuten und 40 Sekunden. In Mitteleuropa ist die Finsternis nicht zu sehen.

30.8 Mond trifft Saturn
Mond und Saturn stehen am Abendhimmel in knapp 3° Distanz im Süden.

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Wir wünschen Ihnen viel Freude an der Himmelsbeobachtung!

Infografik: Highlights am Frühlingshimmel von März bis Mai

1. März 2017, Marcus Schenk

Wenn die Temperaturen milder werden, treibt es wieder viele Beobachter regelmäßig hinaus. Im Frühling zeigt uns der Himmel ein ganz anderes Gesicht. Doch was gibt es alles zu beobachten? Was lohnt sich?

Himmelskalender für die nächsten drei Monate: Die neue astronomische Infografik „Highlights am Frühlingshimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten März bis Mai am Himmel passiert.

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Der Stern von Bethlehem: 5 Theorien was es gewesen sein könnte

22. Dezember 2016, Marcus Schenk

Plätzchenduft im Raum, knisterndes Feuer im Kamin und die mit Liebe dekorierte Krippe im Wohnzimmer. Da kommt immer wieder diese Frage auf:

Was war der Stern von Bethlehem? Nicht nur für Amateurastronomen interessant.

Die drei Weisen aus dem Morgenland

Wir kennen Sie alle: die Weihnachtsgeschichte. Die drei Weisen aus dem Morgenland folgten einem Stern am Himmel, der ihnen den Weg zu einem neugeborenen König zeigte. Was sie fanden, war das kleine Jesuskind. Für die meisten von uns ist das eine herzerwärmende Geschichte, besonders zu Weihnachten – ob wir nun gläubig sind oder nicht.

Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Gibt es Hinweise auf dieses Himmelsphänomen? Wir haben 5 verschiedene Theorien für Sie in einer Infografik zusammengefasst. So können Sie jederzeit das Thema schnell und einfach erfassen.

Das ganze Astroshop.de Team wünscht Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Weihnachtszeit und genussvolle Stunden!

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Infografik: Highlights am Winterhimmel von Dezember bis Februar

16. Dezember 2016, Marcus Schenk

Es ist kalt geworden da draußen. Aber drinnen ist es warm und über den Dächern rauchen die Schornsteine. Und doch zieht es uns in die sternenklare Winternacht. Denn man sagt: »Der Winterhimmel beschert uns die wundervollsten Sterne.«

Nun, wer kann sich schon der Pracht des Orions entziehen? Welche Spezialitäten bietet uns der Winterhimmel?

Die neue Infografik „Highlights am Winterhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten Dezember bis Februar am Himmel passiert.

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14.11.2018
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