Ein Vortrag von Thomas W. Grau am Tag der offenen Tür 2014
Meteoritensuche in Europa
Meteoriten sind Boten fremder Welten, aus längst vergangenen Äonen. Sie trafen schon seit jeher unerwartet mit feurigem Meteor und Donnerschlag die Erde, als wollte die Post aus dem All mit dem richtigen Ton dem Empfänger kundtun: Hallo, ich bin eingetroffen! Die Frage ist nur, wer nimmt diese so seltene Post entgegen? Und wer versteht darin zu lesen? Im Vortrag geht es darum dem Interessierten einen Überblick zu verschaffen, was passiert, wenn ein Meteoritenfall geschieht, und mit welchen Problemen man zu kämpfen hat, um die begehrten Meteoriten auch wirklich zu finden.
Zum Vortragenden:
Thomas Grau hat 2002 den Meteorit von Meteoritenfall „Neuschwanstein“ gefunden, der in Nördlingen im Museum präsentiert wird. Der Fall und Fund wurde über die bayrischen Grenzen hinaus berühmt und war ein Wendepunkt in seinem Leben. Seit dem ist er ein leidenschaftlicher Sucher und Finder von frisch gefallenen Meteoriten hier in Europa. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und ist als Freiberufler und Spezialist für detonierende Meteore unterwegs, um aktuelle Meteoritenfällen in Europa zu untersuchen. 32 Mal hat es schon geklappt die Post aus dem All einzusammeln.
Viel Spass beim Ansehen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Ein Vortrag von Hans-Georg Schmidt am Tag der offenen Tür 2014
Intergalaktisch fernsehen
Im Zeitalter der elektronischen Astrophotographie ist sie ziemlich aus der Mode gekommen: Die „visuelle Himmelsbeobachtung“. Dabei kann es besonders mit den aktuellen technischen Hilfsmitteln sehr viel Freude machen, ferne kosmische Objekte ganz unmittelbar zu betrachten.
Zum Vortragenden:
Der Referent blickt auf 45 Jahre visuelle Himmelsbeobachtung zurück und möchte interessierten Menschen Appetit darauf machen, einmal selbst einen „intergalaktischen Fernseh-Abend“ zu wagen.
Viel Spass beim Ansehen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Ganz in der Nähe von Landsberg, und damit auch in der Nähe von Astroshop, bot sich in der letzten Woche ein nicht ganz alltägliches Spektakel: Auf dem Gelände der Erdfunkstelle Raisting in der Nähe des Ammersees wurde ein Kornkreis entdeckt.
Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen, und stattete dem ungewöhnlichen Motiv einen kleinen Besuch ab, zusammen mit vielen anderen Interessierten. Entstanden ist dabei das folgende Video. Auch wenn sich ein Bezug zur Astronomie nur über eine kleine, zugegebenermassen etwas gewagte Gratwanderung herstellen lässt, möchte ich die schönen Bilder gerne an dieser Stelle teilen.
Zum Video:
Ein paar Impressionen und Luftaufnahmen des Kornkreises bei der Erdefunkstelle Raisting / Ammersee im Juli 2014.
Nochmals vielen Dank an die Eigentümer. Der offenherzigen Art, mit der sie den Ansturm der Besucher empfangen haben, gebührt höchster Respekt.
Damit trugen sie sicherlich einen grossen Teil dazu bei, dass sich hier Interessierte mit verschiedensten Ansichten in Ruhe und Frieden treffen konnten. Zitat: „Ich sitze jetzt hier seit einer Woche und sehe nur fröhliche lachende Gesichter. Ich selber habe mich noch nie für Kornkreise interessiert! Aber das ist wirklich schön zu sehen.“
Ebenso vielen Dank an die Betreiber der Erdfunkstelle Raisting. Den Besuchern zu gestatten das Gelände derart zu bevölkern ist sicherlich nicht ganz selbstverständlich!
Auf jeden fall ein ganz besonderer Kornkreis, alleine die Kulisse der Erdfunkstelle ist einfach grandios!
Ein Vortrag von Michael Kunze am Tag der offenen Tür 2014
Astronomische Zeitraffervideos
Am Himmel bewegen sich die Dinge langsam. Im Laufe eines Tages erkennt man den Lauf der Sonne, oder in der Nacht der Sterne. Oft kann man Bewegungen erst nach Stunden, Tagen, Wochen oder sogar Monaten erkennen. Um diese Bewegungen darstellen zu können, benutzt man den Zeitraffer. Sehen Sie den Lauf der Sterne, der Sonne oder den Aufgang der Milchstrasse in faszinierenden Filmen. Verfolgend Sie die Rotation des Jupiter oder das Abschmelzen der Polkappen auf dem Mars.
Zum Vortragenden:
Michael Kunze befasst sich mit der Astronomie seit seinen frühen Jugendjahren. Immer mit Blick auf die Astrofotografie, aber auch immer dem visuellen Beobachten verfallen. Er fotografiert von seinem Standort in Moers Planeten und Deep-Sky Objekte. Seit 2009 werden Zeitrafferfilme an Standorten rund um den Globus erstellt. Dies immer auf seinen privaten Reisen, die immer einen Teil Astronomie beinhalten.
Viel Spass beim Ansehen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Die Sonne bietet in einem Amateurteleskop faszinierende Ansichten. Doch erst der richtige Sonnenfilter erlaubt eine gefahrlose Beobachtung. Welche Filter Sie nehmen können, erfahren Sie in diesem Video.
Viel Freude bei Ihren Beobachtungen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Erfahren Sie, wie Sie Ihr Newtonteleskop in nur wenigen Minuten justieren.
Besitzer von Newtonteleskopen müssen eines immer wieder tun: Das Teleskop justieren. In diesem Video lernen Sie, wie das mit einem Justierlaser in wenigen Minuten geht. Denn erst ein justiertes Teleskop erreicht die beste Abbildung.
Viel Freude bei Ihren Beobachtungen wünscht Ihr Team von Astroshop.de
Ein Vortrag von Georg Dittiè am Tag der offenen Tür 2013
Die Natur der Luftunruhe
Wie jeder zumindest erahnen kann, hat die fast ewige Luftunruhe etwas mit Thermik zu tun. Landschaften und die Luft, aber auch unsere Fernrohre kühlen sich ab und heizen sich wieder auf. Dabei wird die umgebende Luft mehr oder minder dicker und dünner und bildet Wirbel. Mit der Thermografiekamera ist es endlich möglich, viele thermische Prozesse rund ums Beobachten sichtbar werden zu lassen. Im Vortrag kommt eine Thermografiekamera zum Einsatz und es werden dazu etliche Kurzfilme und Tests präsentiert.
Zum Vortragenden:
Georg Dittiè, der Entwickler des bekannnten Bildverarbeitungsprogrammes „Giotto“, ist seit 37 Jahren Amateurastronom. Er hat an der RWTH Aachen Maschinenbau, Fachrichtung Thermodynamik studiert und dort auch promoviert und ist seit vielen Jahren als Infrarotexperte im Bonner Ingenieurbüro Schütte, Thobrock und Partner tätig. Aber nicht nur das, beruflich arbeitet er auch als Sachverständiger Ingenieur für Thermografie. Dadurch kann er hochmoderne und leistungsfähige IR-Kameras einsetzen, die sich selbst Millionäre nicht für`s Hobby gönnen würden. Er gehört außerdem zum Arbeitskreis Meteorbeobachtung, der ihm viel Wissen über unsere Atmosphäre vermittelt hat. Warum also nicht berufliche Expertise mit Astronomie und Meteorologie kombinieren, um so mehr Klarheit für ein ganz allumfassendes Problem zu schaffen?
Ein Vortrag von Gerald Rhemann am Tag der offenen Tür 2013
Kometenfotografie
In den 80er und 90er Jahren, also in Zeiten des chemischen Films, war die lichtstarke Schmidtkamera das Instrument zur fotografischen Kometenbeobachtung. Auch in Zeiten wie diesen, wo nur noch DSLR und CCD Kameras Verwendung finden, ist eine lichtstarke Optik mit perfekt korrigiertem Gesichtsfeld ein großer Vorteil, denn aus verschiedenen Gründen sind meist nur kurze Belichtungszeiten und nur wenige Einzelaufnahmen möglich. Was alles zur Planung einer Aufnahme und zur Bildbearbeitung eines Kometen bedacht werden sollte, wird in diesem Vortrag erklärt. Vor allem im Hinblick auf Komet C/2012 S1 werden Erfahrungen zur Vorbereitung auf dieses Event weiter gegeben.
Zum Vortragenden:
Gerald Rhemann fotografiert seit 1989 Kometen. Er ist spezialisiert auf Weitwinkel-Aufnahmen der Milchstraße mit kurzbrennweitigen Teleskopen und großformatigen CCD Kameras. In Zusammenarbeit mit seinem Freund Michael Jäger sucht er den Himmel ständig nach unentdeckten Kometen ab und zeichnet diejenigen, die derzeit sichtbar sind, auf. Ihre Bilder der Kometen sind von großem Interesse für die wissenschaftliche Gemeinschaft. So werden Ihre Komet Bilder häufig auf der NASA-Webseite veröffentlicht. Es war ein Privileg für beide, dass Steven Hawking persönlich beschloss, eines Ihrer Kometen Bilder in seinem Buch “ Georges secret key to the Universe“ abzudrucken.
Ein Vortrag von Heiko Wilkens am Tag der offenen Tür 2013
Public Telescope
Visionär und Initiator Heiko Wilkens präsentiert das Projekt Public Teleskope – die Mission für das erste öffentliche Teleskop im Weltraum. Bedarf und Nachfrage bestehen in diesem Bereich seit langem. Neben erdgebundenen Remote-Installationen sind Weltraumteleskope derzeit nur einer wissenschaftlichen Elite zugänglich. Sämtliche Kapazitäten sind überbucht. Das erklärte primäre Ziel der Mission Public Telescope ist es, Möglichkeiten zur teleskopischen Betrachtung des Weltalls insbesondere für Amateurastronomen und Bildungseinrichtungen bereit zu stellen. Weitere Nutzerzielgruppen sind Wissenschaftler und Privatpersonen. Wilkens‘ Vortrag schafft Transparenz zu Kerninhalten des Projekts: Themen sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Beobachtung, Details zur Teleskop- und Satellitentechnik sowie Erläuterungen zu den unterschiedlichen Anwenderzielgruppen.
Zum Vortragenden:
Heiko Wilkens arbeitete für die deutsche Großindustrie, hat Innovationen zum Durchbruch verholfen und hochvolumige Projekte verantwortet. Wilkens ist seit vielen Jahren Amateurastronom. Darüber hinaus ist er Autor von Lucam Recorder, einer weltweit genutzten Software für exzellente Planetenaufnahmen, die sich bei Profis und Amateuren gleichermaßen etabliert hat. Seit 2012 arbeitet Wilkens zusammen mit seinem Team aus erfahrenen Spezialisten an der Koordination und Realisierung der Mission Public Telescope.
Ein Vortrag von Gero Rupprecht am Tag der offenen Tür 2012
Exoplaneten – Auf der Suche nach der zweiten Erde:
Seit Kopernikus unsere Erde als einen der Planeten unserer Sonne erkannte, stellte sich die Frage, ob es auch Planeten gibt, die andere Sonnen, d.h. Sterne umkreisen. Jahrhunderte lang scheiterten alle Versuche, diese Frage positiv zu beantworten. Im Jahr 1995 endlich glückte einem Forscherteam aus der Schweiz der erste Nachweis eines sogenannten „Extrasolaren Planeten“. Seither wurden über 300 dieser hochinteressanten Objekte entdeckt, und wie bei richtigen Entdeckungen üblich wurden erst einmal alte Vorstellungen und Theorien umgestoßen: man fand „Heisse Jupiter“ ebenso wie Kannibalensterne! Dieser Vortrag bietet einen Überblick über dieses junge und faszinierende Gebiet der Astronomie und Sie erfahren, wie an der Europäischen Südsternwarte in Chile Exoplaneten gesucht und gefunden werden, was wir derzeit über sie wissen und wie die Chancen stehen, eine „Zweite Erde“ zu finden, vielleicht sogar belebt!
Zum Vortragenden:
Gero Rupprecht spezialisierte sich während seines Physik-Studiums an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen auf Astronomie. In seiner Diplomarbeit, angefertigt an der Dr.-Remeis-Sternwarte in Bamberg, bearbeitete er ein enges Doppelsternsystem mit Massenaustausch (SV Centauri) und in seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich, ebenfalls in Bamberg, mit weißen Zwergsternen, sozusagen mit dem „Friedhof der Sterne‘. Nach einem Abstecher in die Plasmaphysik (1983-1988 am IPP in Garching und 1986-1988 bei JET in Culham/England) kehrte er zur Astronomie zurück und arbeitet seit 1988 bei der Europäischen Südsternwarte ESO in Garching an der optischen Instrumentierung unserer Teleskope in Chile. Dadurch war er auch mehrfach zu Beobachtungen an verschiedenen Teleskopen auf den ESO-Observatorien La Silla (von 60cm bis 3,5m Durchmesser) und am VLT auf Paranal (8m).