Ein Vortrag von Gerald Rhemann am Tag der offenen Tür 2013
Kometenfotografie
In den 80er und 90er Jahren, also in Zeiten des chemischen Films, war die lichtstarke Schmidtkamera das Instrument zur fotografischen Kometenbeobachtung. Auch in Zeiten wie diesen, wo nur noch DSLR und CCD Kameras Verwendung finden, ist eine lichtstarke Optik mit perfekt korrigiertem Gesichtsfeld ein großer Vorteil, denn aus verschiedenen Gründen sind meist nur kurze Belichtungszeiten und nur wenige Einzelaufnahmen möglich. Was alles zur Planung einer Aufnahme und zur Bildbearbeitung eines Kometen bedacht werden sollte, wird in diesem Vortrag erklärt. Vor allem im Hinblick auf Komet C/2012 S1 werden Erfahrungen zur Vorbereitung auf dieses Event weiter gegeben.
Zum Vortragenden:
Gerald Rhemann fotografiert seit 1989 Kometen. Er ist spezialisiert auf Weitwinkel-Aufnahmen der Milchstraße mit kurzbrennweitigen Teleskopen und großformatigen CCD Kameras. In Zusammenarbeit mit seinem Freund Michael Jäger sucht er den Himmel ständig nach unentdeckten Kometen ab und zeichnet diejenigen, die derzeit sichtbar sind, auf. Ihre Bilder der Kometen sind von großem Interesse für die wissenschaftliche Gemeinschaft. So werden Ihre Komet Bilder häufig auf der NASA-Webseite veröffentlicht. Es war ein Privileg für beide, dass Steven Hawking persönlich beschloss, eines Ihrer Kometen Bilder in seinem Buch “ Georges secret key to the Universe“ abzudrucken.
Ein Vortrag von Heiko Wilkens am Tag der offenen Tür 2013
Public Telescope
Visionär und Initiator Heiko Wilkens präsentiert das Projekt Public Teleskope – die Mission für das erste öffentliche Teleskop im Weltraum. Bedarf und Nachfrage bestehen in diesem Bereich seit langem. Neben erdgebundenen Remote-Installationen sind Weltraumteleskope derzeit nur einer wissenschaftlichen Elite zugänglich. Sämtliche Kapazitäten sind überbucht. Das erklärte primäre Ziel der Mission Public Telescope ist es, Möglichkeiten zur teleskopischen Betrachtung des Weltalls insbesondere für Amateurastronomen und Bildungseinrichtungen bereit zu stellen. Weitere Nutzerzielgruppen sind Wissenschaftler und Privatpersonen. Wilkens‘ Vortrag schafft Transparenz zu Kerninhalten des Projekts: Themen sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Beobachtung, Details zur Teleskop- und Satellitentechnik sowie Erläuterungen zu den unterschiedlichen Anwenderzielgruppen.
Zum Vortragenden:
Heiko Wilkens arbeitete für die deutsche Großindustrie, hat Innovationen zum Durchbruch verholfen und hochvolumige Projekte verantwortet. Wilkens ist seit vielen Jahren Amateurastronom. Darüber hinaus ist er Autor von Lucam Recorder, einer weltweit genutzten Software für exzellente Planetenaufnahmen, die sich bei Profis und Amateuren gleichermaßen etabliert hat. Seit 2012 arbeitet Wilkens zusammen mit seinem Team aus erfahrenen Spezialisten an der Koordination und Realisierung der Mission Public Telescope.
Ein Vortrag von Gero Rupprecht am Tag der offenen Tür 2012
Exoplaneten – Auf der Suche nach der zweiten Erde:
Seit Kopernikus unsere Erde als einen der Planeten unserer Sonne erkannte, stellte sich die Frage, ob es auch Planeten gibt, die andere Sonnen, d.h. Sterne umkreisen. Jahrhunderte lang scheiterten alle Versuche, diese Frage positiv zu beantworten. Im Jahr 1995 endlich glückte einem Forscherteam aus der Schweiz der erste Nachweis eines sogenannten „Extrasolaren Planeten“. Seither wurden über 300 dieser hochinteressanten Objekte entdeckt, und wie bei richtigen Entdeckungen üblich wurden erst einmal alte Vorstellungen und Theorien umgestoßen: man fand „Heisse Jupiter“ ebenso wie Kannibalensterne! Dieser Vortrag bietet einen Überblick über dieses junge und faszinierende Gebiet der Astronomie und Sie erfahren, wie an der Europäischen Südsternwarte in Chile Exoplaneten gesucht und gefunden werden, was wir derzeit über sie wissen und wie die Chancen stehen, eine „Zweite Erde“ zu finden, vielleicht sogar belebt!
Zum Vortragenden:
Gero Rupprecht spezialisierte sich während seines Physik-Studiums an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen auf Astronomie. In seiner Diplomarbeit, angefertigt an der Dr.-Remeis-Sternwarte in Bamberg, bearbeitete er ein enges Doppelsternsystem mit Massenaustausch (SV Centauri) und in seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich, ebenfalls in Bamberg, mit weißen Zwergsternen, sozusagen mit dem „Friedhof der Sterne‘. Nach einem Abstecher in die Plasmaphysik (1983-1988 am IPP in Garching und 1986-1988 bei JET in Culham/England) kehrte er zur Astronomie zurück und arbeitet seit 1988 bei der Europäischen Südsternwarte ESO in Garching an der optischen Instrumentierung unserer Teleskope in Chile. Dadurch war er auch mehrfach zu Beobachtungen an verschiedenen Teleskopen auf den ESO-Observatorien La Silla (von 60cm bis 3,5m Durchmesser) und am VLT auf Paranal (8m).
Ein Vortrag von Prof Dr Hanns Ruder am Tag der offenen Tür 2012
Kosmische Schmankerln aus der Astrophysik:
Prof. Dr. Hanns Ruder entführt Sie mit seinem Vortrag: „Kosmische Schmankerln aus der Astrophysik“ in die faszinierende Welt der Astronomie. Was gibt es neues am Himmel? Wofür erhält man in der Astronomie Nobelpreise? Weiße Zwerge und Neutronensterne, putzmuntere Sternleichen. Warum macht die Amateurastronomie immer mehr Spaß? Prof. Ruder ist Astrophysiker und bietet Ihnen Wissen aus erster Hand. Gemischt mit seiner typischen Prise aus Humor und Spannung wird dieser Vortrag sicher zu einem besonderen Genuss — eben echte Leckerbissen der Astronomie.
Zum Vortragenden:
Prof. Dr. Hanns Ruder wurde am 03.11.39 geboren und erwarb sein Diplom 1964, seine Promotion 1967 und seine Habilitation 1972 an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1972 — 1978 war er als wiss. Rat und von 1978 — 1983 als Professor für Theoretische Physik an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. 1983 wechselte an die Universität Tübingen und ist dort seitdem Professor für Theoretische Astrophysik. Er hatte das Amt des Vorsitzenden des Vorstands der Astronomischen Gesellschaft von 1993 — 1996 inne und war 1994 — 2006 Sprecher des Sonderforschungsbereichs 382 „Verfahren und Algorithmen zur Simulation physikalischer Prozesse auf Höchstleistungsrechnern“. Im Jahr 2002 erhielt er den Robert-Wichard-Pohl-Preis und 2006 wurde ihm die Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft verliehen.
Wir bitten die schlechte Bildqualität zu entschuldigen, die durch einen Fehler bei der Aufnahme der Leinwand entstanden ist. Wir wollten Ihnen diesen grossartigen Vortrag dennoch nicht vorenthalten!
Alle Jahre wieder am Himmelfahrtswochenende findet auf einem Zeltplatz im hessischen Gedern das Internationale Teleskoptreffen am Vogelsberg statt. Es ist das größte Teleskoptreffen in Europa. Neben der gemeinsamen Beobachtung unter dunklem Himmel dient das Treffen dem Erfahrungsaustausch. Beim geselligen Beisammensein findet sich die Gelegenheit eine breite Palette von optischen Geräten zu testen.
ITV Händlerstraße
Für den Astrohandel ist das ITV ein Pflichttermin. Neben dem Veranstalter ICS waren noch zahlreiche weitere Händler sowie der Hersteller Meade mit eigenen Ständen vertreten. Von der Firma Astroshop.de waren Hans Gerritsen, Michael Suchodolski und Bernd Gährken mit dabei.
Astroshopteam ITV 2013
Das Wetter spielte nachts beim ITV diesmal nicht mit, doch am Tage waren beeindruckende Beobachtungen der Sonne möglich. Mehrere H-Alpha Teleskope waren aufgebaut und zeigten schöne Protuberanzen. Vom Treiben am Astroshop-Stand ist ein Zeitraffervideo entstanden.
Ein Höhepunkt war die Preisverleihung am Samstag. Wolf-Peter Hartmann konnte ein halbes Dutzend Selbstbauten auszeichnen. Astroshop.de hatte als Preis ein 11mm Nagler-Okular gestiftet. Der Weitwinkelokular ging an Stephan Linhart für seinen 10 Zoll f/5 Selbstbaunewton.
ITV Sieger
In der Laudatio wurden die mit Blenden streulichtoptimierten Streben hervorgehoben. Daneben wurden von Linhart der Okularauszug und der Foto-Korrektor(!) selbst konstruiert.
Lernen Sie die Funktionsweise der verschiedenen Typen von Sucherfernrohren kennen und erfahren Sie, wie man diese mit wenigen Handgriffen richtig justiert.
Uns erreichen viele Fragen zu den Unterschieden zwischen optischen Sucherfernrohren und Leuchtpunktsuchern und deren Anwendung. Mit dieser kleinen Videoanleitung wollen wir einige dieser Fragen beantworten und zeigen Ihnen, wie Sie mithilfe eines terrestrischen Objektes Ihr Sucherfernrohr korrekt auf ein Teleskop einstellen. Auf diese Weise wird das Auffinden der gesuchten Himmelsobjekte schnell und einfach auch für Einsteiger!
Viel Freude bei Ihren Beobachtungen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Erfahren Sie, wie Sie Ihre parallaktische EQ Montierung in wenigen Minuten korrekt ausrichten und justieren!
Dieses Video richtet sich an alle Einsteiger und frischgebackenen Teleskopbesitzer: Oft ist es etwas schwierig aus einer gedruckten Anleitung die richtige Ausrichtung einer parallaktischen Montierung zu verstehen. In diesem Video erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine parallaktische EQ Montierung auf den Polarstern ausrichten. Dies ist die Grundlage für Ihre astronomischen Beobachtungen.
In der Videoanleitung wird die Skywatcher NEQ-3 Montierung ausgerichtet. Natürlich können Sie auf die gleiche Weise auch alle anderen parallaktischen Montierungen ausrichten.
Viel Freude bei Ihren Beobachtungen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Ein langes Teleskop-Rohr auf einem Dreibeinstativ und einer Montierung ragt in den Nachthimmel. Klassisch – so muss ein Teleskop aussehen meinen wohl einige. Viele Einsteiger haben bei dem Begriff „Fernrohr“ einen Refraktor, ein Linsenteleskop, vor Augen.
Das Fernrohr in der Holzbox
Doch es gibt natürlich nicht nur diese eine Teleskop-Bauart. Ein ganz anderer Typ sind Dobson-Teleskope. Das Prinzip ist simpel und genial: Ein Newton-Spiegelteleskop in einer Art Holzbox-Montierung, die sich einfach in alle Richtungen drehen lässt. Durch diese einfache Bauweise der Montierung lassen sich selbst große Teleskope für einen relativ geringen Preis herstellen.
Ein großer Spiegeldurchmesser und damit die Lichtstärke ist ein wichtiges Argument, wenn Sie gerne Deep-Sky Objekte beobachten. Inzwischen gibt es diese Teleskope in fast allen erdenklichen Größen.
Wir haben für Sie ein neues Video aufgenommen – Eine kurze Einführung in das Thema Dobson-Teleskop.
Was kann man mit einem Teleskop sehen? Erkennen wir Details, Staubbänder oder gar Farben? Wir alle kennen die schönsten Bilder des Universums, in allen Farben des Spektrums schillernde Objekte. Meist geben diese Bilder aber nicht den Live-Eindruck wieder, den man bei der Beobachtung hat.
Was kann man also tatsächlich visuell und live durch ein Amateur-Teleskop erkennen? Für viele Einsteiger in der Astronomie ist dies ein sehr wichtiger Punkt. Bei helleren Objekten kann ein Video nahezu perfekt das vermitteln, was Sie tatsächlich sehen.
Auch die Sonne hat es in sich…
Was für die Nacht gilt ist auch für die Astronomie am Tag wichtig. Die Sonne, unser Zentralgestirn, ist der für uns wichtigste Stern. Im wahrsten Sinne des Wortes geht es dort heiß her.
Gasausbrüche auf der Sonne
Sonnenflecken, Sonnefackeln, Filamente, Protuberanzen – das alles können wir beobachten. Gerade für die faszinierendes Gasauswürfe, die Protuberanzen, benötigen wir aber Spezial-Teleskope. Diese Gebilde gehören zu den chromosphärischen Erscheinungen der Sonne und sind nur im extrem engbandigen H-alpha Bereich bei 656nm zu sehen.
Das Lunt LS35 und die Protuberanzen
Das Sonnen H-Alpha Teleskop LS35 von Lunt zeigt einem diese Protuberanzen, die man sonst nur bei einer totalen Sonnenfinsternis zu sehen bekommt. Diese gewaltigen Sonneneruptionen erstrecken sich oft hunderttausende Kilometer in den Weltraum. Die Erde ist im Vergleich zu diesen Feuerzungen verschwindend klein, wie dieses Amateurbild zeigt.
Diese Aufnahme zeigt das annähernde Größenverhältnis von der Erde und einer Sonnen-Protuberanz. Foto: B. Gährken
So sehen Sie die Protuberanzen im Teleskop
Unser Kunde und Amateurastronom Robin Lachhein konnte mit seinem Lunt LS35 ein tolles Video der Sonne aufnehmen. Genießen Sie ein Video, dass die Sonne so zeigt, wie Sie sie tatsächlich durch dieses kleine H-alpha Teleskop sehen. Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie für zwei Minuten mit der passenden Musik.
Überall sind Angebote zur Wissensverbreitung präsent. Besonders in unserem täglichen Begleiter – den Medien. Im Fernsehn können wir Tag für Tag neue Wissensendungen verfolgen, die beinahe jedes erdenkliche Thema behandeln. Doch können wir auf die Aussagen der Fernseh-Experten vertrauen? Oder wird unser Feierabend auf der Couch mit Unsinn aus dem TV begleitet, den wir meist nicht einmal mitbekommen?
Ein aktueller Fall ist uns in der ZDF Sendung »Das will ich wissen« am 6.11.09 aufgefallen. Zur in der Sendung gestellten Frage: »Was ist eigentlich eine Sternschnuppe«, wurde eine »Liveschaltung« zu Abenteuer+Wissen Moderator Karsten Schwanke ausgeführt. Er erklärte was sich hinter der Erscheinung einer Sternschnuppe verbirgt. Der Kenner konnte sofort erkennen, dass Herr Schwanke vor einem kleinen Newtonteleskop stand. Doch etwas stimmte nicht: Das Newtonteleskop war völlig verkehrt aufgebaut. Die Öffnung und der Okularauszug des Teleskops befand sich nicht nach oben gerichtet, sondern zeigte nach unten zum Boden. Allein die Tatsache war schon lustig. Besonders witzig war aber sein professioneller Blick nach den Sternschnuppen, in dem er in den Okularauszug blickte. Was er da wohl sah?
Vielleicht hätte das ZDF vorher besser recherchieren sollen. Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert. Und immerhin wissen wir ja aus dem Fernsehen: Lachen soll gesund sein!
Karsten Schwanke beim professionell anmutenden Blick durch ein Newtonteleskop