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Praxis

Die partielle Mondfinsternis am 16. Juli

Mondfinsternisse sind spektakulär und nicht schwer zu beobachten. Sie brauchen noch nicht einmal ein Teleskop - ein Fernglas genügt

Am 16. Juli 2019 gibt es wieder eine partielle Mondfinsternis - mit einem hohen Bedeckungsgrad. Ein seltenes aber beeindruckendes Erlebnis, das Sie nicht verpassen sollten. Hier erfahren Sie, wie Sie die Mondfinsternis am besten beobachten.

Fazination Mond vor 50 Jahren - und heute wieder

Drei

Zwei

Eins

Liftoff

Am 16. Juli 1969 zählte man den Countdown bis unter ohrenbetäubendem Lärm die Feuersäulen aus der Saturn V Rakete schossen und die ersten Menschen zum Mond flogen.

Es muss damals wunderbar gewesen sein!

Genau auf den Tag und fünfzig Jahre später blicken viele Menschen wieder gespannt zum Mond. Allerdings verfolgen wir heute eine starke partielle Mondfinsternis, der man sicher nicht entziehen kann. Doch wie verläuft die Finsternis genau?

Partielle Mondfinsternis: Der Mond nach dem Aufgang

Geht der Mond am Sommerabend des 16. Juli auf, hat die Mondfinsternis schon angefangen. Zu diesem Zeitpunkt läuft unser Trabant durch den Halbschatten, den äußersten Bereich des Erdschattens. Diese Phase ist unspektakulär, denn die Abdunklung des Mondes ist zwar nachweisbar aber für visuelle Beobachter nicht sichtbar. Daher ist es nicht dramatisch, dass wir den Beginn der Finsternis verpassen.

Jetzt wird es interessanter: Denn um 22:01 MESZ tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Es beginnt die heiße Phase. Zu diesem Zeitpunkt ist der Mond am Himmel seit dem Beginn des Events ein ganzes Stück nach oben geklettert: Jetzt steht er fast 7 Grad über dem Horizont und ist gut sichtbar. 

Der Kernschatten wird sichtbar

Genau 1,5 Stunden können wir nun verfolgen, wie der Mondschatten immer weiter über die Mondoberfläche wandert. Erst um 23:31 MESZ ist die maximale Finsternis erreicht. Neben den sommerlichen Temperaturen, genau wie bei der totale Mondfinsternis im Juli 2018, wird der Mond in dieser Nacht bis zu 66% bedeckt. Die Mondhelligkeit nimmt stetig ab und wir können sogar ein wenig das langwellig rote Licht aus dem Erdschatten erahnen. Was bleibt ist nur eine schmale hellbeleuchtete Sichel mit einer Höhe von 15° über dem Horizont

Der Weg aus dem Schatten

Da der Mond den Erdschatten nur streift haben wir keine totale, sondern nur eine Teilfinsternis. Wir können sie weiter verfolgen, bis der Kernschatten den Mond um 1:00 MESZ verlässt.

Was brauchen Sie für die Finsternis?

Zum Glück nicht besonders viel und wahrscheinlich nur eine dünne Jacke. Besonders interessant wirkt die Finsternis durch ein Fernglas. Nehmen Sie am besten eines, das nicht zu schwer ist und Sie noch gut aus der freien Hand halten können. Das ist meist bis zu einer Vergrößerung von 10-fach der Fall. Nutzen Sie eine höher Vergrößerung oder gar ein Großferglas ist ein Stativ sinnvoll.

Astrofotos gelingen auf einem normalen Stativ und einer Kamera mit Teleobjektiv. Als Alternative mit vielen Details können Sie aber auch ein kleines Teleskop auf einer astronomischen Montieriung verwenden. Als Kamera eignet sich eine normale SLR- oder Systemkamera. Besonders einfach und intuitiv machen Sie mit Ihrem Smartphone und einem Smartphoneadapter Mondaufnahmen. Auch wenn Sie noch nicht viel Erfahrung in der Astrofotografie haben, gelingen so auf Anhieb wunderschöne Fotos, die Sie gerne herzeigen.

Wann kommt die nächste Finsternis?

Geduld ist wichtig, wenn wir auf kommende Finstenisse hoffen. Um wieder eine totale Mondfinsternis zu sehen, müssen wir mindestens bis zum Jahr 2022 warten. Selbst dann sind die Bedinungen nicht optimal, denn diese Totalität findet in den Morgenstunden knapp über dem Horizont statt.

Text: Marcus Schenk

24.07.2019
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