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Kaufratgeber

Fernrohr- und Leuchtpunktsucher für jeden Einsatz

Mit einem Sucher auf dem Teleskop sind Sie in der Lage, Himmelsobjekte zu finden. Hier finden Sie heraus, warum er so wichtig ist und welcher zu Ihnen passt.

Telrad Radiant Frontal Himmel Teleskop

Endlich jedes Objekt am Himmel finden und nicht lange suchen. Wäre das nicht schön? Sie nicken sicher, weil jeder Beobachter das will. Doch gerade Einsteigern fällt es oft schwer, eine schwache und für das bloße Auge unsichtbare Galaxie zu finden. Neben der Übung liegt es auch am Sucherfernrohr selbst.

Objekte finden schwer gemacht

Manchmal ist es zum Verzweifeln. Der Mond steht am Himmel und müsste doch einfach im Okular des Teleskops auftauchen. Wir bewegen also das Teleskop in dessen Richtung, schätzen die Position grob ab, doch obwohl unser Trabant am Himmel so groß erscheint lässt er sich nicht im Okular blicken. Wir staksen mit dem Teleskop nochmal ein wenig in alle Richtungen. Doch: Fehlanzeige, alles schwarz, kein Mond. Enttäuschung. Wie würde das nur aussehen, wenn wir versuchen, ein kleines Objekt wie einen planetarischen Nebel zu finden?

Warum ein passendes Sucherfernrohr her muss

Ein weites Sehfeld, eine schnelle und einfache Orientierung sind für uns Himmelsbeobachter wichtig. Selbst mit geringster Vergrößerung können wir allein mit einem Teleskop niemals ein so großes Feld überblicken, dass wir uns damit am Himmel zurechtfinden könnten. Denn bei 30- bis 40-facher Vergrößerung sehen wir einen Himmelsausschnitt von nur etwa einem Grad.

Ein Sucherfernrohr muss her: Das ist ein Miniteleskop auf dem großen Teleskop-Tubus, dass Ihnen mit 3-10 Grad deutlich mehr Gesichtsfeld bietet, und mit dem Sie erst in der Lage sind jedes Objekt am Himmel zu finden.

Was das Problem von Billigsuchern ist

Bei vielen Teleskopen wird ein Sucher schon mitgeliefert. Spart der Hersteller aber in der Qualität, lässt sich das kleine Teleskop oft schwer einstellen. Das kam schon vor: Justierräder drehen sich nicht, sind schwergängig oder die Basis ist so verschoben, dass eine exakte Ausrichtung schwerfällt. In dem Fall gilt: Weg mit dem Alten.

Der Unterschied zwischen optischen und Leuchtpunktsuchern

Die Welt der Sucher teilt sich in Modelle mit Objektivlinsen und mit LED-Projektion. Beide haben Vorteile, aber welche sind für Sie richtig?

Optische Sucher bestehen aus einem Objektiv mit meist 30 mm oder 50 mm Durchmesser und einer Vergrößerung zwischen 6-fach und 9-fach. Diese sammeln Licht und können schwache und mit dem bloßen Auge am Himmel noch unsichtbaren Objekte sichtbar machen. Mit einem Fadenkreuz können Sie das Objekt leicht zentrieren. Meistens bieten sie ein kopfstehendes und gespiegeltes Bild, was die Orientierung am Anfang erschwert. Es gibt jedoch auch Modelle mit Winkeleinblick und korrigierter Bildorientierung.

Vorteile von Sucherfernrohren:

  • Ein großes Gesichtsfeld, dass das Finden von Objekten erleichtert
  • Integriertes Fadenkreuz, um ein Objekt schnell zu zentrieren
  • Justierschrauben, um den Sucher exakt auf die Ausrichtung des Teleskops einzustellen
Der Unterschied zwischen optischen und Leuchtpunktsuchern

LED-Sucher projizieren einen Leuchtpunkt oder Kreis auf eine Scheibe, auf den Sie etwa aus 10-15 Zentimetern Entfernung blicken. Es scheint, als würde der rote Punkt am Himmel schweben. Vorteil: einfache und intuitive Bedienung, Einsteiger finden sich mit einem LED-Sucher gleich zurecht. Lichtschwache Objekte sind damit nicht direkt zu erkennen. Eine sehr komfortable Version dieser Klasse sind die Telrad- und Radiant-Sucher. Die projizierten Kreise mit 0,5°, 2° und 4° erleichtern die Ausrichtung an hellen Sternen, zumal die Zielkreise in einigen Sternkarten abgedruckt sind.

Vorteile von LED-Suchern:

  • Natürliche Orientierung wie mit dem bloßen Auge
  • Intuitive Bedienung, da es keine Vergrößerung und keine kopfstehenden Bildeindrücke gibt
  • Empfehlenswerter Sucher für Einsteiger, Deep-Sky-Fans und Dobson-Beobachter
  • Justierschrauben, um den Sucher exakt auf die Ausrichtung des Teleskops einzustellen

Alle Sucher besitzen Justageschrauben, um sie parallel auf das Hauptteleskop einzustellen.

Vixen Led Sucher

Orientierung im optischen Sucher

Diese Orientierungen gibt es bei optischen Suchern:

  • Geradesicht: Der Standardsucher besitzt ein kopfstehendes Bild - eine typische Eigenschaft aller Optiken ohne Korrektur. Der Einblick kann unangenehm sein, da die Sucher oft nah am Tubus montiert sind.
  • 90 Grad Einblick einfach korrigiert: Dieser Sucher bietet ein aufrechtes, gespiegeltes Bild, das die gleiche Bildausrichtung wie ein Schmidt-Cassegrain oder Maksutov-Teleskop mit Zenitspiegel zeigt.
  • 90 Grad Einblick doppelt korrigiert: Dieser Sucher bietet ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild, da zwischen Okular und Optik ein Amiciprisma sitzt. Die Orientierung im Sucher entspricht dem Anblick des Himmels mit dem bloßen Auge. Der Einblick ist angenehm und das Aufsuchen fällt dank der gewohnten Orientierung leicht.
Orientierung im optischen Sucher

Ein 6x30 Sucherfernrohr mit 6-facher Vergrößerung und 30 mm Öffnung ist die Grundlage für sinnvolles Aufsuchen von Objekten. Viele kleine Teleskope werden mit diesen Suchern ausgeliefert, doch aufgepasst: Die Qualität überzeugt nicht immer. Ein „echter“ 6x30 Sucher sollte nicht abgeblendet sein und eine gute Optik besitzen. Denn auch das entscheidet über den Erfolg, wenn Sie Objekte suchen.

Das klassische Sucherfernrohr für größere Teleskope sammelt 51-mal mehr Licht als das bloße Auge. Mit 8-facher Vergrößerung bemerken Sie sogar kleinere und lichtschwache Objekte und sie überblicken am Himmel ein Feld von 5 bis 6 Grad. Obwohl das Bild auf dem Kopf steht, kommen Sie einfach damit zurecht: Drehen Sie die Sternkarte um 180 Grad und schon stimmt die Ausrichtung wieder.

Mit Winkeleinblick Objekte aufzusuchen ist angenehm. Mit 50 mm Durchmesser und 8-facher Vergrößerung genauso lichtstark wie der Classic-Sucher. Falls Sie ein katadioptrisches Teleskop wie ein Schmidt-Cassegrain besitzen zeigt dieser Sucher die gleiche Ausrichtung. Dennoch eignet sich diese Variante eher für Goto-Teleskope, denn mit aufrechtem, aber seitenverkehrten Bild fällt die Orientierung in einem Sternatlas schwer.

Aufsuchen und beobachten wie mit dem bloßen Auge am Himmel: viele Beobachter, die ein aufrechtstehendes Bild wollen, schwören darauf. Dank des Durchmessers von 50mm und 8-facher Vergrößerung ist diese Variante ebenso lichtstark und zeigt ein Feld von etwa 6 Grad. Auf einer Sternkarte können Sie sich wunderbar orientieren.

Die Nacht ist schwarz, genau wie das Fadenkreuz? In bestimmten Regionen mit wenig Lichtverschmutzung fällt es manchmal schwer, das Fadenkreuz im Sucher zu erkennen. Dafür gibt es eine Lösung: der beleuchtete Sucher. Der Faden kann in der Regel über einen Rotlichtdimmer genau eingestellt werden.

Einfach aber effektiv: Ein LED- oder Leuchtpunktsucher projiziert einfach einen roten Punkt in den Himmel. Wie ein rotes Glühwürmchen im All zeigt er genau, wo das Teleskop hinweist. Es gibt sehr günstige aus Kunststoff oder stabile Modelle aus Metall. Über einen Dimmschalter können Sie die Helligkeit einstellen, so dass er auch bei sehr dunklem Himmel nicht blendet.

Radiant und Telrad sind Spezial-LED-Sucher, auf die viele Dobson-Beobachter schwören. Der Vorteil: Anstatt eines Punktes projiziert er drei Kreise mit einem halben, zwei und vier Grad Durchmesser in den Himmel. So fällt das Starhopping, das Auffinden eines Objekts, am Himmel viel leichter, denn mit der flächigen Ausdehnung lassen sich Distanzen viel besser einschätzen. Tolles Plus: Auch viele Sternatlanten und Planetariumsprogramme bieten die Visierkreise als Aufsuchhilfe an.

Sie besitzen nur wenig Platz auf dem Tubus aber wollen auf Visierkreise wie bei Radiant und Telrad nicht verzichten? Dann ist der Rigel Quick Finder die ideale Wahl. So leicht und kompakt, dass er selbst auf den kleinsten Teleskopen Platz findet.

Ein Objekt in den Kamerasucher einstellen: Keine einfache Sache, das weiß jeder Astrofotograf. Gut, wenn es dafür Hilfe gibt. Der Leuchtpunktsucher besitzt einen Adapter für den Blitzschuh einer SLR- oder Systemkamera und einen einstellbaren Dimmer. So können Sie Ihre Kamera standalone auf einer Reisemontierung nutzen und jedes Himmelsobjekt einfach anpeilen.

Die Sonne scheint so groß und doch dauert es manchmal, bis wir sie im Teleskop endlich finden. Ganz klar: Wir dürfen ja schließlich auch nicht durch das Okular in die Sonne blicken. Achtung: Ein Blick ohne Sonnenfilter durch ein Sucherfernrohr würde die Netzhaut sofort zerstören. Mit einem Sonnensucher gelingt Ihnen die Aufgabe im Handumdrehen, denn die Sonne wird einfach auf einen kleinen Schirm geworfen. So funktioniert gefahrloses Aufsuchen!

18.04.2021
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