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Archiv der Kategorie 'News'

Posts mit Stichwort 'beobachtung'

Astrohighlights Sommer 2022

1. Juni 2022, Marcus Schenk

Die Sommersternschnuppen, Planetenketten und Saturn sowie Pluto in Opposition: Diese astronomischen Delikatessen sollten Sie nicht verpassen. Und im August erwartet uns sogar eine Bedeckung eines hellen Sterns durch den Mond.

In der Himmelsgrafik „Astrohighlights im Sommer 2022“ finden Sie viele wichtige Himmelsereignisse auf einen Blick. Daten und weitere Erklärungen zu den Ereignissen lesen Sie im Begleittext.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

 

Juni

3.6. Mond trifft M44

Der zunehmende Mond zieht heute Abend auf der Ekliptik durch das Sternbild Krebs. Dabei nähert er sich dem Sternhaufen M44. In einem Sternfeldglas oder Fernglas mit sehr großem Gesichtsfeld können Sie beide bewundern.

16.6. Merkur größte westliche Elongation

Merkur steht heute in seiner größten westlichen Elongation. Damit erreicht er seinen größten Winkelabstand zur Sonne. Leider haben wir kaum Zeit ihn zu beobachten und nur erfahrene Fernglasbeobachter können ihn in der Morgendämmerung ausmachen.

18.6. Mond trifft Saturn

An diesem Morgen besucht der Mond den Saturn und beide stehen in etwa 9 Grad Distanz im Sternbild Steinbock.

22.6. Mond trifft Jupiter und Mars

Zeit für Nachteulen und Astronomen: Ab 2 Uhr am Morgen sehen Sie, wie die Planeten Jupiter und Mars über dem östlichen Horizont am Himmel emporklettern. Im Zentrum des Geschehens zeigt sich der Mond. Ein wunderbarer Anblick.

26.6. Mond trifft Venus

In diesem Monat zeigen sich die Planeten vor allem am Morgenhimmel. Wie eine kosmische Kette reihen sie sich diagonal am Himmel. Der Mond stattet den meisten Planeten einen eigenen Besuch ab, am 26. nähert er sich der Venus. Drei Tage vor Neumond ist das Schauspiel besonders hübsch anzusehen.

Juli

1.7.   Venus trifft Aldebaran

Die Venus strahlt fast in maximaler Stärke, sogar hellere Sterne in der Umgebung können dagegen ganz schön blass aussehen. Am Ersten des Monats nähert sich die Venus dem Hauptstern des Stiers: Aldebaran.

16.7. Mond trifft Saturn

Der Mond zieht diese Nacht an Saturn vorbei und wechselt noch diese Nacht vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Der Ringplanet ist immer besser zu sehen und er gelangt im nächsten Monat in seine Opposition. Damit beginnt der Sommer der Gasgiganten.

19.7. Mond trifft Jupiter

Zwei strahlen um die Wette: Es sind der Mond und Jupiter. Der Gasgigant strahlt mit -2,5 mag und wird in seinem Glanz nur von der Venus und unserem Erdtrabanten übertroffen.

20.7. Pluto in Opposition

Der frühere Planet und heutige Zwergplanet steht in Opposition und glimmt mit einer Helligkeit von 14,3 mag. Es ist eine Herausforderung, ihn mit dem Teleskop zu finden, was nur mit einer genauen Aufsuchkarte funktioniert.

22.7. Mond trifft Mars

Nach seinem Aufgang um kurz vor 1 Uhr trifft sich der Mond mit dem Mars, der in fünf Grad Entfernung rötlich leuchtet. Viel näher steht unser Trabant dem Planeten Uranus, die beiden trennen heute nur 2,6 Grad.

26.7. Mond trifft Venus

Wenn das erste Blau der Morgendämmerung auftaucht, lohnt sich ein Blick an den Horizont. Dort treffen sich heute Früh eine glänzende Venus und die hauchdünne Mondsichel des 27 Tage alten Mondes. Eine großartige Gelegenheit für Stimmungsaufnahmen!

August

6.8. Mond bedeckt Delta Sco

Delta Sco ist ein Stern im Sternbild Skorpion, den Sie mit einer Helligkeit von zwei Größenklassen in der Mitte seiner markanten, dreigeteilten Schere finden. Heute Abend bedeckt ihn der Mond von seiner unbeleuchteten Seite. Das ist stets die schönste Art von Bedeckung, weil der Stern dann ganz plötzlich und wie aus dem Nichts verschwindet. Um den Start der Bedeckung um 23:52 Uhr zu verfolgen, brauchen Sie eine erhöhte Position und eine hervorragende Horizontsicht nach Südwesten.

11.8. Mond trifft Saturn

In der Nacht vom 11. auf den 12. August nähert sich der Mond dem Ringplaneten. Da Saturn diesen Monat seine Opposition erreicht, ist er den ganzen Monat sehr gut zu sehen.

13.8. Perseiden

Das absolute Highlight in jedem August: der Sternschnuppenstrom der Perseiden. Wir können in dieser Nacht bis zu 100 Meteore pro Stunde sehen. Allerdings nur, wenn der Mond nicht stört. In diesem Jahr stört der helle und fast volle Mond die Beobachtung und Sie werden womöglich nur die hellsten Meteore erkennen. Mit einem Sternfeldglas haben Sie die Chance, ein paar schwächere Leuchtspuren einzufangen.

14.8. Saturn in Opposition

In den vergangenen Jahren hielt sich Saturn aufgrund der Lage der Ekliptik tief über dem Horizont auf. Das erschwerte eine erfolgreiche Beobachtung. Doch der Ringplanet kletterte auf der Himmelsleiter weiter hinauf und erreichte 2019 eine Höhe von 20 und 2021 von 24 Grad. Auch zu seiner aktuellen Opposition im August 2022 gewinnt er mit maximal 26 Grad noch mehr Höhe. Ein toller Vorteil, denn je höher die Position, desto weniger kämpfen wir mit Luftunruhen in der Atmosphäre. Am 14. August erreicht Saturn seine Opposition und ist die ganze Nacht wunderbar zu sehen. Wir erkennen ihn an seiner gelblichen Färbung und seinem ruhigen Leuchten.

15.8. Mond trifft Jupiter

In den Nächten des 14. und 15. August nähert sich der Mond dem Jupiter und zieht an ihm vorbei. Die Begegnung ist die ganze Nacht zu sehen, denn unser größter Planet ist mittlerweile zu einem Objekt der ganzen Nacht geworden. Im kommenden Monat erreicht Jupiter seine Opposition.

19.8. Mond trifft Mars

Haben Sie ein wenig Sehnsucht nach Winterhimmel-Feeling? Und das im Sommer? Nach Mitternacht bietet sich die Gelegenheit. Dann treffen sich Mars und Mond im Sternbild Stier, direkt am Goldenem Tor der Ekliptik. Etwas weiter oben leuchten die Plejaden.

Astrohighlights Frühling 2022

1. März 2022, Marcus Schenk

Dichte Planetentreffen, eine helle Venus und eine totale Mondfinsternis: Der Himmel bietet in diesem Quartal einige Leckerbissen, die es sich lohnt zu beobachten. Wie wäre es zum Beispiel mit Merkur? Der kleine, flinke Planet erreich schon bald seine beste Abendsichtbarkeit.

In der Himmelsgrafik „Astrohighlights im Frühling 2022“ finden Sie viele wichtige Himmelsereignisse auf einen Blick. Daten und weitere Erklärungen zu den Ereignissen lesen Sie im Begleittext.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

März

8.3. Mond trifft Plejaden

In den Abendstunden nähert sich der 6 Tage alte Mond dem offenen Sternhaufen der Plejaden.

12.3. Venus trifft Mars

Kurz vor Sonnenaufgang in südöstlicher Richtung stehen Venus und Mars über dem Horizont. Die Venus ist nun fast zur Hälfte beleuchtet und strahlt mit einer Helligkeit von -4,5 Größenklassen.

20.3. Venus größte westliche Elongation

Venus steht heute in ihrer größten westlichen Elongation. Damit erreicht sie ihren größten Winkelabstand zur Sonne und kann sich in einer passablen Höhe über dem Horizont behaupten. Jetzt ist sie zu 50% beleuchtet.

23.3. Venus trifft Saturn und Mars

Dicht über dem Horizont können wir uns an einem hübschen Himmelsschauspiel erfreuen. In einem Planeten-Dreieck warten Venus, Mars und Saturn auf uns. Eine gute Gelegenheit, die unterschiedlichen Helligkeiten zu vergleichen.

28.3. Mond trifft Venus, Saturn und Mars

Am 23. März konnten wir drei Planeten am Morgenhimmel bewundern. Heute leistet die schmale Mondsichel dem Trio Gesellschaft. Holen Sie schon einmal Ihre Kamera hervor und halten Sie dieses wunderschöne Ereignis fest.

April

5.4. Mars trifft Saturn

Ein seltenes Ereignis? Ja, denn heute morgen zieht der Mars in nur 20 Bogensekunden Entfernung am Ringplaneten vorbei. Eine gute Gelegenheit, um beide Planeten im Fernglas oder Teleskop zu sehen oder für ein Foto mit beiden Himmelskörpern.

5.4. Mond in Davis Dog

Ein Asterismus ist eine zufällige Sternansammlung, in denen wir schöne Formen erkennen können. Heute streift der Mond durch „Davis Dog“, ein Muster, das wie ein Hund oder Fuchs aus Sternen aussieht. Mit einem Fernglas ist die Beobachtung sehr reizvoll. Mancherorts bedeckt der Mond helle Sterne.

17.4. Merkur trifft Uranus

Heute Abend zieht der Merkur in nur zwei Grad Distanz am Planeten Uranus vorbei. Damit können Sie beide Planeten in einem Fernglas-Gesichtsfeld finden. Ein hochgelegener Beobachtungsort ist günstig, um 21 Uhr befinden sich die Planeten nur noch 4 Grad über dem Horizont.

24.4. Merkur am Abendhimmel

Merkur erreicht die beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr. Wollten Sie ihn schon immer mal beobachten? Dann ist jetzt die Gelegenheit. In der Dämmerung finden Sie ihn knapp über dem westlichen bis nordwestlichen Horizont. Aber nur in den nächsten 10 bis 14 Tagen, danach wird er erneut unsichtbar.

27.4. Mond trifft Venus und Jupiter

Drei Tage vor Neumond trifft seine zarte Sichel in den Morgenstunden auf die Planeten Venus und Jupiter.

29.4. Merkur trifft Plejaden

Das Wintersternbild Stier geht tief im Westen unter. In der Abenddämmerung nähert sich der Merkur dem bekannten Sternhaufen Plejaden. Beide können Sie im Gesichtsfeld eines Feldstechers bewundern.

Mai

1.5. Venus trifft Jupiter

In knapp 20 Bogensekunden Distanz „schrammt“ Venus an Jupiter vorbei. Eine derart nahe Begegnung ist nur selten zu beobachten. Einziger Wermutstropfen: Sie müssen früh aus den Federn, denn das Ereignis ist nur am Morgenhimmel zu sehen.

2.5. Mond trifft Merkur

Wer lieber am Abend beobachten mag: Heute können Sie einen der letzten Blicke auf Merkur werfen. Der Anblick findet knapp über dem westlichen Horizont statt, ist aber besonders reizvoll. Zur Linken eine hauchzarte, zunehmende Mondsichel und zur Rechten die Plejaden.

12.5. Planetenkette Venus, Jupiter, Mars

Kurz vor Sonnenaufgang: Wir sehen eine hübsche Planetenkette aus Venus, Jupiter und Mars. Etwas weiter oben entdecken wir auch Saturn. Die Reihe der Planeten erstreckt sich vom östlichen Horizont aus fast diagonal über den Himmel. Ab 4:53 Uhr nähert sich die Raumstation ISS und rauscht dicht an Saturn vorbei.

16.5. Totale Mondfinsternis

Die letzte sichtbare totale Mondfinsternis konnten wir im Januar 2019 erleben. Drei Jahre später wiederholt sich das Ereignis. Doch die Sichtbarkeit für die aktuelle Finsternis ist leider nicht optimal. Wir können sie nicht komplett verfolgen, sondern nur den ersten Teil. Erst um 4:28 tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Zu diesem Zeitpunkt steht unser Trabant nur noch 8 Grad über dem Horizont. Der Mond geht pünktlich zum Beginn der Totalität im Südwesten unter. Erst 2025 können wir die nächste totale Mondfinsternis sehen – und das wieder in den Abendstunden.

28.5. Tau-Herculiden

Die Tau-Herculiden sind ein Meteorstrom, den wir in den Astrohighlights noch nie empfohlen haben. Warum? Sie sind kaum auffällig und mit einem Maximum von zwei Sternschnuppen pro Stunde nicht so aufregend. Nur ausgefuchste Meteorfans können dem etwas abgewinnen. Doch dieses Jahr könnte es anders sein. Die Erde kreuzt in diesem Jahr die Staubspur des 1995 zerfallenen Kometen 73P/Schwassmann-Wachmann 3. Es könnte in diesem Jahr zu einem Sturm kommen. Die Internationale Meteor Organisation (IMO) rät dazu, Beobachtungsdaten zu sammeln.

29.5. Mars trifft Jupiter

Gegen drei Uhr morgens klettern Mars und Jupiter über den Horizont. Sofort fällt auf, dass wir es mit einer sehr engen Konstellation zu tun haben: Die beiden Planeten ziehen in etwa 0,5 Grad Distanz aneinander vorbei. Im Fernglas zeigen sich beide als ein wunderschönes Paar im gleichen Gesichtsfeld.

Astrohighlights Winter 2021/22

3. Dezember 2021, Marcus Schenk

Die Highlights des Winterhimmels sind die hellen Sterne um die Sternbilder Orion und Stier. Doch in den nächsten drei Monaten gibt es noch mehr zu entdecken: ein heller Abendstern, Meteorströme und schöne Planetenketten.

In der Himmelsgrafik „Astrohighlights im Winter 2021/2022“ finden Sie viele wichtige Himmelsereignisse auf einen Blick. Daten und weitere Erklärungen zu den Ereignissen lesen Sie im Begleittext.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

 

Dezember:

4.12. Helle Venus

Anfang dieses Monats erreicht die Venus ihre größte Helligkeit. Nun ist sie mit -4,8 Größenklassen auffällig am Abendhimmel zu sehen und neben dem Mond das hellste Gestirn am Himmel.

7.12. Mond trifft Venus

Am frühen Abendhimmel schließt sich die zunehmende Mondsichel einer reizvollen Planetenparade an. Venus, Jupiter und Saturn sind fast wie auf einer Perlenkette zu sehen.

8.12. Mond trifft Saturn und Jupiter

Wer schon gestern den Mond gesichtet hat, kann ihn heute höher und etwa 14 Grad weiter zwischen Saturn und Jupiter entdecken.

13.12. Geminiden

Wenn der Himmel am Abend klar ist, blicken Sie am besten in Richtung Süden. Denn die Sternschnuppen „Geminiden“ kommen scheinbar aus dem Sternbild der Zwillinge. Genauer gesagt: aus einem Punkt zwei Grad über dem Stern Pollux. Zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr ist die beste Zeit für die Beobachtung. Die Geminiden gehören mit 120 Meteoren pro Stunden zu den Sternschnuppen mit den höchsten Fallraten. Ungestört und ohne Mond können wir in diesem Jahr erst in den Morgenstunden beobachten.

17.12. Mond bedeckt Tau (τ) Tauri

Tau Tauri ist ein Stern im Sternbild Stier und mit einer Helligkeit von 4,3 Größenklassen noch mit dem bloßen Auge zu erkennen. Da die scheinbare Mondbahn durch den Stier läuft, kann es immer wieder zu Bedeckungen kommen. Das ist heute der Fall: Um 22:30 verschwindet Tau Tauri hinter dem fast vollbeleuchteten Mond und taucht ca. 80 Minuten später auf der anderen Seite wieder auf.

29.12. Merkur trifft Venus

Der Merkur startet seine Abendsichtbarkeit und trifft sich in der frühen Dämmerung mit Nachbarplanet Venus. Bei einer guten Horizontsicht können Sie beide Planeten ab 17 Uhr entdecken.

Januar:

3.01. Quadrantiden

Die Quadrantiden sind ein Meteorstrom aus dem Sternbild Bärenhüter. Das neue Jahr beschert uns bis zu 100 Meteore, die aber nur mäßig hell leuchten. Der Radiant, wo die Sternschnuppen herzukommen scheinen, geht erst nach Mitternacht auf. Astronomische Beobachtungen lohnen sich jetzt besonders, denn erst gestern war Neumond. Bahn frei für alle Deep-Sky-Beobachter!

5.01. Mond trifft Merkur, Saturn, Jupiter

Planetenfans werden entzückt sein: In der Dämmerung gibt es eine attraktive Planetenkette aus Jupiter, Saturn und Merkur zu sehen. Die drei Tage junge Mondsichel begleitet das Trio. So schön begrüßen wir gerne das neue Jahr.

6.01 Mond bedeckt Tau (τ) Aquarii

Noch dämmert es, noch warten wir auf die Nacht. Doch das erste astronomische Highlight findet schon statt. Um 17 Uhr bedeckt der Mond den 4 mag hellen Stern Tau Aquarii im Sternbild Wassermann. Bei dieser Bedeckung nähert sich der Mond mit seiner unbeleuchteten Seite.

8.01. Merkur am Abend sichtbar

Merkur konnte die letzten Tage seine Abendsichtbarkeit ausbauen. Sie ist nicht gerade bombastisch, aber wer den scheuen Merkur sehen will, hat jetzt eine gute Chance. Heute und die nächsten zwei Tage sind die Bedingungen besonders gut, denn Helligkeit und Höhe am Himmel stimmen. Bald sinkt Merkur wieder Richtung Horizont und verschwindet.

11.01. Mond trifft Uranus

Der Planet Uranus ist ein ferner Vertreter im Sonnensystem. Heute hält er sich in nur 2,5 Grad zum Mond auf. Versuchen Sie doch mal Ihr Glück mit einem Fernglas.

26.01. Mond bedeckt Alpha (α ) Librae

Das ist nur etwas für Frühaufsteher: eine Sternbedeckung durch den Mond im Sternbild Waage. Genauer gesagt bedeckt der Mond den 2,7 mag hellen Haupt- und Doppelstern Alpha Librae. Los geht’s um 6:40 Uhr!

29.01. Mond trifft Mars

Wer große Sehnsucht nach dem Planeten Mars hat, der kann ihn am 29. Januar in der Morgendämmerung im Südosten erblicken. An diesem Tag gibt es ein attraktives Treffen mit der schmalen Mondsichel. Erst im Laufe des kommenden Sommers lässt er sich auch wieder in der Nacht am Himmel blicken.

Februar:

3.02. Mond trifft Jupiter

Jupiter begleitete uns das letzte Jahr und war jeden Abend am Himmel zu sehen. Doch bald entzieht er sich unseren Blicken und verschwindet für eine Weile vom Himmel. Am 3. Februar zeigt er sich noch einmal in der Abenddämmerung im Duo mit der zarten Mondsichel.

7.02 Mond trifft Uranus

In dieser Nacht zieht der Mond in nur 1,5 Grad Distanz am Planeten Uranus vorbei.

9.02. Mond passiert Goldenes Tor

Der Bereich zwischen den Hyaden und den Plejaden hat einen Namen: das Goldene Tor der Ekliptik. Heute ist der Mond ein nächtlicher Wanderer zwischen den beiden bekannten Sternhaufen.

9.02. Helle Venus

Die Venus macht ihrer Aufgabe als Morgenstern alle Ehre. Denn mit fast -5 Größenklassen ist sie strahlend hell. Dieser astronomische Scheinwerfer taucht gegen 5 Uhr über dem Horizont auf. So leuchtend kann sie wohl kaum jemand übersehen.

27.02. Mond trifft Mars und Venus

Eine helle Venus, ein roter Mars und eine schmale Mondsichel kurz vor Neumond. Wenn das mal keine Motivation ist, in aller Früh einen Blick zum Himmel zu richten. Vielleicht mit einer goldenen Morgenstimmung.

Infografik: Astrohighlights Herbst 2021

1. September 2021, Marcus Schenk

Der Herbst steht im Fokus der Planeten: Jupiter und Saturn sind noch immer hervorragend zu sehen. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, die beiden äußeren Planeten Uranus und Neptun während ihrer Opposition zu beobachten.

In der Himmelsgrafik „Astrohighlights im Herbst 2021“ finden Sie viele wichtige Himmelsereignisse auf einen Blick. Daten und weitere Erklärungen zu den Ereignissen lesen Sie im Begleittext.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

September

Der September ist die Zeit zwischen Sommer und Herbst: Das merkt man auch am Sternenhimmel. Die Sternbilder Herkules und Leier tendieren gegen Westen. Im Süden dagegen zeigt sich das Sternbild Steinbock mit den beiden großen Planeten Jupiter und Saturn von einer auffälligen Seite.

2.9. Mond bedeckt Epsilon Gem – Die schmale Mondsichel bedeckt in den Morgenstunden den Stern Epsilon Gem in den Zwillingen. Um 2 Uhr nähert sich der Mond von seiner beleuchteten Seite. Sie benötigen eine sehr gute Horizontsicht Richtung Nordosten. (Die Sichtbarkeit ist vom Beobachtungsort abhängig)

3.9. Mond bedeckt Kappa Gem – Um 4:38 Uhr bedeckt der Mond den Stern Kappa Gem in den Zwillingen. Eine reizvolle Bedeckung, weil der Mond eine schmale Sichel zeigt. (Die Sichtbarkeit ist vom Beobachtungsort abhängig)

3.9. Mond trifft Pollux – In der zweiten Nachthälfte taucht der Mond in den Zwillingen über dem Horizont auf. Von Pollux trennen ihn heute nur 3 Grad.

14.9. Neptun in Opposition – Der fernste Planet des Sonnensystems steht in Opposition und ist hervorragend zu sehen. Er ist schon im Fernglas als Stern zu sehen, doch erst im Teleskop können Sie den 2,3 Bogensekunden kleinen Planeten als Scheibchen erkennen. Eine Aufsuchkarte oder eine App ist von Vorteil.

17.9. Mond trifft Jupiter und Saturn – Die beiden größten Planeten treffen sich im Sternbild Steinbock. Mit dem Mond in der Mitte bilden sie ein Dreieck.

Oktober

Im Oktober sind wir endgültig im Herbst angekommen. Hoch über unseren Köpfen erkennen wir das berühmte Pegasus-Viereck und das Sternbild Andromeda. Zeit, um einen ausgiebigen Ausflug zur Andromeda-Galaxie zu unternehmen. Im Fernglas immer wieder ein Erlebnis.

3.10. Mond bedeckt Eta Leo – In den Morgenstunden um 5:27 Uhr ist es noch dunkel. Zu dieser Zeit bedeckt der Mond mit der schmal beleuchteten Seite den 3,4 mag hellen Stern Eta Leo. Es ist in diesem Quartal sicher die imposanteste Sternbedeckung. (Die Sichtbarkeit ist vom Beobachtungsort abhängig)

8.10. Giacobiniden – Die Giacobiniden oder Draconiden sind ein Meteorstrom, der aus dem Sternbild Drache zu stammen scheint. Am 8. Oktober erwartet man die maximalen Fallraten. Eine Vorhersage der zu erwartenden Anzahl der Sternschnuppen gibt es aber leider nicht, denn sie kann ganz unterschiedlich ausfallen. Der Radiant liegt in der Nähe des Sterns Beta Draconis. Der Drache gehört zu einem zirkumpolaren Sternbild, daher liegt der Radiant am Abend in optimal sichtbarer Höhe.

9.10. Mond trifft Venus – Mit dem Sonnenuntergang tauchen im Südwesten eine glänzende Venus und eine nur 3,5 Tage junge Mondsichel auf. Es bleiben maximal 2 Stunden Zeit, bis die Venus unter dem Horizont verschwindet.

14./15.10. Mond trifft Jupiter und Saturn – Mit dem Ende der bürgerlichen Dämmerung um 19 Uhr tauchen dominant am Himmel die Planeten Jupiter und Saturn auf. Obwohl sie im August in Opposition standen, sind sie noch immer ein lohnendes Ziel. Der Mond stört bei der Beobachtung nicht.

21.10. Orioniden – Die Orioniden sind ein kleinerer Sternschnuppenstrom mit etwa 20 Meteoren pro Stunde. Der Radiant liegt im Sternbild Orion nahe des Sterns Beteigeuze. Obwohl Sie den ganzen Monat die Sternschnuppen beobachten können, liegt das Maximum zwischen dem 20. und 21. Oktober. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

23.10. Merkur Morgenhimmel – Im Mai konnte man den Merkur am Abend beobachten, jetzt bietet der scheue Planet eine kurze Morgensichtbarkeit. Zwischen dem 23.10. und 31.10. können Sie ihn dicht über dem östlichen Horizont entdecken.

November

Das Sternbild Perseus steht im November nahe dem Zenit. Hier finden Sie die zwei hellsten Sterne Mirfak und Algol. Zwischen Perseus und der Cassiopeia leuchtet der berühmte Doppelsternhaufen h + chi, der in dunklen Gebieten auch mit dem bloßen Auge zu sehen ist.

3.11. Mond trifft Merkur – Es gibt zwei Gründe früh aufzustehen: Heute Morgen treffen sich die hauchzarte Mondsichel und der Merkur. Eine der letzten Möglichkeiten, bevor Merkur wieder im Glanz der Sonne verschwindet.

5.11. Uranus in Opposition – Mit 5,6 mag ist Uranus derzeit sogar mit dem bloßen Auge zu finden. Einfacher können Sie ihn aber mit einem Fernglas oder Teleskop aufsuchen. Damit erscheint er als winziges grünliches Scheibchen, auf dem wir keine Details erkennen. Als Planet können Sie ihn aber dennoch identifizieren.

8.11. Mond trifft Venus – Die zunehmende Mondsichel trifft heute auf die funkelnd helle Venus.

10.11. Mond trifft Saturn – Der Mond zieht etwa 4,5 Grad unterhalb an Saturn vorbei.

11.11. Mond trifft Jupiter – In dieser Nacht zieht der Mond an Jupiter vorbei, dabei bewegt er sich fast ein halbes Grad pro Stunde. In Bezug auf Jupiter können wir die Bewegung gut nachvollziehen.

17.11. Leoniden – Vom 16. auf den 17.11. erreichen die Leoniden ihr Maximum. Sie gehören neben den Perseiden zu den berühmtesten Sternschnuppenströmen. Es gab Jahre, in denen fielen diese Meteore wie Regentropfen vom Himmel. Das passiert in der Regel alle 33 Jahre, wenn die Erde mit der Wolke der Leoniden zusammenstößt. In normalen Jahren erreicht der Strom im Maximum nicht mehr als 20 Meteore pro Stunde. Dieses Jahr geht die schmale Mondsichel schon früh unter und wir können die ganze Nacht ungehindert die Sternschnuppen genießen.

Infografik: Astrohighlights im Frühling 2021

26. Februar 2021, Marcus Schenk

Ein Besuch bei den Plejaden, ein sehr heller Kleinplanet und ein hervorragend sichtbarer Merkur am Abendhimmel. Freuen Sie sich auf den astronomischen Frühling, denn er hat einiges zu bieten.

In der Himmelsgrafik Astrohighlights im Frühling 2021 haben Sie für die nächsten drei Monate wichtige Himmelsereignisse im Blick.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

März

4.3. Mars trifft Plejaden (Goldenes Tor der Ekliptik)

Der Mars stand im letzten Jahr in Opposition und gehörte zum abendlichen Bild des Sternenhimmels. Noch immer leuchtet er am Abendhimmel, verschwindet mit den Wintersternbilden immer mehr von der Bildfläche. Um den 4. März trifft er auf die Plejaden in etwa 2 Grad Distanz. Damit passiert der Kriegsgott auch das Goldene Tor der Ekliptik. So wird der Bereich genannt, der sich zwischen den Hyaden und Plejaden befindet und durch den die Ekliptik verläuft.

4.3. Vesta in Opposition

Vesta ist eine Göttin in der römischen Mythologie aber auch der Name eines bekannten Kleinplaneten – mit 520 Kilometern Durchmesser der zweitgrößte im Asteroidengürtel.  Während einer Opposition kann er manchmal mit dem bloßen Auge erkannt werden. Aktuell dürfte er mit 5,8-6 mag knapp unter der Sichtbarkeit mit dem bloßen Auge liegen. Im Fernglas und im Teleskop ist er jedoch ganz einfach sichtbar. Wie wäre es also mal einen Kleinplaneten zu beobachten? Ein besonderer Beobachtungsabend. Sie finden Vesta außerdem ganz leicht im hinteren Teil des Sternbilds Löwe. Vom Stern Theta Leonis (der Hinterlauf des Löwen) nur ein Grad nach Nordosten – und voilà.

5.3. Merkur trifft Jupiter

Eine schwierige Begegnung: Merkur und Jupiter treffen sich, allerdings ist dies nicht einfach zu verfolgen. Wenn beide sichtbar werden, ist es kurz vor 6 Uhr und die Sonne befindet sich nur noch 8 Grad unter dem Horizont. Das Zeitfenster ist knapp und Sie benötigen eine fabelhafte Horizontsicht, wenn sich die beiden Planeten auf nur 0,3 Grad annähern.

10.3. Mond trifft Jupiter und Saturn

Kurz vor Sonnenaufgang für Frühaufsteher: Heute Morgen tummeln sich gleich mehrere Objekte über dem südöstlichen Horizont. Fast wie auf einer diagonalen Perlenkette können Sie Merkur, Jupiter und Saturn entdecken. Die zarte Mondsichel umrahmt dieses Treffen der Planeten und macht den Morgen zu einem schönen astronomischen Ereignis.

16.3. Mond trifft Uranus

In den Abendstunden sehen wir die zunehmende Mondsichel zwischen den Sternbildern Walfisch und Fische. Wer mag, kann von hier aus mit dem Teleskop gleich einen Abstecher zum fernen Planeten Uranus unternehmen. Denn der befindet sich heute nur 6 Grad oberhalb vom Erdtrabanten. Uranus ist immer einen Blick wert, weil er nicht zu den Standardobjekten, wie beispielsweise Saturn oder Jupiter, gehört. Als ferner Planet ist er selbst im Teleskop nur ein kleines Scheibchen, das sich aber bei genauem Hinsehen deutlich von einem Stern unterscheidet. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn Sie sich vor der Beobachtung mit der genauen Position auf einer Sternkarte vertraut machen.

18.3 Mars trifft υ Tauri

Der Mars zog vor einigen Tagen durch das Goldene Tor der Ekliptik, vorbei an den Plejaden. Heute legt er einen Stopp bei υ Tauri im Sternbild Stier ein, bei einem Mitgliedsstern der Hyaden. Es handelt sich dabei um einen Pulsationsveränderlichen, der seine Helligkeit innerhalb weniger Tage wechselt. Wenn Sie mit dem Fernglas durch dieses Gebiet streifen, fällt Ihnen ein Muster aus mehreren Sternen auf. Das ist ein Asterismus, also einer musterartigen Ansammlung von Sternen. Er nennt sich Davis’ Dog und stellt einen Hund mit Schnauze, Augen, Ohren, Läufe und Schwanz da. Manche sehen in ihm allerdings eher einen Fuchs. Wie ist es bei Ihnen?

April

1.4. Antares trifft Mond

In der Nacht von dem 1.4. auf den 2.4. nähert sich der Mond dem Hauptstern des Skorpions: Antares. Er ist ein roter Überriese und leuchtet hell und rötlich am Nachthimmel. Er hat einen 700-fach größeren Durchmesser als unsere Sonne und würde einige Planeten, inklusive unserer Erde, verschlucken, wenn er an der Stelle unseres Heimatgestirns stehen würde.

6.4. Mond trifft Saturn

Der Morgenhimmel zeigt uns schon die Vorboten des Sommers: die Sternbilder Schütze und besonders der Steinbock. Im Reich dieser Alpenziege treffen sich heute Mond und Saturn und stehen in einem Abstand von 5,3 Grad.

15.4. Mond passiert das Goldene Tor der Ekliptik

Drei Tage nach Neumond taucht die zarte Mondsichel wieder am Abend über dem westlichen Horizont auf. Unser Trabant erreicht das Goldene Tor der Ekliptik, das von den berühmten Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden flankiert wird.

17.4. Mond trifft Mars

In etwa 2,5 Grad Distanz begegnen sich heute Abend Mond und Mars. Der Rote Planet befindet sich noch im Sternbild Stier, wechselt am 24. April jedoch in das Sternbild Zwillinge.

19.4. Mond trifft Pollux

Der Mond nähert sich dem Stern Pollux in den Zwillingen auf 3,3 Grad. Das Interessantere heute Abend ist allerdings die Bedeckung des Sterns Kappa Gem durch den Mond. Er nähert sich mit seiner unbeleuchteten Seite und verschluckt den 3,5 mag hellen Stern für etwas mehr als eine Stunde. Die Bedeckung ist nur in bestimmten Regionen mit ausreichend Dunkelheit verfolgbar. In Deutschland beginnt die Bedeckung um ca. 20:21 Uhr.

26.4. Venus trifft Merkur

Dies ist etwas für Spezialisten: Denn am Abendhimmel sind Venus und Merkur noch nicht zu sehen. Aber in der Dämmerung nähern sich die beiden inneren Planeten und ziehen in 1,3 Grad Distanz aneinander vorbei. Um 20:45 MESZ befindet sich die Sonne knappe 4 Grad unter dem Horizont und die Planeten knapp darüber. Deswegen können Sie mit einem Großfernglas einen Blick erhaschen, die Beobachtung ist jedoch schwierig.

Mai

4.5. Mond trifft Saturn

Der Steinbock gehört zu den Sommersternbildern und klettert am Morgenhimmel schon über den Horizont. Der Planet Saturn hält sich noch die nächsten zwei Jahre in diesem Sternbild auf, bevor er in den Wassermann wechselt. An diesem Morgen jedoch bekommt der Herr der Ringe Besuch vom Mond.

5.5. Mond trifft Jupiter

Stattete der Mond gestern Saturn einen Besuch ab, schaut er heute auch bei Jupiter vorbei. Der steht nämlich noch ganz in der Nachbarschaft, nachdem Jupiter und Saturn im letzten Dezember sich in einer sehr engen Konjunktion trafen.

10.5. Merkur sichtbar, Abendhimmel

Merkur besitzt in diesem Monat eine gute Abendsichtbarkeit – es ist die einzige, die in diesem Jahr wirklich gut beobachtbar ist. Ab dem 10. Mai kann ihn jeder am westlichen Horizont auffinden. Gegen 21:30 Uhr ist es schon so dunkel geworden, dass man ihn problemlos am Himmel leuchten sieht. Venus steht kurz vor ihrem Untergang, aber Merkur in etwa 8,5 Grad Höhe. Das bedeutet: Bei guter Horizontsicht haben Sie eine Stunde Zeit, bis er im Dunst des Horizonts verschwindet und untergeht. Der kleine Planet erklimmt im Laufe des Monats die Himmelsleiter und steht jeden Tag ein bisschen höher. Am 18. Mai geht er erst um 22:53 MESZ unter – an den darauffolgenden Tagen verfrühen sich die Untergänge aber wieder.

13.5. Mond trifft Merkur

Eine der schönsten Begegnungen am Abendhimmel: Heute kurz nach Sonnenuntergang gesellt sich die 3,5% beleuchtete Mondsichel zu Merkur und steht nur 2 Grad südlich. Weiter unten entdecken Sie die Venus.

15.5. Mond trifft Mars

Ganz im Westen trifft sich die noch schmale Mondsichel heute mit dem Mars im Sternbild Zwillinge. Im letzten Jahr startete die NASA übrigens eine neue Robotermission zum Mars. Mit Mars 2020 setzte die NASA im Februar den Rover Perseverance erfolgreich auf dem Mars ab. Mit an Bord ist der erste Mars-Helikopter überhaupt. Gesteuert mit Rotorblättern soll die Drohne durch die dünne „Luft“ fliegen und helfen, den Mars aus geringer Höhe zu erkunden.

17.5. Merkur gr. östliche Elongation

Merkur steht heute in seiner größten östlichen Elongation. Damit erreicht er seinen größten Winkelabstand zur Sonne und kann sich in einer gut zu beobachtenden Höhe über dem Horizont behaupten. Wir haben jetzt über eine Stunde Zeit ihn zu bestaunen, bevor er untergeht. Wenn Sie ihn mit dem Teleskop beobachten wollen, ist jetzt ebenfalls der richtige Zeitpunkt – entschleicht der Planet doch etwas den dickeren Luftschichten der Atmosphäre.

17.5. Mond trifft Bienenkorb

Er wird oft schlicht M44 oder Praesepe genannt, aber ein besonders schöner Name für dieses Objekt ist: Bienenkorbhaufen. Wie in einem leuchtenden Bienenkorb tummeln sich in diesem offenen Sternhaufen etwa 300 Sterne. Der Mond nähert sich dem Bienenkorb auf etwa 4 Grad. Das bedeutet, Sie können beide Objekte mit einem Fernglas im gleichen Gesichtsfeld betrachten.

19.5. Mond trifft Regulus

Heute Abend trifft der zunehmende Mond auf Regulus, dem Hauptstern des Sternbilds Löwe, der zu Deutsch auch „Kleiner König“ genannt wird. Seine Position befindet sich in Ekliptiknähe, was bedeutet, dass es immer wieder zu Bedeckungen zwischen dem Mond und Regulus kommen kann.

28.5. Merkur trifft Venus

Merkur hatte in diesem Monat seine beste Abendsichtbarkeit und stand hoch über dem Horizont. Mittlerweile hat er an Höhe verloren und sich in Richtung zur tieferstehenden Venus gesellt. Beide ziehen aneinander vorbei, treffen sich jedoch am 28. und nähern sich einander bis auf 0,5 Grad an.

31.5. Mond trifft Saturn

In der zweiten Nachthälfte können Sie den Mond und Saturn im Sternbild Steinbock in südlicher Richtung beobachten. Bis zum Tagesanbruch steigt das Sternbild immer höher und nähert sich dem Meridian, also dem höchsten Punkt am Himmel.

Venus trifft auf Plejaden

3. April 2020, Jan Ströher

Die Venus ist bereits während der vergangenen Wochen nach Sonnenuntergang sehr schön zu sehen gewesen. Sie wird den Abendhimmel durch ihre scheinbare Helligkeit von derzeit -4.6mag und die hohe Position bis Ende April weiterhin dominieren. Aktuell kann man unseren Nachbarplaneten im Sternbild Stier (Taurus) finden und dabei eine tolle Begegnung beobachten: Venus bei den Plejaden (M45).

Der offene Sternhaufen der Plejaden, oder „M45“ im Messier-Katalog, ist seit der Antike auch als „Siebengestirn“ bekannt und ein wunderbares Objekt für ein Fernglas. Auch der Anblick im Teleskop durch ein 2-Zoll Weitwinkel-Okular ist ein Genuss. Hier tummeln sich Dutzende helle junge Sterne, die in blaue Reflexionsnebel eingebettet sind. Die hellsten Sterne können wir unter guten Himmelsbedingungen schon mit dem bloßen Auge sehen. Faktisch besteht dieser Sternhaufen sogar aus etwa 1200 Einzelsternen!

Eigentlich ein typisches Beobachtungsobjekt für den Herbst/Winter, so sind die Plejaden aber derzeit gerade noch einige Stunden zu Beginn der Nacht im Westen sichtbar. Die Venus – aktuell mit 46% beleuchteter Phasengestalt – gesellt sich ab circa 21:30 Uhr MESZ zu den ‚Sieben Schwestern‘, durchläuft den Sternhaufen am 03. April und verschwindet dann gegen 0:30 Uhr MESZ unter dem nordwestlichen Horizont.

Die Venus unterhalb der Plejaden am 01. April 2020 (Foto von Bernd Gährken)

Nutzen Sie das schöne Frühlingswetter

Die momentane Wetterlage erlaubt in den meisten Regionen Deutschlands eine ungestörte Beobachtung dieser seltenen Begegnung. Sowohl die strahlend helle Venus, als auch die Plejaden, sind sehr leicht aufzufinden – zur eindeutigen Identifizierung können Sie natürlich auch eine Sternkarte benutzen. Mit Hilfe eines Fernglases oder Teleskops werden Sie einen tollen Anblick erleben, der sich in absehbarer Zeit so schnell nicht wiederholen wird. Und in der aktuellen Lage gilt: Eine astronomische Beobachtung können Sie auch alleine aus Ihrem Garten, von der Terrasse oder dem Balkon aus durchführen – so begegnen Sie keinen anderen Menschen, sondern nur der Venus und den Plejaden…

Wir wünschen viel Erfolg und Freude bei diesem Ereignis!

01.07.2022
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