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Praxis

Infografik: Astrohighlights im Herbst 2019

In den nächsten drei Monaten von September bis November gibt es wieder einige schöne Beobachtungen, die wir uns nicht entgehen lassen sollten. Ein besonderes Ereignis wirft seinen Schatten voraus: der sehr seltene Merkurtransit vor der Sonne. Aber auch andere kleinere Ereignisse können sich sehen lassen.


Die neue astronomische Infografik „Astrohighlights im Herbst 2019“ bietet Ihnen einen schnellen grafischen Überblick. Damit sind Sie auf dem Laufenden und wissen, was am Himmel passiert.

Im weiteren Text erfahren Sie einige Details zu den jeweiligen Ereignissen.

September

1.9. Alpha-Aurigiden
Die Alpha-Aurigiden sind ein schneller Meteorstrom mit einer Geschwindigkeit von 65 km/s, der auf den Kometen C/1911 Kiess zurückgeht. Im Maximum am 1. September sind etwa sechs Meteore pro Stunde sichtbar. Der Radiant, also der Ort, von dem die Meteore herzukommen scheinen, liegt im Sternbild Fuhrmann unterhalb des Sterns Capella.

6.9. Mond trifft Jupiter
Auf knapp 5° Entfernung nähern sich der Mond in dieser Nacht dem Jupiter. Schon in der Dämmerung sehen wir sie als helle eng beieinanderstehende Objekte.

 8.9. Mond trifft Saturn
War der Mond vor zwei Tagen in der Nähe von Jupiter zu sehen, besucht er heute den Ringplaneten Saturn. Beide Himmelskörper nähern sich auf 1,5° Distanz.

9.9. Goldener Henkel auf dem Mond
An diesem Abend erleben wir einen goldenen Henkel auf dem Mond. Ein recht seltenes Ereignis, das nur bei einer Mondphase von 83% zu sehen ist. Dann nämlich entdecken wir an der Licht-/Schattengrenze des Mondes auf der dunklen Seite einen geschlossenen Halbkreis aus „goldenem" Licht. Der Grund: Wir blicken auf das Mare Imbrium und den Krater Sinus Iridum, der vom Juragebirge umrahmt wird. Während der Krater noch im Dunkeln liegt, geht an den Bergspitzen schon die Sonne auf und wir sehen den berühmten Henkel.

10.9. Neptun in Opposition
Neptun ist einer der äußeren Gasriesen unseres Sonnensystems. In einer Entfernung von 4,5 Milliarden Kilometern umkreist er in 165 Jahren die Sonne. Sein Licht ist 4 Stunden und 10 Minuten unterwegs, bevor es auf? der Erde ankommt. Während seiner Opposition ist er besonders gut im Wassermann zu sehen. Um 1 Uhr erreicht er seinen höchsten Punkt, etwa 36° über dem Horizont.

20.9. Mond trifft Aldebaran
Der abnehmende und zu 72% beleuchtete Mond trifft in der Nacht des 20.9. Aldebaran, den Hauptstern des Stiers. Aldebaran ist ein Roter Riese, ein Stern, der die letzte Phase seines Lebens erreicht hat. Er leuchtet 150-mal heller als die Sonne und ist so groß, dass er bis an den Merkur heranreichen würde, stände er an der Stelle der Sonne.

Oktober

3.10. Mond trifft Jupiter
Diesen Abend erwartet uns ein besonders hübscher Anblick: Der Mond gesellt sich zum hellen Jupiter. Die stimmungsvolle Konstellation ist vor allem in der ersten Abenddämmerung eine Beobachtung wert.

5.10. Mond trifft Saturn
Am frühen Abend im Schützen, direkt über dem Horizont, sehen Sie heute eine Konjunktion von Saturn und Mond.

9.10. Oktober-Draconiden
Aus dem Sternbild Drache scheinen um den 9. Oktober Sternschnuppen zu fallen: Wir sehen den Meteorstrom der Draconiden. Wenn sie über den Himmel sausen, sind sie selbst für Laien in der Astronomie ein faszinierendes Spektakel. Der Radiant liegt in der Nähe des Sterns Draconis. Der Drache gehört zu einem zirkumpolaren Sternbild, daher liegt der Radiant am Abend in optimal sichtbarer Höhe.


12.10. Amphitrite in Opposition
 Amphitrite ist in der griechischen Mythologie eine Meeresgöttin und mit Poseidon vermählt. Am Himmel ist Amphitrite allerdings ein Asteroid des Asteroidenhauptgürtels, der jetzt in Opposition steht. Von der Erde trennen ihn nun 211 Millionen Kilometer. Er hält sich derzeit in den Fischen unterhalb des Sternbildes Andromeda auf.

17.10. Mond trifft die Hyaden
Der offene Sternhaufen der Hyaden ist mit 600 Millionen Jahre sehr alt und bildet mit seinen hellsten Sternen eine V-förmige Gestalt. Der Mond besucht den Haufen heute Nacht. Übrigens: Der Stern Aldebaran gehört nicht zu den Hyaden.

20.10. Merkur in größter östlicher Elongation
Merkur steht in einem maximalen Elongationswinkel von 24°, am Abendhimmel sehen wir ihn allerdings nicht.

21.10.
Die Orioniden sind ein kleinerer Sternschnuppenstrom mit etwa 25 Meteoren pro Stunde. Der Radiant liegt im Sternbild Orion nahe des Sterns Beteigeuze. Obwohl Sie den ganzen Monat die Sternschnuppen beobachten können, liegt das Maximum zwischen dem 20. und 21. Oktober.

23.10. Mond trifft Regulus
Die schmale Mondsichel ist am 23. in etwa 10 Grad Entfernung zum Regulus, dem Hauptstern des Löwen, zu finden.

28.10. Uranus in Opposition
Jetzt gibt es wieder die Gelegenheit einen Blick auf den fernen Uranus zu werfen: Er ist während seiner Opposition die ganze Nacht zu sehen. Mit einer Helligkeit von 5,6 mag können Sie ihn schon im Fernglas sichten, als Planet erkennen Sie ihn aber erst im Teleskop. Sie finden ihn im Sternbild Widder: Ziehen Sie zum Aufsuchen eine Linie vom hellen Stern β Ari zum nur 4,3 mag schwachen Stern ξ1 Cet im Walfisch. Am Beginn des letzten Drittels der Strecke zu ξ1 Cet finden Sie den Planeten.

31.10. Mond trifft Jupiter
Heute Abend sehen wir eine schmale und nur 15% beleuchtete Mondsichel direkt neben Jupiter.

November

2.11. Mond trifft Saturn und Jupiter
Diesen Abend sehen wir eine hübsche Konstellation von Mond, Saturn und Jupiter am südwestlichen Horizont.

6.11. Tauriden
Die Tauriden sind ein zweigeteilter Meteorstrom, bei dem nur 10 Meteore pro Stunde zu erwarten sind. Viel interessanter ist, dass hier einige helle Feuerkugeln auftauchen können.

11.11. Merkurtransit
Nur alle 13 Jahre passiert es: Der Merkur wandert über die Sonnenscheibe und wir können diesen Transit im Teleskop live verfolgen. Start ist um 13:35 MEZ, 2. Kontakt 13:37 MEZ, Mitte 16:19 MEZ, 3. Kontakt 19:02 MEZ, Ende 19:04 MEZ. Leider können wir nur die Hälfte des Transits beobachten, weil die Sonne schon früher unter dem Horizont verschwindet. Achtung! Benutzen Sie zur Beobachtung in jedem Fall einen geeigneten Objektiv-Sonnenfilter! Niemals ohne diesen beobachten! Eine Beobachtung ohne speziellen Sonnenfilter ist gefährlich und wird zu schweren Netzhautschäden führen. Lassen Sie sich von uns beraten.

14.11. Asteroid Vesta in Opposition
Der Asteroid Vesta gehört zum Asteroiden-Hauptgürtel und war einer der ersten entdeckten Körper dieser Art. Nach Pallas gehört er mit 516 Kilometern Durchmesser zu den größten. Am 14.11. erreicht Vesta eine Helligkeit von 6,5 mag: Damit können Sie ihn mit jedem Teleskop auffinden und beobachten. Er hält sich derzeit im Sternbild Walfisch auf. Finden können Sie ihn relativ einfach, indem Sie eine Linie von ο Tau (im Stier) etwa 2 Grad in westliche Richtung verlängern. Eine Aufsuchkarte ist sinnvoll.



17.11. Leoniden
Am 17.11. erreichen die Leoniden ihr Maximum. Sie gehören neben den Perseiden zu den berühmtesten Sternschnuppenströmen. Es gab Jahre, in denen fielen diese Meteore wie Regentropfen vom Himmel. Das passiert in der Regel alle 33 Jahre, wenn die Erde mit der Wolke der Leoniden zusammenstößt.
In normalen Jahren erreicht der Strom im Maximum nicht mehr als 20 Meteore pro Stunde. In diesem Jahr ist die Fallrate etwas niedriger und mit 15 Meteoren pro Stunde angegeben.

24.11. Jupiter trifft Venus und Mond trifft Mars
In den letzten Novembertagen gibt es gleich zwei Konstellationen zwischen Mond und Mars und Jupiter und Venus.
Am frühen Morgen des 24. sehen wir eine hauchzarte Mondsichel, den Mars und etwas weiter unten den Merkur. Dann am folgenden Abend bietet sich in der ganz frühen Dämmerung ein hübscher Anblick von Jupiter und Venus.

28.11. Merkur größte westliche Elongation
Die beste Morgensichtbarkeit des ganzen Jahres erreicht Merkur ab dem 28. November zu seiner größten westlichen Elongation, nun hat er einen Winkelabstand zur Sonne von 20 Grad. Im Teleskop erscheint Merkur nun halb beleuchtet.

12.12.2019
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