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Stefan Taube

Über Stefan Taube

Der Category Manager Stefan betreut zahlreiche Produktlinien in unserem Shop und sorgt dafür, dass Sie die richtigen Informationen bekommen.
Stefan kam über die Verlagsbranche zum Astroshop. Als gelernter Online-Redakteur betreut er die Webseite und unseren Astro-Blog. In seiner Freizeit engagiert er sich bei der Astronomischen Vereinigung Augsburg e.V., wo er vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist.

Posts verfasst von Stefan Taube

Blog-Archiv

Tipp zum Wochenende: Galaxie mit Hut

6. Mai 2016, Stefan Taube

Die Wettervorhersage ist sehr gut und der Mond lässt sich nicht blicken. Das ist der richtige Zeitpunkt, um sich schwierigen Himmelsobjekten zu widmen. Allerdings machen sich die länger werdenden Tage bemerkbar. Die Dämmerung endet erst um kurz nach zehn Uhr. Kleiner Trost: Der strahlende Jupiter im Sternbild Löwe (lat.: Leo) lässt sich auch in der Dämmerung sehr schön beobachten.

Horizontnah und groß: Das Sternbild Jungfrau

Unser Ziel für die dunklen Nächte liegt im Sternbild Jungfrau (lat.: Virgo). Dieses Sternbild wird von dem hellen Stern Spica dominiert. Wie in einem früheren Blogpost bereits beschrieben, finden Sie Spica, wenn Sie vom Großen Wagen ausgehend den englischsprachigen Merksatz Follow the arc to Arcturus, and speed on to Spica berücksichtigen. Die Grafik veranschaulicht dies noch einmal:

Fruehlingsdreieck_EN

Das Frühlingsdreieck und der Bogen zu Spica.

Die Jungfrau ist das zweitgrößte Sternbild am Himmel und das größte der Tierkreissternbilder. Es handelt sich um ein Kalendersternbild: Wenn der helle Stern Spica in der Jungfrau im Herbst zum ersten Mal am Morgenhimmel zu sehen war, wurde es Zeit für die Ernte. In einem Sagenkreis wird die Jungfrau mit Persephone, der Tochter der Getreidegöttin Demeter identifiziert. Persephone wurde dazu verdammt, die Hälfte des Jahres in der Unterwelt zu verbringen, ganz so wie auch das Getreidekorn einen Teil des Jahres unter der Erde verbringt, bevor es wieder in der Menschenwelt auf dem Feld wächst. In vielen bildlichen Darstellungen des Sternbildes hält die Jungfrau eine Kornähre in der Hand. Aus dem lateinischen Wort für Kornähre leitet sich der Name Spica ab.

Virgo historisch

In der linken Hand die Kornähre Spica. Aus Urania’s Mirror; or, a view of the Heavens, London 1825. Quelle: wikipedia

Spica ist über 260 Lichtjahre entfernt und doch einer der hellsten Sterne am Nachthimmel. Das liegt an der enormen Leuchtkraft dieses Sterns. Sie beträgt das Zweitausendfache unserer Sonne. Mit einer Oberflächentemperatur von 20.000 Kelvin ist Spica ein bläulich-weißer Stern. Achten Sie auf den farblichen Kontrast zum rötlichen Arktur.

Die Sombrero-Galaxie ist ein sehr reizvolles Beobachtungsobjekt

Schauen Sie etwas unterhalb der Jungfrau in Richtung Südwesten. Dort fällt ein kleines Sternentrapez auf. Das ist das Sternbild Rabe (lat.: Corvus). Zwischen Spica und Corvus liegt das Ziel des Abends: Die Sombrero-Galaxie. Wer ein Teleskop mit einer GoTo-Steuerung oder das Handplanetarium Universe2go verwendet, findet die Galaxie unter der Katalogbezeichnung M104.

Sternkarte Sombrero Galaxie

Diese und alle anderen Sternkarten wurden mit stellarium.org erzeugt.

Schon im 10×50-Fernglas ist M104 als länglicher Nebelfleck zu sehen. Im Teleskop ab 150-Millimeter-Öffnung und 100-facher Vergrößerung scheint eine dunkle „Kante“ den Nebel zu begrenzen. Mit mehr Öffnung oder den Mitteln der Astrofotografie entpuppt sich die Kante als dunkles Staubband, das die helle Zentralregion der Galaxie M104 teilt. Bei der Sombrero-Galaxie handelt es sich nämlich um eine eng gewundene Spiralgalaxie, die wir von der Seite sehen.

Diese Aufnahme des Weltraumteleskop Hubble zeigt die Kantenstellung der Galaxie auf beeindruckende Art und Weise – wobei allerdings bei einem Bild dieser Qualität nicht mehr viel von Ähnlichkeit der Galaxie mit einer mittelamerikanischen Kopfbedeckung zu erahnen ist:

Hubble M104

Es ist nicht ungewöhnlich, dass wir Galaxien von der Kante zu sehen bekommen. Was allerdings das Erscheinungsbild von M104 einzigartig macht, ist die große zentrale Aufwölbung, also der zentrale Bereich. Dieser beinhaltet bei M104 etwa ein Viertel der gesamten Galaxienmasse. Bei unserer Milchstraße sind es etwa nur ein Siebtel. Für außergalaktische Beobachter sieht unsere Milchstraße eher nicht hutförmig aus.

Die Literaturangaben zur Entfernung der Sombrero-Galaxie schwanken zwischen 30 bis 45 Millionen Lichtjahre. So oder so, der Stern Spica ist da im Vergleich ein enger Nachbar.

Eta-Aquariden für Nachteulen oder Frühaufsteher

Wer es bis zur zweiten Nachthälfte durchhält, wird mit einem Sternschnuppenstrom belohnt. Dabei handelt es sich um einen Schwarm kleiner Staubteilchen, den unsere Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne kreuzt. So entstehen viele leuchtende Meteore. Laut Kosmos Himmelsjahr sind es etwa zwanzig Meteore pro Stunde, im Maximum können es bis zu sechzig werden. Da können einem die Wünsche ausgehen!

Die Meteore ziehen eine lange, helle Spur über den Himmel und scheinen dabei aus einer Richtung zu kommen. Nach dieser Richtung werden Meteorströme benannt. In diesem Fall liegt die Quelle beim Stern Eta Aquarii im Sternbild Wassermann (lat.: Aquarius), weshalb der Meteorstrom Eta-Aquariden genannt wird. Da das Sternbild erst spät aufgeht und nahe am Horizont steht, sind die Eta-Aquariden in unseren Breiten nicht so gut zu sehen. Wer unseren Blog auf den Kanaren liest, hat bessere Chancen.

Eta Auariden

Der Wassermann geht erst früh am Morgen auf.

Der Mond lässt uns dieses Wochenende in Ruhe beobachten. Die schmale Sichel des Neumonds sollte erstmalig am Sonntagabend zu sehen sein. Halten Sie danach Ausschau!

Nicht vergessen: Merkurtransit

Zum Schluss noch zwei Hinweise auf Ereignisse, über die wir bereits berichtet haben: Sie finden derzeit Mitarbeiter von uns auf dem Internationalen Teleskoptreffen Vogelsberg ITV und außerdem ganz wichtig: Am Montag ist Merkurtransit!

Wie findet man den passenden Sonnenfilter?

3. Mai 2016, Stefan Taube

So kurz vor dem Merkurtransit erreichen uns viele Anfragen, welcher Sonnenfilter denn der passende ist. Für Folienfilter mit aufsteckbarer Fassung bieten wir Ihnen nun das Filter Finder Tool an. Wählen Sie in diesem Tool einfach Ihre Optik aus und schon erhalten Sie einen Link zum passenden Filter.

Filter ToolSie finden das Filter Finder Tool auf unserer Webseite und zwar dort, wo wir alle Modelle der AstroSolar-Sonnenfilter listen: Folienfilter in Fassung von Baader-Planetarium.

Falls in dem Filter Finder Tool Ihre Optik nicht gelistet sein sollte, können Sie die Abmessungen auch direkt in das Tool eingeben. So oder so sollten Sie den passenden Sonnenfilter finden.

Sonnenfilter von AstroSolar bieten eine sichere Methode zur Sonnenbeobachtung, insbesondere in Kombination mit der rutschfesten Fassung.

Sie sollten auf gar keinen Fall ohne Sonnenfilter in die Sonne schauen und auch nicht Ihre Kamera zur Sonne ausrichten!

 

Merkurtransit: Sonnenfilter und weiteres Zubehör ab Lager!

2. Mai 2016, Stefan Taube

Nächsten Montag können wir beobachten, wie der flinke Merkur vor der Sonne vorbeizieht. Darüber hatten wir bereits berichtet: Merkurtransit am 09. Mai: So beobachten Sie ihn erfolgreich.

Merkurtransit am 09. Mai

Merkurtransit am 09. Mai

Heute möchten wir auf sinnvolles Zubehör zur Beobachtung hinweisen, das wir derzeit am Lager führen und daher rechtzeitig zum Event zusenden können.

Filterfolie

Der Klassiker zur Sonnenbeobachtung ist die Sonnenfilterfolie Astrosolar. Diese Folie gibt es in zwei Größen. Sie können daraus einen passenden Objektivfilter basteln, also einen Filter, den Sie vor Ihre Optik platzieren. Bitte beachten Sie, dass Sie Merkur nur mit einer vergrößernden Optik beobachten können. Die Sonnenfinsternisbrille allein reicht leider nicht aus.

Filterfolie in Fassung

Wenn Sie keinen Filter selber basteln möchten, greifen Sie einfach zu den Sonnenfiltern, die bereits in einer Fassung montiert sind. Wir führen diese Filter für Teleskope, Spektive und für Ferngläser und Kameraobjektive. Auf der Übersichtsseite dieser Sonnenfilter haben wir für Sie das Filter Finder Tool eingebunden. Damit finden Sie den passenden Sonnenfilter zu Ihrer Optik.

Anwendungsbeispiel

Sicher beobachten und fotografieren

Gefasste Sonnenfilter mit Astrosolar-Folie erhalten Sie übrigens auch von den Herstellern Euro EMC und Omegon.

Smartphone-Adapter

Falls Sie nicht schon eine Ausrüstung für die Astrofotografie haben, können Sie das Ereignis auch einfach mit dem Smartphone fotografieren. Wir bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, kleine Kameras an das Teleskop anzuschließen: Smartphone- und Digicam-Klemmen.

Sonnenprojektion

Statt das Sonnenlicht vor dem Eintritt in das Teleskop zu Filtern, können Sie auch mit einem Projektionsschirm arbeiten. So können mehrere Personen gleichzeitig beobachten. Auch für Zeichner ist dies eine beliebte Methode.

Sonnenblende und -sucher

Weiteres nützliches Zubehör sind die Sonnenblende und der Sonnensucher von Euro EMC. Mit der Sonnenblende sehen Sie einfach mehr, da das Okular im Schatten liegt und so der Helligkeitsunterschied zwischen dem Okularbild und der Umgebung geringer ist. Ein Sonnensucher verhindert, dass Sie sich gefährlicher Methoden bedienen, die Sonne im Teleskop einzustellen. Den regulären Sucher Ihres Teleskops schrauben Sie am besten zur Sonnenbeobachtung ganz ab.

Herschelkeil und H-alpha-Filter

Ein sehr kontrastreiches Sonnenbild erzielen Sie mit einem Herschelkeil. Der Herschelkeil, auch Sonnenprisma genannt, ist das Mittel der Wahl für ambitionierte Sonnenbeobachter. Der Herschelkeil wird in den Okularauszug des Teleskops gesteckt. Das Sonnenlicht tritt also ungehindert und mit voller Energie in das Teleskop ein. Daher eignen sich Herschelkeile nur für Refraktoren, denn Spiegelteleskope haben sekundäre optische Elemente im Strahlengang, die sich nahe dem Brennpunkt(!) befinden. Auch die Filter der Serie QUARK sind für kleine Refraktoren ausgelegt und werden einfach in den Okularauszug gesteckt. Die QUARK-Filter gibt es für zwei Spektrallinien, nämlich H-alpha und Calcium-H.

Sonnenteleskope

Mit dem Herschelkeil und den QUARK-Filtern betreten Sie das Feld der semiprofessionellen Sonnenbeobachtung. Für diesen Zweck bieten wir auch komplette Sonnenteleskope an.

Unter dem Link Sonnenteleskope finden Sie vor allem Teleskope, die für die Beobachtung der H-alpha-Spektrallinie optimiert sind, aber auch einfache Teleskope, die mit passendem Sonnenfilter geliefert werden. Übrigens: Bei dem kleinen Teleskop Solar 60 ist der Filter mit einem Gewinde ausgestattet. Er wird also nicht einfach aufgesteckt. Das macht das Teleskop besonders sicher für die Beobachtung mit Kindern. Im Lieferumfang ist auch eine einfache Kamera mit USB-Anschluss enthalten.

Banisch Sonne

Noch Fragen? Wir empfehlen dieses Buch allen Sonnen- beobachtern.

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen für einen tieferen Einstieg in das Thema ausdrücklich das Buch Die Sonne – Eine Einführung für Hobby-Astronomen ans Herz legen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogposts sind die genannten Artikel (bis auf das Buch) bei uns sofort lieferbar. Wie der aktuelle Stand ist, erkennen Sie an unserem Ampelsystem: Hat der Artikel einen grünen Punkt, liegt er für Sie bereit.

Wenn Sie noch Fragen zur Lieferbarkeit oder zur richtigen Ausrüstung für die Sonnenbeobachtung haben, wenden Sie sich bitte an unseren Service.

 

Spannende Produktneuheiten aus den USA – Bericht von der NEAF

25. April 2016, Stefan Taube

Wir von Astroshop.de waren auf der weltgrößten Astronomiemesse NEAF und haben uns für Sie ein wenig umgesehen. NEAF steht für North Eastern Astronomy Forum. Das Event findet jedes Jahr im April in New York, USA, statt.

Etwa hundert Aussteller präsentierten auf der Messe Neuheiten und altbewährte Produkte. Wir haben mit vielen dort vertretenen Unternehmen gesprochen und zeigen Ihnen ein paar Highlights:

Celestron

Die NexStar-Serie gehört zu den erfolgreichsten Produkten von Celestron. Vor nicht einmal zwei Jahren kam mit der Evolution-Serie die nächste Generation auf den Markt. Jetzt gibt es diese in einer Deluxe-Version: Mit EdgeHD-Optik für noch schärfere Abbildung und StarSense-AutoAlign zur noch einfacheren GoTo-Steuerung. Damit lässt sich das Gerät mit dem Smartphone oder Tablet steuern und findet die Orientierung ganz von alleine – ohne Koordinateneingabe, ohne es nach Norden auszurichten und zu levellieren und ohne umständliches Anfahren von Sternen.

Die Serie kommt in Kürze auf den Markt und ist natürlich vom ersten Tag an bei uns erhältlich!

NexStar Evolution

Der nächste Schritt in der NexStar Evolution

Explore Scientific

Explore Scientific fiel nicht nur durch den schönsten Stand mit einem alten Wohnwagen aus dem Amerika der 60er Jahre auf, sondern auch mit einer interessanten Innovation:

Für die G-11 Losmandy-Montierung haben die Entwickler von Explore Scientific eine neue Steuerungseinheit entwickelt, der mit einem Multi-Prozessor mit acht CPUs, die unabhängig voneinander laufen, und einem 64kB EEPROM Arbeitsspeicher zur lokalen Speicherung der vom Benutzer definierten Parameter arbeitet. Ein WLAN-Modul mit voller IP-Funktionalität erlaubt die Remote-Steuerung von überall.

Zur Steuerungseinheit gehört eine eigens entwickelte Software namens ExploraStars – die erste Anwendung der OpenGoTo-Community. Diese läuft auf Windows-PCs, Tablets und Smartphones. Das Produkt kommt nach unserer Information in zwei Monaten auf den Markt und wird pünktlich in unserem Shop gelistet sein.

Der Stand von Explore Scientific

Der Stand von Explore Scientific

Montierung G11 von Losmandy

Montierung G11 von Losmandy …

... und die Steuerung von Explore Scientific

… und die Steuerung von Explore Scientific

iOptron

Der Aufsteiger unter den Montierungsherstellern iOptron präsentierte auf der NEAF eine ganz besonders spannende Montierung, die AZ Pro. Dank der eingebauten Sensoren erkennt die AZ Pro automatisch ihre Stellung und fährt darauf hin die Nullposition an. Dann zieht sie alle relevanten Daten aus dem eingebauten GPS und schwenkt auf ein helles Himmelsobjekt. Dieses Objekt müssen Sie dann für die letzte Feineinstellung nur noch im Okular zentrieren und fertig – Sie müssen vorher nichts eingeben und nicht einmal wissen, wie der helle Stern heißt, den die Montierung anfährt.

Anders als Celestron mit dem StarSense-AutoAlign arbeitet iOptron also mit einer Lösung ohne Kamera. Damit ist diese Technologie aktuell einzigartig. Die AZ Pro ist in Kürze verfügbar und bereits auf Astroshop.de gelistet.

Die AZ Pro von iOptron trägt problemlos mittelgroße Teleskope.

Die AZ Pro von iOptron trägt problemlos mittelgroße Teleskope.

DayStar

DayStar hat in den letzten Jahren mit den QUARK-Filtern für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Schließlich wurde damit die Beobachtung von Protuberanzen möglich, die sonst nur Besitzern teurer Sonnenteleskope vorbehalten war. Die Filter werden einfach in den Okularauszug eines gewöhnlichen Teleskops gesteckt.

Die neueste Innovation, die DayStar auf der NEAF vorstellte, ist nun ein QUARK-Filter zur Sonnenbeobachtung in der Calcium-H-Linie. Die beiden Spektrallinien Calcium-K (CaK) und Calcium-H (CaH) sind in der wissenschaftlichen Sonnenbeobachtung ähnlich bedeutsam wie die H-Alpha-Linie des Wasserstoff. Die beiden Calcium-Linien haben Wellenlängen von unter 400 Nanometer. Hier lässt die Empfindlichkeit des menschlichen Auges im Alter merklich nach. Das Calcium-QUARK ist ausgelegt auf die CaH-Linie mit 397 Nanometer Wellenlänge. Laut Daystar ist diese Farbe für die meisten Menschen noch sichtbar, so dass das Calcium-QUARK auch für die visuelle Beobachtung geeignet ist.

Der neue QUARK-Filter von Daystar

Der neueste QUARK-Filter von Daystar

Die Sonne im Licht der Calcium-H-Spektrallinie

Die Sonne im Licht der Calcium-H-Spektrallinie

 

Der Quark Calcium H-Line ist in Kürze verfügbar und bereits auf Astroshop.de gelistet.

Die NEAF hatte noch weitere spannende Innovationen zu bieten. Zu einigen davon erscheinen in nächster Zeit noch eigene Blogbeiträge auf Astroshop.de.

Zum Abschluss zeigen wir Ihnen noch ein Teleskop, das zwar alles andere als neu ist, aber uns dennoch ins Auge fiel: Der Pink Panther. Leider unverkäuflich!

Ob sich diese Tubusfarbe durchsetzen wird?

Ob sich diese Tubusfarbe durchsetzen wird?

Tipp zum Wochenende: Der kleine Vollmond (2 Kommentare)

22. April 2016, Stefan Taube

Es gibt ein paar Zahlen aus der Astronomie, die gehören einfach zur Allgemeinbildung. Eine davon ist die Entfernung des Mondes zur Erde. Wenn Sie sich dafür 384.000 Kilometer einprägen, liegen Sie ganz gut.

Dieser Wert gibt allerdings nur die mittlere Entfernung des Mondes an. Seit Johannes Kepler (1571-1630) wissen wir, dass sich die Himmelskörper nicht auf Kreis-, sondern auf Ellipsenbahnen um ihr Zentralgestirn bewegen. Dadurch variiert auch der Abstand des Mondes zur Erde. Besonders eindrücklich ist es, wenn sich der Mond zur Zeit seiner Vollmondphase im erdnächsten oder dem erdfernsten Punkt befindet. Die Abbildung unten zeigt den Unterschied, simuliert mit der Planetariumssoftware Stellarium.

Vollmond zu verschiedenen Zeiten

Links sehen wir den Vollmond in der Nacht von Freitag auf Samstag. Das rechte Bild zeigt den Vollmond am 14. November diesen Jahres. Dann wird er zur Vollmondphase am erdnächsten Punkt stehen. In Zahlen ausgedrückt: Derzeit befindet sich der Mond etwas über 407.000 Kilometer von der Erde entfernt, am 14. November sind es hingegen nur 357.000 Kilometer. Übrigens: Der erdnächste Punkt der elliptischen Mondbahn wird Perigäum genannt, der erdfernste Apogäum. Derzeit ist also der Mond im Bereich seines Apogäums.

Für Sonnenfinsternisbeobachter ist es wichtig zu wissen, ob der Mond zum Zeitpunkt der Finsternis nahe dem Apogäum oder dem Perigäum steht. Ist der Mond von der Erde zu weit entfernt, kann er nämlich die Sonnenscheibe nicht komplett abdecken. Die Finsternis ist dann ringförmig.

Mit dem bloßen Auge ist der Unterschied zwischen dem besonders kleinen und dem großen Vollmond nicht zu erkennen. Wenn Sie den Vollmond aber regelmäßig mit der gleichen Optik und Kamera fotografieren, können Sie die Unterschiede sehen.

Der Mond steht zu dieser Jahreszeit nicht besonders hoch am Himmel. Durch die flache Ekliptik bleibt er beim Aufgang lange nahe am Horizont. Hier zeigt sich ein weiteres Phänomen, das psychologischer Natur ist, nämlich die sogenannte Mondtäuschung. Die Täuschung besteht darin, dass der Mond in Horizontnähe viel größer zu sein scheint als dann, wenn er zu einer späteren Uhrzeit hoch am Himmel steht.

Dass es sich um keinen astronomischen Effekt, sondern um Wahrnehmungspsychologie handelt, kann man leicht beweisen, indem man den Mond fotografiert: Wenn er langsam hinter einem Berg am Horizont aufsteigt, sein Licht womöglich durch den Bergwald leuchtet, erscheint er riesengroß. Das muss natürlich fotografiert werden! Auf dem Foto wirkt die Szenerie dann aber eher enttäuschend. Noch einfacher kann man sich von der Illusion überzeugen, indem man den Mond mit dem Daumen des ausgestreckten Fingers abdeckt. Das Abdecken geht beim Mondaufgang genauso gut, wie um Mitternacht, wenn der Mond hoch am Himmel steht und zeigt so, dass der Mond seine Größe nicht geändert hat.

Es würde den Rahmen sprengen, hier zu erläutern, welche Erklärungsansätze es für diese optische Täuschung gibt. Wenn Sie mehr wissen wollen, lesen Sie bitte bei Wikipedia den Beitrag zur Mondtäuschung.

Völlig ungestört vom Mondlicht strahlt Jupiter im Sternbild Löwe hoch am Südhimmel.

Jupiter im Löwe

Jupiter ist noch immer ein sehr lohnendes Objekt für jede Optik. Schon im Fernglas können Sie seine vier großen Monde als helle „Sternchen“ erkennen, die auf einer Linie links und rechts von dem Gasriesen stehen. Diese Monde sind wirklich groß. Kallisto, der äußerste der vier, ist fast so groß wie der Planet Merkur. In den folgenden Nächten können wir beobachten, wie Kallisto sich immer weiter von Jupiter entfernt und so fast schon wie ein eigener Stern wirkt. Am Sonntag kehrt er dann von seinem Ausflug wieder Richtung Jupiter zurück.

Ganz nahe an Jupiter sehen wir die Monde Io und Europa, die sich langsam auf die Jupiterscheibe zubewegen. Io ist der innerste der vier Monde und daher auch der schnellste. Er erreicht Jupiter in der zweiten Nachthälfte von Freitag auf Samstag um 1:53 Uhr MESZ und zieht vor der Planetenscheibe vorbei. Europa folgt um 4:12 Uhr.

Jupitermonde

Es besteht übrigens durchaus noch die Möglichkeit, den Planeten Merkur am Abendhimmel zu sehen. Die beste Zeit dafür war zwar zwischen dem 10. und 19. April, doch empfiehlt das Kosmos Himmelsjahr, es ruhig noch bis zum 25. April zu versuchen. Viel Erfolg!

Meade trifft Skywatcher: Das Beste aus zwei Welten

19. April 2016, Stefan Taube

Hier treffen zwei legendäre Produkte aufeinander: Das Meade LX200 und die EQ-6 von Skywatcher. Wir bieten Ihnen diese beiden Systeme ab sofort im Set und zwar mit 8″- und 10″-Öffnung:

Das LX200 von Meade ist eine hochwertige Optik in der sehr kompakten Schmidt-Cassegrain-Bauweise: Große Brennweite bei kurzem Tubus.

MEADE-SkyWatcher combi

Eine weißblaue Schönheit: LX200/EQ6

Die Abkürzung ACF steht für Advanced Coma Free. Die Optik ist also so korrigiert, dass der Abbildungsfehler Koma nicht mehr auftritt. Das erlaubt in der Astrofotografie die Abbildung scharfer Sterne bis zum Rand des Gesichtsfeldes.

Apropos Astrofotografie: Damit sich während langer Belichtungszeiten der Hauptspiegel nicht verschiebt, verfügen die LX200-Optiken über eine Hauptspiegelfixierung. Die Vergütung UHTC (Ultra-High Transmission Coating) sorgt für eine hohe Lichtdurchlässigkeit der Schmidtplatte.

Die Montierung EQ-6 von Skywatcher ist das Arbeitspferd der Astrofotografen. Sie hat sich über Jahre bewährt und wird von vielen Hobby-Astronomen genutzt. Ein guter Grund ist sicherlich, dass die EQ-6 eine recht hohe Tragkraft hat, dabei aber noch transportabel ist. Schwerer als eine EQ-6 sollte eine Montierung für den mobilen Einsatz eigentlich nicht sein, aber weniger tragen sollte sie für ernsthafte astrofotografische Anwendungen auch nicht. Die EQ-6 wird mit der SynScan-Steuerung geliefert.  Dank dieser Steuerung ist die Montierung GoTo-fähig: Nach einer einmal durchgeführten Prozedur fährt sie jedes gewünschte Himmelsobjekt an.

Bitte beachten Sie: Die Teleskope werden in diesen Sets so geliefert, als ob Sie die LX200-Optik und die EQ-6 einzeln kaufen würden. Bei der Optik fehlt also noch Zubehör, wie Okulare, Sucherfernrohr, Umlenkoptik oder Kamera-Adapter. Sie finden jede Menge Zubehör beim jeweiligen Produkt unter dem Reiter „Empfohlenes Zubehör“. Sie können sich aber auch sehr gerne von uns beraten lassen. Nutzen Sie einfach den Link „Fragen zum Produkt?“ bei dem Artikel, der Sie interessiert. So kann Ihr System auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden.

 

 

Tipps zum Wochenende: Das Frühlingsdreieck und der flinke Merkur

15. April 2016, Stefan Taube

Auch von der Stadt aus zu sehen: Das Frühlingsdreieck

Der Himmel im Frühjahr wird von drei hellen Sternen dominiert. Es handelt sich um den rötlichen Stern Arktur im Sternbild Bootes, die Spica in der Jungfrau und Regulus im Löwen.  Gemeinsam bilden sie das Frühlingsdreieck. Die Dreiecksseiten decken jeweils mehrere Handbreiten des Nachthimmels ab. Die Abbildung unten zeigt den Himmelsanblick gegen 22:30 Uhr in Richtung Südosten. Mit dem Aufgang von Spica ist das Dreieck komplett.

Fruehlingsdreieck

Bild erstellt mit stellarium.org

Den Stern Regulus können wir schon seit Wochen beobachten. Er ist im markanten Sternbild Löwe leicht zu finden. Auch Arktur steht bereits hoch am Himmel. Das Sternbild Bootes sieht ein bisschen aus, wie ein Kinderdrache, an dessen unterem Ende sich Arktur befindet. Mit dem neu hinzugekommenen Stern Spica schließt sich diese auffällige Sternanordnung des Frühjahrs.

Es gibt eine hübsche englischsprachige Eselsbrücke, mit der man die beiden Sterne Arktur und Spica finden kann: Follow the arc to Arcturus, and speed on to Spica.

Das bedeutet: Suchen Sie zuerst den Großen Wagen im Sternbild Großer Bär. Er steht hoch am Himmel. Verlängern Sie gedanklich den kurvigen Schwung der Wagendeichsel über den Nachthimmel. Der erste helle Stern, auf den Sie stoßen, ist Arktur, der zweite Spica. Die gelbe Kurve in der Abbildung oben verdeutlicht diesen Merkvers.

Sterne haben unterschiedliche Farben.

Wenn Sie diese Sterne gefunden haben, achten Sie auf die verschiedenen Farben. Der Stern Arktur erscheint rötlich, Spica hingegen strahlt in einem grellen bläulich-weißen Licht. Die unterschiedlichen Farben sind ein Hinweis auf die verschiedenen Oberflächentemperaturen der beiden Sterne. Arktur ist ein sogenannter Roter Riese: relativ kühl, aber sehr groß. Mit einer Temperatur von etwa 4.300 Kelvin erscheint er rötlich. Spica hingegen ist über 22.000 Kelvin heiß und somit weißglühend.

Im Fernglas und Teleskop lassen sich die unterschiedlichen Farben der Sterne deutlicher unterscheiden, als mit bloßem Auge.

So gut wie jetzt ist Merkur in diesem Jahr nicht mehr abends zu sehen!

Sehr heiß ist auch die Oberfläche Merkurs. Die Sonnenstrahlung ist dort intensiv genug, um Blei zu schmelzen. Der innerste Planet unseres Sonnensystems entfernt sich für uns irdische Beobachter nie weit von der Sonne – mal steht er östlich, mal westlich neben ihr. Daher ist er auch schwer zu beobachten. Merkur – und übrigens auch die Venus – können wir immer nur morgens oder abends sehen, jedoch nie mitten in der Nacht.

Jetzt bietet sich in diesem Jahr die einzige Gelegenheit, Merkur abends zu sehen. Am 18.04. erreicht der Planet mit knapp 20° seinen größten Winkelabstand von der Sonne. Um Merkur zu sehen, müssen Sie den Westhorizont absuchen. Der Planet folgt der bereits untergegangenen Sonne. Merken Sie sich also gut den Untergangspunkt der Sonne, um Merkur zu finden. Das Bild unten zeigt Merkur in der Abenddämmerung um 20:30 Uhr, dargestellt mit einer Planetariumssoftware.

Merkur

Bild erstellt mit stellarium.org

Beachten Sie, wie knapp Merkur über dem Horizont steht. Die Höhe ist unter 10°. Der Baum im Bild verdeutlicht diese Horizontnähe. Suchen Sie unbedingt einen erhöhten Beobachtungsplatz mit freiem Blick zum Horizont auf. Das Handplanetarium Universe2go zeigt Ihnen den Weg zu Merkur.

Durch das Teleskop betrachtet zeigt Merkur Phasen, so wie wir das von unserem Erdmond kennen. Am 20. April ist dafür der beste Zeitpunkt. Dann ist Merkur noch zu einem Drittel von der Sonne beleuchtet. Gelingt Ihnen die Beobachtung oder vielleicht sogar die Fotografie von Merkur? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

Aus unserer Perspektive nähert sich Merkur in den folgenden Wochen wieder der Sonne an. Sein Winkelabstand zur Sonne wird kleiner. Wenn Merkur bei ihr angekommen ist, wandert er für uns irdische Beobachter meistens unter oder oberhalb der Sonne vorbei. Dieses Mal ist es jedoch anders. Am 9. Mai zieht Merkur direkt über die Sonnenscheibe. Astronomen sprechen von einem Merkurtransit. Wir stellen Ihnen hier im Astro-Blog nützliches Zubehör vor, mit dem Sie den Merkurtransit sicher beobachten können. Spätestens nach dem Transit sollten Sie den innersten Planeten unseres Sonnensystems einmal gesehen haben!

Neue Skyris-Kamera von Celestron

12. April 2016, Stefan Taube

In der Skyris-Serie von Celestron ist ab sofort auch eine Kamera mit dem Exmor(TM) IMX236LQJ CMOS-Sensor von Sony erhältlich und zwar wahlweise als Farb- oder Schwarzweiß-Kamera: Skyris 236.

Der Sony Exmor(TM) IMX236 Sensor ist sehr empfindlich im nahen Infrarot. Mit einer Pixelgröße von nur 2,8 Mikrometern liefert der IMX236 mehr Auflösung und benötigt weniger Brennweite als Kameras mit größeren Pixeln – auch das ist ein großer Vorteil für die Planetenfotografie. Kleine bis mittelgroße Teleskope können so einen größeren Abbildungsmaßstab erreichen, ohne Kompromisse bei der Empfindlichkeit.

Planetenfotografie mit Webcams

Skyris Kamera-Rückseite

Die Rückseite einer Skyris-Kamera zeigt die beiden Partner

Die Fotografie von Planeten, Mond und – mit geeignetem Filter – der Sonne wurde durch die Verwendung von Webcams revolutioniert. Diese Kameras sind nicht nur leicht und billig, sondern sogar vorteilhaft: Der Videostream der Kamera kann durch geeignete Software in einzelne Bilder zerlegt werden, von denen dann die schärfsten Bilder zu einem Summenbild addiert werden können („Lucky Imaging“).
Der nächste Schritt in der Revolution der Astrofotografie heller Objekte ist die Verwendung von Kameras des Herstellers The Imaging Source. Diese legendären blauen Quader sind noch an vielen Teleskopen im Einsatz. The Imaging Source ist ein Spezialist für Industriekameras und eigentlich nicht auf die Bedürfnisse der Astrofotografen eingestellt. Mit dem kalifornischen Teleskophersteller Celestron hat The Imaging Source einen idealen Partner gefunden. Das Ergebnis sind die Kameras der Serie Skyris.

Die Skyris-Kameras von Celestron

Die verschiedenen Modelle der Skyris-Serie sind für folgende Zwecke optimiert:

  • 618M: Empfindliche und sehr schnelle Schwarzweiß-Kamera, perfekt für langbrennweitige Teleskope wie Schmidt-Cassegrains und EdgeHDs. Die Skyris 618M bieten wir auch als Set mit Filter und Filterrad.
  • 445M: 1,3 Megapixel Allrounder-Videokamera, besonders geeignet für Sonnenaufnahmen im Weißlicht oder Aufnahmen der Mondoberfläche.
  • 236C und 236M: Ein sehr rauscharmer, großer Sensor und kleine Pixel liefern auch an schnellen Teleskopen rasch die maximale Auflösung, ohne dass Barlowlinsen nötig wären. Auch ideal für schnell veränderliche Motive.
  • 274C und 274M: Der große Sensor sorgt für ein großes Bildfeld und Pixel-Array für die Farb- bzw. Schwarzweiß-Fotografie von Planeten, Mond und Sonne.
  • Aptina C und Aptina M: Besonders vielseitig: 1,2 Megapixel bei voller Auflösung oder Hardware-Subframe für über 200 Bilder pro Sekunde mit USB 3.0. Die Kamera verbindet den Aptina-Sensor mit USB 3.0! Kompatibel mit der Freeware FireCapture, für die gemeinsame Steuerung von Kamera, Filterrädern und mehr über die ASCOM-Schnittstelle.
Set aus Skyris 618M mit Filterrad und Farbfilter

Set aus Skyris 618M mit Filterrad und Farbfilter

Wie Sie sehen, gibt es die meisten Modelle in den beiden Varianten als Farb- oder Schwarzweiß-Kamera. Mit Farbkameras können Sie sofort farbige Bilder aufnehmen. Bei Schwarzweiß-Kameras müssen Sie mehrere Bilder des selben Objekts durch verschiedene Farbfilter aufnehmen, um am PC ein farbiges Bild zu errechnen. Dafür bieten Schwarzweiß-Kameras allerdings eine höhere Empfindlichkeit und Kontrast.

Die Skyris-Kameras können dank USB 3.0 die Daten sehr schnell an den PC übertragen. Das von Celestron für die Skyris Kameras entworfene leichte Aluminiumgehäuse mit Kühlrippen ermöglicht eine verbesserte Wärmeabfuhr und verringert so das Bildrauschen. Die im Lieferumfang enthaltene iCap-Software ist eine Komplettlösung zum Aufnehmen, Filtern, Ausrichten und Exportieren Ihrer besten Bilder. Zum Lieferumfang jeder Skyris gehört außerdem ein 1,25″-Okularstutzen aus Metall mit Filtergewinde, mit dem Sie die Kamera einfach in den Okularauszug einstecken können. Außerdem ist natürlich ein USB-Kabel enthalten.

Apropos Kabel: Wir bieten Ihnen optional ein 10 Meter langes USB 3.0 Datenkabel mit Verstärker, speziell für die Skyris-Kameras an. Mit diesem Kabel können Sie die Kamera auch dann betreiben, wenn Ihr PC/Laptop weit entfernt vom Teleskop steht, zum Beispiel in einem separaten Raum.

Die Vixen Porta II Montierung jetzt mit neuem Stativ

5. April 2016, Stefan Taube

Die bewährte Porta II mit neuem Stativ

Porta II mit neuem Stativ

Die Porta ist bereits seit vielen Jahren eine sehr beliebte Montierung für kleine Optiken mit einem Gewicht bis fünf Kilogramm. Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört: Der Hersteller Vixen kombiniert die Montierung Porta II nun mit dem neuen Aluminium-Stativ der Advanced Polaris Teleskope – und das zu einem sehr fairen Einführungspreis von €399,-.

Im Set enthalten sind auch noch zwei biegsame Wellen für die Feineinstellung und Nachführung und eine sehr praktische Tasche, in der man das Stativ und die Montierung verschwinden lassen kann, ohne dass man die Montierung erst vom Stativ abnehmen muss! Mehr Informationen über dieses Angebot finden Sie hier.

Die azimutale Montierung Porta II verfügt über eine Rutschkupplung, die sie auf das Gewicht Ihrer Optik einstellen können. So können Sie ganz intuitiv auf das gewünschte Objekt schwenken.

Die hervorragende Verarbeitungsqualität ist sicherlich ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit der Porta II. Mit dem neuen Stativ ist sie jetzt noch attraktiver!

Tipp zum Wochenende: Die Eule im Bären

1. April 2016, Stefan Taube

Was aussieht wie ein Aprilscherz ist eine seriöse wissenschaftliche Zeichnung:

Eulennebel

Eulennebel, Lord Rosse

Das Bild zeigt den Eulennebel, wie ihn der irische Astronom Lord Rosse 1848 gesehen hat. William Parsons, 3. Earl of Rosse, war einer der letzten großen Meister der visuellen Beobachtung, bevor die Fotografie und Spektroskopie Einzug in die professionelle Astronomie gehalten haben.

Ein Vorgänger von Lord Rosse war Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822). Mit Hilfe seiner selbstgebauten Teleskope – den Astroshop gab es noch nicht – klassifizierte er die nur schwach leuchtenden Objekte und führte den Oberbegriff planetarische Nebel ein. Mit Planeten haben diese nebelartigen Strukturen allerdings nichts zu tun. Was wir hier sehen ist das Endstadium eines Sterns mit einer unserer Sonne vergleichbaren Masse. In seinem Todeskampf stößt der alte Stern seine äußere Hülle ab, während sein Kern zu einem Weißen Zwerg von der Größe unserer Erde kollabiert. Die abgestoßene Hülle des Sterns interagiert mit Magnetfeldern und der interstellaren Materie. Das führt zu einer bizarren Vielfalt an Formen und Farben der planetarischen Nebel.

Diese moderne Aufnahme des Eulennebels zeigt deutlich die beiden Augen und einen roten Saum um den Nebel.

Eulennebel

Eulennebel, Quelle: wikipedia und Stargazer Observatory

Der Eulennebel ist im Sternbild Großer Bär zu finden, das derzeit hoch im Norden steht. Das Bild unten zeigt den Anblick um 22:30 Uhr. Achten Sie auf den Polarstern, der die Nordrichtung markiert. In der oberen Hälfte sehen wir den Großen Wagen, der zu dieser Jahreszeit auf dem Kopf steht. Der Wagen ist Teil des Sternbildes Großer Bär. Die Lage des Eulennebels ist mit einem blauen Quadrat markiert.

KW13

Quelle: stellarium.org

Unter einem dunklen Landhimmel ist der Eulennebel bereits mit einem 10×50-Fernglas zu sehen. Wer ein Universe2go besitzt, muss nur in die richtige Richtung schauen und bekommt den Eulennebel angezeigt. Das Universe2go liefert auch gleich spannende Hintergrundinformationen.

Viele Teleskope sind mit Computersteuerung ausgestattet. Wir sprechen von GoTo-Teleskopen. In der Objektauswahl der Computersteuerung finden Sie den Eulennebel unter der Bezeichnung M97. Das heißt, der Nebel ist das 97. Objekt im berühmten Katalog von Charles Messier (1730-1817).

Um die beiden Augen der Eule zu sehen, benötigen Sie auf jeden Fall ein Teleskop, einen dunklen Himmel und etwas Übung. Es ist sehr reizvoll, die Beobachtungen der alten Meister Herschel, Messier und Lord Rosse mit dem eigenen Teleskop nachzuvollziehen. Dafür eignen sich besonders die Dobson-Teleskope, da sie viel Öffnung fürs Geld bieten, ansonsten aber ähnlich spartanisch ausgestattet sind, wie die Teleskope unserer astronomischen Urgroßväter.

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