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Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Infografik: Astrohighlights im Frühling 2021

26. Februar 2021, Marcus Schenk

Ein Besuch bei den Plejaden, ein sehr heller Kleinplanet und ein hervorragend sichtbarer Merkur am Abendhimmel. Freuen Sie sich auf den astronomischen Frühling, denn er hat einiges zu bieten.

In der Himmelsgrafik Astrohighlights im Frühling 2021 haben Sie für die nächsten drei Monate wichtige Himmelsereignisse im Blick.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

März

4.3. Mars trifft Plejaden (Goldenes Tor der Ekliptik)

Der Mars stand im letzten Jahr in Opposition und gehörte zum abendlichen Bild des Sternenhimmels. Noch immer leuchtet er am Abendhimmel, verschwindet mit den Wintersternbilden immer mehr von der Bildfläche. Um den 4. März trifft er auf die Plejaden in etwa 2 Grad Distanz. Damit passiert der Kriegsgott auch das Goldene Tor der Ekliptik. So wird der Bereich genannt, der sich zwischen den Hyaden und Plejaden befindet und durch den die Ekliptik verläuft.

4.3. Vesta in Opposition

Vesta ist eine Göttin in der römischen Mythologie aber auch der Name eines bekannten Kleinplaneten – mit 520 Kilometern Durchmesser der zweitgrößte im Asteroidengürtel.  Während einer Opposition kann er manchmal mit dem bloßen Auge erkannt werden. Aktuell dürfte er mit 5,8-6 mag knapp unter der Sichtbarkeit mit dem bloßen Auge liegen. Im Fernglas und im Teleskop ist er jedoch ganz einfach sichtbar. Wie wäre es also mal einen Kleinplaneten zu beobachten? Ein besonderer Beobachtungsabend. Sie finden Vesta außerdem ganz leicht im hinteren Teil des Sternbilds Löwe. Vom Stern Theta Leonis (der Hinterlauf des Löwen) nur ein Grad nach Nordosten – und voilà.

5.3. Merkur trifft Jupiter

Eine schwierige Begegnung: Merkur und Jupiter treffen sich, allerdings ist dies nicht einfach zu verfolgen. Wenn beide sichtbar werden, ist es kurz vor 6 Uhr und die Sonne befindet sich nur noch 8 Grad unter dem Horizont. Das Zeitfenster ist knapp und Sie benötigen eine fabelhafte Horizontsicht, wenn sich die beiden Planeten auf nur 0,3 Grad annähern.

10.3. Mond trifft Jupiter und Saturn

Kurz vor Sonnenaufgang für Frühaufsteher: Heute Morgen tummeln sich gleich mehrere Objekte über dem südöstlichen Horizont. Fast wie auf einer diagonalen Perlenkette können Sie Merkur, Jupiter und Saturn entdecken. Die zarte Mondsichel umrahmt dieses Treffen der Planeten und macht den Morgen zu einem schönen astronomischen Ereignis.

16.3. Mond trifft Uranus

In den Abendstunden sehen wir die zunehmende Mondsichel zwischen den Sternbildern Walfisch und Fische. Wer mag, kann von hier aus mit dem Teleskop gleich einen Abstecher zum fernen Planeten Uranus unternehmen. Denn der befindet sich heute nur 6 Grad oberhalb vom Erdtrabanten. Uranus ist immer einen Blick wert, weil er nicht zu den Standardobjekten, wie beispielsweise Saturn oder Jupiter, gehört. Als ferner Planet ist er selbst im Teleskop nur ein kleines Scheibchen, das sich aber bei genauem Hinsehen deutlich von einem Stern unterscheidet. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn Sie sich vor der Beobachtung mit der genauen Position auf einer Sternkarte vertraut machen.

18.3 Mars trifft υ Tauri

Der Mars zog vor einigen Tagen durch das Goldene Tor der Ekliptik, vorbei an den Plejaden. Heute legt er einen Stopp bei υ Tauri im Sternbild Stier ein, bei einem Mitgliedsstern der Hyaden. Es handelt sich dabei um einen Pulsationsveränderlichen, der seine Helligkeit innerhalb weniger Tage wechselt. Wenn Sie mit dem Fernglas durch dieses Gebiet streifen, fällt Ihnen ein Muster aus mehreren Sternen auf. Das ist ein Asterismus, also einer musterartigen Ansammlung von Sternen. Er nennt sich Davis’ Dog und stellt einen Hund mit Schnauze, Augen, Ohren, Läufe und Schwanz da. Manche sehen in ihm allerdings eher einen Fuchs. Wie ist es bei Ihnen?

April

1.4. Antares trifft Mond

In der Nacht von dem 1.4. auf den 2.4. nähert sich der Mond dem Hauptstern des Skorpions: Antares. Er ist ein roter Überriese und leuchtet hell und rötlich am Nachthimmel. Er hat einen 700-fach größeren Durchmesser als unsere Sonne und würde einige Planeten, inklusive unserer Erde, verschlucken, wenn er an der Stelle unseres Heimatgestirns stehen würde.

6.4. Mond trifft Saturn

Der Morgenhimmel zeigt uns schon die Vorboten des Sommers: die Sternbilder Schütze und besonders der Steinbock. Im Reich dieser Alpenziege treffen sich heute Mond und Saturn und stehen in einem Abstand von 5,3 Grad.

15.4. Mond passiert das Goldene Tor der Ekliptik

Drei Tage nach Neumond taucht die zarte Mondsichel wieder am Abend über dem westlichen Horizont auf. Unser Trabant erreicht das Goldene Tor der Ekliptik, das von den berühmten Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden flankiert wird.

17.4. Mond trifft Mars

In etwa 2,5 Grad Distanz begegnen sich heute Abend Mond und Mars. Der Rote Planet befindet sich noch im Sternbild Stier, wechselt am 24. April jedoch in das Sternbild Zwillinge.

19.4. Mond trifft Pollux

Der Mond nähert sich dem Stern Pollux in den Zwillingen auf 3,3 Grad. Das Interessantere heute Abend ist allerdings die Bedeckung des Sterns Kappa Gem durch den Mond. Er nähert sich mit seiner unbeleuchteten Seite und verschluckt den 3,5 mag hellen Stern für etwas mehr als eine Stunde. Die Bedeckung ist nur in bestimmten Regionen mit ausreichend Dunkelheit verfolgbar. In Deutschland beginnt die Bedeckung um ca. 20:21 Uhr.

26.4. Venus trifft Merkur

Dies ist etwas für Spezialisten: Denn am Abendhimmel sind Venus und Merkur noch nicht zu sehen. Aber in der Dämmerung nähern sich die beiden inneren Planeten und ziehen in 1,3 Grad Distanz aneinander vorbei. Um 20:45 MESZ befindet sich die Sonne knappe 4 Grad unter dem Horizont und die Planeten knapp darüber. Deswegen können Sie mit einem Großfernglas einen Blick erhaschen, die Beobachtung ist jedoch schwierig.

Mai

4.5. Mond trifft Saturn

Der Steinbock gehört zu den Sommersternbildern und klettert am Morgenhimmel schon über den Horizont. Der Planet Saturn hält sich noch die nächsten zwei Jahre in diesem Sternbild auf, bevor er in den Wassermann wechselt. An diesem Morgen jedoch bekommt der Herr der Ringe Besuch vom Mond.

5.5. Mond trifft Jupiter

Stattete der Mond gestern Saturn einen Besuch ab, schaut er heute auch bei Jupiter vorbei. Der steht nämlich noch ganz in der Nachbarschaft, nachdem Jupiter und Saturn im letzten Dezember sich in einer sehr engen Konjunktion trafen.

10.5. Merkur sichtbar, Abendhimmel

Merkur besitzt in diesem Monat eine gute Abendsichtbarkeit – es ist die einzige, die in diesem Jahr wirklich gut beobachtbar ist. Ab dem 10. Mai kann ihn jeder am westlichen Horizont auffinden. Gegen 21:30 Uhr ist es schon so dunkel geworden, dass man ihn problemlos am Himmel leuchten sieht. Venus steht kurz vor ihrem Untergang, aber Merkur in etwa 8,5 Grad Höhe. Das bedeutet: Bei guter Horizontsicht haben Sie eine Stunde Zeit, bis er im Dunst des Horizonts verschwindet und untergeht. Der kleine Planet erklimmt im Laufe des Monats die Himmelsleiter und steht jeden Tag ein bisschen höher. Am 18. Mai geht er erst um 22:53 MESZ unter – an den darauffolgenden Tagen verfrühen sich die Untergänge aber wieder.

13.5. Mond trifft Merkur

Eine der schönsten Begegnungen am Abendhimmel: Heute kurz nach Sonnenuntergang gesellt sich die 3,5% beleuchtete Mondsichel zu Merkur und steht nur 2 Grad südlich. Weiter unten entdecken Sie die Venus.

15.5. Mond trifft Mars

Ganz im Westen trifft sich die noch schmale Mondsichel heute mit dem Mars im Sternbild Zwillinge. Im letzten Jahr startete die NASA übrigens eine neue Robotermission zum Mars. Mit Mars 2020 setzte die NASA im Februar den Rover Perseverance erfolgreich auf dem Mars ab. Mit an Bord ist der erste Mars-Helikopter überhaupt. Gesteuert mit Rotorblättern soll die Drohne durch die dünne „Luft“ fliegen und helfen, den Mars aus geringer Höhe zu erkunden.

17.5. Merkur gr. östliche Elongation

Merkur steht heute in seiner größten östlichen Elongation. Damit erreicht er seinen größten Winkelabstand zur Sonne und kann sich in einer gut zu beobachtenden Höhe über dem Horizont behaupten. Wir haben jetzt über eine Stunde Zeit ihn zu bestaunen, bevor er untergeht. Wenn Sie ihn mit dem Teleskop beobachten wollen, ist jetzt ebenfalls der richtige Zeitpunkt – entschleicht der Planet doch etwas den dickeren Luftschichten der Atmosphäre.

17.5. Mond trifft Bienenkorb

Er wird oft schlicht M44 oder Praesepe genannt, aber ein besonders schöner Name für dieses Objekt ist: Bienenkorbhaufen. Wie in einem leuchtenden Bienenkorb tummeln sich in diesem offenen Sternhaufen etwa 300 Sterne. Der Mond nähert sich dem Bienenkorb auf etwa 4 Grad. Das bedeutet, Sie können beide Objekte mit einem Fernglas im gleichen Gesichtsfeld betrachten.

19.5. Mond trifft Regulus

Heute Abend trifft der zunehmende Mond auf Regulus, dem Hauptstern des Sternbilds Löwe, der zu Deutsch auch „Kleiner König“ genannt wird. Seine Position befindet sich in Ekliptiknähe, was bedeutet, dass es immer wieder zu Bedeckungen zwischen dem Mond und Regulus kommen kann.

28.5. Merkur trifft Venus

Merkur hatte in diesem Monat seine beste Abendsichtbarkeit und stand hoch über dem Horizont. Mittlerweile hat er an Höhe verloren und sich in Richtung zur tieferstehenden Venus gesellt. Beide ziehen aneinander vorbei, treffen sich jedoch am 28. und nähern sich einander bis auf 0,5 Grad an.

31.5. Mond trifft Saturn

In der zweiten Nachthälfte können Sie den Mond und Saturn im Sternbild Steinbock in südlicher Richtung beobachten. Bis zum Tagesanbruch steigt das Sternbild immer höher und nähert sich dem Meridian, also dem höchsten Punkt am Himmel.

Astrohighlights im Winter 2020/21

2. Dezember 2020, Marcus Schenk

Eine extrem enge Begegnung von Jupiter und Saturn, Mars und Uranus im gleichen Gesichtsfeld und die Geminiden bei Neumond. Natürlich gibt es wieder jede Menge Gründe, staunende Blicke in den Sternenhimmel  zu werfen.

In der Himmelsgrafik Astrohighlights im Winter 2020/21 haben Sie für die nächsten drei Monate wichtige Himmelsereignisse im Blick. Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

Dezember:

13.12. Geminiden

Wenn der Himmel am Abend klar ist, schauen Sie am besten in Richtung Süden. Denn die Sternschnuppen „Geminiden“ kommen scheinbar aus dem Sternbild der Zwillinge. Genauer gesagt: aus einem Punkt zwei Grad über dem Stern Pollux. Zwischen 20:00 UT (21:00 MEZ) und 5:00 UT (6:00 MEZ) ist die beste Zeit für die Beobachtung. Die Geminiden gehören mit 120 Meteoren pro Stunde zu den Sternschnuppen mit den höchsten Fallraten. In diesem Jahr fällt der Termin günstig, denn wir haben Neumond und beobachten die ganze Nacht lang ungestört.

13.12. Mond trifft Venus

Sind Sie Frühaufsteher und lieben es, während der frühen Stunden in die Sterne zu blicken? Das lohnt sich an diesem Morgen. Ab etwa 5:30 UT (6:30 MEZ) bemerken Sie am Himmel die glänzende Venus und darunter die hauchzarte Mondsichel – denn schon am nächsten Tag haben wir Neumond. Dieses Wochenende ist optimal für Deep-Sky-Beobachtungen geeignet.

17.12. Mond trifft Saturn und Jupiter

Nur dem Umstand, dass es derzeit früh dunkel wird, verdanken wir dieses hübsche Ereignis. Denn in der Dämmerung sehen wir eine Konjunktion aus Jupiter, Saturn und der jungen, zunehmenden Mondsichel. Die beiden Gasgiganten begleiteten uns durch den vergangenen Sommer und waren jeden Abend die hellsten Objekte, wenn wir in die südliche Richtung blickten. Nun verabschieden sie sich frühzeitig vom Himmel und geben die Bühne dem Winterhimmel frei.

21.12. Ursiden

Die Ursiden sind ein Sternschnuppenstrom, den Sie die ganze Nacht im Blick haben können. Denn sein Ursprungsort kommt aus dem Sternbild des Kleinen Bären – daher haben diese Meteore auch ihren Namen erhalten. Diese Leuchtfeuer sausen deutlich langsamer als die Perseiden über den Himmel – mit etwa 35 Kilometer pro Sekunde.

21.12. Winteranfang

21.12. Jupiter trifft Saturn (Notiz: extrem enge Begegnung)

Beobachten Sie heute auch den Stern von Betlehem? Es ist das Highlight in diesem Monat, das Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Am 21. Dezember, pünktlich zur Wintersonnenwende, präsentieren uns Jupiter und Saturn ein außergewöhnliches Schauspiel, denn in dieser Konjunktion stehen sie in einer Distanz von nur 5 Bogenminuten. Ein wahrhaft seltener Anblick.

Drehen wir die Zeit zurück: Auch im Jahre 7 v. Chr. begegneten sich Jupiter und Saturn. In jenem Jahr verfolgte man insgesamt drei wiederkehrende Konjunktionen zwischen den beiden Planeten im Sternbild Fische. Wissenschaftler können das heute noch nachvollziehen. Aufgrund der Auffälligkeit geht man davon aus, dass es sich dabei um den Stern von Bethlehem handelte. Eine reizvolle Assoziation so kurz vor Weihnachten, finden Sie nicht?

Wie wäre es, beide im Teleskop in einem Gesichtsfeld zu beobachten? Sie sollten schon zeitig Ihren Beobachtungsposten einnehmen. Am besten um 16:00 UT (17:00 MEZ), wenn die Gasriesen noch in ausreichender Höhe stehen, denn spätestens in 1,5 Stunden verschwinden sie im Dunst des Horizonts.

21.12. Mond bedeckt 4,3mag hellen Stern

Um 20:04 UT (21:04 MEZ) bedeckt der Mond den 4,3mag hellen Stern 30 PSC, der zum Sternbild der Fische gehört. Besonders schön: Der Mond nähert sich dem Stern von seiner unbeleuchteten Seite. Und auf einmal verschwindet er, als würde man ihn einfach ausschalten. Um 21:15 UT (22:15 MEZ) blickt er hinter der gegenüberliegenden Mondseite wieder hervor.

23.12. Mond trifft Mars

Mars stand im Oktober in einer günstigen Opposition und war hervorragend zu sehen. Er steht derzeit im Sternbild Fische, dort ist er die erste Nachthälfte über zu beobachten. Heute Abend gesellt sich der Mond zu ihm.

24.12.

Frohe Weihnachten!

27.12. Mond trifft Aldebaran und Plejaden

Die Plejaden fallen auch Menschen auf, die sich nicht mit dem Nachthimmel beschäftigen und oft wird er für den „Kleinen Wagen“ gehalten. Himmelsbeobachter wissen aber: Es ist der bekannteste offene Sternhaufen, der von den Menschen schon seit Jahrtausenden beobachtet wird und für viele Kulturen eine besondere Bedeutung hatte. Heute Nacht gesellt sich der Mond zu den Plejaden und dem Hauptstern des Stiers: Aldebaran.

Januar:

02.01. Quadrantiden

Die Quadrantiden sind ein Meteorstrom aus dem Sternbild Bärenhüter. Das neue Jahr beginnt mit einer astronomischen Vorstellung, die uns etwa 120 Meteore pro Stunde beschert. Der Radiant, wo die Sternschnuppen herzukommen scheinen, geht jedoch erst nach Mitternacht auf. Leider stört dieses Jahr die starke Mondphase, denn erst vor drei Tagen war Vollmond.

03.01. Mond trifft Regulus

Heute sind Mond und Regulus in einem Abstand von 4 Grad zu sehen.

Der Name Regulus bedeutet im Lateinischen „kleiner König“. Da hier die Ekliptik verläuft, kommt es regelmäßig zu einer Begegnung mit dem Mond.

07.01. Mond trifft Spica

Spica ist ein massereicher blauer Stern, ein veränderlicher und gleichzeitig ein Dopppelsternsystem. Mit 262 Lichtjahren Entfernung, 13.000-facher Sonnenleuchtkraft und dem 7,5-fachen Sonnenradius nimmt er den sechzehnten Rang in der Topliste der hellsten Sterne am Himmel ein.

An der Position von Spica hält die Jungfrau in ihrer linken Hand eine Kornähre. Daher stammt auch der lateinische Name des Sterns. Am 07. Januar hält sich der Mond in der Nähe auf.

11.01. Mond trifft Venus

Am Morgen des 11. Januars dauert die Dämmerung nicht mehr lang, wenn die Venus um 6:00 UT (7:00 MEZ) aufgeht und sich zur hauchzarten Mondsichel oberhalb gesellt. Die Sonne befindet sich zu dem Zeitpunkt nur noch 9 Grad unter dem Horizont.

20.01. Mars trifft Uranus

Der Planet Uranus ist theoretisch mit dem bloßen Auge zu sehen. In der Praxis ist der 2,9 Milliarden Kilometer weit entfernte Planet aber nicht so einfach zu finden. Das Problem: Er ist so klein, dass man genau hinsehen muss, um ihn von einem Stern zu unterscheiden. Das ist trickreich im Fernglas, im Teleskop geht es leichter, denn Sie erkennen einen „Stern“ mit einem minimal größeren Durchmesser als die Vergleichssterne. Heute Abend finden Sie den Uranus einfacher, denn er trifft sich in 1,5 Grad Entfernung mit dem Mars.

Wenn Sie ein Okular mit langer Brennweite benutzen, können Sie beide in einem Gesichtsfeld bewundern.

21.01. Mond trifft Mars

Heute zieht der Mond in 5,5 Grad Entfernung am Mars vorbei.

24.01. Merkur größte östliche Elongation

Der Merkur kreist so schnell und so dicht um die Sonne, dass wir ihn nicht zu jeder Zeit beobachten können. Doch jetzt steht Merkur wieder in einem größeren Winkelabstand von 18 Grad zur Sonne. Das ist zwar kein gigantischer Wert, dennoch können wir ihn während seiner Halbphase beobachten. Merkur ist am Abendhimmel kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Warten Sie auf alle Fälle, bis die Sonne untergegangen ist. Sie entdecken Merkur dann dicht über dem westlichen Horizont.

27.01. Merkur beste Sichtbarkeit

Heute erreicht der Merkur seine höchste Stellung am Abendhimmel und damit seine beste Abendsichtbarkeit. Am Morgen führt ihn sein Bogen wieder tiefer zum Horizont.

Februar:

03.02. Mond trifft Spica

Auch an diesem Morgen zieht der Mond wieder am Stern Spica in der Jungfrau vorbei. Woran liegt diese häufige Begegnung? Die Ekliptik zeigt sich oberhalb von Spica, was dafür sorgt, dass der Mond regelmäßig zu Besuch kommt.

06.02. Mond trifft Antares

Heute Morgen trifft der 23 Tage alte und abnehmende Mond auf Antares, den Hauptstern des Sternbilds Skorpion.

19.02. Mond trifft Mars, Plejaden und Hyaden

Ein hübscher Anblick am Abendhimmel: Der Mond besucht heute das Sternbild Stier und hält sich in einer Position zwischen Hyaden und Plejaden auf. Beides sind uralte offene Sternhaufen, die die Menschen seit Urzeiten beobachten. Mit von der Partie ist der Mars. Ist diese Zusammenkunft nicht ein Foto wert?

23.02. Mond trifft Pollux

Der zunehmende Mond wanderte in den letzten Tagen vom Sternbild Stier in die Zwillinge. Heute Abend trifft er auf Pollux, einem roten Riesenstern in 34 Lichtjahren Entfernung.

26.02. Mond trifft Regulus

Nur wenige Stunden vor dem Vollmond gesellt sich unser Trabant zu Regulus, dem Hauptstern des Löwen. Am Sternenhimmel sehen wir nach Dämmerungsende ein interessantes Bild: Im Westen gehen die Herbststernbilder unter, die Wintersternbilder erreichen im Süden ihren höchsten Stand und im Osten klettert der Frühling über den Horizont.

7 Heimplanetarien, die Ihr Zuhause in ein Sternenmeer verwandeln.

25. November 2020, Sebastian Brummer

Die kalte Jahreszeit bricht an und gerade für Astronomen, die teilweise mehrere Stunden unter freiem Himmel verbringen, sind die aktuellen Temperaturen eher unangenehm. Kein Wunder also, dass viele derzeit lieber Zuhause im Warmen bleiben.

Doch warum auf den Sternenhimmel verzichten, wenn man Ihn beispielsweise auch ins Wohnzimmer holen kann? Mit Heimplanetarien ist dies möglich. Aber genau wie bei vielen anderen Dingen, gibt es hier nicht DAS Gerät, welches für alle gleichermaßen geeignet ist. Die einen mögen lieber ein Sternenmeer als idyllische Kulisse und legen weniger Wert auf Realitätsnähe, andere wollen eine realistische Darstellung von Sternbildern und der Himmelsbewegung und für Kinder ist wichtig, dass es einfach schön aussieht und sie eventuell sogar etwas dabei lernen können.

Zum Glück gibt es genug Auswahl, sodass bestimmt jeder fündig wird. Doch welches Gerät sollte man nun nehmen? Welches hat die hellste Projektion oder wo erhält man innovative Features? Und was eignet sich vielleicht auch gut als Geschenk? Unser Buying Guide beschäftigt sich genau mit diesen Fragen und zeigt für 7 Sternhimmelprojektoren die Vor- und Nachteile auf.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann lesen Sie hier den kompletten Beitrag!

Astrohighlights im Herbst 2020

28. August 2020, Marcus Schenk

Der Mars in Opposition, die Leoniden ohne Mond und eine interessante Sternbedeckung am Abend. Es gibt wieder genügend Gründe, um in die Sterne zu blicken.

Lassen Sie sich in den nächsten drei Monaten nichts entgehen: In der Infografik Astrohighlights im Herbst 2020 finden Sie viele wichtige Himmelsereignisse im schnellen Überblick. Im Begleittext finden Sie weitere wissenswerte Details.

Wir wünschen Ihnen spannende Beobachtungsstunden.

September:

06.09. Mond trifft Mars

Am Abend des 5. stehen Mond und Mars in einer dichten Konstellation: Ab 21:30 Uhr MESZ tauchen die beiden über dem östlichen Horizont auf. Doch im Laufe der Nacht nähern sie sich immer weiter, bis sie in den Morgenstunden des. 06.09. in weniger als ein Grad Distanz stehen.

11.09. Neptun in Opposition

Neptun ist der äußerste Planet des Sonnensystems: Viele Beobachter haben ihn bisher nur selten gesehen. Doch nun erreicht er seine Opposition und steht die ganze Nacht in einer günstigen Lage am Himmel. In den Abendstunden finden wir ihn über dem östlichen Horizont zwischen dem Wassermann und den Fischen. Mit 7,8 mag ist er in jedem Fernglas zu entdecken, doch erst im Teleskop erkennen wir das Planetenscheibchen des 4,3 Milliarden Kilometer entfernten Neptun.

14.09. Treffen von Mond, Venus und M44

Sind Sie Frühaufsteher? Prima. Denn dann kommen Sie in den Genuss einer Begegnung zwischen Mond, Venus und des offenen Sternhaufens M44. Bei dunklem Himmel kann man ihn schon mit dem bloßen Auge erkennen. Alle drei Himmelsobjekte stehen fast in einer Linie, wobei M44 die Mitte darstellt. Besonders schön: Der Mond ist abnehmend und nur zu 14% beleuchtet.

25.09. Treffen von Mond, Jupiter und Saturn

Den ganzen Sommer konnten wir Saturn und Jupiter am Abendhimmel im Schützen beobachten. Es war einfach ein Highlight bei jeder astronomischen Beobachtung. Kurz nach dem Herbstanfang bietet sich am 25.09. ein schöner Anblick mit dem Mond.

Oktober:

03.10. Mond trifft Mars

Diesen Monat merkt auch der Mond, dass der Mars der Star des Monats sein muss. Denn im Oktober trifft er gleich zwei Mal auf ihn. In dieser Nacht trennt sie eine Distanz von 4 Grad.

03.10. Venus trifft Regulus

In der Zeit vor der Morgendämmerung sehen wir im Osten das Frühlingssternbild des Löwen auftauchen. Auffällig stehen die Venus und der Hauptstern Regulus zusammen – er rangiert übrigens an Position 22 der hellsten Sterne am Nachthimmel. Es ist ein Spaß, einmal die großen Unterschiede der Helligkeiten beider Himmelskörper bewusst wahrzunehmen.

08.10. Giacobiniden

Die Giacobiniden oder Draconiden sind ein Meteorstrom, der aus dem Sternbild Drache zu stammen scheint. Am 8. Oktober erwartet man die maximalen Fallraten. Eine Vorhersage der zu erwartenden Anzahl der Sternschnuppen gibt es aber leider nicht, denn sie kann ganz unterschiedlich ausfallen.

Der Radiant liegt in der Nähe des Sterns Beta Draconis. Der Drache gehört zu einem zirkumpolaren Sternbild, daher liegt der Radiant am Abend in optimal sichtbarer Höhe.

14.10. Mars in Opposition

Mars umrundet die Sonne einmal in 686 Tagen, etwa alle zwei Jahre kommt es zu einer Opposition. Die letzte im Jahr 2018 bescherte uns eine große Erdnähe und einen riesengroßen Mars, doch seine Höhe über dem Horizont war gering. In diesem Jahr ist sein Scheibchendurchmesser nur zwei Bogensekunden geringer, die Position am Himmel aber deutlich höher. Das bedeutet: Eine der besten Möglichkeiten zur Beobachtung in den nächsten Jahren.

21.10. Orioniden

Die Orioniden sind ein kleinerer Sternschnuppenstrom mit etwa 20 Meteoren pro Stunde. Der Radiant liegt im Sternbild Orion nahe des Sterns Beteigeuze. Obwohl Sie den ganzen Monat die Sternschnuppen beobachten können, liegt das Maximum zwischen dem 20. und 21. Oktober. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

21.10. Mond bedeckt Gamma Sgr

Sternbedeckungen durch den Mond sind für jeden Beobachter faszinierend, besonders, wenn sie auf der noch unbeleuchteten Seite des Mondes beginnen. Am 21. Oktober bietet sich in den Abendstunden eine optimale Gelegenheit dazu. Um 20:35 Uhr wird der 2,8 mag helle Stern Gamma Sgr im Sternbild Schütze bedeckt. Bei solch hellen Sternen ist der Effekt verblüffend: Wie ausgeknipst verschwindet er hinter dem Mond und taucht erst um 21:42 Uhr auf der anderen Seite wieder auf. Dann kann der Mond vielerorts aber schon untergegangen sein.

22.10. Treffen von Mond, Jupiter und Saturn

Knapp einen Monat seit dem letzten Treffen gesellt sich der Mond erneut zu den Planeten Jupiter und Saturn. Beste Beobachtungszeit: in der Abenddämmerung.

29.10. Mond trifft Mars

Heute Abend treffen sich Mond und Mars und stehen in einem Abstand von 3 Grad.

31.10. Uranus in Opposition

Uranus ist einer der entferntesten Gasriesen. Im Teleskop erscheint er nur als winziges grünliches Scheibchen, auf dem wir keine Details erkennen. Als Planet können Sie ihn aber dennoch identifizieren. Suchen Sie Uranus mit einer Aufsuchkarte auf oder besser noch: mit dem GoTo-System Ihres Teleskops. Dann können Sie bei 150-200-facher Vergrößerung das Planetenscheibchen erkennen.

November:

10.11. Merkur größte westliche Elongation

Der Merkur steht in seinem größten Winkelabstand zur Sonne von 19 Grad Damit erreicht er seine beste Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Am 10. können wir den Merkur um etwa 5:30 Uhr über dem östlichen Horizont aufgehen sehen. Aus den Dunstschichten entkommen, strahlt er hell unterhalb der Venus.

11.11. Mond bedeckt v-Virgo

Am 11. November sollten Sie schon früh das Bett verlassen: Denn in den Morgenstunden ab 6:40 Uhr findet eine seltene und sehr gut sichtbare Sternbedeckung statt. Der Mond verdeckt den 4 mag hellen Stern v-Virgo.

12.11. Jupiter trifft Pluto

Jupiter und Pluto ziehen aneinander vorbei und nähern sich am 12. November bis auf 40 Bogensekunden. Normalerweise ist es schwierig den ehemaligen Planeten und jetzigen Zwergplaneten ohne weiteres zu finden. Denn: Er ist schwach und von einem Stern nicht zu unterscheiden. Doch Jupiter bietet sich diesmal als guter Orientierungspunkt an, um Pluto auch ohne GoTo-Montierung zu aufzusuchen.

13.11. Treffen von Mond, Merkur und Venus

In der Morgendämmerung bietet sich eine Konstellation, die jedem Himmelsbeobachter glänzende Augen beschert: In östlicher Richtung, im Sternbild Jungfrau, strahlen Venus, Merkur und die hauchzarte Mondsichel. Die perfekte Chance für ein schönes Stimmungsbild vom Nachthimmel.

16.11. Leoniden

Vom 16. auf den 17.11. erreichen die Leoniden ihr Maximum. Sie gehören neben den Perseiden zu den berühmtesten Sternschnuppenströmen. Es gab Jahre, in denen fielen diese Meteore wie Regentropfen vom Himmel. Das passiert in der Regel alle 33 Jahre, wenn die Erde mit der Wolke der Leoniden zusammenstößt. In normalen Jahren erreicht der Strom im Maximum nicht mehr als 20 Meteore pro Stunde. Dieses Jahr geht die schmale Mondsichel schon früh unter und wir können die ganze Nacht ungehindert die Sternschnuppen genießen.

19.11. Treffen von Mond, Jupiter und Saturn

Das Sternbild des Schützen verschwindet nun endgültig vom frühen Abendhimmel, doch dicht über dem Horizont können wir heute den fünf Tage alten Mond und die Planeten Jupiter und Saturn in einer hübschen Gruppe erkennen.

25.11. Mond trifft Mars

Mond und Mars begegnen sich heute in einem Abstand von etwa 6 Grad.

Earth Night am 17.9.2020: Wie wir gegen die Lichtverschmutzung kämpfen

21. August 2020, Marcus Schenk

Licht macht blind. Blind für das Universum und blind für alles, was um uns herum passiert. Die Lichtverschmutzung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und die Erde leuchtet aus dem Weltraum betrachtet wie ein Christbaum. 

Diese Invasion aus künstlich erzeugten Photonen schadet unserer Gesundheit, der Tierwelt und unserer Astronomie. 

Was wäre, wenn Sie plötzlich einen dunklen Himmel hätten und nicht hundert Kilometer dafür fahren müssten? So wie früher, als professionelle Sternwarten noch in Städten gebaut wurden. Wie würden Ihre Beobachtungen aussehen? 

Ein Traum, den viele Hobbyastronomen fast schon resigniert aufgegeben haben. 

Oder doch nicht? Wir alle setzen am 17.09.20 mit der Earth Night ein Zeichen gegen die Lichtverschmutzung. 

Astroshop.de unterstützt die Earth Night

Was ist die Earth Night?

Die Earth Night ist eine Aktion, die durch eine komplett dunkle Nacht auf die zunehmende, sinnlose und verschwenderische Nutzung von künstlicher Beleuchtung aufmerksam macht. Deswegen sollen so viele Menschen wie möglich die eigene Beleuchtung ausschalten.

Denn Kunstlicht, das die Nacht zum Tag werden lässt, hebt das Ökosystem aus den Fugen. Forscher in Studien zur Lichtverschmutzung berichten von der Störung des Tag-Nacht-Rhythmus, unzähligen getöteten Insekten, kraftlosen, fehlgeleiteten Zugvögeln und gesundheitlichen Folgen für den Menschen. Nicht zuletzt ist nicht sinnvoll eingesetzte Beleuchtung eine riesige Energieverschwendung und lässt den Sternenhimmel immer mehr verblassen.

Die Earth Night ist eine Initiative von „Paten der Nacht“ – einer in Deutschland ansässigen und ehrenamtlich tätigen Vereinigung, die sich der Eindämmung der Lichtverschmutzung und dem Schutz der Nacht verschrieben hat. Wir von Astroshop.de finden diese Initiative wichtig und unterstützen sie mit Begeisterung. 

Leider ist vielen Menschen die schädliche Wirkung des Lichts in keiner Weise bewusst. Wir wollen, dass sich das ändert.

Licht ausschalten

Am 17.09.2020 um 22 Uhr werden alle Lichter eine ganze Nacht lang ausgeschaltet. Nicht nur Astronomen, sondern alle Menschen sollen auf einen bewussten Umgang mit künstlicher Beleuchtung sensibilisiert werden. 

Machen Sie auch mit. Schalten Sie für eine Nacht Ihre Beleuchtung aus. Damit werden wir alle zu einem Teil einer wachsenden Gemeinschaft und unterstützen die Earth Night.

Auf der Webseite der Earth Night erfahren Sie noch mehr.

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Der ultimative Kaufguide: Teleskope für Kinder und Jugendliche

30. Juli 2020, Sebastian Brummer

Die ersten Erfahrungen mit der Astronomie und dem Sternenhimmel bestimmen, ob Ihr Kind Feuer fängt und dabeibleibt. Aber welche Teleskope eignen sich? Wir haben Empfehlungen für vier Altersgruppen zusammengestellt. Mit dabei: Gute Produkte für kleine Budgets. Lesen Sie alles dazu im Online-Magazin von Astroshop.de

Kinder und Jugendliche Buying Guide

14.04.2021
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