Der Omegon 66/400 ED ist für mich eine gute Ergänzung für einen langbrennweitigen Newton.
Der erste Eindruck war klasse. Sauber verarbeitet, rundum gut.
Allerdings hackte der Okularauszug anfänglich ein wenig. Ich rief den Shop an und mir wurde erklärt, wie man den OAZ an den unteren Stellschrauben einstellen kann. Allerdings sollte man hier vorsichtig zu Werke gehen. Hätte dies bei einem neuen Teleskop nicht erwartet.
Nun zu meinen Einsatzgebieten:
Für die Astrofotografie bekommt man große Übersichten auf den Chip, wie zum Beispiel die komplette Andromedagalaxie. Wer allerdings am Bildrand keine Verzerrung wünscht, wird um einen Flattner nicht vorbei kommen.
Auch als Leitfernrohr (noch manuelles Guiding) kommt er in Kombination mit einer 2x Barlow zum Einsatz. Klappt hervorragend, da man den OAZ frei drehen kann, wie man’s gerade benötigt. Ein Autoguider wird aber der nächste Schritt werden...
Auch nutze ich das Teleskop als Spektiv und als Teleobjektiv an terrestrischen Objekten.
Mit einer 2x Barlow dazwischen kommt man so auf 800mm Brennweite. Hier wird es schon eine Herausforderung den langen Aufbau ruhig zu halten. Wenn man ein Stativ benutzt sollte dies auf jeden Fall größer als zu klein dimensioniert sein.
Zubehör:
Mit diesem Fernrohr braucht man unbedingt einige Adapter, sowie visuell als auch fotografisch. Wer diverses Zubehör deshalb nicht besitzt sollte sich vorher unbedingt informieren für welche(n) Zweck(e) er es einsetzen möchte. Bei der Beschreibung ist die --- Anschluss (okularseitig) (Zoll) - 2 (mit SC - Gewinde) --- etwas verwirrend. Es handelt sich hier um ein SC-Gewinde. Als Adapter ist ein SC auf 1,25“ Steckhülse dabei. Es handelt sich also um keinen direkten 2“ Anschluss.
Fazit:
Alles in allem möchte ich dieses Teleskop nicht mehr missen, da ich es vielseitig zur Verwendung ziehe. Wegen den Anfangsschwierigkeiten ziehe ich einen Punkt ab, aber trotzdem eine klare Kaufempfehlung.