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Glossar: Teleskop-Zubehör Leistung Brennweite

Brennweite

Je kleiner die Brennweite eines Okulars, desto höher ist die Vergrößerung in Verbindung mit einem Teleskop.

Die Vergrößerung ergibt sich aus dem Verhältnis der Brennweiten von Teleskop und Okular:

V = Objektivbrennweite / Okularbrennweite

Ein Okular mit einer kurzen Brennweite führt also zu einer hohen Vergrößerung.

Welche Brennweiten sind für ein Teleskop geeignet?

Dies hängt von der Öffnung des Teleskops ab, also dem Durchmesser der Linse (Refraktor) oder des Spiegels (Reflektor).

 

Minimale Vergrößerung:

Die Kombination aus Teleskop und Okular sollte mindestens so hoch vergrößern, dass das aus dem Okular austretende Lichtbündel durch die Pupille des Auges passt. Nimmt man einen Pupillendurchmesser von sechs Millimeter an, ergibt sich:

Minimale Vergrößerung = Teleskopöffnung / 6mm

Beispiel: Ein 8-Zoll Teleskop hat eine Öffnung von 200mm. Die minimale Vergrößerung ist also 200/6 = 33-fach.

Hat das Teleskop eine Brennweite von 2000mm, so ergibt sich für die Okularbrennweite: 2000mm / 33 = 60mm. Für dieses Teleskop sollte also die Okularbrennweite nicht 60mm überschreiten, weil sonst Licht verloren geht.

 

Förderliche Vergrößerung:

Bei der förderlichen Vergrößerung erscheinen Sterne noch punktförmig. Vergrößert man darüber hinaus, wird ihr Licht auf ein Beugungsscheibchen verteilt und der Stern somit weniger hell. Bei der förderlichen Vergrößerung erkent man also die leuchtschwächsten Sterne, die mit der Teleskopöffnung erreichbar sind.

Die förderliche Vergrößerung ergibt sich aus der Formel:

Förderliche Vergrößerung = Öffnung / 0,7mm

Im Beispiel des 8-Zöllers mit 2000mm Brennweite wäre dies eine 285-fache Vergrößerung, die ein Okular mit 7 Millimeter Brennweite erzielt.

 

Maximale Vergrößerung:

Die maximale Vergrößerung strebt man vor allem bei der Beobachtung von Mond und Planeten an, aber auch bei der Trennung von Doppelsternen. Der limitierende Faktor ist hier vor allem die Luftunruhe, auch Seeing genannt, also atmosphärische Bedingungen, die nicht vom Teleskop abhängen.

Eine Faustformel lautet:

Maximale Vergrößerung = 2x Öffnung

Mit dem 200/2000-Teleskop aus dem Beispiel kann man also etwa 400-fach vergrößern, was einer Okularbrennweite von 5 Millimetern entspricht.

 

Die minimale und die maximale Vergrößerungen stecken den Rahmen ab. Wer viel visuell beobachtet, sollte ein Set von Okularen mit verschiedenen Brennweiten haben, die diesen Rahmen ausfüllen.


28.04.2017
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