Dieses Wochenende zeigt sich der Planet Merkur von seiner besten Seite. Denn jetzt erreicht er seine beste Abendsichtbarkeit des ganzen Jahres. AuĂerdem steht er am 1. April in der gröĂten östlichen Elongation zur Sonne. Gehen wir auf die Suche nach dem flinken Merkur.
Nach der Zeitumstellung geht die Sonne um 19:48 Uhr unter. Schon ab 20 Uhr haben wir die Chance den sonnennahen Merkur dicht ĂŒber dem Horizont zu entdecken. Das Zeitfenster ist knapp, denn die Sonne hĂ€lt ihn wie einen Hund an kurzer Leine. Er folgt ihr wenig spĂ€ter und geht um 21:40 Uhr unter. Wir haben also ein bisschen Zeit, ihn mit dem bloĂen Auge, mit dem Fernglas oder mit dem Teleskop zu bestaunen.
Der Punkt ĂŒber dem Westhorizont
Blicken Sie um 20 Uhr nach Westen. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht entdecken Sie weit oben den zunehmenden Mond, in der Mitte den Planeten Mars und ganz unten den Merkur. In den nÀchsten 40 Minuten schreitet die DÀmmerung immer weiter voran, Merkur ist immer besser sichtbar, aber er sinkt auch tiefer. Ab etwa 20:45 Uhr wird es schwierig ihn noch zu entdecken. Es sei denn Ihr Beobachtungsort gönnt Ihnen eine hervorragende Horizontsicht.
Sichtbar bis spÀtestens 10. April
Leider ist seine Sichtbarkeits-Phase nur von kurzer Dauer. Sie begann bereits am 20. MĂ€rz und dauert bis etwa 10. April. Realistisch gesehen wird es nach dem 7. April immer schwieriger ihn zu entdecken. AuĂerdem sinkt seine Helligkeit von 0mag auf 1,2mag. Ab jetzt haben wir also gut eine Woche Zeit ihn zu erwischen.
Merkurs gröĂter Winkelabstand von der Sonne
Der Merkur ist der Sonne am nĂ€hesten gelegene Planet und umkreist sie in nur 88 Tagen in einer elliptischen Bahn. Bei einer östlichen Stellung zur Sonne können wir ihn am Abendhimmel finden. Sein Abstand zur seiner jetzigen gröĂten östlichen Stellung betrĂ€gt allerdings nur 19°. Das ist leider nur ein mĂ€Ăiger Wert, denn maximal kann sie 28° errichen. Unser Vorteil ist aber die Ekliptik, welche im FrĂŒhling sehr steil verlĂ€uft.
Die SonnennĂ€he von Merkur fĂŒhrt dazu, dass wir ihn nie mitten in der Nacht sehen können. Manche Menschen haben unseren Innersten Planeten noch nie gesehen. So gibt es zum Beispiel eine Geschichte vom Astronomen Nikolaus Kopernikus. Er soll am Sterbebett gesagt haben, er bedaure es sehr, nie den Merkur gesehen zu haben. Einige behaupten allerdings, diese Worte wĂ€rem dem brĂŒhmten Astronomen nur in den Mund gelegt worden. Nun ja, das weiĂ wohl keiner so genau.
Sie jedoch haben jetzt die Chance auf einer erfolgreiche Beobachtung. Wir wĂŒnschen Ihnen viel SpaĂ dabei!
