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Infografik: Astrohighlights im Herbst 2026

Die Nächte werden länger und am Himmel begegnen sich Mond, Planeten und Sternhaufen. Die neue Infografik zeigt dir die schönsten Himmelsereignisse im Herbst 2026.

Saturn, Neptun und Uranus sind besonders gut zu beobachten. Mars zieht durch den Sternhaufen Praesepe und begegnet später Jupiter. Außerdem ist diemal eine seltene Venus-Bedeckung am Taghimmel dabei.

In dieser Infografik findest du eine schnelle Übersicht. Mehr über die einzelnen Ereignisse im begleitenden Text.

Viel Freude bei der Beobachtung!

Du kannst diese Grafik gerne auf deiner eigenen Webseite verwenden. Bitte verlinke dabei auf www.astroshop.de.

Astrohighlights GraphicSeptember

08./09.09.2026 Mond trifft Jupiter und Praesepe

In den frühen Morgenstunden des 8. September zieht die schmale Mondsichel durch den offenen Sternhaufen Praesepe, auch Krippe oder M44 genannt. Der Sternhaufen ist mit einem Fernglas besonders schön zu sehen. Am nächsten Morgen steht die Sichel unterhalb von Jupiter. Damit entstehen zwei besonders schöne Konstellation tief über dem östlichen Horizont. Ein freier Blick nach Osten ist wichtig.

14.09.2026 Mond bedeckt Venus

Das ist eines der spannendsten Ereignisse des Herbstes: Am Taghimmel schiebt sich die schmale Mondsichel vor die Venus. Je nach Beobachtungsort verschwindet der Planet zwischen etwa 11:29 und 11:35 Uhr hinter dem Mond und taucht gegen 12:40 Uhr wieder auf.

Da das Himmelsereignis am Tag stattfindet und der Mond nur tief über dem Horizont steht, brauchst du ein Teleskop und freie Sicht. Wichtig: Die Sonne steht ebenfalls am Himmel (klar, es ist Tag). Suche Mond und Venus niemals ohne genauen Plan auf. Am besten beobachtest du mit einer automatisch ausgerichteten Montierung und stellst sicher, dass es nicht versehentlich in Richtung Sonne zeigt.

Nach Sonnenuntergang zeigt sich das Paar noch einmal am Abendhimmel. Die schmale Mondsichel und die helle Venus stehen dann tief im Westen. Auch hier brauchst du einen freien Horizont.

21.09.2026 Goldener Henkel

Heute erscheint der Goldene Henkel auf dem Mond. Die Sonne beleuchtet bereits die Gipfel der Montes Jura, während die Ebene der Regenbogenbucht noch im Schatten liegt. Dadurch entsteht am Mondrand ein heller, gebogener Griff.

Das Lichtspiel beginnt am frühen Abend und bleibt mehrere Stunden sichtbar. Besonders gut zeigt sich der Goldene Henkel gegen 20:00 Uhr. Schon ein Fernglas reicht aus, mit einem Teleskop wirkt der schwebende Gebirgsbogen noch eindrucksvoller.

23.09.2026 Herbstanfang

An diesem Tag überquert die Sonne den Himmelsäquator in Richtung Süden. Damit beginnt für uns auf der Nordhalbkugel der astronomische Herbst: Tag und Nacht sind nun ungefähr gleich lang. In den kommenden Wochen wird es immer früher dunkel. Für uns Sterngucker beginnt damit eine besonders angenehme Beobachtungszeit und wir können auch mal während der Woche in die Sterne schauen, ohne am nächsten Tag mit müden Augen zu kämpfen.

26.09.2026 Neptun in Opposition

Neptun steht heute der Sonne gegenüber und ist die ganze Nacht sichtbar. Der ferne Planet hält sich im Sternbild Fische auf und erreicht eine Helligkeit von etwa 7,8 mag. Für das bloße Auge bleibt er damit unsichtbar.

Schon mit einem kleineren Teleskop kannst du Neptun als sternähnlichen Lichtpunkt entdecken. Ab etwa 100mm Öffnung und bei ruhiger Luft lässt er sich als winziges bläuliches Scheibchen erkennen. Eine genaue Aufsuchkarte oder eine GoTo-Steuerung erleichtert die Suche.

 

Oktober

04.10.2026 Saturn in Opposition

Jetzt kannst du Saturn besonders gut beobachten. Er steht der Sonne gegenüber, geht am Abend auf und bleibt die ganze Nacht sichtbar. Nach Mitternacht erreicht er seine höchste Position über dem Horizont.

Im Teleskop zeigt sich Saturn mit einem rund 19,7 Bogensekunden großen Planetenscheibchen. Auch seine Ringe sind mit 9 Grad wieder etwas weiter geöffnet als im Vorjahr. Schon ein kleines Teleskop trennt den Ring deutlich vom Planeten. Mit mehr Öffnung werden feine Details und einige seiner Monde sichtbar.

05.10.2026 Mond trifft Mars

Fast die gesamte zweite Nachthälfte steht der Mond nur etwas mehr als ein Grad vom Mars entfernt. Beide halten sich in der Nähe des Sternhaufens Praesepe auf. Mit einem Fernglas kannst du den rötlichen Planeten, die Mondsichel und mehrere Sterne des Haufens gemeinsam beobachten.

06.10.2026 Mond trifft Jupiter

Schon am nächsten Morgen begegnet der Mond dem Jupiter. Die beiden stehen sehr dicht beieinander. Im Laufe des Tages – etwas, das wir nicht verfolgen können – schrumpft ihr Abstand zeitweise auf etwa 15 Bogenminuten.

Du kannst Mond und Jupiter über dem östlichen Horizont entdecken. Die schmale Sichel und der helle Planet zeigen ein schönes Motiv für ein Foto mit Landschaft.

08.10.2026 Draconiden

Die Draconiden stammen aus dem Sternbild Drache. Der Punkt, wo sie scheinbar herkommen, steht am Abend bereits hoch am Himmel. Deshalb kannst du schon nach Einbruch der Dunkelheit mit der Beobachtung beginnen.

Wie viele Meteore erscheinen, lässt sich bei diesem Strom nur schwer vorhersagen. In manchen Jahren bleibt er unauffällig, in anderen kommt es überraschend zu erhöhten Fallraten. Die Bedingungen sind 2026 besonders gut: Der Mond ist nur zu etwa einem Prozent beleuchtet und stört die Beobachtung kaum.

11./12.10.2026 Mars im Sternhaufen Praesepe

Für Nachteulen oder Frühaufsteher ist das ein würdiges Himmelsereignis: Der Mars wandert während der zweiten Nachthälfte mitten durch den offenen Sternhaufen Praesepe im Sternbild Krebs. Der rote Planet hebt sich deutlich von den vielen schwächeren Sternen des Haufens ab.

Am besten beobachtest du die Begegnung mit einem Fernglas. Auch für die Astrofotografie ist sie sehr interessant: Da Mars sich inmitten des Sternhaufens aufhält, ist das ein seltenes Foto wert.

22.10.2026 Orioniden

Die Orioniden erreichen in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober ihr Maximum. Die Meteore stammen von Staubteilchen des Halleyschen Kometen und treffen mit besonders hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre. Unter guten Bedingungen sind etwa 20 Sternschnuppen pro Stunde möglich.

In der ersten Nachthälfte stört noch der helle Mond. Er geht gegen 3 Uhr unter. Danach wird der Himmel dunkler und die Bedingungen verbessern sich. Der beste Beobachtungszeitraum liegt deshalb zwischen etwa 3 Uhr und dem Beginn der Morgendämmerung.

 

November

02./03.11.2026 Mond trifft Mars und Jupiter

In der Nacht des 2. Novembers (zweite Nachthälfte) bilden Mond, Mars und Jupiter ein Trio. Jupiter fällt durch seine große Helligkeit auf, während Mars an seinem rötlichen Licht zu erkennen ist.

Am nächsten Morgen hat der Mond die beiden Planeten bereits überholt. Dadurch verändert sich die Anordnung deutlich. Es lohnt sich also, an beiden Tagen zum Himmel zu schauen.

12.–18.11.2026 Mars trifft Jupiter

Mehrere Tage lang kommen sich Mars und Jupiter am Morgenhimmel immer näher und wandern aneinander vorbei. Zwischen dem 15. und 17. November beträgt ihr Abstand nur etwa 1,2 Grad. Damit passen beide Planeten gemeinsam in das Gesichtsfeld vieler Teleskope und Ferngläser.

Helligkeit und Farbe machen das Paar besonders auffällig: Jupiter leuchtet deutlich heller, Mars setzt daneben einen orange-roten Akzent. Die Begegnung lässt sich über mehrere Nächte verfolgen.

17.11.2026 Leoniden

Die Leoniden erreichen in der Nacht vom 17. auf den 18. November ihr Maximum. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Löwe. Mit etwa 10-20 Meteoren pro Stunde fällt der Strom eher ruhig aus, manchmal gibt es aber Ausbrüche. Die Sternschnuppen sind dafür sehr schnell und hinterlassen manchmal helle Spuren.

Der Mond geht noch während der ersten Nachthälfte unter. In der zweiten Nachthälfte herrschen daher gute Bedingungen. Dann steht auch der Löwe höher über dem Horizont.

19.11.2026 Goldener Henkel

Zum zweiten Mal in diesem Herbst erscheint der Goldene Henkel auf dem Mond. Die Gipfel der Montes Jura leuchten bereits im Sonnenlicht, während die Regenbogenbucht noch im Dunkeln liegt. Für die Beobachtung genügt ein Fernglas. Im Teleskop ist die zerklüftete Gebirgslandschaft besonders gut zu erkennen.

21.11.2026 Merkur am Morgen sichtbar

Merkur erreicht seinen größten westlichen Abstand von der Sonne. Damit bietet sich die beste Morgensichtbarkeit des Jahres. Der Planet geht etwa eine Stunde und 45 Minuten vor der Sonne auf und zeigt sich tief über dem östlichen Horizont.

Beginne die Suche ungefähr eine 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang. Ein Fernglas hilft dabei, Merkur in der Dämmerung zu entdecken. Sobald die Sonne aufgeht, solltest du die Beobachtung beenden.

25.11.2026 Uranus in Opposition

Uranus steht heute der Sonne gegenüber und ist die ganze Nacht sichtbar. Der Planet befindet sich im Sternbild Stier und erreicht eine Helligkeit von etwa 5,6 mag. Unter einem sehr dunklen Himmel liegt er damit theoretisch an der Grenze zur Sichtbarkeit mit bloßem Auge. Ein Fernglas macht die Suche deutlich einfacher.

Im Teleskop erscheint Uranus als kleines, grünlich-blaues Scheibchen. Da der Vollmond nur einen Tag zurückliegt, hellt sein Licht den Himmel stark auf. Einige Tage vor oder nach der Opposition sind die Beobachtungsbedingungen besser. Uranus bleibt auch dann noch fast die ganze Nacht sichtbar.

30.11.2026 Mond trifft Mars, Jupiter und Regulus

Zum Monatsende versammeln sich Mond, Mars und Jupiter am Morgenhimmel. Auch Regulus, der Hauptstern des Löwen, gehört zu diesem Wimmelbild aus Himmelsobjekten. Jupiter und der Mond sind die Auffälligsten. Mars steht etwas weiter entfernt und ist an seiner rötlichen Farbe zu erkennen. Ab der zweiten Nachthälfte findest du die Gruppe über dem östlichen Horizont.

 

 

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