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Filter in der Astronomie


Das sichtbare Licht strahlt in einem Spektrum von etwa 380 bis 780 Nanometern, vom kurzen blau-violetten bis in den langen roten Bereich. Wenn man mit dem Teleskop bestimmte Himmelsobjekte anschauen möchte, kann man mit entsprechenden Filtern Kontraste an den Objekten verstärken, und zwar in dem man bestimmte Bereiche des sichtbaren Spektrums blockt und andere Bereiche passieren lässt. Filter gibt es in allen erdenklichen Farben, die vorwiegend zur Planetenbeobachtung eingesetzt werden. Man kann durch ihre Verwendung spezielle Details auf den Planetenoberflächen sichtbar machen.

Außerdem sind Filter für die Deep-Sky-Beobachtung sehr beliebt. Diese sind sehr aufwendig hergestellte Filter, die mehrere so genannte dielektrische Schichten auf ein optisch hochwertiges Planglas aufgedampft sind. Sie haben, je nach Anwendungsgebiet des Filters, die Aufgabe nur einen Teil des spektralen Lichtes durch das Filter zu lassen. In der Regel werden unbrauchbare Spektralbereiche absorbiert, während die Bereiche durchgelassen werden, in denen die Objekte vorwiegend strahlen. Das Bild im Fernrohr wird etwas abgedunkelt.

Alle Nebelfilter haben eine Sperre in dem Spektralbereich, in denen die Straßenlaternen leuchten. Dies ist der Spektralbereich oberhalb von 530 nm und erstreckt sich bis ungefähr bis 630nm. Wenn man sich eine Transmissionskurve eines beliebigen Filters anschaut, wird man bemerken, dass es in diesem Bereich einen erheblichen Knick nach unten gibt, der erst ab 630nm wieder steigt. Der Wirkung des Filters bringt dies eine enorme Effektivität, denn wenn das Straßenlicht geblockt wird, steigen gleichzeitig die Kontraste bei der Beobachtung am Objekt.

Wir wollen nun im Einzelnen auf die Wirkungsweise der Filter eingehen.
Zuerst auf die Farbfilter und dann auf die Nebelfilter. Schließlich auf einige Spezialfilter, die ebenfalls in der Astronomie ihren Platz finden.

Farbfilter

Es gibt ein wahres Spektrum an verschiedenen Filtern, fast so viele, wie es auch Farben gibt. Jeder Filter ist dabei für einen oder auch für mehrere Zwecke geeignet. Doch der Einsteiger muss nicht über alle Filter verfügen. Es gibt einige wichtige, die man allerdings schon sein eigen nennen sollte.

Doch nun zum wichtigsten Filter:

Mondfilter  

Ein Neutral, grau oder Mondfilter liegt oft bei der Lieferung eines neuen Teleskops schon dabei. Er hat ausschließlich die Aufgabe das helle Mondlicht zu dämpfen und ein wenig den Kontrast zu erhöhen. Wer als Besucher einer Sternwarte einmal durch deren großes Teleskop ohne einen Filter geschaut hat, wird sich bildhaft daran erinnern können, warum ein Mondfilter so wichtig ist. Den Mond ohne einen Filter zu betrachten richtet keinerlei Schaden an, allerdings ist er so hell, das er den Beobachter gehörig blenden kann. Wendet man den Blick vom Teleskop ab und schaut wieder in die Dunkelheit wird man oft noch einen geisterhaften Bildeindruck vom Mond im Auge haben. Dieser Eindruck schwindet zwar allmählich, ist aber dennoch sehr lästig. Das Auge wird es einem danken einen Mondfilter zu verwenden.
Natürlich gib es diese Filter in verschiedenen Tönungsstufen. Diese reichen von einem Lichtdurchlass von etwa 50% bis ca. 8%. Wobei die Filter mit hohem Durchlass eher für die kleineren Teleskope und die mit wenig Durchlass für die größeren Teleskope geeignet sind.

Ein sehr praktischer Filter ist der variable Polarisationsfilter. Dies sind zwei Polfilter, die übereinander gelegt wurden. Ein Polfilter lässt Licht, dass in allen möglichen Richtungen schwingt nur in einer Ebene durch. Man kann ihn sich ähnlich wie einen Lattenzaun vorstellen. Diese beiden „Lattenzäune“ lassen das Licht komplett passieren, wenn sie sich in der gleichen Stellung befinden. Verdreht man aber diese Filter gegeneinander, so lässt der Filter immer weniger Licht passieren. Mit dieser genialen Erfindung hat man einen Mondfilter, den man auf jede Helligkeitsstufe zur Mondbeobachtung einstellen kann.

 

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Mondfilter