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Beobachtungen

Blog-Archiv

Partielle Sonnenfinsternis am 4. Januar 2011

17. Dezember 2010, Ben Schwarz

Am frühen Dienstagmorgen des 4. Januar 2011 wird die Sonne am Süd-Ost Horizont als Sichel aufgehen  und so mancher wird dabei seinen Augen nicht trauen.

Partieller Sonnenfinsternis Aufgang am 31. Mai 2003

Partieller Sonnenfinsternis-Aufgang am 31. Mai 2003 © Bernd Gährken

Dieses Naturschauspiel wird als partielle Sonnenfinsternis bezeichnet, wobei der Halbschatten des Mondes auf die Erdoberfläche trifft und somit die Sonnenscheibe zum Teil bedeckt. In Deutschland wird dabei ein Bedeckungsgrad von bis zu 75% erreicht. In nördlichen Breiten ein wenig mehr als im Süden.

Bei diesen Bedeckungsgraden machen sich bereits einige Veränderung der Erdatmosphäre bemerkbar. Das Tageslicht wird in abgeschwächter Form und Farbe eine düstere Atmosphäre über der Schneelandschaft schaffen.

Eine Sonnenfinsternis darf niemals mit bloßem Auge beobachtet werden, da dabei irreparable Augenschäden, bis hin zur vollständingen Erblindung auftreten können. Eine sichere Beobachtung ist nur mit speziellen Teleskopen, Filtern und Sonnenfinsternis-Brillen möglich.

Jupiter: Das SEB kehrt zurück

26. November 2010, Bernd Gährken

Jupiter SEB Returns

Jupiter SEB Returns

Normalerweise kann man schon mit kleinen Fernrohren auf dem Jupiter 2 große Streifen erkennen, doch das Südliche Äquatorband (SB) hat die Eigenschaft in unregelmäßigen Abständen zu verschwinden. Seit dem Frühjahr 2010 war es wieder einmal verblasst. Zuletzt hatte man diesen Effekt 1993 beobachtet. Damals steckte die CCD-Technik noch in den Kinderschuhen. Man vermutet das die SEB-Strukturen durch eine hohe Cirrusbewölkung abgedeckt werden. Längere Wellenlängen können diesen feinen Dunst durchdringen und daher ist z.b. im Methanband bei 890nm kein Verblassen zu erkennen.

Im November 2010 gab es erste Anzeichen für eine Rückkehr des SEB. Das Revival ist ein sehr dynamischer Prozess. Innerhalb weniger Wochen kann sich das Aussehen des Planeten komplett verändern. I.d.R. beginnt die Wiederherstellung des SEB mit einem hellen Fleck, von dem ausgehend sich ein dunkles Band bildet.

Dieser Fleck wurde am 11.11.2010 von einem Amateur in Asien entdeckt. Am 14.11.2010 gelang auch in München ein erster Blick auf das SEB-Revival. Leider war das Seeing sehr schlecht. Im Methan ist bei ZM290 immer noch ein heller Spot zu erkennen, allerdings hat die Helligkeit in den letzten Tagen stark nachgelassen. Im Visuellen kann man mind. 3 dunkle Flecken ausmachen, die sich in lediglich 3 Tagen gebildet hatten. Wer diese Region im Teleskop beobachtet kann z.zt. fast täglich Veränderungen sehen.

Für die Beobachtung eignet sich auch schon ein Einsteigerteleskop, wie das Omegon Teleskop AC 90/1000 EQ-2. Mit 90mm Objektivöffnung bietet Ihnen dieses Teleskop eine wahrhaft unglaubliche Vielfalt an Details bei der Planetenbeobachtung. Ob Jupiter, Mars oder Saturn – auf all diesen Planeten können Sie Einzelheiten erkennen.

Komet Hartley2 gut zu beobachten

30. September 2010, Bernd Gährken

Der Komet 103P/Hartley wird in den kommenden Wochen gut zu beobachten sein. Er wird am 20. Oktober 2010 in einer Entfernung von nur 18 Mio km an der Erde vorbeifliegen, nur acht Tage vor seiner nächsten Entfernung zur Sonne am 28. Oktober 2010. Währenddessen kann der Komet eine scheinbare Helligkeit von etwa 5 mag erreichen und wird zu einem einfachen Fernglasobjekt. Unter guten Bedingungen könnte er auch mit bloßem Auge im Sternbild Schwan gesehen werden.

Lumicon Swan Band Kometenfilter

Für die Beobachtung des Kometen eignen sich am Besten Kometenfilter, wie die Lumicon Swan Band Kometenfilter. Durch den hohen Kontrastgewinn zeigen die Filter den schwer zu sehenden Schweif von gasförmigen Kometen, so kann die Gashülle und der Schweif in ihrer vollständigen Ausdehnung erkannt werden.

Die Beobachtung lohnt besonders in der mondscheinlosen Zeit zwischen dem 4. und 17. Oktober. Danach leider stört leider bis zum 26.10 der Mond beim Aufsuchen. Doch ab dem 27.10. gibt es ein weiteres günstiges Beobachtungsfenster am Abendhimmel.

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Der Mond durch ein Omegon Teleskop N 130/920 EQ-2

27. Juli 2010, Ben Schwarz

Das Omegon 130/920 EQ-2 ist genau das richtige Teleskop für die ersten Schritte am Sternenhimmel. Gleich werden Sie staunen, wie gut man selbst durch diese kleinen Teleskope die unzähligen Krater der zerklüfteten Mondoberfläche beobachten kann…

Dieses Video wurde von unserem Kunden Kristof De Maeseneer aus Belgien mit einem Omegon Teleskop N 130/920 EQ-2 und einer Sony Cybershot DSC-W80 erstellt.

Astroshop.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Beobachten!

Kleinplanet bedeckt hellen Stern!

5. Juli 2010, Bernd Gährken

Seit einigen Jahren ist die Beobachtung von Sternverfinsterungen durch Kleinplaneten eines der Hauptziele wissenschaftlicher Arbeit in der Amateurastronomie. Jedes Jahr gibt es in Deutschland mehrere Bedeckungen zu sehen. Genaue Daten gibt es bei astrosurf.com.

In der Regel sind die Sterne schwach. Pro Jahr gibt es vielleicht einen Stern mit 6 bis 7mag. Doch am 8.6.2010 kurz vor Mitternacht Sommerzeit kommt es zu einer sehr seltenen Bedeckung eines freisichtigen Sterns durch den Kleinplaneten (472) Roma. Der Zielstern heißt Delta-Ophiuchus und ist mit 2,7mag nur wenig schwächer als der Polarstern. Die Finsterniszone ist ein etwa 50km breiter Streifen der von Hamburg nach Aachen verläuft. Auf diesem Weg wird der Stern für max. 7 Sekunden verschwinden. Da der Stern ein Roter Riese ist, wird es ein etwa 2 sekündiges Fading geben. Das Sterne keine Punktquellen sind, wird so direkt erfahrbar. Da das Ereignis so selten ist, starten ESA und IOTA umfangreiche Beobachtungskampagnen. Mehr Info gibt es unter: astrosurf.com ,esa.int und asteroidoccultation.com


Komet C/2009 R1 (McNaught)

1. Juni 2010, Bernd Gährken

Im Juni 2010 dürfen wir uns wieder über einen helleren Kometen freuen. Komet C/2009 R1 (McNaught) soll dann 3 mag erreichen.  Allerdings sind Kometen unberechenbare Gesellen. Momentan ist McNaught 2 Magnituden heller als erwartet, so das optimistische Prognosen sogar auf 2 mag hoffen lassen. Die beste Beobachtungszeit ist vor dem 23.6. am Morgenhimmel zwischen 2 Uhr und 3 Uhr Sommerzeit.  In der letzten Juniwoche wird der Mond ein zunehmender Störfaktor. Der Komet ist für Deutschland zirkumpolar, steht allerdings sehr nah am Horizont. Es werden lediglich Höhen um 10 Grad ereicht. Ein dunkler Standort ist bei der Suche mit freien Auge hilfreich, doch selbst bei aufgehellten Himmel wird er zumindest im Fernglas sichtbar sein.  Der visuelle Eindruck sollte etwa dem Kometen Ikeya-Zhang aus dem Jahre 2002 entsprechen, der damals für viel Aufsehen sorgte. Weitere Infos zum Komet C/2009 R1 (McNaught) gibt es unter: kometeninfo.de/c2009r1.html und ki.tng.de/~winnie/kometen/aktuell.html

Mcnaught

McNaught

Letzte gegenseitige Saturnmondbedeckungen

21. April 2010, Bernd Gährken

2009 durchlief der Saturn seine Ringkantenstellung. Während dieser Zeit sahen wir auch das Mondsystem von der Seite, so dass sich die Monde gegenseitig verfinstern und bedecken konnten.

Die Sicht auf das Saturnsystem wird nicht nur durch die Saturnbahn, sondern auch durch die Erdbahn beeinflusst. Im April 2010 gibt es nochmal ein Minimum der Ringneigung und somit eine letzte Chance diese seltenen Ereignisse zu verfolgen. Am 24.4. von 20:58 bis 21:36 Sommerzeit kommt es zu einer Bedeckung von Dione durch Tethys. Das Ereignis ist ungewöhnlich lang, weil sich beide Monde in die gleiche Richtung bewegen. Der Helligkeitsabfall liegt bei einer drittel Magnitude. Visuell dürfte die kaum feststellbar sein, doch fotografisch kann man das problemlos messen. Die Beobachtung wird nicht leicht sein, da die Sonne gegen 21 Uhr Sommerzeit erst wenige Grad unter dem Horizont steht. Der Osten und Süden der Republik haben die besten Chancen.

In der Nacht vom 5.6. auf den 6.6.2010 besteht noch eine allerletzte Möglichkeit. Von 1:28 bis 1:36 Sommerzeit bedeckt der Mond Dione den Mond Tethys. Diesmal steht die Sonne zwar weit unter dem Horizont, doch der Planet hat nur noch eine Höhe von etwa 10 Grad. Auch diesmal liegt der Helligkeitsabfall bei etwa einer drittel Magnitude. Wegen des größeren Horizontabstands sind Beobachter im Westen bevorzugt. Weitere Infos und Ergebnisse gibt es unter astrode.de oder imcce.fr.

Saturn am 6.6.2010

Saturn am 6.6.2010

Saturn am 24.4.2010

Saturn am 24.4.2010

Mit dem Teleskop Skywatcher 130/650 in der Wüste

12. Februar 2010, Bernd Gährken

Für die Kunden, die Ihr Teleskop mit in den Urlaub nehmen möchten, haben wir ein breites Sortiment an Reiseteleskopen. Genial gemacht sind die LiteScopes, die jedoch mit 12 Zoll Öffnung erst jenseits der 1000 Euro-Klasse starten.

Im unteren Preissegment gibt es deutlich kleinere Geräte, mit denen man aber auch schon einiges beobachten kann. Ein Dobson mit 130mm Öffnung für weniger als 200 Euro ist der Skywatcher N130/650 Heritage FlexTube DOB. Die Gitterkonstruktion läßt sich einfach auf etwa 40cm zusammenschieben. Der flachbauende Drehauszug ist kompakt und wiegt fast nichts. Wie bei allen Dobsons ist die Fokuslage für visuelle Zwecke optimiert, doch wer die lichtstarke f/5 Optik einmal fotografisch nutzen möchte, kann durch einfaches Einschieben der beiden Haltestangen den Brennpunkt problemlos nach hinten verlagern. Der Tubus ist mit einer Standardschiene ausgerüstet, so das auch die Montage an einer paralaktischen Montierung möglich wäre. Der Hauptspiegel ist parabolisiert und von guter Qualität. Als Sucher ist ein LED-Finder montiert.

Das Teleskop wurde von unserem Mitarbeiter Bernd Gährken bei einer Reise in die libysche Wüste getestet. Einen Beobachtungsbericht finden Sie unter astrode.de.

130/650 in der Wüste

Das Teleskop Skywatcher 130/650 in Lybien

Balkenspirale M83

Balkenspirale M83

Neues vom Galileoscope

3. Dezember 2009, Ben Schwarz

Mond_Galileoscope

Foto: Bernd Gährken

Nachdem das offizielle IYA-Galileoscope jetzt schon einige Zeit verfügbar ist, gibt es mittlerweile erste Test- und Erfahrungsberichte, sowie eine Videoanleitung für Aufbau und Handhabung.

Das Galileoscope ist ein Optikbausatz mit dem man die ersten Teleskopbeobachtungen vor 400 Jahren gut nachvollziehen kann. Mit der Zerstreuungslinse im Galileimodus erhält man ungefähr das gleiche Einblickverhalten wie am 1:1 Original-Nachbau in der VSW München. Der Anblick des Mondes ist trotz 5cm Objektiv nur marginal besser als in der 1:1 Kopie, die auf weniger als 2 cm abgeblendet ist. In Keplermodus mit Sammellinse als Okular ist der Einblick wesentlich angenehmer. In dieser Konfiguration ist das Galileoscope schon ein funktionsfähiges Fernrohr nach heutigen Maßstäben. Die Jupitermonde sind schon gut sichtbar und sogar ein erstes Astrofoto vom Mond war möglich.

Neuer Stern am Himmel

2. Dezember 2009, Ben Schwarz

Aufsuchkarte der Nova Eridani 2009

Aufsuchkarte der Nova Eridani 2009

Am 25. November entdeckte der japanische Astronom Koichi Itagaki eine Nova im Sternbild Eridanus.

Der neue Stern ist im nordöstlichen Teil des Flusses Eridanus und etwa 6,9° südwestlich des Sterns Rigel zu finden. Die Nova ist so hell, dass sie vom Autor selbst in einem 10×42 Fernglas am 28.11., trotz des störenden Mondlichts beobachtet werden konnte. Die Nova leuchtet derzeit mit einer Helligkeit von etwa 8,4 mag, ist aber schon wieder auf dem „absteigenden Ast“. Die genauen Koordinaten der Nova lauten 4h 47.9m und –10° 11′ (für das Äquinoktium 2000.0).

Es scheint wohl, dass die Nova Mitte November bereits eine Helligkeit von 5,6 mag erreicht hatte, aber von Allen übersehen wurde.

Eine größere Version der  AAVSO Aufsuchkarte kann durch klicken auf das Bild aufgerufen werden, sie hilft nicht nur beim Auffinden der Nova, sondern auch zur Helligkeitsbestimmung anhand von Größenangaben der umliegenden Sterne.

Viel Erfolg beim Beobachten!