7500+ Artikel ab Lager lieferbar
Ihr Partner für die Astronomie

Infografik: Astrohighlights im Herbst 2025

Die Nächte werden länger und die Luft ist oft klar: eine gute Zeit, um den Himmel zu beobachten. Im Herbst 2025 gibt es besondere Himmelsereignisse. Erleben Sie eine totale Mondfinsternis, seltene Treffen von Planeten oder eine Bedeckung der Plejaden.

Auf der aktuellen Infografik “Astrohighlights im Herbst 2025” haben wir die schönsten Himmelsereignisse übersichtlich zusammengestellt.

Gerne können Sie die Grafik auf Ihrer Webseite (mit Verlinkung zu www.astroshop.de) verwenden und auch Ihre Besucher über kommende spannende Ereignisse informieren.

 

 

1.9. Venus trifft den Sternhaufen M44

Am Morgen des 1. September lohnt sich ein Blick zum Osthimmel: Venus steht ganz nah beim offenen Sternhaufen M44, auch bekannt als Praesepe oder Bienenstock. Der Anblick ist schon mit bloßem Auge zu erkennen als schwacher Lichtfleck direkt neben der auffälligen Venus. Mit einem Fernglas kommen die Sterne des Haufens deutlich heraus.

7.9. Totale Mondfinsternis

Am Abend des 7. September erwartet Sie ein echtes Highlight: eine totale Mondfinsternis. Für Mitteleuropa ist das Timing besonders günstig, denn der Mond geht bereits verfinstert auf. Das bedeutet, Sie entdecken den Mond direkt am Osthorizont am Abend.

Zeiten für DE:

Die Finsternis beginnt schon vor Mondaufgang, der in Deutschland je nach Ort gegen 19:38 Uhr stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond mitten in der Totalität und erscheint deutlich rötlich. Die maximale Verdunkelung erreicht er gegen 19:30 Uhr, die totale Phase endet um 20:53 Uhr.

Für einen ungestörten Blick sollten Sie sich einen Platz mit freier Sicht nach Osten suchen. Ein Fernglas zeigt die Mondfinsternis besonders schön, aber auch ein Teleskop mit einem Smartphone-Adapter ist eine tolle Ausrüstung, um schnell ein Foto festzuhalten.

8.9. Mond trifft Saturn

In der Nacht vom 8. auf den 9. September steht der fast volle Mond in der Nähe von Saturn. Beide Objekte sind am Himmel mit bloßem Auge leicht zu finden: der helle Mond als markanter Punkt, Saturn ein Stück daneben als „Stern“, der konstant leuchtet.

Besonders schön lässt sich dieses Duo im Fernglas beobachten. Sie erkennen den Planeten als kleines, gelbliches Scheibchen – seine Ringe erscheinen bei geringer Vergrößerung wie eine Verdickung. Für viele ist das ein guter Anlass, das Teleskop hervorzuholen und die Ringe deutlicher zu betrachten.

12.9. Mond bedeckt Plejaden

In dieser Nacht bedeckt unser Trabant das Siebengestirn, inklusive aller hellen Hauptsterne des Sternhaufens. Los geht es um etwa 22 Uhr: Der Mond nähert sich aus östlicher Richtung und bedeckt zunächst den Stern Electra. Danach schiebt er sich weiter – von seiner hellen Seite – vor die restlichen Begleitsterne. Das alles beobachten Sie am besten von einem freien Standort mit einer guten Horizontsicht. Neben der interessanten und durchaus seltenen Bedeckung ist es der erste Vorbote auf den Winterhimmel, denn offiziell gehören die Plejaden zum Sternbild Stier.

19.9. Venus trifft Regulus

Am Morgen des 19. September lohnt sich der Blick in die Morgendämmerung gleich doppelt. Die Venus ist noch immer Morgenstern und steht an diesem Tag ganz nah beim hellen Stern Regulus im Sternbild Löwe. In der Nähe befindet sich auch die zarte Mondsichel. Gemeinsam bilden sie ein wunderschönes Trio am Himmel.

Wenn Sie zu den Frühaufstehern gehören, dann ist das die Gelegenheit, mit der Kamera den Moment einzufangen.

21.9. Saturn in Opposition

Am 21. September steht Saturn in Opposition zur Sonne. Das bedeutet: Die Erde steht genau zwischen Sonne und Saturn, der Ringplanet ist die ganze Nacht über sichtbar und erreicht seine größte Helligkeit. Das Besondere an der Opposition 2025: Die Ringe sind fast genau von der Kante zu sehen, schwer sichtbar und nur etwa 2 Grad geöffnet. Schon in der Dämmerung taucht der Ringplanet über dem östlichen Horizont auf und folgt bis zur Morgendämmerung seinem scheinbaren Bogen am Himmel.

23.9. Neptun in Opposition

Am 23. September erreicht Neptun seine Opposition und steht somit günstig am Himmel. Dieser ferne Eisriese ist die ganze Nacht zu sehen und zeigt sich im Teleskop als kleines, bläuliches Scheibchen.

Neptun ist etwa 7,8 mag hell, daher sieht man ihn nicht ohne Hilfsmittel. Ein Fernglas zeigt ihn als schwachen Lichtpunkt, doch zur sicheren Erkennung braucht man ein Teleskop. Eine Sternkarte oder App hilft, ihn im Sternbild Wassermann zu finden.

2.10. Ceres in Opposition

Am 2. Oktober erreicht Zwergplanet Ceres seine Opposition zur Sonne. Er ist die ganze Nacht zu sehen und steht der Erde besonders nah. Ceres, mit 7,6 mag Leuchtkraft, ist leicht mit einem Fernglas oder einem kleinem Teleskop zu finden.

Ceres zieht als unscheinbarer Lichtpunkt durch das Sternbild Walfisch, doch mit dem bloßen Auge ist er nicht sichtbar. Ein einfaches Fernglas trennt ihn aber von den schwächeren Sternen in seiner Umgebung. Wer seine Bewegung von Nacht zu Nacht verfolgt, erkennt die typische Wanderung eines Planeten vor dem Hintergrund der Fixsterne.

5.10. Mond trifft Saturn

Am Abend des 5. Oktobers zieht der fast volle Mond am Ringplaneten Saturn vorbei. Beide stehen hoch am Himmel und sind mit dem bloßen Auge leicht zu finden. Im Teleskop zeigt sich Saturn als gelblich leuchtendes Scheibchen. Die schmale Kante des Rings präsentiert sich nur mit einer geringen Öffnung. Der helle Mond sorgt zwar für einen aufgehellten Himmel, doch für die Beobachtung von Saturn spielt das keine Rolle.

8.10. Draconiden

Die Draconiden sind ein eher unbekannter Sternschnuppen-Strom und erreichen jedes Jahr Anfang Oktober ihren Höhepunkt. Der Name verrät es bereits: Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Drache zu kommen. Dieses Sternbild steht die ganze Nacht am Himmel. Die Anzahl der Sternschnuppen schwankt stark und sorgt immer wieder für Überraschungen. Normalerweise fallen etwa zehn Sternschnuppen pro Stunde, doch im Jahr 2012 waren es plötzlich 400. Was bedeutet das? Ein Blick zum Himmel lohnt sich immer, denn vielleicht wartet eine Überraschung. In diesem Jahr sorgt der Mond jedoch für einen helleren Himmel.

14.10. Mond trifft Jupiter

In der zweiten Nachthälfte vom 13. auf den 14. Oktober trifft der abnehmende Halbmond auf den Riesenplaneten Jupiter. Beide stehen im Sternbild Zwillinge und sind schon mit bloßem Auge auffällig. Sie sehen den Mond als hellen Halbkreis und Jupiter als strahlenden Lichtpunkt daneben.

19.10. Mond trifft Venus

Früh am Morgen des 19. Oktober steht die schmale Mondsichel nah bei der hellen Venus. Man sieht beide gut am östlichen Himmel. Zusammen geben sie ein schönes Fotomotiv ab.

22.10. Orioniden

Meteorströme sind ein schönes Ereignis für jeden begeisterten Sterngucker, die Orioniden machen da keine Ausnahme. Mit ihrem Höhepunkt vom 21. auf den 22. Oktober versprechen sie etwa 25 bis 30 Meteore pro Stunde. Die Anzahl der Sternschnuppen kann von Jahr zu Jahr allerdings variieren. Um den besten Blick zu erhaschen, stellen Sie den Wecker und blicken Sie in den frühen Morgenstunden nach draußen. Ein Muss für alle Sternschnuppenliebhaber.

2.11. Mond trifft Saturn

Am Abend des 2. November steht der Mond in der Nähe des Planeten Saturn. Schon in der Dämmerung leuchten beide am südöstlichen Horizont. Der Mond ist ein auffälliger Orientierungspunkt und Saturn etwas westlich davon.

November: Saturn in Kantenstellung

Im November 2025 steht der Ring des Planeten Saturn von der Erde aus gesehen noch in Kantenlage. Er erscheint dann so schmal, dass er kaum sichtbar ist. Das ist eine einmalige Gelegenheit, Saturn ohne sein Ringsystem zu beobachten, auch wenn der Anblick sehr ungewöhnlich ist. Außerdem finden im November zwei Titan-Transite statt. Am 6. November sowie am 22. November wandert der Mond Titan über den Gasriesen.

9.11. Mond trifft Jupiter

In der Nacht vom 9. auf den 10. November bewegt sich der Mond am Planeten Jupiter vorbei. Der Mond erscheint als großer Lichtpunkt und der Jupiter sieht aus wie ein sehr heller Stern.

Ein Fernglas oder Teleskop zeigt noch mehr Details. Auf dem Jupiter sieht man zwei dunkle Wolkenstreifen. Daneben stehen seine vier größten Monde als kleine Lichtpunkte gleichmäßig verteilt. Auch der Mond zeigt viele Krater, die vor allem an der Licht-/Schattengrenze sichtbar sind.

17.11. Leoniden Meteorstrom

In der Nacht vom 16. auf den 17. November erreichen die Leoniden ihr Maximum und bieten ein beeindruckendes Himmelsereignis mit bis zu 20 Meteoren pro Stunde. Dieses Himmelsereignis ist ein Muss für Meteorfans.

Die Leoniden verdanken ihren Namen dem Sternbild Löwe, aus dem sie zu stammen scheinen. Der Ursprung dieses Meteorstroms liegt im Kometen Tempel-Tuttle, dessen Partikel jährlich für die Sternschnuppenregen sorgen. Besonders bemerkenswert: Alle 33 Jahre verdichtet sich der Meteorstrom zu einem regelrechten Meteorenschauer, der weit mehr als 20 Meteore pro Stunde erzeugen kann – mitunter sogar bis zu mehrere hundert pro Stunde.

21.11. Uranus in Opposition

Uranus erreicht seine Opposition. Er leuchtet dann mit einer Helligkeit von 5,6 mag. Rein theoretisch können Sie Uranus mit bloßem Auge sehen. In der Praxis ist es aber besser, ein Fernglas oder Teleskop zu verwenden. So erkennen Sie ihn deutlich. Um Uranus zu finden, nutzen Sie am besten eine Sternenkarte. Im Teleskop sieht Uranus wie eine kleine, klare Scheibe aus. Er hat eine leicht grünliche Farbe.

25.11. Venus trifft Merkur

Am Morgen des 25. November stehen Venus und Merkur dicht beieinander am Südosthorizont. Beide Planeten zeigen sich kurz vor dem Sonnenaufgang. Die Venus strahlt viel heller und hilft so bei der Orientierung. Die Beobachtung ist nicht einfach, weil sie in der Morgendämmerung ganz dicht über dem Horizont stattfindet.