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Posts mit Stichwort 'mondfinsternis'

Totale Mondfinsternis 2018: Bilder unserer Mitarbeiter

30. Juli 2018, Marcus Schenk

Was für eine Nacht: Erst die Marsopposition und dann die totale Mondfinsternis. Und dazu fantastisches Wetter! Nächte im T-Shirt. Was will man als Hobbyastronom und Beobachter mehr? Endlich hat es unser Hobby wieder einmal in die Öffentlichkeit geschafft. Natürlich waren die Medien nicht immer streng wissenschaftlich ausgerichtet. Und es wurde auch manches Zweifelhafte geschrieben. Aber was soll’s? Der Fokus lag auf der Astronomie und das finden wir gut.

Sternwarten empfingen am 27.07.2018 hunderte Besucher, die alle mal durch ein Teleskop schauen wollten. Jeder war am „Blutmond“ interessiert. In der Sternwarte in Buchloe trafen sich über 200 Menschen, die alle ein Interesse hatten: den Mond. Familien kamen und breiteten auf der Wiese ihre Picknickkörbe aus, die Kinder tollten über die Wiese. Überall in den Städten blickten die Menschen in den Himmel. Die Mondfinsternis war nicht nur ein astronomisches Ereignis, sondern auch ein Lebensgefühl in einer lauen Sommernacht. An die Mofi 2018 werden wir alle noch lange denken.

Auch unsere Kollegen genossen an diesem Abend die Finsternis und machten das eine oder andere Mofi-Foto. Ein paar Bilder sehen Sie hier unter diesem kleinen Beitrag.

Menschen beobachten Mondfisternis

Die ersten Leute sammeln sich auf einer Wiese, um die Finsternis gemeinsam zu beobachten. Sie breiten Decken aus und warten auf die Mondfinsternis. Aufnahme: Tassilo Bohm

 

Mofi aus Portugal

Eine Fotostrecke mit Austritt. Aufnahme: Joao Martins

 

Die Mofi 2018 vom Auerberg. Aufnahme: Alexander Olbrich

 

Die Mondfinsternis im Überblick. Unten ist der Mars zu sehen. Aufnahme: Marcus Schenk

 

Mondfinsternis über Landsberg

Mondfinsternis über Landsberg. Aufnahme: Marcus Schenk mit Nikon Coolpix P900 und Stativ

 

Mondfinsternis kurz vor dem Austritt

Mond beim Austritt aus dem Erdschatten. Aufnahme: Marcus Schenk

 

Mondfinsternis auf dem Auerberg

Der Blick vom Auerberg in die Alpen. Aufnahme: Stefan Schuchardt

 

Stefan aus der Beratung und Alex aus der Werkstatt freuen sich schon auf die Mondfinsternis. Aufnahme: Caroline Hopchet

 

Mondfinsternis 2018 mit dem Sternenhimmel

Der Mond mit dem Mars vor dem Hintergrund der Sterne. Rechts sieht man das Sternbild Schütze und den Saturn. Aufnahme: Stefan Schuchardt

 

Der Mond beim Austritt aus dem Kernschatten

Der Mond beim Austritt aus dem Kernschatten. Aufnahme: Stefan Schuchardt

Marsopposition und Mondfinsternis beobachten am 27. Juli 2018: Ein Blick auf die Kulisse

17. Juli 2018, Marcus Schenk

Am 27. Juli 2018 finden gleich zwei Highlights am Himmel statt: eine nahe Marsopposition und eine totale Mondfinsternis. Zwei Erlebnisse, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Doch was sollten Sie für die Beobachtung wissen? Wo, wie und wann erfahren Sie in diesem Artikel.

Totale Mondfinsternis

Mondfinsternis aus dem Jahr 2007

1. Highlight: Die längste Mondfinsternis in diesem Jahrhundert

In der Nacht des 27. Juli sollten Sie sich nichts anderes vornehmen. Denn dafür geht es am Himmel viel zu spannend zu: Wir sehen die einzige Mondfinsternis des Jahres. Es ist einfach erstaunlich, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt und rot zu glimmen anfängt. Durch diverse Medien ist eine totale Mondfinsternis auch als „Blutmond“ bekannt, doch es ist eher eine rostrote, kupferrote oder braunrote Farbe die er Mond annimmt, wenn er in den Erdschatten tritt.

Diese Phase können wir bei dieser Finsternis besonders lange genießen: 1 Stunde und 44 Minuten. Das ist ein kleiner Rekord, denn damit werden wir Zeuge der längsten Mondfinsternis des Jahrhunderts.

Verlauf der Mondfinsternis 2018

Der Verlauf der Mondfinsternis am 27. Juli 2018

 

 

Mond geht schon verfinstert auf

Die Fakten sind klar: Immer wenn der Vollmond den Erdschatten passiert, kommt es zu einer „Totalen Mondfinsternis“. Meist zieht unser Trabant aber oberhalb oder unterhalb des Schattens vorbei oder tritt nur am oberen oder unteren Rand in den Kernschatten ein (und manchmal eben auch gar nicht). Das ist am 27. Juli anders: Der Mond zieht nahezu exakt durch den Kernschatten (siehe Grafik oben) und beschert uns durch diesen Zufall eine extrem lange Finsternis.

Eigentlich gut, doch ein Problem gibt es noch, das Sie unbedingt beachten sollten.

So blickt der Mond über den Horizont

Um 20:24 Uhr MESZ ist es soweit: Der Mond tritt in den Kernschatten ein, er wird erstmals angeknabbert und verschwindet dann immer mehr in der Dunkelheit. Doch von all dem bekommen wir nichts mit. Denn: Wenn der Mond bei uns aufgeht, ist die Finsternis schon im vollen Gange. Das ist um etwa 21:00 Uhr der Fall.

Aber keine Sorge!

Denn wenn wir den Mond endlich über dem Südosthorizont entdecken, beginnt erst die heiße Phase. Die Totalität ist erreicht. Für die nächsten 104 Minuten können wir die Welt um uns herum vergessen. Nehmen Sie sich ein Fernglas, ein Teleskop oder einfach Ihre Kamera mit Teleobjektiv. Der Mond steigt immer weiter über den Horizont und mutiert zu einem tollen Beobachtungsobjekt.

Jetzt ist die Gelegenheit für stimmungsvolle Aufnahmen in Kombination mit Landschaften oder Häusern. Tipp: Suchen Sie sich einen Beobachtungsplatz mit freien Blick zum Südost-Horizont.
Im weiteren Verlauf steigt der Mond zwar etwas höher, typisch für den Sommermond erreicht er aber keinen richtig hohen Stand am Nachthimmel.

Die Beobachtungszeiten:

Eintritt in den Kernschatten 20:24 MESZ
Beginn der Totalität 21:30 MESZ
Ende der Totalität 23:13 Uhr
Austritt aus dem Kernschatten 0:19 MESZ

2. Highlight: Die Mars-Opposition

Zeitgleich können wir ein weiteres „rotes Phänomen“ beobachten: Der Planet Mars erreicht seine Opposition. Auch sie ist etwas Besonderes: Mit nur 57 Millionen Kilometern Entfernung erreicht der Mars eine extrem geringe Entfernung zur Erde, auf die Beobachter manchmal Jahrzehnte warten müssen.

Die nächste ähnlich beachtliche Mars-Erddistanz ergibt sich erst wieder im Jahr 2035! Doch zurück zu uns: Mit 24″ Scheibchendurchmesser erscheint Mars im Teleskop vergleichsweise riesig. Polkappen, Albedo und helle Strukturen kann man jetzt hervorragend erkennen.

Marsgröße im Laufe des Jahres 2018

Die Scheibchengröße von Mars im Jahr 2018. Zum Vergrößern bitte anklicken.

 

Einziger Wehmustropfen: Auch der Mars steht in diesem Jahr tief am Himmel. Ausführliche Infos zur Marsopposition und wie Sie aus der der horizontnahen Opposition gute Ergebnisse gewinnen, erfahren Sie in unserem Marsvideo und einem Blogartikel:

Mars-Opposition 2018: Mars erfolgreich beobachten und Details erkennen

Video zur Marsopposition 2018: Mars erfolgreich beobachten – so geht’s!

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Beobachtung dieser beiden astronomischen Mega-Events.

Übrigens: Falls Ihnen noch das richtige Teleskop oder Zubehör für die Mars- und Mondbeobachtung fehlt, sehen Sie sich diesen Beitrag an:

6 einfache Wege, die totale Mondfinsternis und die Marsopposition zu beobachten und zu fotografieren

Infografik: Totale Mondfinsternis am 27.07.2018

11. Juli 2018, Marcus Schenk

Am 27.07.2018 wartet ein faszinierendes Ereignis auf uns: eine totale Mondfinsternis. Wenn die Dunkelheit über uns hereinbricht, geht ein roter und durch den Erdschatten verfinsterter Mond am Horizont auf. Nach knapp drei Jahren Wartezeit beglückt der Mond Sterngucker, Amateurastronomen und auch interessierte Naturfotografen gleichermaßen.

Alle wichtigen Infos kompakt im Überblick finden Sie in dieser Infografik.

Viel Freude bei der Beobachtung.

 

Wenn Sie noch nach dem richtigen Fernglas oder Teleskop suchen: Bei uns werden Sie bestimmt fündig.

PS: Ihnen gefällt diese Infografik? Sie können die Grafik gerne teilen, ausdrucken, in Ihrer Sternwarte als Info für Besucher aufhängen oder auch auf Ihrer Webseite mit einer Verlinkung zu (www.astroshop.de) präsentieren.

Liveübertragung der Mondfinsternis am 27.07.2018

3. Juli 2018, Bernd Gährken

Wohl jeder Mensch der sich intensiv mit dem Sternenhimmel beschäftigt träumt davon, einmal die Objekte des Südhimmels beobachten zu können. Zu den in Deutschland unsichtbaren Highlights gehören die „Magellanschen Wolken“, der fantastische Gasnebel um Eta-Carinae oder der Riesenkugelsternhaufen Omega Centauri.

In diesem Sommer sind zusätzlich die Planeten auf der Südhalbkugel optimal sichtbar. Jupiter und Saturn stehen in Deutschland zu nah am Horizont um sie scharf sehen zu können und besonders schlimm ist es beim Mars der grade zum Zeitpunkt seiner besten Sichtbarkeit Ende Juli mit nur 15 Grad Höhe am Horizont entlang schrammt. Viel besser ist da die Situation in Namibia. Jupiter, Saturn und Mars laufen durch den Zenit und sind optimal sichtbar. Der Mars steht am 27.07.2018 in Opposition und ist während der kompletten Nacht zu sehen.  Während es zu dieser Zeit in Deutschland kaum richtig dunkel wird, dauert die Oppositionsnacht auf der Südhalbkugel fast 11 Stunden.

Am 27.07.2018 findet zusätzlich auch noch eine Mondfinsternis statt. Unser Mitarbeiter Bernd Gährken wird an diesem Tag in Namibia sein und hofft dort in der Wüste auf perfektes Wetter. Eine Live-Übertragung der Mondfinsternis ist per Youtube geplant. Der Kanal befindet sich unter: https://www.youtube.com/user/spacemovie

Natürlich ist so eine Reise mit Risiken verbunden. Auch in der Wüste kann das Wetter schlecht sein und technische Probleme sind ebenfalls nicht auszuschließen. Das Handynetz vor Ort ist schlecht ausgebaut und liefert maximal 2G. Ob die Liveübertragung zustande kommt, ist daher unsicher. Falls alles funktioniert sind Sendetermine mit live-Kommentar um 21:00, 22:00, 23:20, und 00:00 Uhr deutscher Zeit geplant. Dazwischen sollen unkommentiert Live-Bilder vom Mond zu sehen sein.

Die letzte in Deutschland gut sichtbare Totale Mondfinsternis gab es am 28.09.2015.  Einige damals entstandene Fotos geben einen guten Eindruck davon was uns am 27.07.2018 erwartet.


 

Weitere Infos zur damaligen Finsternis gibt es unter: http://www.astrode.de/mofi2015a.htm

Totale Mondfinsternis am 28.09.2015 [Infografik]

18. September 2015, Marcus Schenk

Nach einer halben Ewigkeit ist es wieder soweit: Am 28. September sehen wir wieder eine totale Mondfinsternis. In den frühen Morgenstunden verwandelt sich der Mond in eine tiefrot leuchtende Laterne am Himmel. Ein fantastisches Schauspiel! Doch was ist zu beachten, damit Sie dieses Highlight auch genießen können?

Alle Infos auf einen Blick gibt es für Sie in dieser Infografik:

Infografik als PDF-Datei:

Hier erhalten Sie einen Link zum Download der PDF-Datei: Infografik_Mondfinsternis

Infografik frei verwenden
Wenn Sie die Infografik auch veröffentlichen und in Ihre Website einbinden wollen, benutzen Sie einfach den folgenden Code:

<a href=“http://universe2go.com/de/“><img src=“https://nimax-img.de/images/cmscontent/blogs/de/INFOGRAFIK-Mondfinsternis.jpg“ alt=“Infografik: Mondfinsternis“ width=“800px“ border=“0″ /></a>

Infografik Himmelsfahrplan: Die 10 besten Beobachtungstipps für das zweite Halbjahr

14. Juli 2015, Marcus Schenk

Wissen Sie schon, welche astronomischen Ereignisse Sie dieses Jahr nicht verpassen sollten? Es ist garnicht so einfach den Überblick zu behalten. Schwupps – schon hat man etwas Interessantes verpasst. In der zweiten Jahreshälfte gibt es einige Beobachtungs-Highlights. Für einen schnellen Überblick haben wir für Sie eine Infografik erstellt.

Infografik als PDF-Datei:

Hier erhalten Sie einen Link zum Download der PDF-Datei: Infografik_Himmelsfahrplan

Wenn Sie die Infografik auch veröffentlichen und in Ihre Website einbinden wollen, benutzen Sie einfach den folgenden Code:

<a href=“http://universe2go.com/de/“><img src=“https://nimax-img.de/images/cmscontent/blogs/de/Infografik_Himmelsfahrplan.jpg“ alt=“Infografik: Himmelsereignisse 2015″ width=“800px“ border=“0″ /></a>

Ausblick auf das Astrojahr 2015

5. Januar 2015, Bernd Gährken

Das Jahr 2015 hat wieder einige interessante Himmelsereignisse zu bieten. Allen voran wären zwei Finsternisse zu nennen. Jeweils eine Sonnen- und eine Mondfinsternis sind von Europa aus gut sichtbar. Die Sonnenfinsternis ereignet sich in den Morgenstunden des 20. März zwischen 9:30 und 12 Uhr. Sie ist für die Farörinseln und Spitzbergen total. Von Deutschland aus ist sie hochpartiell. Etwa 80% der Sonnenscheibe werden vom Mond abgedeckt.

Sofi in Europa am 20.3.2015

Sofi in Europa am 20.3.2015

Die totale Mondfinsternis wird am Morgen des 28. September zu sehen sein. Ab 3:07 Sommerzeit wandert unser Trabant in den Erdschatten. Die Totalität ist in Deutschland komplett sichtbar. Erst während des Austritts geht der Mond unter. Diese Mofi ist für viele Jahre die letzte in Deutschland komplett sichtbare Finsternis. Darum sollte man sich das Ereignis nicht entgehen lassen!

Nicht nur Sonne und Mond sondern auch Sterne können bedeckt werden. 2015 hat da einige Highlights zu bieten. Der helle Stern Aldeberan im Stier wird in diesem Jahr gleich mehrfach vom Mond bedeckt. Von Deutschland aus gut sichtbar sind die Bedeckungen vom 5.9. um 7:10 Sommerzeit, vom 29. Oktober um 22:50 und vom 23. Dezember um 19:15. Die Zeitpunkte schwanken je nach Beobachtungsort um einige Minuten. Genauere Informationen enthalten die Astrokalender. Gern gekauft werden das Kosmos Himmelsjahr oder das Oculum Himmels-Almanach.

Sterne können nicht nur vom Mond bedeckt werden. Auch Planeten und Kleinplaneten sind dazu in der Lage. Ein Leckerbissen für ambitionierte Beobachter findet am 21. Oktober statt. Um 6:27 MEZ bedeckt die Venus einen schwachen Stern mit 8,8 mag. Der Eintritt an der hellen Venusseite ist sicher nicht zu beobachten. Doch der Austritt an der dunklen Seite könnte zehn Minuten später zu erkennen sein.

Venus am 21.10.15

Venus am 21.10.15

In der Nacht vom 11. auf den 12. März um kurz nach 2 Uhr MEZ bedeckt der Kleinplanet (216) Kleopatra ein Stern mit 8 mag. Der Finsternispfad verläuft in einem 200km breiten Streifen von den Niederlanden bis nach Liechtenstein. Schon mit einem kleinen Teleskop sollte das nur wenige Sekunden dauernde Verschwinden des Sterns zu beobachten sein. Aus der Verfinsterungsdauer lässt dich der Durchmesser des Kleinplaneten exakt berechnen. Hier können Amateure schon mit einfachster Technik einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaft leisten.

Kleopatra bedeckt 8 mag Stern

Kleopatra bedeckt 8 mag Stern

Die beiden bedeutendsten Sternschnuppenströme sind die Perseiden im August und die Geminiden in Dezember. Beide Ströme sind 2015 unter Idealbedingungen zu beobachten. Es ist Neumond und Fallraten mit einem Meteor pro Minute sollten bei dunklen Himmel möglich sein. Nur alle 4 Jahre gibt es eine derart günstige Geometrie. Das Maximum der Perseiden wird in den Morgenstunden des 13.8. erwartet. Die Geminiden sind am Morgen und Abend des 14.12. optimal zu beobachten.

Roter Mond hinter dicken Wolken

16. Juni 2011, Marcus Schenk

Die totale Mondfinsternis, am 15.06.11, wurde von vielen Hobbyastronomen bereits sehnsüchtig erwartet, doch die Wolken hatten an den meisten Orten keine Nachsicht.

Auch bei uns in Landsberg blickten wir hoffnungsvoll zum Himmel und es sah zunächst nicht schlecht aus. Trotz der unsicheren Bedingungen machten sich einige Kollegen auf den Weg zu unterschiedlichen Beobachtungsorten.

Bepackt mit Teleskopen und Kameraausrüstung jagten auch wir nach Wolkenlücken um vielleicht doch einen Blick zu erhaschen. Mit zunehmender Dämmerung sanken auch die Hoffnungen auf einen freien Blick. Doch ein kleiner Hoffnungskeim blieb: Vielleicht hatten die Kollegen an anderen Stellen mehr Glück?
Und tatsächlich: Andreas Rodoschegg und Alexander Olbrich  gelangen einige Bilder. Mir persönlich blieb leider nur immer wieder ein Blick von einigen Sekunden Dauer.

Sie haben die Finsternis auch nicht oder nur schlecht gesehen? Zum Glück ist dieses beeindruckende Erlebnis nicht einmalig: Die nächste Gelegenheit eine totale Mondfinsternis zu beobachten ergibt sich in vier Jahren am 28. September 2015. Der rote Mond wird dann in den Morgenstunden für über eine Stunde zu sehen sein – und das bei hoffentlich wolkenfreiem Himmel.

Astrovorschau 2011

28. Januar 2011, Bernd Gährken

2011 bietet wieder einige interessante Astrohighlights die man nicht verpassen sollte. Gleich im Januar gab es eine partielle Sonnenfinsternis die auch in Deutschland gut zu sehen war.

Aber es warten noch weitere spannende Beobachtungsmöglichkeiten auf Sie:

März:

  • Der größte Vollmond des Jahres am 19.März: Die Entfernung zwischen Mond und Erde schwankt mit dem Mondumlauf. So ist der Mond mal etwas größer und mal etwas kleiner. Selten fällt eine Erdnähe – und damit ein großer Mond – mit dem Vollmondtermin zusammen. Am 19. trennen beide Ereignisse nur 50 Minuten – ein großer Vollmond ist die Folge.
  • Zwei Kleinplaneten in Opposition am 12. bzw. 15. März: Die Kleinplaneten Juno und Massalia werden am 12. bzw. 15. in Opposition stehen. Juno ist dann 8,9 mag hell, Massalia 8,8 mag. Ihre Bahnen ziehen sie im westlichen Teil der Jungfrau. Und die Kleinplaneten sind in den Tagen um ihre Opposition nur wenige Grad voneinander entfernt!

April:

  • Der Mond bedeckt zwei Sterne am 07. April: Am Abend des 07.04. wird er Mond kurz nacheinander die Sterne 37 und 39 im Sternbild Stier bedecken. 37 Tau ist 4,4 mag hell, 39 Tau mit 5,9 mag etwas schächer. Die erste Bedeckung beginnt je nach Ort zwischen 21.10 und 21.30 Uhr MESZ, die zweite folgt gut 20 Minuten später. Die Mondsichel ist noch schmal.

Juni:

  • Totale Mondfinsternis am 15. Juni: Am Abend des 15. Juni tritt der Mond in den Schatten der Erde und wird von ihr rötlich verfinstert. Sobald es richtig dunkel ist, kann man den Eintritt des Mondes in den Erdschatten wahrnehmen, bis 23 Uhr dauert die totale Finsternis, um Mitternacht geht sie zu Ende.

August:

  • Anfang August wird der Kleinplanet (4)Vesta ungewöhnlich hell und könnte mit 5,5mag sogar knapp ein Objekt für das freie Auge werden.

September:

  • Mira der wundersame Stern: Einige Sterne verändern regelmäßig ihre Helligkeit. Der Stern Mira im Walfisch braucht über ein Jahr, um seinen Lichtwechsel zu durchlaufen. Die meiste Zeit ist Mira sichtbar; ab Mitte September und im Oktober wird Mira aber so hell, dass man diesen Stern mit bloßem Auge sehen kann.

Oktober:

  • Mars inder Praespe: Am 1. und2. Oktober durchquert Planet Mars den offenen Sternhaufen Praesepe im Sternbild Krebs. Beide gehen erst nach Mitternacht auf, am besten beobachtet man morgens am Ende der Nacht. Wer an beiden Tagen beobachten kann wird erstaunt sein, wie schnell sich Mars relativ zu den Sternen bewegt.
  • In der Nacht vom 8.10. auf den 9.10.11. werden besonders viel Sternschnuppen erwartet. Der Strom der Draconiden soll dieses Jahr sehr aktiv sein. Die Prognosen zeigen bis zu 600 Stück pro Stunde an. Leider wird der fast volle Mond die meisten Schnuppen überstrahlen, doch visuelle Raten mit mehr als 100 Stück pro Stunde sind durchaus möglich.
  • Im Oktober soll der Komet C/2010 X1 Elenin am Abendhimmel erscheinen. Er wird voraussichtlich um die 7 mag erreichen und im Fernglas zu erkennen sein. Die beste Sichtbarkeit fällt in das letzte Monatsdrittel wenn das Mondlicht nicht stört.

So wird der Mond bei guten Wetter am 15.6.2011 und 10.12.2011 zu sehen sein.

Dezember:

  • Totale Mondfinsternis am 10.12: Leider wird von dieser Mondfinsternis nur die Endphase zu sehen sein. Wenn der Mond ja nach Ort zwischen 16 Uhr und 16.30 auf geht, ist die Totalität bereits vorüber. Östliche Orte sind im Vorteil, denn hier geht der Mond früher auf. Den Kernschatten wird der Mond aber erst um 17.18 Uhr verlassen.

Detailierte Informationen finden Sie im Kosmos Himmelsjahr.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Beobachten!

16.01.2019
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