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Tipp zum Wochenende: Das Geheimnis des roten Auges

Dieses Wochenende lohnt sich der Blick auf Jupiter. Der Große Rote Fleck, das rote Auge von Jupiter, bietet sich optimal für eine Beobachtung an.

Übrigens: Unser Erdtrabant ist derzeit abnehmend und steht dieses Wochenende im letzten Viertel. Damit stört er die Beobachtung von Deep-Sky Objekten immer weniger. Die Abendstunden können wir in völliger Dunkelheit genießen. Erst ab 1:55 MESZ macht er sich bemerkbar.

Jupiter im Löwe

Aktuell am Abendhimmel in südlicher Richtung

Jupiter: Großer Roter Fleck im Visier

Jupiter, der größte aller Planeten, zieht uns schon seit Wochen in seinen Bann. Er strahlt mit einer Helligkeit von -1,8mag und gehört damit zum hellsten Objekt am Himmel. Gleich nach dem Beginn der Dämmerung finden wir ihn hoch im Süden und unterhalb des Löwen. Jupiter besitzt einen Durchmesser von 142.000 Kilometer, so viel wie 12 Erden nebeneinander. Ein wahrer Gigant! Hätten wir einen Urlaub auf Jupiter gebucht, bräuchten wir mit einem Raumschiff heutiger Technik 5 Jahre bis zum Urlaubsort (mit dem Auto 444 Jahre). Ein Objekt mit 740 Millionen Kilometer Entfernung ist eben nicht so leicht zu erreichen. Mit etwa 44 Bogensekunden Durchmesser sehen wir auf Jupiter viele Details. Die vier Galileischen Monde oder zahlreiche Wolkenbänder. Und den Großen Roten Fleck. Um was es sich dabei handelt, war lange Zeit ein Geheimnis.

Jupiter Animiert

Jupiteranimation mit ToupTek Kamera GCMOS01200KPA Color, B. Gährken

Rotes Auge, wer bist du?

Schon im Jahr 1663 entdeckte der Beobachter Robert Hooke den Fleck mit seinem Teleskop. Er achtete auf dessen Bewegung und vermutete, dass Jupiter rotiert. Der Astronom Giovanni Cassini bestimmte daraufhin die Rotationsdauer. Erst später fanden die Forscher heraus, dass es sich beim Großen Roten Fleck um einen Wirbelsturm handelt. Womöglich saust er schon seit Jahrhunderten um den Planeten.

Unter Planetenbeobachtern wird er oft nur GRF genannt. Zu finden ist er in einer Bucht im südlichen Äquatorband (SEB). In seinem Inneren toben Winde mit bis zu 400 Kilometern pro Stunde. Im Jahr 1980 besaß er noch eine Längsausdehnung von 21.000 Kilometern, da passte die Erde zwei Mal hinein. Doch seit einigen Jahren schrumpft der Fleck deutlich: Im Jahr 2014 waren es nur noch 16000 km. Warum das so ist, weiß man noch nicht.

Trotzdem: Warum sich der GRF seit Jahrhunderten hält, ist den Astronomen immer noch ein Rätsel. Es gibt Vermutungen, dass er immer wieder kleinere Stürme in sich aufnimmt und sich so von ihnen nährt. Wie Jupiters Atmosphäre im Detail funktioniert ist noch ein großes Rätsel.

Wann beobachten?

Dieses Wochenende ist der Große Rote Fleck gut zu sehen. Von Samstag auf Sonntag ist er um 0:50 Uhr zentral auf Jupiter zu erkennen. Eine 100-fache bis 150-fache Vergrößerung ist notwendig, damit Sie ihn gut erkennen. Wenn es die Luftruhe erlaubt, erhöhen Sie die Vergrößerung noch ein wenig.

Sie beobachten mit Farbfiltern? Ein Grünfilter #56 oder ein Blaufilter #82A bringt reichlich Kontrast und verbessert die Sichtbarkeit von Details.

Schattendurchgang: Von Sonntag auf Montag bedeckt der Mond Io den Jupiter. Seinen Schattenwurf können Sie zwischen 22:09 Uhr und 1:27 Uhr beobachten.

Tipp: Wenn Sie  Jupiter mit dem Universe2go Handplanetarium anschauen, sehen Sie ein eingeblendetes Jupiterbild und erhalten über den Audioguide jede Menge interessante Infos.

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21.08.2018
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