7500+ Artikel ab Lager lieferbar
Ihr Partner für die Astronomie

Autoren-Archiv


Marcus Schenk

Über Marcus Schenk

Marcus ist Amateurastronom, Texter, Autor und Liebhaber des Nachthimmels. Seit 2006 hilft er Menschen, das richtige Teleskop zu finden - heute über Texte und Videos.
Als Kaffee-Junkie hätte er am liebsten seine Siebträger-Espressomaschine auch unter dem Sternenhimmel dabei.

Posts verfasst von Marcus Schenk

Blog-Archiv

Push+ Objektfinder: Mit Teleskop und Smartphone zu den Sternen

10. August 2016, Marcus Schenk

Sie kennen das sicher von Ihren eigenen Beobachtungen: Sie suchen eine Galaxie in einer sternlosen Region, blicken kritisch auf Ihre mit Rotlicht beleuchtete Sternkarte. Und überlegen, wie Sie sich dem Objekt am besten nähern.

Objekte zu finden ist manchmal eine große Herausforderung. Machen Sie es sich doch leichter! Mit dem neuen Push+-System von Omegon. Aber was soll das mit einem Smartphone zu tun haben?

as-omegon-pushplus-de

 

Hinter dem Namen verbirgt sich ein brandneues Objektfinder-System von Omegon – in Form eines Dobson-Teleskops. Ausgestattet mit digitalen Encodern und Bluetooth verbinden Sie drahtlos Ihr Smartphone + App (oder auch den PC) mit dem Teleskop. Mit einem Push+ Teleskop finden Sie Objekte auf dem schnellsten Weg. Damit gelingt jeder Astroabend!

Omegon Push+ Produkte gibt es derzeit als 8-Zoll Dobson-Teleskop oder separat als Dobson-Montierung (Rockerbox) mit GP-Aufnahme für Ihren eigenen Tubus.

Neugierig geworden? Dann besuchen Sie gleich die Produktseiten von Teleskop und Montierung für mehr Infos.

Infografik Perseiden 2016: Was jeder über die Nacht der Sternschnuppen wissen sollte

4. August 2016, Marcus Schenk

Wir freuen uns alle auf die Nacht der Nächte: die Perseiden im August. Mal ganz ohne Teleskop, einfach mit den bloßen Augen staunen und Sternschnuppen zählen.

Doch woher kommen die Meteore? Wo, wann und wie kann ich sie beobachten? Und warum ist dieses Jahr etwas Besonderes? Erfahren Sie alles das in der Infografik über die Sternschnuppen.

Auf einen Blick. Schnell. Und informativ.

Infografik Perseiden
Wenn Sie die Infografik in Ihre Seite einbinden möchten, können Sie dafür gerne folgenden Code nutzen:

5 Gründe, warum Universe2go völlig anders ist als andere Astronomieapps (Ein Kommentar)

25. Juli 2016, Marcus Schenk

Wer heute den Sternenhimmel kennenlernen will, ist in einer genialen Lage. Nie zuvor gab es so eine große Auswahl von Sternkarten für die Himmelsbeobachtung. Nie zuvor war es so einfach sich schnell eine erste Ahnung über die Sternbilder anzueignen.
Der Grund: die modernen Astronomie-Apps. Laufend auf einem Smartphone, zeigen sie Ihnen in etwa, wo wir gerade am Himmel hinschauen.

„In etwa“, diese beiden kleinen Worte machen den riesen Unterschied zwischen „normalen“ Sternenhimmel-Apps und Universe2go aus. Erfahren Sie jetzt, wo die Unterschiede liegen:

shutterstock_190511636

1. Die Genauigkeit

„Ach, Universe2go ist nicht anders als andere Apps.“ Diese Aussage haben wir schon öfter gehört, vor allem von Menschen, die Universe2go vorher noch nie ausprobiert haben. Schlagartig wird einem der Unterschied klar, wenn man eine beliebige App und Universe2go zeitgleich benutzt.

Das Himmelsplanetarium zeigt die aktuelle Position der Sterne auf wenige Bogenminuten (Bruchteiles eines Grades) genau an. Andere Apps liegen dagegen mehrere Grad daneben. Manchmal kann das zum groben Schätzeisen werden, wenn man eine bestimmte Region erkennen will.

2. Die Sensorgenauigkeit

Die Sensoren von Smartphones sind bereits hochentwickelt, aber dennoch leiden sie unter einer großen Streuung in ihrer Zuverlässigkeit. Daher lag ein Schwerpunkt bei der Entwicklung von Universe2go darauf, eine völlig neue Signalverarbeitung der Sensordaten zu entwickeln. Damit wollten wir das Optimum an Zuverlässigkeit und Genauigkeit aus den Sensoren herausholen.

Diese hohe Präzision erlaubt es, Universe2go die digital dargestellten Sterne „eins zu eins“ mit den echten Sternen am Himmel zu überlagern. Das war ein völlig neuer Weg, den es bei anderen Apps noch nicht gab. Universe2go sammelt nun bis zu 1000 Sensordaten, wertet sie aus und erreicht dadurch diese hohe Präzision. Zusätzlich peilt man mit dem Planetarium – wie bei einem computergesteuerten GoTo-Teleskop – drei Sterne zum eichen an. Die Software weiß damit auf den Punkt genau, wo sie die Himmelsobjekte findet.

3. Augmented Reality

Sie legen Ihr Smartphone einfach in das Himmelsplanetarium ein. Während Sie durch die „Sternenbrille“ blicken, sehen Sie, wie die digitalen Sterne mit dem echten Sternenhimmel überlagert werden. Sie erkennen beides in einem einzigen Gesichtsfeld. Und es wirkt so, als würden die Verbindungslinien zwischen den echten Sternen mit allen Namen und Bezeichnungen am Himmel stehen. Diese Verbindung von digitalen Inhalten mit der Wirklichkeit nennt man „Augmented Reality“. Nicht „Virtual Reality“, denn das wäre nur eine reine virtuelle Welt.

Im Gegensatz dazu findet bei anderen Sternenapps kein „Augmented Reality“ statt. Wenn Sie mit diesen Apps den Himmel erforschen, halten Sie einfach Ihr Smartphone in den Himmel. Sie vergleichen, wie auf einer klassischen Sternkarte, den Bildschirminhalt mit dem Sternenhimmel. Dazu müssen Sie den Blick immer wieder zwischen Bildschirm und Sternen wechseln und Sie versuchen die Muster auch am Himmel zu erkennen.

4. Audio Guide

Universe2go bietet über 3 Stunden Audiomaterial zu Sternbildern, Sternen, Planeten und Deep-Sky Objekten. Sie erforschen den Himmel und genießen einfach, was Ihnen das Planetarium erzählt. Ganz entspannt, ohne etwas lesen zu müssen, tauchen Sie tief in die Materie ein. Ihr Wissen über das Universum wächst dabei automatisch.

5. 3D-Effekt

Universe2go projiziert, getrennt für jedes Auge, ein Bild, und ist damit in der Lage Sternbilder und kosmische Objekte in dreidimensionaler Darstellung zu präsentieren. Dadurch erscheinen Planeten und kosmische Nebel noch eindrucksvoller. Im Altertum dachte man, die Fixsterne wären alle auf einer Kugeloberfläche am Himmel angeheftet und hätten alle den gleichen Abstand von der Erde. Mit Universe2go können Sie die Tiefe der Sternbilder visuell erleben und damit den Horizont Ihrer Wahrnehmung auf faszinierende Weise erweitern.

Fazit:

Universe2go ist anders. Die Sternenkarte verschmilzt mit dem echten Sternenhimmel, als gäbe es keinen Unterschied mehr. Wir müssen nichts mehr umständlich vergleichen, sondern erkennen alles sofort. Der Audioguide erzählt uns eine Menge über den Weltraum und unser Wissen wächst automatisch. In Ihrer Art, wie man den Sternenhimmel sieht und kennenlernt, ist diese App einzigartig.

Bildquelle: Shutterstock

Tipp zum Wochenende: Saturn, Mars und Mond in den Klauen des Skorpions

14. Juli 2016, Marcus Schenk

Wer dieses Wochenende zum Himmel blickt, entdeckt die bekannten Sternbilder des Sommers. Doch warten Sie bis Mitternacht, entdecken Sie im Süden ungewöhnlich helle Objekte. Was ist das? Wer trifft sich dort zur Geisterstunde?

Test

Dieses Wochenende sehen Sie eine wunderschöne Konstellation: Skorpion mit Antares, Mars, Saturn und Mond.

Es sind bekannte Vagabunden des Sonnensystems: Saturn, Mars und der alte bekannte Mond. Ausgerechnet direkt bei dem Jäger der Wüste: dem Skorpion. Zusammen mit dem roten Gigant Antares bieten sie einen gewaltigen und schönen Anblick.

Suchen Sie sich am besten ein dunkles Plätzchen mit einer guten Sicht zum Südhorizont. Dann sehen Sie, wie der Skorpion mit seinen dreigliedrigen Klauen nach dem Mars schnappt. Sein typischer Schwanz und der Stachel ragt allerdings unter den Horizont. In unserer geografischen Lage bei etwa 50° nördlicher Breite, sehen wir ihn niemals vollständig. Um ihn zu sehen, müssten wir schon eine Reise auf die kanarischen Inseln oder ins nördliche Afrika unternehmen.

In der Mitte des Sternbildes drohnt der Stern Antares – das Herz des Skorpions. Der rote Überriese ist 600 Lichtjahre entfernt und besitzt einen unvorstellbaren Durchmesser von 1 Milliarde Kilometern. Er befindet sich in der letzten Phase seines Lebens und leuchtet 10.000 mal heller als unsere Sonne.

Direkt über ihm finden Sie den Ringplanet Saturn. Meinem Kollegen gelang vor einigen Tagen dieses Bild von Saturn in der Volkssternwarte München. Er nutzte dazu die hochempfindliche Planetenkamera ToupTek GCMOS01200KPB Color und den ADC Atmosphärenkorrektor.

Test

Aufnahme B. Gährken

 

Was auffällt: Antares flackert, während der Mars und Saturn ruhig und konstant leuchten. Ein typisches Merkmal für Planeten. Wenn Sie irgendwann einen hellen „Stern“ am Himmel sehen, der nicht flackert und der dort nicht sein dürfte, dann ist es wohl ein Planet.

Am Freitag steht der Mond 4° rechts vom Saturn, am Samstag 8° links von ihm. In beiden Nächten bieten Mond, Mars, Saturn und Antares aber ein fantastisches Trio.

Oder sagen wir es in Erinnerung an Bud mal so: Vier Objekte für ein Halleluja.

Viel Freude beim Beobachten!

Teleskop-Konfigurator mit neuen Teleskopen: In 6 Schritten zum Wunschteleskop

6. Juli 2016, Marcus Schenk

Optiken, Montierungen und Zubehör: Seit zwei Jahren können Sie sich  im Teleskopkonfigurator von Astroshop.de ihr eigenes Teleskop nach Lust und Laune zusammenstellen. Jetzt haben wir den Konfigurator umfassend erweitert. Sie können nun aus 12 verschiedenen Teleskopen wählen und das Teleskop noch besser auf Ihre Wünsche anpassen.

pc-777_teaser_de

Früher musste man sich immer mit den angebotenen Teleskopen zufriedengeben. Warum nicht mal alles ändern und den Teleskopkauf individueller machen? Das dachten wir bei Astroshop.de auch und bauten den Konfigurator. Zwei Newtonteleskope machten damals den Anfang.

Jetzt bietet Ihnen die Advanced Teleskop-Serie eine ganze Reihe neuer Spiegel- und Linsenteleskope:

•    2 Newton-Optiken mit parabolischen Spiegeln mit 152mm und 203mm Öffnung
•    3 Maksutov-Optiken mit 100mm, 127mm und 152mm Öffnung
•    3 Dobson-Teleskope mit 152mm, 203mm und 254mm Öffnung
•    4 achromatische Refraktoren mit  90mm, 102mm, 127mm und 152mm Öffnung

Wollen Sie es gleich ausprobieren und Teleskope ansehen? Dann geht’s hier zu den Teleskopen.

So starten Sie in die Teleskopauswahl

Es macht Spaß mit dem Konfigurator zu spielen. Wie könnte mein Teleskop denn aussehen? Auf welche Montierung und welches Zubehör lege ich Wert? Sollen es einfache oder höherwertigere Okulare sein?

Gehen Sie einfach auf den Link und starten Sie die Konfiguration Ihres Wunschteleskops mit der Auswahl der Optik. In der Übersicht sehen Sie nun alle erhältlichen Optiken mit Grundpreisen. Schritt für Schritt wandern Sie zu Montierungen, Okularauszügen, acht verschiedenen Sucherfernrohren, Okularen und sonstigem Zubehör.

Bei der Frage des Zubehörs können Sie auch einzelne Schritte überspringen. Zum Beispiel dann, wenn Sie schon gute Okulare besitzen. Sie sind also weitestgehend frei in  Ihrer Auswahl.
Und das Beste daran: Über einen seitlichen Haken aktivieren oder deaktivieren Sie Ihre Auswahl. Rechts oben sehen Sie live und in Echtzeit, wie sich die Preise ändern. So wählen Sie nicht nur individuell die Teleskopteile, sondern haben auch volle Kontrolle über die Preise.

Schutz vor unpassenden Kombinationen

Einer der wichtigsten Voraussetzungen: Der Tubus sollte zur Montierung passen. Schnell setzt man eine zu große Optik auf eine zu kleine Montierung. Ein 6″ Refraktor auf einer kleinen EQ-300 Montierung würde viel zu stark wackeln. So in etwa, als wollten Sie mit einem Teleskop auf einem Schiff bei Wellengang beobachten. Damit Ihnen das nicht passiert, ist nicht jeder Tubus mit jeder Montierung kombinierbar. In dem Fall sehen Sie keinen Haken, sondern ein Kreuz seitlich neben dem Artikel.

Ob Einsteiger oder schon Fortgeschrittener: Der Teleskop-Konfigurator ist für jeden Hobbyastronom eine Alternative zu den fertigen Teleskopsets. Damit nehmen Sie auf Ihren Teleskopkauf einfach etwas mehr Einfluss.

Probieren Sie es am besten gleich mal aus: Jetzt Teleskop konfigurieren.

Tipp zum Wochenende: Das Sommerdreieck

1. Juli 2016, Marcus Schenk

Wir sitzen an einem lauen Sommerabend im Freien, die Grillen zirpen – über uns ein wolkenfreier Himmel. Wenn es langsam dunkel wird, schälen sich die ersten Sterne aus der noch blauen Decke des Himmels. Es sind Wega, Deneb und Altair. Zusammen bilden sie am Himmel das Sommerdreieck.

Das Sommerdreieck: Wega, Deneb und Altair

Das Sommerdreieck: Wega, Deneb und Altair

Die drei Sterne sind die Hauptsterne der Sternbilder Leier, Schwan und Adler. Verbindet man die Sterne mit geraden Linien, entsteht das berühmte Sommerdreieck.

Wenn Sie an einem lauen Abend mit Freunden zusammensitzen, kommt manchmal die Frage auf: „Was sind denn das für Sterne da oben?“ Zeigen Sie Ihren Freunden, wo die Sterne zu finden sind. Die meisten Laien sind davon ziemlich beeindruckt.

Das Sommerdreieck ist Anfang Juli um etwa 22 Uhr am östlichen Himmel zu sehen. Im Laufe des Monats wandert es weiter nach Süden. Im August steht es dann hoch am Himmel und neigt sich im September und Oktober deutlich in Richtung Westen.

Was es mit den Sternen und Sternbildern des Dreiecks auf sich hat, sehen wir jetzt:

Die Leier

Das Sternbild Leier besteht aus dem Hauptstern Wega. Vor rund 14.000 Jahren hatte dieser Stern eine ganz besondere (scheinbare) Position: Er war der Polar- oder Nordstern. Die Erde (und damit auch die Erdachse) rotiert wie bei einem Kinderkreisel, den man einen Stoß versetzt. Sie eiert also und die Erdachse beschreibt damit einen Kreis am Himmel.  Wir merken davon natürlich nichts. Derzeit zeigt die Erdachse wieder auf Polaris, aber in 12.000 Jahren weist sie erneut auf Wega – dann darf sie wieder unser Nordstern sein.

Vier weitere Sterne zeichnen eine Art Parallelogram an den Himmel. In der Mitte der südlichen beiden Sterne, finden Sie den bekannten Ringnebel (siehe Beitrag „Der Ring in der Leier“).

Der Schwan

Das Sternbild Schwan sieht am Himmel aus, als würde ein riesiger Schwan mit ausgebreiteten Flügeln über den Himmel gleiten und er folgt dem Weg der Milchstraße. Der Hauptstern Deneb ist der Schwanzstern und 3200 Lichtjahre entfernt. Er ist ein blauer Riesenstern mit einer enormen Leuchtkraft, visuell erscheint er aufgrund seiner Entfernung jedoch schwächer als Wega und Altair. Mit etwa 20 Sonnenmassen gehört Deneb zu den massenreichsten Sternen. Ihm steht in wenigen Millionen Jahren ein ungemütliches Ende bevor: eine Supernova.

Quelle: Wikipedia, Hewholooks

Doppelstern Albireo, Quelle: Wikipedia, Hewholooks

An der Kopfseite in südlicher Richtung des Sternbildes, finden Sie den Stern Albireo. Es ist einer der schönsten Doppelsterne am gesamten Himmel und etwa 390 Lichtjahre entfernt. Im Teleskop sehen wir einen blauen Stern und einen intensiv orangerötlichen Riesen, der etwa den 20-fachen Durchmesser der Sonne hat. Sie können den Stern natürlich auch mit dem Universe2go Handplanetarium aufsuchen. Dort sehen Sie ein wunderschönes Bild des Sternenpaares und lauschen einfach, was Universe2go über den Stern zu erzählen weiß.

Der Adler

Der König der Lüfte bildet das letzte Sternbild, das zum Sommerdreieck gehört. Auch der Adler fliegt mit seinen imposant ausgebreiteten Flügeln durch das Band der Milchstraße. Altair ist der zweithellste Stern und markiert die südliche Spitze des Dreiecks. Der Name Altair kommt aus dem Arabischen und bedeutet: „fliegender Adler“. Er ist 17 Lichtjahre entfernt und 1,5-mal so groß wie die Sonne. Er rotiert viel schneller um seine eigene Achse als die Sonne, und zwar in nur 6,5 Stunden.

Wenn Sie ein Teleskop, Feldstecher oder das Handplanetarium Universe2go besitzen, dann schauen Sie doch mal, welche Objekte Sie in diesen Sternbildern entdecken können. In der Leier den Ringnebel, im Schwan den fanstatischen Cirrusnebel oder im Adler die dreiteilige dunkle Höhle Barnard 142.

Diese Sternbilder erkennen die Deutschen am Himmel

22. Juni 2016, Marcus Schenk

Vor Kurzem haben wir eine Umfrage in Auftrag gegeben: Wie viele Menschen in Deutschland kennen sich eigentlich am Himmel aus? Wer richtet gerne mal den Blick nach oben? Die renommierte Meinungsforschungs-Agentur TNS Emnid führte innerhalb Deutschlands eine repräsentative Studie durch und befragte dazu 1003 Personen im Alter von 14-65 Jahren.

Es gibt also noch sehr viel, was die Menschen über den Sternenhimmel erfahren können. Schließlich gibt es 88 Sternbilder und unzählige interessante Himmelsobjekte.

Die Augmented Reality-Brille Universe2go bietet mit Hilfe des Smartphones und der dazugehörigen App nicht nur  den Blick in den Sternenhimmel, sondern ergänzt diesen auch durch ein virtuelles Bild des Himmels mit zahlreichen Informationen und Erklärungen. Mit Universe2go wird jeder Mensch zum Entdecker und Kenner des Sternenhimmels.

Infografik-Sternbilder

 

Aktueller Sternenhimmel: Das Sternbild Kicker Majoris. Oder: welcher Ball ist das? (Ein Kommentar)

9. Juni 2016, Marcus Schenk

Die ganzen Jahre ist es den Astronomen nicht aufgefallen, dabei war es schon immer am Himmel zu sehen: das Sternbild „Kicker Majoris“ oder der „Big Kicker“. Und das ausgerechnet am nördlichen Sternenhimmel. „Wo soll der denn zu finden sein?“, fragten wir uns. Doch dann wurde uns von einem anonymen Astronomen eine aktuelle Sternkarte zugespielt, die das neu entdeckte Sternbild eindeutig zeigt. Tatsächlich! Kicker Majoris gibt es!

Es war schon immer da: das Sternbild Kicker Majoris

Es war schon immer da: das Sternbild Kicker Majoris

Doch immer noch rätseln wir, wo genau der Spieler am Himmel zu finden ist. Und vor allem: Was für einen Ball schießt er gerade? Wer von Ihnen weiß, wie der Stern heißt?

Das Bild zeigt ein riesiges Sternbild, das am Himmel etwa eine Längsausdehnung von 40° besitzt. Die Sternbildlinien verbinden Sterne, die zwischen eine Helligkeit von ca. 4,6 und 0,1 Magnituden liegen. Das Sternbild soll aktuell nach Dämmerungsende hoch am Himmel zu finden sein. Die eingeblendete mythologische Figur zeigt eindeutig einen Fußballspieler in Schussposition.

Die Mythologie hinter dem Sternbild

Schon in der Antike war Fußball ein großer und beliebter Sport. Sowohl die Griechen als auch die Römer betrieben ihn. Doch das Sternbild geht auf Zeus Sohn, Herkules, zurück. Er sollte in den Krieg ziehen, doch was machte der kleine Rabauke? Er spielte lieber Fußball. Zeus war völlig genervt, weil Herkules mit seinen Kumpels immer im sandigen Dreck kickte und völlig verdreckt nach Hause kam. Er bekam dann immer einen Anpfiff. Alte Geschichten behaupten nun, dass Herkules einen Drachen mit einer Keule erschlug. In Wahrheit war Herkules so kräftig, dass er den Drachen einfach mit einem gezielten Schuss aus 11 Meter Distanz abschloss. So entstanden das Sternbild und übrigens auch der heutige Elfmeter.

Nehmen Sie sich dieses Wochenende doch diese Sternkarte mal zur Hand und gehen Sie auf die Suche nach dem neuen Sternbild. Wir sind gespannt, ob Sie es auch finden. Und wenn nicht? Dann bleiben Sie einfach am Ball.

 

Universe2go: Das halten die großen Astromagazine von der Sternenbrille (Ein Kommentar)

6. Juni 2016, Marcus Schenk

Viele Journalisten hatten es bereits in der Hand und nahmen es unter die Lupe: das Universe2go Handplanetarium. Doch für Amateurastronomen ist ein Test durch andere Amateurastronomen besonders interessant. Denn wer schon seit Jahren Astronomie als Hobby betreibt, interessiert sich natürlich für die Sichtweise seiner Astro-Kollegen.

Die bekannten Magazine Sterne und Weltraum und Abenteuer Astronomie (bis vor Kurzem Interstellarum) haben große Testberichte über diese bisher einzigartige Sternenbrille veröffentlicht. Die Autoren der Tests berichten direkt aus der Praxis, denn sie sind selbst langjährige und begeisterte Hobbyastronomen.

Das Fazit der Zeitschriften:

Der Testbericht von Sterne und Weltraum

Der Testbericht von Sterne und Weltraum

 

Gottwald, Michael: „universe2go. Die smarte Brille für Sterngucker“, Sterne und Weltraum Nov. 2015, S. 47-78.
„Das Handplanetarium »universe2go« hinterlässt einen positiven Eindruck: Es ist wirklich erstaunlich, wie gut die Objekterkennung funktioniert …“


 

 

 

 

 

 

 

Der Testbericht von Interstellarum

Der Testbericht von Interstellarum

 

Fiebinger, Stefan: „Augmented Reality meets Sternhimmel“, Interstellarum Dez/Jan 2016, S. 60-63
„Universe2go bietet allen Himmelsinteressierten einen Blick, wie man ihn bis dahin noch nicht kennt. Das Prinzip der Augmented Reality eignet sich hervorragend, um vor allem Neueinsteigern die Beobachtung der Sterne schnell und einfach näher zu bringen.“
 

 

 

 

 

 

 

Sie interessieren sich für die kompletten Testberichte? Dann haben wir eine gute Nachricht. Sie finden die beiden Artikel in voller Länge als Download auf unserer Website oder als Direktlink in diesem Beitrag.

Infografik Astrohighlights Sommer 2016: Das sollten Sie am Himmel nicht verpassen (Ein Kommentar)

2. Juni 2016, Marcus Schenk

Was gibt es in den lauen Nächten des Sommers am Himmel zu entdecken? Das zeigt Ihnen die brandneue Infografik: „Highlights am Sommerhimmel 2016“. Ein schneller Blick genügt und Sie wissen sofort, was in den Monaten Juni bis August am Himmel passiert.

u2g-infografik-himmelsfahrplan-sommer-de

Wenn Sie die Infografik auf Ihrer Website veröffentlichen möchten, können Sie hierzu gerne den folgenden Code nutzen:

Nähere Infos zu jedem Highlight auf der Grafik finden Sie im weiteren Text.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Beobachten und einen interessanten und warmen Sommer 2016!

Juni

Jupiter im Juni am Abendhimmel
Letze Gelegenheit: Ein Treffen mit Jupiter am Abendhimmel. Jetzt glänzt der größte Planet unseres Sonnensystems nach Sonnenuntergang im Westen. Ein Durchmesser von 35″ Bogensekunden sind genug, um im Teleskop Details zu erkennen. Zum Beispiel die Wolkenbänder und den berühmten Wirbelsturm „Großer Roter Fleck“. Oder die Jupitermonde. Jupiter ist im Juni noch gut am Abendhimmel zu sehen, erst Ende Juli verschwindet er wieder.

3.6. – Saturn in Opposition, weite Ringöffnung, Schlangenträger
Am 03. Juni steht der Planet Saturn in Opposition und ist die ganze Nacht zu sehen. Von der Erde ist er jetzt 1.350 Millionen Kilometer entfernt und bietet uns einen perfekten Eindruck. Saturn begeistert uns mit einem sehr weit geöffneten Ring von 26 Grad. Der Gasriese geht um ca. 21:00 Uhr auf und bietet zusammen mit Mars und Antares eine wunderschöne Konstellation.

11.6. – Mond trifft Jupiter
In der Dämmerung lohnt sich der Blick nach Westen. Dort sehen Sie den zunehmenden Mond und oben rechts den glänzenden Jupiter. Beide Himmelskörper stehen heute Abend in einem Abstand von nur 2°. Eine Kamera, ein Teleobjektiv und ein klarer Dämmerungshimmel. Und schon ist alles bereit für ein einmaliges Foto.

21.6. – Sommerbeginn
Am 21. Juni ist astronomischer Sommeranfang. Jetzt haben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht. Genau genommen geht die Sonne um 21:22 Uhr unter und um 05:15 Uhr wieder auf. Richtig dunkel wird es in dieser Nacht aber gar nicht: Der Sternenhimmel erscheint immer dämmrig.
Die Erde befindet sich jetzt in der weitesten Entfernung zu Sonne. Doch durch die Erdneigung von 23,5° gegen die Ekliptik besitzt die Sonne einen sehr hohen Einstrahlwinkel. Es ist warm: Wir gehen zum Baden oder in den Biergarten – Sommer eben.

26.6. – Mond bedeckt Neptun
Am 26. Juni bedeckt der Mond den Planeten Neptun. Gegen 01:05 Uhr verschwindet er hinter der beleuchteten Mondscheibe und taucht um 01:33 Uhr hinter der unbeleuchteten Seite wieder auf.

Juli

4.7. – Raumsonde Juno am Ziel
Die Raumsonde Juno wurde am 05. August 2011 gestartet, nach einer fünfjährigen Reise erreicht sie am 04. Juli 2016 Jupiter. Sie schwenkt in eine polare Umlaufbahn und erforscht Jupiters Atmosphäre sowie seine Magnetfelder. Nach Missionsende, im Oktober 2017, wird die Sonde in der Jupiteratmosphäre zum Absturz gebracht.

7.7. – Pluto in Opposition
Einst war er ein Planet, doch nun ist er „nur noch“ ein Zwergplanet. Pluto steht am 7. Juli in Opposition und ist besonders gut zu sehen, falls man davon überhaupt sprechen kann. Denn der 2.374 Kilometer große Körper ist 4,4 Milliarden Kilometer entfernt und leuchtet mit nur 14,1 mag wie ein Teelicht zwischen den großen Planeten, die im Gegensatz zu Pluto wie Flagscheinwerfer daher kommen. Zu sehen ist er nur im großen Teleskop, doch selbst da unterscheidet er sich kaum von Sternen. Mit Universe2go erkennen Sie ihn dennoch in voller Größe. Ohne Teleskop und sogar mit dem Herz, das die Raumsonde Philae im letzten Jahr entdeckte.

9.7. – Mond trifft Jupiter
Nur 4,5° voneinander entfernt, begegnen sich der Mond und Jupiter heute Abend am Westhorizont.

12.7. – 14.8. – Raumstation ISS sichtbar
Die Internationale Raumstation ISS ist zwischen dem 12.7. und 14.8. am sichtbar. In den ersten Tagen nach dem 12.7. ist sie meist in den frühen Morgenstunden zu sehen. Gegen Ende Juli (ab etwa 25.7.) und im August sehen wir sie schon zu einer gemütlicheren Zeit in den Abendstunden bzw. in der ersten Nachthälfte. Nach dem Auftauchen wandert sie in etwa 2 Minuten über den Himmel.

August

12.8 – Treffen von Saturn, Mars und Mond bei Sternbild Skorpion
Treffen sich Mars, Saturn und Mond beim Antares heute Abend auf ein erfrischendes Radler für ein Schwätzchen über das Universum? Wohl kaum. Dennoch bietet das Zusammentreffen dieser Himmelskörper einen reizvollen Anblick. Aufgereiht auf der Perlenkette der Ekliptik finden wir sie am Abend des 12.8. in der Nähe von Antares, dem Hauptstern des Skorpions. Beobachtungen und Fotos von diesem Quartett lohnen sich ab 21:00 Uhr.

12.8. – Perseiden
In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreicht der Meteorstrom der Perseiden sein Maximum. Es regnen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, die mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von ca. 216.000 km/h durch unsere Atmosphäre donnern. Durchmachen oder lieber früh aufstehen? Wie auch immer: Das Maximum findet zwischen 22:00 Uhr und 4:00 Uhr statt. Anfangs stört der Mond die Beobachtung noch ein wenig, kurz nach Mitternacht geht er jedoch unter und wir genießen einen dunklen Himmel.
Diesen Meteorstrom verdanken wir dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne einen Teil seiner Masse verlor. Immer wenn die Erde im August die Bahn des Ursprungskometen kreuzt, schießen die Perseiden bei uns über den Himmel.
Dieses Jahr erwarten wir sogar noch mehr Meteore: Die Erde und die Bahn des Kometen rücken näher zusammen. Dadurch rechnen die Astronomen mit deutlich mehr Meteoren, als in den vergangenen Jahren. Wenn das nicht ein Grund zum Schauen ist?

27.8. – Treffen von Venus und Jupiter am Abendhimmel
Achten Sie an diesem Abend auf Jupiter und Venus. Diese beiden Planeten liefern sich am 27. August ein astronomisches Rennen. Dicht an dicht überholt Venus den Gasriesen und zieht nördlich knapp an ihm vorbei. Bevor wir jedoch ihre engste Begegnung mitbekommen, gehen die beiden um 21:45 Uhr am westlichen Horizont unter.
Gehen Sie am besten gleich in der Dämmerung mit einem Fernglas auf die Jagd, denn das brauchen Sie, um die beiden zu erkennen. Doch Achtung: Nicht in die Sonne blicken. Bitte erst beobachten, wenn die Sonne schon untergegangen ist.