Archiv für November 2011
25. November 2011, Bernd Gährken
In den letzten Jahren sind Sternbedeckungen durch Kleinplaneten zu einem wichtigen Forschungsfeld geworden. Durch eine simple Zeitmessung ist es möglich, Position und Durchmesser der Himmelskörper genauer zu bestimmen als mit den größten Teleskopen der Welt. Eine ähnliche Genauigkeit ist nur noch mit einer Raumsonde möglich. Leider kommt es selten vor, dass ein heller Stern bedeckt wird. Die Bahnen der Kleinplaneten mit Nummern über 1000 sind zudem immer noch nicht ausreichend genau bestimmt um präzise Prognosen machen zu können.

Sirona
Die interessanteste Bedeckung im Jahre 2011 gibt es vermutlich in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember, wenn der Kleinplanet (116) Sirona einen 7mag Stern bedeckt. Auf der Zentrallinie besteht eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50% tatsächlich ein Ereignis zu sehen. Es lohnt sich daher auch nördlich und südlich der Zentrallinie zu beobachten. Momentan wird ein Durchmesser von 102km vermutet. Ob dies stimmt, wird man erst nach der Messung wissen. Der Zielstern ist ein variabler roter Riese der in den Katalogen mit 7,7 bis 8,2mag angegeben ist.
Rote Riesen dieser Helligkeit besitzen eine ausreichende Fläche um Fadingeffekte hervorrufen zu können. Der Stern verschwindet dann nicht schlagartig sondern über mehrere Videoframes. Allerdings ist am 4. Dezember die Relativgeschwindigkeit des Kleinplaneten so hoch, dass sich dies kaum messen lassen wird. Es wird eine maximale Bedeckung von lediglich 3,3, Sekunden erwartet.

Sirona - Position
Der Zielstern befindet sich im Sternbild Jungfrau. Leider wird er in den meisten Teilen Deutschlands weniger als 20 Grad über dem Horizont stehen. Zum Zeitpunkt des Ereignisses ist der Mond zwar schon untergegangen, doch bei Lichtverschmutzung in Horizontnähe dürfte eine GoTo-Steuerung nützlich sein. Der Stern ist sehr hell im Infrarotem Spektralbereich, so dass man auf einen IR-Sperrfilter verzichten sollte.
Als ideales Instrument für Sternbedeckungen hat sich die Watec-Kamera etabliert. Aber auch die I-Nova Kamera kann hier empfohlen werden.
Tags: I-Nova, Sirona, Teleskop Zubehör, Kamera, Sternbedeckung, Watec
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23. November 2011, Ben Schwarz
Die Produktpalette von Omegon wurde um zwei Einsteigerteleskope erweitert.
Das Omegon N 150/750 EQ-4

Omegon N 150/750 EQ-4
Der Omegon Newton Reflektor 150/750 EQ-4 ist ein ideales Teleskop für den Einstieg in die Astronomie. Eine hohe Stabilität und die Vorbereitung für erste Astrofotos zeichnen dieses Teleskop aus.
Mit der Erweiterung um die EQ-4 Montierung sind wir auf unsere Kundenwünsche eingegangen. Die Omegon EQ-4 Montierung zeichnet sich gegenüber der Omegon EQ-3 Montierung um folgende Verbesserungen aus:
– bedeutend stabiler
– deutlich weniger schwingungsanfällig
– stabiler ausgeführte Gegengewichtsstange
– eingebaute Dosenlibelle
– deutlich stabiler ausgeführter Polblock
– Feinste Verstellungen im Azimut möglich
– Nur die EQ-4 besitzt ein Polsucher-Fernrohr

Omegon AC 70/900 EQ1
Das Omegon Teleskop AC 70/900 EQ-1
Mit dem Omegon 70/900 EQ-1 Teleskop gelingt der Start in die Himmelsbeobachtung. Beobachten Sie Mond, Sterne, Planeten und verfolgen Sie diese ganz einfach mit der astronomischen Montierung.
Geeignet für alle Nachtschwärmer, die die Geheimnisse des Universums schon immer mal selbst erleben wollen.
Tags: Newton, Teleskop, Omegon, Einsteiger-Teleskop, Refraktor
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21. November 2011, Ben Schwarz
Zwei neue astronomische Kalender für 2012 sind ab sofort lieferbar.
Vom WeitSicht Verlag vorgestellt der „Sternenhimmel 2012„

Bernd Pröschold, Der Sternenhimmel 2012
Bernd Pröschold, jüngst vom Schweizer Fernsehen als „Sternenjäger“ vorgestellt, gehört mit nur 32 Jahren zu den besten Zeitrafferfotografen der Welt. Der Astrofotograf bereist die entlegensten Regionen Südamerikas, Afrikas und Europas um in bis zu 24-stündigen Aufnahmen das Geschehen am Firmament im Zeitraffer festzuhalten.
Ranga Yogeshwar, (moderiert u. a. „Quarks & Co“ und „Die große Show der Naturwunder“) meint hierzu:
„Mit ungeheurer Beharrlichkeit und großen Mühen ist es Bernd Pröschold gelungen, Prozesse einzufangen, die uns im Hier und Jetzt verborgen bleiben. Seine Zeitrafferaufnahmen geben uns eine neue Perspektive auf uns und unseren Kontext.“
Im Palazzi Verlag erschienen „Sternzeit 2012„

Sternzeit 2012
Der jährliche Kalender von „Bild der Wissenschaft“ erschienen im Palazzi Verlag überzeugt immer wieder mit fantastischen Aufnahmen, die mit den besten Teleskopen der Erde und aus dem Weltall gewonnen wurden. Die Aufnahmen zeigen eine fantastische Welt, die bisher in den Tiefen des Raumes verborgen lag! Sie sind Dokumente der Wissenschaft und ein ästhetisches Vergnügen.
Tags: Kalender, Medien, 2012
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18. November 2011, Ben Schwarz
Omegon präsentiert rechtzeitig zu Weihnachten vier neue Okular- und Zubehörkoffer.

Omegon Deluxe Okularkoffer, optimiert für Brennweiten von 1200mm bis 1800mm
Neben einem Standard-Okularkoffer mit den bewährten Omegon Super Plössl Okularen haben wir uns einmal speziell mit diesem Thema auseinandergesetzt. Wir haben uns gefragt, was wirklich sinnvoll ist, wenn man ein Set anbieten möchte. Unsere Lösung: Drei verschiedene Okularkoffer in Abhängigkeit zur Brennweite des Teleskops.
Wir glauben, so eine wirklich sinnvolle Ergänzung und Erweiterung für jeden Einsteiger oder auch fortgeschrittenen Amatuerastronomen liefern zu können, der seine Standard-Okulare erweitern oder ausmustern will.
Die drei Brennweiten Sets sind in den Varianten bis 1200mm, von 1200mm bis 1800mm und ab 1800mm Brennweite erhältlich.
Tags: Omegon, Koffer, Okularkoffer, Teleskop Zubehör, Okular
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17. November 2011, Bernd Gährken
2005 YU55 ist ein erdnaher und potentiell für die Erde gefährlicher Asteroid von etwa 400 m Durchmesser. Am 8. November 2011 um 23:28 UT hat er die Erde in etwa 0,85-facher Monddistanz passiert. Zu dieser Zeit stand er für Deutschland unbeobachtbar unter dem Horizont. In der Folgenacht war der Kleinplanet schon am Mond vorbeigezogen, war aber trotzdem noch gut zu beobachten.

2005 YU55
In Deutschland erreichte er am Abend einen Horizontabstand von 60 Grad und ging erst gegen 3 Uhr morgens unter. Leider war der größte Teil Deutschlands mit Nebel bedeckt. Gute Bedingungen gab es jedoch in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen. Von den Alpen aus gelang es ihn mit einem 6 Zoll Newton und einer DSI-3 zu fotografieren. Er war schon auf den Rohbildern von 1s problemlos zu sehen und seine Bewegung ließ sich im Abstand von einigen Sekunden gut verfolgen. Beim oberen Foto wurden die Aufnahmen von 4 Minuten addiert und Yu55 wurde dabei als kleine Strichspur abgebildet. Es konnte auch eine Animation erstellt werden.

2005 Yu55 Animation
Tags: MEADE, Asteroid, DSI, Kleinplanet, 2005 YU55
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