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Autoren-Archiv


Stefan Taube

Über Stefan Taube

Der Category Manager Stefan betreut zahlreiche Produktlinien in unserem Shop und sorgt dafür, dass Sie die richtigen Informationen bekommen.
Stefan kam über die Verlagsbranche zum Astroshop. Als gelernter Online-Redakteur betreut er die Webseite und unseren Astro-Blog. In seiner Freizeit engagiert er sich bei der Astronomischen Vereinigung Augsburg e.V., wo er vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist.

Posts verfasst von Stefan Taube

Blog-Archiv

Sonnenbeobachtung mit dem DayStar QUARK Calcium-H

22. März 2017, Stefan Taube

Der amerikanische Hersteller für Sonnenfilter DayStar hat mit seiner Serie QUARK die Sonnenbeobachtung revolutioniert. Für einen vergleichsweise geringen Preis kann nun ein Linsenteleskop mit geringer Öffnung für die Beobachtung der Sonne in einer definierten Spektrallinie genutzt werden – das ist nicht komplizierter, als ein Okular in den Zenitspiegel einzustecken.

daystar-quark

Über die H-Alpha-QUARKS hatten wir bereits ausführlich berichtet: Günstig zur H-Alpha-Sonne mit dem Daystar Quark-Sonnenfilter.

Die Serie QUARK wurde von DayStar nun um ein Modell zur Beobachtung der Sonne in einer Spektrallinie des chemischen Elements Calcium erweitert. Mit dem DayStar Sonnenfilter QUARK Calcium-H-Linie können Sie die Sonne bei einer Wellenläge von 397 Nanometer beobachten – oder vielleicht auch nicht: So kurzwelliges Licht kann nicht von allen Menschen registriert werden.

Mit einer Planetenkamera ist es jedenfalls kein Problem diese kurzwellige Strahlung aufzuzeichnen. Unser Kollege Bernd Gährken hat dies getestet:

Sonne-Calcium-H

Die Sonne im Calcium-H-Licht, Aufnahme von Bernd Gährken

Für die Aufnahme wurden 4 Bilder kombiniert. Neben dem QUARK Calcium-H-Linie kam das Omegon Photoscope mit 1,6-fach Barlow und eine Planetenkamera zum Einsatz. Im Lieferumfang sind Adapter für 1,25″- und 2″-Auszüge. Der Calcium-Filter arbeitet ohne Telezentrik und benötigt 6,2 Zentimeter Lichtweg. Bei vielen Optiken ist der Fokus nicht direkt erreichbar. Wie empfehlen daher den günstigen Wegkorrektor mitzubestellen. Er kann direkt in den QUARK-Filter eingeschraubt werden. Als Kameras empfehlen wir besonders die Mono Guider von Touptek oder die Planetenkameras von ZWOptical. Nur mit einer Schwarzweiß-Kamera („Mono“) können Sie bei der Fotografie eines engen Spektralbereichs die ganze Auflösung des Sensors ausnutzen.

Leider waren auf der Sonne zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Sonnenflecken zu sehen. Wie Sonnenflecken im Lichte der Calcium-H-Linie aussehen, zeigt diese Beispielaufnahme des Herstellers.

Sonne-Calcium-H-Daystar

Sonnenfleck im Calcium-H-Licht, Aufnahme von DayStar-Filters

Aufnahmedaten zu diesem Bild finden Sie auf der Seite des Produkts QUARK Calcium-H-Linie.

Die Sonnenbeobachtung ist eine faszinierende Alternative oder zusätzliche Herausforderung für Himmelsbeobachter. Wer in dieses Thema einsteigen will, sollte unbedingt den modernen Klassiker Die Sonne – Eine Einführung für Hobby-Astronomen lesen. Da erfahren Sie auch, warum die Sonne uns in den unterschiedlichen Spektrallinien ein anderes Gesicht zeigt und was wir daraus lernen können..

 

Explore Scientific Twilight AZ – die unkomplizierte Montierung!

16. Februar 2017, Stefan Taube

Es muss ja nicht immer gleich die parallaktische Montierung mit GoTo-Funktionalität sein. Manchmal will man einfach nur einen Blick auf den Mond oder die Planeten werfen, einen Kometen aufspüren oder mit einem geeigneten Refraktor große Himmelsareale betrachten. Für diese Zwecke ist eine unkomplizierte und schnell einsatzbereite azimutale Montierung ideal.

Die neue Twilight I AZ von Explore Scientific ist so eine Montierung. Sie trägt bis zu acht Kilogramm schwere Teleskope – das ist recht viel, für eine Montierung dieser Klasse.

ES-Twilight-AZ

Die azimutale Einarm-Montierung Twilight I von Explore Scientific

Das Anfahren der gewünschten Objekte ist denkbar einfach: Über je einen Hebel können Sie die Klemmung der Höhen- und Azimutachse lösen und so schnell das Teleskop schwenken. Nachdem Sie die Klemmung wieder angezogen haben, erfolgt die Feineinstellung und Nachführung über die beiden biegsamen Wellen und dem präzisen Schneckengetriebe.

Der Montierungssattel erlaubt die Montage von Teleskopen, die über eine Prismenschiene nach dem sehr weit verbreiteten Vixen-Standard verfügen. Der Montierungsarm kann mit dem beiliegenden Innensechskantschlüssel so eingestellt werden, dass die Einblickshöhe für Ihre Optik optimal ist und das Teleskop nicht am Stativbein anschlägt. Apropos Stativ: Die Twilight I AZ wird mit einem Stahlstativ mit ausziehbaren Beinen und Okularablage geliefert.

Sie erhalten die Montierung Twilight I AZ derzeit zu einem Preis von 279,- Euro. Das ist ein sehr guter Preis, für eine Montierung dieser Qualität!

Celestron CGX: Eine Montierung an der Grenze zur Perfektion

6. Februar 2017, Stefan Taube

Die Marke Celestron setzt wieder neue Maßstäbe für Hobby-Astronomen: Die neue CGX-Montierung kombiniert den aktuellen technischen Standard mit durchdachtem Produktdesign  – und das zu einem angemessenen Preis.

CGX-Montierung

Die neue CGX-Montierung: 25 Kilogramm Tragkraft, ideal für die mobile Astrofotografie!

Einige besondere Features der CGX-Montierung:

  • Zahnriemenantrieb und Federdruckmechanismus: Der Riemenantrieb minimiert das Getriebespiel bei Änderung der Bewegungsrichtung („backlash“). Der Federdruckmechanismus sorgt für gleichmäßigen Anpressdruck von Schneckenrad und Schneckenwelle. Das verringert die Reibung und optimiert den Lauf des Getriebes – das macht sich auch in der Lautstärke stark bemerkbar.
  • Optische Encoder registrieren die Position der Montierung. So können die Motoren noch vor dem mechanischen Schwenklimit gestoppt werden und die Ausgangsposition anfahren. Die Montierung kann bis zu 20° über den Meridian hinaus Objekte verfolgen.
  • Innenliegende Verkabelung: Lediglich das Stromkabel und das Kabel zur Handsteuerbox liegen offen. Doch sind die Buchsen für diese offenen Kabel so angebracht, dass sie mit der Montierung nicht mitbewegt werden müssen.
Der neu konzipierte Antrieb der CGX-Montierung.

Der neu konzipierte Antrieb der CGX-Montierung.

  • Große Griffe: Transportgriffe sorgen für einen leichten Transport, doch auch alle Klemmhebel sind so ausgelegt, dass sie mit Handschuhen bedient werden können.
  • Kompaktes Design: Da die Sattelplatte nahe an der Rektaszensionsachse sitzt, hat die Montierung ein günstiges Schwingungsverhalten. Der Deklinationsmotor dient als Gegengewicht.
  • Neueste Variante der Nexstar+ Steuerung mit interner Uhr zur Speicherung der letzten Einstellungen und USB-Anschluss für einfachen Softwareupdate.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Produktseite zur CGX.

Die neue CGX-Montierung mit dem EdgeHD 925 Teleskop.

Die neue CGX-Montierung mit dem EdgeHD 925 Teleskop.

Sie erhalten die CGX-Montierung einzeln oder im Set mit den bewährten Schmidt-Cassegrain-Optiken von Celestron. Alle Varianten finden Sie unter dem Link CGX-Teleskope. Ambitionierten Astrofotografen empfehlen wir ganz besonders das CGX 925 in der Edge HD-Version. Die preiswerteste und für den Einstieg sehr empfehlenswerte Kombination aus SC-Optik und Montierung ist das CGX 800.

Dank der dualen Vixen/Losmandy-Sattelplatte können Sie aber auch so gut wie jede andere Optik anderer Hersteller mit der CGX-Montierung kombinieren.

Die hohe Kunst der Astrofotografie

1. Februar 2017, Stefan Taube

Wer den Nachthimmel fotografieren will, beginnt eine beschwerliche Reise. Der erste Erfolg stellt sich schnell ein, doch will man darüber hinaus anspruchsvoller Motive aufnehmen, muss man eine steile Lernkurve erklimmen. Wir bieten daher nicht nur die erforderliche Hardware zur Astrofotografie, sondern auch eine große Vielfalt an Literatur, die Sie in die Kunst der Astrofotografie einführen und auf Ihrem Weg begleiten:

DAS Buch für Einsteiger mit DSLR-Kamera:

Himmelsfotografie

Himmelsfotografie

Ein moderner Klassiker ist das handliche Buch Himmelsfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera: Es holt die Leser dort ab, wo die meisten stehen, nämlich beim Besitz einer Spiegelreflexkamera, die man doch auch irgendwie zur Fotografie des Himmels nutzen können müsste. Wie das geht, erklärt der sehr erfahrene Fotograf Stefan Seip anhand zahlreicher Ideen für fotografische Projekte. Von Stefan Seip gibt es übrigens auch eine DVD mit Video-Tutorials zur Bildbearbeitung: Digitale Astro-Bildbearbeitung.

Was ist möglich? DAS Praxisbuch:

Astrofotografie

Astrofotografie

Etwas umfassender ist das Buch von Roland Störmer. In seinem Band Astrofotografie – Blick zum Himmel mit der digitalen Kamera führt er in ganz unterschiedliche Methoden ein. Er geht weit über die Verwendung einer Spiegelreflexkamera hinaus und behandelt auch die Planetenfotografie und die Fotografie mit einer gekühlten Astrokamera. Dabei ist sein Buch immer ganz nah an der Praxis ausgerichtet. Wer erst einmal nur Schnuppern will, kann auch das preisgünstige Büchlein Himmelsphänomene fotografieren von Roland Störmer erwerben.

In die Tiefe. DAS Grundlagenwerk:

Handbuch Astrofotografie

Handbuch Astrofotografie

Das mit Abstand ausführlichste Buch zum Thema kommt aus dem Oculum-Verlag: Das Handbuch Astrofotografie geht wirklich in die Tiefe und behandelt die Grundlagen der Technik von Teleskop bis CCD und CMOS. Dabei kommt auch die Praxis nicht zu kurz. Natürlich ist ein umfassendes Werk nicht so handlich, wie die beiden oben vorgestellten Bücher. Man liest es nicht am Teleskop, sondern studiert es im Lesesessel – zuhause oder in jeder Sternwarte mit einer ordentlichen Bibliothek.

Der große englischsprachige Buchmarkt bietet die Möglichkeit, auch speziellere Themen zu behandeln:

Eine Auswahl englischsprachiger Bücher

Eine Auswahl englischsprachiger Bücher

  • Ein Dauerseller ist Photoshop Astronomy aus dem Verlag Willmann-Bell. In diesem Buch wird die Bildbearbeitung mit dem beliebten und sehr mächtigen Programm Photoshop ausführlich behandelt.
  • Immer das begrenzte Hobby-Budget fest im Blick hat das Buch Budget Astrophotography. Der Autor zeigt, wie man auch mit einfachen Mitteln gute Ergebnisse erzielen kann. Eine ähnliche Stoßrichtung hat das nagelneue Buch Video Astronomy on the Go. Auch hier wird mit einem festen Blick auf endliche Budgets das zunehmend wichtige Thema Video-Astronomie behandelt. Gerade in der Öffentlichkeitsarbeit wird der Einsatz von Videokameras immer bedeutender. Beide Bücher sind in der sehr empfehlenswerten Buchreihe The Patrick Moore Practical Astronomy Series erschienen.
  • Ganz neu ist auch das Buch The Art of Astrophotography aus dem Verlag Cambridge University Press. Dieses Buch für Einsteiger bietet einen großen Überblick über die vielfältigen Methoden. Der Autor, Ian Morrison, ist nicht nur ein renommierter Berufsastronom, sondern auch ein im englischen Sprachraum sehr bekannter Kolumnist zum Thema Astrofotografie.

Alle Bücher zur Astrofotografie finden Sie hier.

Übrigens: Wir liefern Bücher innerhalb Deutschlands versandkostenfrei!

Jetzt neu: Die Montierung EQ6-R von Skywatcher!

26. Januar 2017, Stefan Taube

Die neue Montierung EQ6-R Pro SynScan GoTo von Skywatcher ist ab sofort bestellbar. Mit einem Preis von 1.599 Euro ist sie nur geringfügig  teurer als das Vorgängermodell. Wir bieten Ihnen die EQ6-R sogar günstiger als die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers: Sie sparen 100 Euro!

EQ6-R-Pro-SynScan-GoTo

EQ6-R Pro SynScan GoTo

Die Montierung EQ6-R ist die Weiterentwicklung einer der beliebtesten astronomischen Montierungen überhaupt. Die klassische EQ-6 ist eine parallaktische Montierung mit Computersteuerung (GoTo). Sie bietet eine hohe Tragkraft und ist dennoch transportabel. Das alles gibt es zu einem fairen Preis. Kein Wunder, dass die EQ6 die Herzen der Sternfreunde erobert hat.

„Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ (Wolf Biermann)

Die neue EQ6-R macht nicht alles anders, aber vieles besser:

  • Ergonomisches Design mit größeren Drehgriffen für die Polhöheneinstellung und eine bessere Polhöhenanzeige, handlicher Griff für den Transport, Montierungssattel für Prismenschienen nach Vixen- und Losmandy-Standard.
  • Neueste Version der SynScan-Handsteuerung, permanente PEC-Korrektur und Kameraverschluss-Steuerung.
  • Und das Allerbeste: Zahnriemenantrieb! Durch das neue Getriebe entfällt der sogenannte Backlash, also das Getriebespiel bei Richtungsänderung. Die Montierung läuft leiser, mit höherem Drehmoment. All dies wirkt sich positiv auf das Autoguiding aus.

Mit dieser neuen Version verpasst Skywatcher seiner klassischen Montierung ein Facelifting. So wird auch die nächsten Jahre die neue EQ6-R der Standard in der Hobbyastronomie sein: Die EQ6 läuft und läuft und läuft…

Kalender und Jahrbücher für das neue Jahr 2017!

5. Januar 2017, Stefan Taube

Das Jahr ist noch jung. Es ist noch nicht zu spät für ein astronomisches Jahrbuch oder einen schönen Kalender!

Himmelsjahr 2017

Der Klassiker!

Jahrbücher: Die ständigen Begleiter für Himmelsbeobachter

  • Das meistgekaufte Jahrbuch ist das Kosmos Himmelsjahr 2017. Welche Planeten sind im aktuellen Monat sichtbar? Welche Sternbilder dominieren den Himmelsanblick und welche Objekte lohnen sich? Jedes Monatskapitel schließt mit einem Artikel zu einem astronomischen Thema. Dank dieser Monatsthemen ist das Kosmos Himmelsjahr 2017 ein lohnenswertes Sammelobjekt. Sie erhalten das Buch auch im Paket mit einer speziellen Planetariumssoftware: Kosmos Himmelsjahr Professional.
  • Der Himmels-Almanach 2017 ist nicht nach Monaten untergliedert. Stattdessen widmet er jeder Woche eine Doppelseite mit den wichtigsten Daten und aktuellen Beobachtungstipps. Aufgrund des großen Zeitschriftenformats des Almanachs wird so jeder Woche ausreichend Platz gegeben. Der Himmels-Almanach 2017 wird von der Zeitschrift Abenteuer Astronomie herausgegeben.
  • Wer es ganz besonders handlich mag, sollte zum Buch Was tut sich am Himmel 2017 greifen. Dieses schmale Bändchen ist ideal für die Tasche und besonders preisgünstig.
Astronomische Jahr 2017

Alles auf einen Blick!

Für die Wand: Astronomisches Poster und Kalender

  • Der Astronomie-Verlag hat ein ganz besonderes Poster entwickelt, auf dem der astronomische Jahreslauf mit einem Blick erkennbar ist: Das Astronomische Jahr 2017. Das Poster zeigt im linken Teil die Auf- und Untergangszeiten der Körper unseres Sonnensystems und auf der rechten Seite eine Sternkarte für jeden Monat. Dazu ist das Poster mit vielen zusätzlichen Hinweisen gespickt.
  • Nicht sonderlich praktisch, aber sehr schön ist der große Wandkalender Sternzeit 2017. Im Format 70×50 Zentimeter präsentiert der Kalender professionelle Himmelsaufnahmen aus der Wissenschaft, die im Begleittext auch ausführlich beschrieben werden.
  • Wenn Sie es lieber preisgünstiger und kleiner mögen, greifen Sie zu den Kalendern aus dem WeitSicht-Verlag: Der Kalender Sternenhimmel zeigt Aufnahmen zweier renommierter Astrofotgrafen, nämlich von Babak A. Tafreshi und Bernd Pröschold. Auch der Kalender Polarlichter bietet Bilder von Babak A. Tafreshi.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Auswahl an Kalendern und Jahrbüchern gefällt. In unserem Medien-Bereich finden Sie darüber hinaus zahlreiche weitere Anregungen.

Übrigens: Innerhalb Deutschlands liefern wir Bücher, Poster und Kalender versandkostenfrei!

Sternehimmel 2017

Stimmungsvolle Weitwinkelaufnahmen des Nachthimmels

Der Mond im kommenden Jahr 2017

27. Dezember 2016, Stefan Taube

Die amerikanische Weltraumbehörde NASA veröffentlicht diese Animation, die alle kommenden Mondphasen des Jahres 2017 zeigt:

 

Wir sehen von unserem Erdmond stets die gleiche Seite, weil der Mond für eine Rotation um seine Achse genau so lange braucht, wie für den Orbit um die Erde. Astronomen sprechen von einer gebundenen Rotation. Dieses Phänomen ist in unserem Sonnensystem sehr verbreitet und eine Folge der Gezeitenkräfte.

In der Animation sind nicht nur die Wechsel der Mondphasen von Neumod zu Vollmond und wieder zurück zu sehen, sondern auch eine merkwürdige Taumelbewegung des Mondes. Diese Taumelbewegung wird Libration genannt. Der Libration verdanken wir, dass wir im Laufe eines Jahres mehr als nur die Hälfte der Mondoberfläche zu sehen bekommen: Mal sehen wir etwas mehr von einem der beiden Pole, mal etwas mehr von der westlichen oder östlichen Seite. Wer genau beobachtet, bemerkt sicherlich, dass sich auch der scheinbare Durchmesser des Mondes ändert.

Der Grund für die Libration liegt in der Bahn des Mondes um die Erde. Die Mondbahn ist kein perfekter Kreis, sondern eine Ellipse. Daher ändert sich die Entfernung des Mondes zur Erde im Laufe eines Umlaufs, also eines Monats. Befindet sich der Mond auf seiner Bahn am weitesten von der Erde entfernt, also im sogenanten Apogäum, bewegt er sich etwas langsamer auf seiner Bahn. Ist der Mond hingegen der Erde besonders nahe, also im Perigäum, bewegt er sich etwas schneller. Die gebundene Rotation ist somit nicht perfekt: Die Umlaufbewegung des Mondes hinkt im Apogäum der Rotation etwas hinterher und ist ihr im Perigäum etwas voraus. In diesen Situationen können wir sozusagen um die Ecke des Mondrandes schauen.

Dass wir auch die Pole des Mondes sehen können liegt an der Neigung der Rotationsachse des Mondes gegenüber seiner Bahn um die Erde. Ist uns die Rotationsachse zugeneigt, schauen wir auf den Nordpol, im umgekehrten Fall auf den Südpol.

Wer sicher und schnell mit dem bloßem Auge, Fernglas oder einem kleinen Teleskop die wichtigsten Strukturen auf dem Mond identifizieren will, sollte zum Moonscout greifen. Dieses laminierte, unverwüstliche Kartenset zeigt den Anblick des Mondes in den verschiedenen Phasen. Ein ausführlicheres Kartenwerk für Teleskopbesiter und Astrofotografen ist der Reiseatlas Mond.

Regelrechte Mondtouren bietet Der Moonhopper. Hier finden Sie Anregungen für die Beobachtung des Mondes mit dem Teleskop.

moonscout

Ein preiswertes und handliches Kartenset für jeden Mondfreund!

Celestron Astro Fi: Einsteigerteleskope mit App

9. Dezember 2016, Stefan Taube

Mit den NexStar Evolution fing es an: Celestron hatte diese Teleskop-Serie mit WLAN ausgestattet. So können Sie ihr Tablet oder Smartphone mit dem Teleskop verbinden. Auf diese Art und Weise können Sie das Teleskop nicht nur kabellos steuern, Sie können auch alle Funktionalitäten der kostenlosen App Celestron SkyPortal nutzen: Ihr Display zeigt den aktuellen Himmel in einer ansprechenden Planetariumsansicht und liefert jede Menge Hintergrundinformationen. Zu den beliebtesten Objekten gibt es Bildmaterial und sogar einen Audio-Guide (in englischer Sprache).

Diese Technik bietet Celestron nun auch für preisgünstige Einsteiger-Teleskope an. Die Serie Astro Fi besteht derzeit aus vier verschiedenen Instrumenten:

astro-fi-5

Unser Tipp: Das Astro Fi Teleskop mit SC-Optik.

Besonders interessant ist das letztgenannte Modell Astro Fi 5. Mit einer Öffnung von 5-Zoll ist es bereits relativ lichtstark. Dennoch ist das Teleskop sehr kompakt und übt daher nur eine geringe Hebelwirkung auf das Stativ aus. Der geschlossene Tubus schützt den Hauptspiegel vor Verschmutzung. Außerdem sind SC-Optiken justierstabil. SC-Optiken haben trotz ihrer kompakten Bauweise eine hohe Brennweite und sind daher sehr gut für die Fotografie von Mond- und Planeten geeignet – eine gute passende Kamera wäre die NexImage 5.

Wie beschrieben erzeugen alle vier Astro Fi Teleskope ein WLAN für die Steuerung mittels der App SkyPortal. Anders als bei den NexStar Evolution verzichtet Celestron bei den Astro Fi auf eine zusätzliche Handsteuerbox.

Wie die größeren Celestron-Teleskope auch, verfügen die Astro Fi über die SkyAlign-Technologie. Dies ist eine besonders einfache Technik, um die Computersteuerung auf den aktuellen Sternenhimmel und ihren Standort auszurichten. Sie müssen lediglich zu Beginn einer Beobachtungsnacht das Teleskop auf drei helle Himmelsobjekte ausrichten. Aus den Winkeln zwischen den Objekten und den GPS-Daten des Smartphones oder Tablets errechnet das Teleskop die aktuelle Himmelsansicht. Nach dieser kurzen Prozedur können Sie jedes Objekt automatisch anfahren, das Ihnen die SkyPortal-App anzeigt. Sie müssen lediglich auf dem Touchscreen das Objekt antippen.

Der besondere Clou am SkyAlign-Verfahren ist, dass Sie nicht einmal wissen müssen, wie die drei hellen Objekte heißen, die Sie für die Initialisierung der Steuerung anfahren. Das ist für Einsteiger eine große Hilfe, aber auch für erfahrene Beobachter nützlich, da man in der Dämmerung oft noch zu wenig Sterne sieht, um sie sicher benennen zu können.

Die Astro Fi Teleskope verfügen über ein Batteriefach. Die beste Methode der Stromversorgung ist aber zweifelsohne der LiFePO4-Akku von Celestron.

Tipp zum Wochenende: Der Abendstern trifft auf die schmale Mondsichel

2. Dezember 2016, Stefan Taube

Schaut man derzeit nach Sonnenuntergang in Richtung Südwesten, präsentiert sich die Venus als heller Abendstern. Die Rolle als Abendstern spielt der Planet immer dann, wenn er östlich von der Sonne steht. Die Venus folgt also der Sonne und leuchtet so nach Sonnenuntergang als sehr heller „Stern“ knapp über dem Horizont.

Am kommenden Samstag gesellt sich noch die schmale Sichel des Mondes zum Abendstern. Zusammen mit dem hellen Stern Altair im Sternbild Adler und dem Mars ergibt sich ein reizvoller Himmelsanblick, hier simuliert mit der Planetariumssoftware Stellarium:

Himmelsanblick

Himmelsanblick am Samstagabend

Ihre Rolle als Abendstern wird die Venus im Dezember noch weiter ausbauen. Am Ende des Monats geht sie erst vier Stunden nach der Sonne unter.

Wer mit einem Teleskop ausgerüstet ist, kann eine Gemeinsamkeit der beiden eigentlich sehr verschiedenen Himmelskörper Mond und Venus erkennen: Beide zeigen Phasen. Aus unserer Perspektive sehen wir nur einen Teil der von der Sonne beleuchteten Hemisphäre von Mond und Venus. Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe, die Phasen der Venus im Laufe eines Venusjahrs fotografisch zu dokumentieren, wie in diesem Beispiel:

Die Phasen der Venus

Die Phasen der Venus. Copyright: Statis Kalyvas – VT-2004 programme

Die Fotografie der vollen Venus und der schmalen Venussichel setzt allerdings die Beobachtung am Tage voraus. Das sollten nur erfahrene Beobachter versuchen, denn es ist immer sehr gefährlich, mit einem Teleskop die Sonne zu beobachten!

Benutzt man für die Fotografie stets die gleiche Ausrüstung, erkennt man auch, dass die voll beleuchtete Venusscheibe deutlich kleiner ist, als die schmale Venussichel.

Sowohl die Phasen der Venus, als auch ihr veränderliche Durchmesser erklärt sich zwanglos aus unserer Beobachterposition. Steht die Venus aus unserer Sicht hinter der Sonne (obere Konjunktion) ist das Planetenscheibchen klein, aber voll beleuchtet. Wandert die Venus zwischen uns und der Sonne, wächst das Scheibchen im Durchmesser, doch sehen wir dafür weniger von der beleuchteten Hemisphäre:

Venusorbit

Venusorbit. Quelle: Wikipedia

Der italienische Physiker Galileo Galilei war einer der ersten Gelehrten, der ein Teleskop zur Himmelsbeobachtung benutze. Er beobachtete die Venus und ihre Phasengestalt im Jahre 1610: „Die Mutter der Liebe ahmt die Gestalten der Mondgöttin nach.“ Für ihn war diese Beobachtung ein Beleg für das heliozentrische System, denn in einem rein geozentrischen Weltbild, bei dem sich Sonne und Venus um die Erde bewegen, ist dieses Phänomen nicht zu erklären.

Die Grafik oben suggeriert, dass die Venus bei jedem Umlauf um die Sonne vor der Sonnenscheibe vorbei zieht. Da die Umlaufbahn der Venus aber um 3,4° gegenüber der Erdbahn geneigt ist und die Sonnenscheibe nur 0,5 Winkelgrade groß ist, kommt es nur sehr selten zu solch einen Venustransit. Der nächste wird erst im Jahre 2117 stattfinden.

Nach Sonne und Mond ist die Venus der hellste Himmelskörper. Dies liegt zum einen an ihrer relativen Nähe, zum anderen aber auch an ihrer hohen Albedo, also dem Rückstrahlvermögen: Die Venus reflektiert fast 80% des einfallenden Sonnenlichts. Der Grund dafür ist die geschlossene Wolkendecke, die uns einen Blick auf die Oberfläche der Venus verwährt.

Die Kombination aus Wolken und Sonnennähe inspirierte die frühe Sciencefiction. Man stellte sich die Venus als eine feuchtheiße Dschungelwelt vor, zum Beispiel in den Venus-Romanen des Tarzan-Erfinders Edgar Rice Burroughs (1875-1950). Dabei konnte schon im Jahre 1932 mit spektroskopischen Methoden Kohlendioxid in der Venusatmosphäre nachgewiesen werden. So war also schon zur Zeit der Venus-Romane klar, dass der Treibhauseffekt für Temperaturen auf der Venus sorgt, die selbst für Dschungelbewohner zu viel sind. Die endgültige Bestätigung brachte die sowjetische Raumsonde Venera 7. Diese landete im Jahre 1970 auf der Venus und maß eine Temperatur am Boden von 475° Celsius bei einem Luftdruck von 90 bar. Gerade mal 23 Minuten hielt der Lander diesen Bedingungen stand. Die Venus ist eine heiße Hölle!

Die erste Kartographie des Venus-Globus gelang 1990 der amerikanischen Raumsonde Magellan. Mittels Radarstrahlung durchdrang die Sonde die geschlossene Wolkendecke und tastete den Venusboden ab. Aus diesen Daten erzeugen Astronomen Ansichten der Venus wie diese:

Venus-Magellan

Copyright: NASA

Auch wenn sich die NASA-Wissenschaftler bei der Farbgebung von den Bildern der sowjetischen Venera-Sonden inspirieren liesen, sollte man nicht vergessen, dass solche Radarkarten nicht dem entsprechen, was wir mit unseren Augen sehen. Die Venus ist ein wolkenverhangener Planet, der bis heute sein wahres Antlitz verborgen hält.

Zurück zum Mond am Samstagabend: Auch ein Blick auf die schmale Mondsichel ist sehr reizvoll, da die auf dem Mond flach stehende Sonne lange Schatten wirft und so Krater und Berge deutlich hervortreten lässt.

Der mit Stellarium simulierte Anblick in einem Celestron C8-Teleskop mit dem Standardokular des Lieferumfangs zeigt die aktuelle Mondphase:

Mond im Okular

Mond im Okular

Im 26mm-Okular füllt der Mond das Blickfeld fast ganz aus, was allerdings in der Wirklichkeit sehr viel schöner aussieht, als in der Simulation. Natürlich erlaubt die Optik des Teleskops viel höhere Vergrößerungen, verwenden Sie einfach ein kurzbrennweitiges Planetenokular.

In dem Bild erkennt man deutlich als dunklen Fleck das Meer der Gefahren (Mare Crisium). Dieses mit dunkler Lava geflutete Becken hat einen Durchmesser von etwa 550 Kilometer. Mit dem Kartenset moonscout kann man sehr gut die markantesten Mare, Krater und Gebirge auf dem Mond identifizieren, die bei dieser niedrigen Vergrößerung bereits sichtbar sind. Das Kartenset ist zum Beispiel auch dann sehr gut geeignet, wenn Sie den Mond einfach immer wieder gerne mit der Spiegelreflexkamera fotografieren.

Auf seiner Wanderung über den Nachthimmel begegnet der Mond am Samstag zuerst der Venus, am Montag dem Mars und am Dienstag dem fernen Planeten Neptun.

Neue Dias zum Homestar Pro Planetarium

29. November 2016, Stefan Taube

Mit einem Planetarium können Sie den Sternenhimmel auf die Zimmerdecke projizieren – ein lehrreicher Spaß für die ganze Familie! Das beliebteste Planetarium für den Hausgebrauch ist das Homestar Pro von Sega Toys. Seine Beliebtheit wird sicherlich noch zunehmen, denn jetzt können wir Ihnen als Zubehör zum Homestar Pro attraktive Dias anbieten. Die Dias können einfach über die Wechselschublade in das Planetarium eingelegt werden. Sie zeigen reizvolle astronomische Motive, zum Beispiel:

Sie finden alle Dias zum Homestar Pro unter diesem Link.

Galaxien-Dia

Das Motiv „Galaxien“ ist ein Beispiel für die neuen Zusatz-Dias.

Die helle LED-Lampe des Homestar Pro sorgt für einen hohen Kontrast. Dank des verstellbaren Fokus können Sie den Projektionsabstand zwischen 150 und 230 Zentimeter variieren. Das Planetarium lässt sich neigen, so dass Sie statt der Zimmerdecke auch eine Wand anstrahlen können. Das Planetarium dreht sich gemäß der Himmelsrotation. Dabei können sie den Drehsinn wechseln und so entweder die nördliche oder südliche Hemisphäre simulieren.

Für das Kinderzimmer ganz praktisch ist die Zeitschaltuhr: Das Homestar Pro schaltet sich nach maximal 60 Minuten von alleine aus.

Homestar Pro

Schön und funktional: Das Planetarium Homestar Pro

Es gibt preisgünstigere Heimplanetarien, doch mit dem Homestar Pro erhalten Sie ein hochwertiges Produkt im schönen Design, das sich nicht im Kinderzimmer verstecken muss. Mit den Zusatz-Dias ist es außerdem nun jederzeit um faszinierende astronomische Motive erweiterbar.

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