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Fragen und Antworten

Ferngläser

Astronomie, Vogelbeobachtung, Naturstudium, Jagd und Segeln: Ferngläser finden ihren Einsatz nahezu überall. Die wichtigsten Fragen beantworten wir hier.

Wozu benötigt man überhaupt ein Fernglas?

Ein Fernglas ist ein optimales Gerät, wenn es darum geht entfernte Objekte visuell näher heranzuholen, in dem man sie so vergrößert, dass der Beobachter Details besser erkennen kann. Dabei sind die Einsatzzwecke so unterschiedlich, wie es Objekte gibt und vor allem wie die Interessen der Beobachter liegen. Einige klassische Anwendungsgebiete sind z.B. Astronomie, Vogelbeobachtung, Natur- und Tierbeobachtung (z.B. Safari), Jagd und Segeln. Die Anwendungsgebiete sind nahezu unerschöpflich, so kann man sie prima zum Reisen, Wandern (v.a. in den Bergen), in Sportveranstaltungen (z.B. im Stadion), in Konzerten, Theater und Oper oder auch für viele andere Einsatzwecke im Alltag gebrauchen.

Die Fernglas Optik

10x50? Was ist denn das?

Dieses Kürzel finden Sie bei jedem Fernglas, das Sie bei uns erhalten. Es gibt an, über welche Vergrößerung und über welche Objektivöffnung das Fernglas verfügt. Dabei steht der erste Wert für die Vergrößerung, in diesem Fall ist es also eine Vergrößerung von 10-fach. Der zweite Wert steht für die Objektivöffnung, die immer in Millimetern angegeben wird. Ein 10x42 Fernglas besitzt also eine Objektivöffnung von 42mm.

Wie groß sollte das Gesichtsfeld in einem Fernglas sein und gibt es da große Unterschiede?

Ein großes Gesichtsfeld bei einem Fernglas ist immer ein Vorteil. Das menschliche Auge hat durch die Fusion der Seheindrücke beider Augen ein Gesichtsfeld von 180°. Das ist natürlich bei einem Fernglas nicht realisierbar. Trotzdem wird versucht ein möglichst großes Gesichtsfeld zu bekommen.

Ausschlaggebend bei einem Fernglas sind die Vergrößerung und die Okulare. Je kleiner die Vergrößerung, desto größer wird das Gesichtsfeld. Außerdem können durch spezielle Okularkonstruktionen Weitwinkelokulare hergestellt werden, trotz höherer Vergrößerung ein weites Gesichtsfeld erzeugen.

Aber hier muss man genau abwägen, denn manche Billighersteller bieten Ferngläser mit großen Gesichtsfeld an, bei denen aber die Randschärfe schon im letzten Drittel abfällt. Gute Ferngläser haben ein bis zum Rand nutzbares, scharfes Gesichtsfeld.

Sehweite auf 1000m

In den technischen Daten werden die Sehfelder immer auf tausend Meter angegeben, z.B. 56m/1000m. Das bedeutet, dass man in tausend Metern Entfernung ein Sehfeld von 56 Metern breite sieht. Diese Angabe ist manchmal auch in Winkelgraden angegeben. Mit diesen Umrechnungsformeln kann man sich die Angaben selbst errechnen. Der Faktor 17,5 bedeutet dabei das Sehfeld in Metern bei einem Gesichtsfeld von 1°.

Sehweite auf 1000m = Grad (reell) x 17,5 =

Grad (reell) = Sehweite auf 1000m / 17,5 =

Was ist der Unterschied zwischen Porroprismen- und Dachkantgläsern?

Der Unterschied zwischen Porroprismen- und Dachkantgläsern besteht hauptsächlich darin, dass verschiedene Prismensysteme verwendet werden, die das umgedreht erzeugte Bild wieder aufrichten. Dies sind, wie die Namen schon sagen, Porroprismen oder Dachkantprismen. In Porroprismen verläuft der Strahlengang des Lichts einfach gesagt in rechteckigen Formen, während in Dachkantprismen der Strahlengang in spitzen Winkel in der Form eines Hausdaches verläuft.

Mittlerweile sind die Dachkantgläser etwas beliebter als die Porrogläser. Das Aussehen der Ferngläser ist ziemlich verschieden. So stehen die Objektive bei den Porrogläsern weiter auseinander als die Okulare. Die Dachkantsysteme sind kompakter und schlanker gebaut.

Der Grund dafür ist die unterschiedliche Bauweise der Prismen. Porroprismen haben hier eine relativ ausladende Form. Der Vorteil der Porroprismengläser ist, dass man einen sehr plastischen Bildeindruck gewinnt. Porrogläser haben eine außen liegende Fokussierung, während Dachkantgläser eine Schneckenfokussierung im Tubus haben. Diese Fokussierung wird oft der von Porrogläsern vorgezogen, weil sie oft stabiler und geschützter vor Feuchtigkeit ist.

Pauschal kann man nicht sagen, welches Glas besser geeignet ist. Von beiden Bauarten gibt es gute und nicht so gute Gläser. Allerdings ist es wesentlich aufwendiger ein gutes Dachkantglas herzustellen, deshalb sollte man hier im Billigbereich ein besonders wachsames Auge haben und sich beraten lassen.

Lohnt sich ein Glas mit einer Bildstabilisierung

Ein Glas mit Bildstabilisierung lohnt sich auf jeden Fall, wenn man vorhat, ein Fernglas mit höherer Vergrößerung zu verwenden, es aber trotzdem nicht auf ein Stativ montieren möchte. Auch für Menschen, die eine relativ unruhige Hand haben, lohnt sich ein solches Glas.

Durch elektronische Sensoren werden kleinste Zitterbewegungen ausgeglichen. Selbst ein Glas mit 15-facher Vergrößerung kann absolut ruhig gehalten werden. Optisch erscheint das Bild sehr scharf, weil jegliches Bildzittern ausgeschaltet ist.

Was bedeutet Phasenvergütung?

Einige hochwertige Feldstecher tragen die Bezeichnung „phasenvergütet“. Damit ist eine spezielle Schicht auf dem Dachkantprisma gemeint, die auch als P-Belag bezeichnet wird. Wenn ein Lichtstrahl in das Dachkantprisma trifft, wird er mehrmals in der Form einer Dachkante reflektiert.

Außerdem wird bei der Reflexion der Strahl in zwei Segmente geteilt. Durch diese Prozedur kommt eine Verschiebung der Phasen der Lichtwellen zustande. Die Wellen der Lichtstrahlen sind nicht gleich, sondern verschoben.

Dadurch würde die Auflösung und auch der Kontrast minimiert werden, um dies aber zu verhindern bringt man spezielle Schichten auf, die dieses Phänomen korrigieren.

Was sind gute Ferngläser für Brillenträger?

Möchte man mit der Brille durch ein Fernglas schauen, ist es wichtig, dass das Glas auch dafür ausgelegt ist. Oft wird dies aber vom Hersteller nicht gekennzeichnet. Einige Ferngläser sind nicht für die Beobachtung mit einer Brille geeignet, diese würden ein sehr kleines und abgeschnittenes Sehfeld zeigen.

Wichtig ist, dass die Austrittspupille weiter draußen liegt und in etwa 20mm Abstand zum Okular den optimalen Einblick für Brillenträger bietet. Außerdem dürfen die Augenmuscheln nicht stören. Bei recht vielen Ferngläsern kann man diese bereits eindrehen. Sie bestehen aus Hartplastik. Dagegen gibt es auch weiche Augenmuscheln, die umgeklappt werden können. Diese liegen zwar recht weich am Auge an, können aber im Laufe der Zeit brüchig werden, wenn sich die Weichmacher verflüchtigen.

Welche Augenmuscheln sind von Vorteil?

Augenmuscheln sind eine wichtige Einrichtung, um Streulicht von außen zu vermeiden. Dabei gibt es weiche Gummiaugenmuscheln oder Augenmuscheln aus hartem Plastik. Der Vorteil von harten, herausdrehbaren Augenmuscheln ist, dass sie sehr langlebig sind und oft sogar mehrere Stufen mit Einrastfunktion haben.

Gummiaugenmuscheln sind weicher und können bei Bedarf umgeklappt werden. Allerdings können sie über längere Zeit betrachtet brüchig werden, indem sich die Weichmacher daraus verflüchtigen.

Wie kann ich mein Fernglas sauber halten bzw. reinigen?

Ein Fernglas ist ein Gebrauchsgegenstand, der nicht unbedingt in die Glasvitrine zum Anschauen gedacht ist, sondern v.a. für den Einsatz im Freien und zum Durchschauen. Natürlich kommt es unweigerlich vor, dass einmal das Fernglas verschmutzt. Das Äußere kann man problemlos mit einem Lappen abwischen, bei der Reinigung der Linsen sollte man allerdings vorsichtig sein. Auf den Linsen befindet sich eine empfindliche Vergütung, die bei zu grober Behandlung beim Putzen abgewischt werden kann. Deshalb muss man hier besonders vorsichtig vorgehen. Der oberste Grundsatz wenn es um die Reinigung geht, ist folgender: so selten wie möglich.

Unproblematisch ist es, mit einem weichen Reinigungspinsel über die Linsen zu fahren, um Staubkörnchen vorsichtig zu entfernen, das ist auch kein Problem, wenn man dies regelmäßig macht. Anders sieht es aus, wenn gröberer Schmutz auf den Linsen liegt. Dann kommen Sie oft nicht um eine intensive Reinigung herum. Am besten Sie nehmen dazu ein Mikrofasertuch oder ein anderes sehr weiches Tuch.

Achten Sie darauf, dass keine gröberen Staubkörnchen sich in dem Tuch verfangen haben. Nun wischen Sie vorsichtig, am besten in kreisenden Bewegungen, über die Linsen. Es kann notwendig werden, dass Sie mit einer Trockenreinigung nicht weiter kommen. Für diesen Fall bieten wir eine spezielle Reinigungsflüssigkeit an, mit der Sie eine sehr gute und schonende Reinigung erreichen können. Am besten ist es, wenn Sie nach der Benutzung des Fernglases immer wieder die Linsen mit den Deckeln versehen.

Die Fernglas Qualität

Was sind die Top Marken für Ferngläser?

Zu den absoluten Spitzenmarken gehören die Hersteller Leica, ZEISS und Swarovski. Diese sind unangefochten der High-End Bereich. Sehr hochwertige Marken sind weiterhin Steiner, Minox und Nikon. Im mittleren Bereich sind Eschenbach, Bushnell und Bresser angesiedelt. Andere Marken haben jedoch auch einzelne Gläser, die sich für bestimmte Anwendungsgebiete als optimal erweisen.

Lohnt es sich wirklich, viel Geld in ein Fernglas zu investieren, oder kann ich auch von einem günstigen Fernglas eine hohe Qualität erwarten?

Es ist wie bei vielen anderen Dingen, wer mehr Geld hinlegt, bekommt meist auch bessere Qualität. Grundsätzlich kann mittlerweile eine relativ brauchbare Qualität mit geringem Kostenaufwand hergestellt werden. Wer allerdings keine großen Kompromisse in Form von Farbfehlern, Kontrast, Schärfe, Transmission und wirklichkeitsgetreuer Abbildung eingehen möchte, kommt an einem teureren Glas nicht vorbei.

In hochwertigen Gläsern steckt ein hoher Aufwand an optischer und mechanischer Leistung, um möglichst alle Abbildungsfehler in den Griff zu bekommen. Auch die mechanische Fokussierung sollte qualitativ hochwertig sein, denn wenn dieser Teil des Glases zu viel Spiel hat, hin und her wackelt oder klemmt, wird man nur wenig Freude bei der Beobachtung empfinden.

Auch in Bezug auf die Augenmuscheln sollte man keine großen Kompromisse eingehen, denn diese bieten einen zusätzlichen Komfort. So gibt es beispielsweise feste, herausdrehbare Augenmuscheln, die über mehrere Einrastfunktionen verfügen.

Wie kann man die Qualität eines Fernglases testen?

Auf den ersten Blick ist die Qualität eines Fernglases gar nicht so einfach festzustellen. Wenn man bei schönem Wetter in die Landschaft schaut merkt man oft nicht die Unterschiede, die bei vielen Gläsern bestehen. Neben der Optik ist natürlich auch die Fokussiermechanik und der optische Tubus zu beachten.

Zuerst kann man das Glas unter weiße Neonröhren halten und die Vergütung kontrollieren. Man sieht genau, ob die Objektive eine Reflex-Färbung (meist grüne oder violette) haben oder nicht. Wenn die Reflexe weiß sind, besitzt das Glas keine Vergütung. Hier würde wertvolles Licht verloren gehen, bevor es im Auge ankommt. Genauso wie bei den Objektiven sollte man bei den Okularen vorgehen. Einige Billigglashersteller haben dort keine Vergütung aufgebracht. Neben dem Lichtverlust würden unvergütete Gläser hohe Reflexe bedeuten, was man unbedingt vermeiden möchte.

Nun hält man am besten das Glas in einiger Entfernung gegen eine helle Fläche. Nun sollte man zwei kleine weiße Scheibchen in den Okularen zu sehen bekommen, dies sind die Austrittspupillen. Sie sollten rund und nicht eckig sein. Wenn sie eckig sind, ist das auf die Prismen zurückzuführen, die nicht das gesamte Licht reflektieren können. Dies wäre ein enormer Fehler, der die Abbildung extrem verschlechtern würde.

Am Besten versucht man nun einmal im Gegenlicht zu beobachten. Bei nicht so hochwertigen Gläsern kann es gut sein, dass im Blickfeld Reflexe auftauchen, die den Kontrast des Bildes enorm herabsetzen. Das Innere des Fernglases sollte matt geschwärzt sein. Weiter sollte man auf eine gute Farbreinheit achten. Dazu richtet man das Fernglas am besten auf eine von der Sonne beleuchtete weiße Hauswand. Nun kann es sein, dass man Farbsäume erkennt. Werden diese zu stark, kann dies die Abbildung beeinträchtigen. Daher ist eine farbreine Optik immer besser. Verschiedene Hersteller bieten Gläser mit ED oder Fluoritlinsen an, diese Ferngläser sind fast rein von Farbfehlern (Je höher die Vergrößerung wird, umso wichtiger ist das).

Gut lassen sich Gläser unter dem Nachthimmel testen, denn da erkennt man oft Abbildungsfehler. Visieren Sie einfach einen hellen Stern, einen hellen Planeten oder sogar einfach den Mond an, damit Sie eine Aussage machen können. Nun versucht man einfach das Objekt in der Bildmitte wirklich scharf zu stellen und schwenkt dann das Objekt zum Gesichtsfeldrand. Nun kann man gut eventuelle Bildfehler sehen, z.B. wenn der Stern am Rand verzerrt dargestellt wird. Auch eventuelle Randunschärfen können so gut festgestellt werden. Auch vielleicht deutlich vorhandene Bildfeldwölbungen kann man feststellen. Je größer das Objektiv ist, desto mehr kann ein Fehler auffallen.

Ist ein Fernglas umso besser, je stärker es vergrößert?

Ein weitverbreiteter Glaube ist es, dass ein Fernglas umso besser ist, je höher die Vergrößerung ist. Doch das stimmt nicht, denn für ein gutes Fernglas ist die Wahl des Glasmaterials, der Prismen und der Beschichtungen und auch der Mechanik ein ausschlaggebender Punkt. Die Vergrößerung sollte sich eher nach dem Einsatzzweck richten.

Für die meisten Beobachtungszwecke ist eine 8- oder 10-fache Vergrößerung völlig ausreichend. Wenn Sie in diesem Vergrößerungsbereich bleiben, können Sie das Glas problemlos aus der Hand halten, ohne dass man zu sehr zittert. Bei einer höheren Vergrößerung (ab 12-fach) ist das nicht mehr ohne weiteres möglich.

Das ganze Bild zittert mehr und wirkt dadurch auch unschärfer. Hier bleibt nur die Möglichkeit das Fernglas auf ein Stativ zu setzen. Ferngläser gibt es in der Regel bis zur 20-fachen Vergrößerung. Wenn Sie eine hohe Vergrößerung bevorzugen, aber auf ein Stativ verzichten möchten, bleibt noch die Möglichkeit sich ein Fernglas mit Bildstabilisierung zu kaufen. Wenn Sie noch höhere Vergrößerungen bevorzugen, wäre ein Spektiv optimal.

Spektive bieten meist Vergrößerungen von 20 bis 60-fach, die mittels eines Zoomokulars eingestellt werden können. Ein Stativ ist hier natürlich auch notwendig. Bei manchen Spektiven befindet sich sogar ein Tischstativ im Lieferumfang.

Sie haben einige Zoomferngläser im Angebot.

Eigentlich ist das doch die bessere Variante, als wenn ich mich nur auf eine feste Vergrößerung beschränke. Liege ich richtig?

Zoomferngläser sind sehr praktisch, denn sie bieten die Möglichkeit stufenlos die Vergrößerung einzustellen. So sind Sie für viele Beobachtungszwecke gewappnet. Doch eine Beobachtung durch solche Gläser stellt auch immer einen Kompromiss da. Durch die zusätzlichen Linsen, die für die Zoomfunktion maßgeblich sind, haben eine schlechtere Qualität, als ein Glas mit einer Festbrennweite. Bei sonnigem Tageslicht wirkt sich dies nicht aus, wohl aber wenn harte Kontrastverhältnisse, Dämmerung oder Nacht herrschen.

Die meisten Zoomferngläser zeigen einen Tunneleffekt, der in der Regel bei niedriger Vergrößerung besonders stark ist. Man hat den Eindruck das Bild durch einen langen schwarzen Tunnel zu betrachten. Nur wenige Feldstecher mit Zoomfunktion zeigen diesen Effekt nicht.

Was bedeutet Vergütung?

Unter Vergütung versteht man dünne Schichten, die im Hochvakuum auf optische Linsen aufgedampft werden. Sie haben den Zweck Reflexionen auf den Linsen zu minimieren und so den Lichtdurchlass zu erhöhen. Oft besteht eine solche Schicht aus Magnesiumfluorit, Schichtdicke und Brechzahl sind für die Reflexminderung ausschlaggebend. Dabei soll sich interferiertes Licht gegenseitig auslöschen. Meist werden nicht nur eine, sondern mehrere Schichten (bis zu sieben oder noch mehr) aufgetragen, damit eine gute Reflexminderung für das gesamte Spektrum besteht. Sehr gut erkennt man die Vergütung an ihren Farben, die meist violett oder grün sind. Diese Farben, die man sieht, werden auch als Restreflex bezeichnet. Achten Sie darauf, dass das Fernglas die Bezeichnung „multicoated“, also mehrfachbeschichtet trägt.

Was bedeuten die Buchstaben hinter den Kennzahlen vieler Ferngläser?

WP - bedeutet "wasserfest"

(Water proof). Bei wasserfesten Ferngläsern werden spezielle Dichtungsringe verwendet und die Poren in einem aufwendigen Verfahren imprägniert. Ausserdem wird das Vakuum im Glas mit Stickstoff befüllt, dadurch kann kein Wasser in das Glas eindringen. Sie eignen sich besonders für alle Aktivitäten bei wechselnden Wetterbedingungen, beispielsweise zum Bergsteigen oder Segeln.

B - bedeutet meist "für Brillenträger geeignet"

D.h. das betreffende Fernglas hat einen grossen Okularabstand, damit auch Brillenträger das komplette Sehfeld ohne Abschattungen sehen kann.

G, GA oder RA - steht für "gummiarmiert"

(Rubber armed). Diese Ferngläser sind durch eine Gummiarmierung gegen Stoß und Schlag sowie gegen Spritzwasser geschützt.

CF - steht manchmal für "CentralFocus"

Manchmal aber auch für "CloseFocus" - "Central Focus" bedeutet Mittelbetrieb. Bei Porroprismen-Ferngläsern sind die Okulare über eine Brücke miteinander verbunden, die durch Drehen des Fokussierrades (sogenannter Mitteltrieb) vor und zurück bewegt werden kann.

"CloseFocus"

Bedeutet, dass das Glas eine sehr kurze Naheinstellentfernung hat. In der Regel zwischen 2 und 4m, während sich "normale" Ferngläser meist erst ab 5 Meter scharfstellen lassen.Wer gerne kleine oder nahe Objekten, wie z.B.Schmetterlinge oder Vögel, beobachtet ist auf eine kleine Naheinstellung angewiesen, da das Fernglas bei kleineren Distanzen als dem Nahfokus nicht mehr scharfstellt.

W, WF, WW oder Wide - steht für "Weitwinkel"

Also Ferngläser mit einem sehr großen Sehfeld. MC - steht für "Mehrschichtvergütung" (Multi Coated). Da alle hochwertigen Ferngläser mehrschichtvergütet sind, ist dies nicht immer in der Typenbezeichnung explizit vermerkt.

UC - bedeutet "ultra compact"

Was für ein sehr kleines und leichtes Fernglas steht (meist aus Aluminium oder selten auch aus Titan).

HP - steht für "HighEyepoint"

Diese Ferngläser besitzen eine große Austrittspupillenöffnung.

IS - steht für "Image Stabilisator"

Das sind Ferngläser mit Bildstabilisator, die besonders gern von Ornithologen und Naturbeobachtern verwendet werden.

D - bedeutet "Dachkant"

Worauf sollte man beim Fernglaskauf unbedingt achten?

Brillenträger sollten auf alle Fälle auf einen großen Augenabstand achten. Ein großer Augenabstand (ca. 20mm) ist wichtig für Brillenträger, weil sie dann auch mit aufgesetzter Brille das gesamte Sehfeld ohne Randabschattungen beobachten können.

Menschen mit leichter Fehlsichtigkeit sollten auf die Okulareinstellung achten. Hier ist es wichtig, bis zu welcher Dioprienzahl sich das Okular an den Sehfehler des Auges anpassen lässt und ob das Okular durch eine Rastung gegen versehentliches Verstellen sichern lässt.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal kann man gleich nach dem Kauf überprüfen: Richtet man das Glas auf eine weiße Fläche in etwa 30cm Entfernung, so muss eine runde, weiße Fläche erkennbar sein, die zum Rand hin nicht dunkler wird. So können Sie gewährleisten dass alles Licht, das durch das Okular fällt auch wirklich bis an Ihr Auge gelangt.

Weitere Qualitätskriterien machen sich erst bemerkbar, nachdem man das Fernglas längere Zeit im Gebrauch hat. Bei einem schlecht verarbeiteten Fernglas stellt man meist fest, dass die Prismen optisch nicht korrekt justiert sind, was Kopfschmerzen zur Folge hat, wenn man länger durch das Glas schaut.

Auch Doppelbilder sind möglich. Ein entscheidendes Merkmal für die Qualität der Ferngläser ist die Vergütung der Linsen und Prismen. Normale optische Linsen reflektieren einen Teil des einfallenden Lichtes, wodurch ein Lichtverlust und eine Verminderung des Kontrastes entsteht. Durch Vergütung der Linsen (so heisst das Aufdampfen einer reflexmindernden Mineralschicht) wird die Reflexion erheblich gemindert und die Lichtdurchlässigkeit gesteigert.

Empfehlungen

Ich suche ein Fernglas für den Wassersport.

Für den Wassersport sollten Sie ein robustes Glas wählen, das neben einer guten Optik auch eine stabile Mechanik besitzt. Eine vollständige Gummiarmierung ist sinnvoll, damit das Glas nicht so einfach aus der Hand rutschen kann. Speziell für den Wassersport ist es von Vorteil, wenn da Glas druckwasserdicht ist, viele Gläser bieten dies bis zu einer Wassertiefe von 5 Metern. Außerdem ist es gut, wenn das Glas stickstoffgefüllt ist, so wird ein Beschlagen durch Feuchtigkeit im Inneren des Glases vermieden.

Ich suche ein Fernglas, dass ich auf meine Bergwanderungen mitnehmen kann.

Für Bergwanderungen ist in der Regel ein leichtes Glas zu empfehlen. Da man ohnehin meist viel Gepäck mit sich schleppen muss, sollte das Fernglas nicht noch zusätzlich ins Gewicht fallen. Daher sollten Sie höchstens ein Universalglas von 10x42 mit sich nehmen. Diese sind noch nicht so schwer und wiegen etwa 700 Gramm. Das kann man wirklich noch gut tragen. Trotzdem haben Sie ein Glas, mit dem Sie auch in der Dämmerung noch beobachten können.

Wer es noch ein wenig kompakter haben möchte, nimmt z.B. einfach ein 10x25 Glas. Es ist so kompakt, dass es sogar in jede Hosentasche passt, außerdem wiegt es etwa nur 300 Gramm. Es kann aber nur am Tage verwendet werden, weil es nicht sehr lichtstark ist (AP 2,5mm). Außer den Daten von Öffnung und Vergrößerung sind die Vergütungen auf Linsen, Prismen und die Wahl des Glasmaterials sehr wichtig, denn hier liegen die großen Unterschiede in der Qualität.

Gibt es ein Fernglas, das nicht nur für den Tag oder nur für die Nacht geeignet ist?

Es gibt die sog. Universalgläser, die man für alle Lichtverhältnisse ganz gut gebrauchen kann. Ein Universalglas ist z.B. ein 10x42, 8x42. Es hat 42mm Objektivöffnung und 8-fache bzw. 10-fache Vergrößerung. Das entscheidende Kriterium ist, wie viel Licht es bietet bzw. wie viel Licht im Auge ankommt.

Bei einem 8x42mm Glas gelangt ein Lichtbündel in das Auge, der einen Durchmesser von 5,25mm hat. Somit erlangt man selbst in der Dämmerung ein helles Bild und eine ausreichende Reizung auf der Netzhaut. Damit kann man auch noch Tiere in der Dämmerung beobachten. Auch in der Nacht ist dieses Glas gut nutzbar, wenn auch nicht optimal. Bei den Gläsern ist eine möglichst hochwertige Optik wünschenswert, die sich bei den Gläsern, je nach der verwendeten Glassorte, der Vergütung und den Reflexionseigenschaften der Prismen unterscheiden kann.

Um Vögel zu beobachten suche ich ein Fernglas.

Farbtreue ist ein wichtiger Faktor, das ein Glas zum Vögel beobachten bieten sollte, denn es ist schön, wenn man die Farben im Gefieder so erkennen kann, wie sie wirklich sind. Hier sind nicht die billigsten Gläser zu empfehlen, sondern solche, die über eine hochwertige Vergütung verfügen. Wenn man zu Dachkantgläsern greift, sollten die Prismen nicht über einfache Silberschichten, sondern möglichst über eine Vielzahl von dielektrischen Schichten verfügen. Außerdem sollten die Prismen über einen P-Belag verfügen. Dieser sorgt dafür, dass keine Phasenverschiebung der Lichtwellen im Prisma entsteht.

Wenn Sie zu Taschengläsern greifen, sollten Sie auch auf die Okulare achten, ob diese evtl. auch für Brillenträger geeignet sind. Diese Faktoren berücksichtigt, bieten die Gläser maximale Brillanz, Kontrast und Farbtreue.

Ich möchte ein Fernglas auf ein Stativ montieren.

Die meisten Ferngläser bieten die Möglichkeit einer Adaption auf ein Stativ. Dazu wird in der Regel vor der Brücke eine Kappe abgeschraubt, die ein ¼“ Gewinde verbirgt. Mit einem Stativadapter kann man nun das Fernglas auf einem Stativ befestigen.

Doch hier sollte man genau überlegen, welches man wählt. Denn es macht keinen Sinn ein schweres 1000g Fernglas auf ein kleines und leichtes Alustativ zu setzen. Das würde das Stativ maßlos überlasten und das Fernglas würde in große Schwingungen geraten.

Der sichtbare Effekt wäre, dass das Fernglas bei jeder Berührung anfängt zu wackeln und eine sinnvolle Beobachtung nicht möglich ist. Meist werden Stative aus Aluminium, Holz oder auch Carbon gefertigt. Aluminium ist sehr leicht und überträgt leicht Schwingungen. Deshalb muss die Materialstärke und die Mittelkostruktion sehr stabil ausgeführt werden. Holz ist schwingungsärmer, die Holzart ist meist Eschenholz.

Für eine gute Stabilität ist außer der Materialstärke auch das Eigengewicht des Stativs ausschlaggebend. Bei einigen Stativen ist eine maximale Belastungsgrenze angegeben. Wenn das Gewicht des Fernglas der Belastungsgrenze entspricht, sollte man lieber zum nächst größeren Stativ greifen.

26.08.2019
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